Samstag, 31. Januar 2015

Bewusstheit / Bewusstsein im Heute... Wie kann das funktionieren - Teil 1


Soooo liebe Leute!

Dann will ich mich heute mal mit dem äußerst spannenden Bereich "Bewusstheit" im Leben befassen. Zumindest mal versuchen, zu beleuchten....was uns letztlich so zu schaffen macht mit dem "bewussten Leben"...
Denn er kann dem einen oder anderen einen Zugang verschaffen, warum wir so sind, wie wir sind...

Verzeiht mir, wenn manche Aussagen im Weiteren einmal bewusst geradlinig von mir getätigt werden. Doch es geht schließlich um uns! Unsere Zukunft...unser Leben jetzt.

Ich wähle da nun bewusst einmal "Bewusstheit"....und nicht "Bewusstsein". Denn das bisherige "....sein" dürfte in Anbetracht der Gesellschafts- und Weltlage vielleicht ein wenig verkümmert sein...

Bewusstheit....oder Un-Bewusstheit.....Was ist das?
Was umfasst das Bewusstsein?
Das alles im Bild!

Aber erst mal langsam "mit den Pferden"! Fangen wir "ganz vorne" an:


Gängige Beispiele einmal für eine UN-Bewusstheit wären nun tägliche Tätigkeiten. Tätigkeiten, über die wir schon gar nicht mehr lange nachdenken müssen, sondern die so gut wie automatisch gehen...Kaffee kochen, Autofahren, Anziehen, und noch vieles mehr, was wir schon automatisiert haben. Wir tun sie einfach, ohne nachzudenken.

Gut. Tätigkeiten....soweit ja klar, oder!?

Schauen wir einen Moment auf BEwusste Tätigkeiten...
Was tun wir dabei?
Konzentrieren wir uns da drauf?
Laufen diese Dinge aber mitunter manchmal ein wenig eckig...?
Um hier mit einem Beispiel besser zu verdeutlichen:
Wir beginnen ein Musikinstrument zu lernen.
Sind wir hier gleich die absoluten Beherrscher....oder kommen aus dem Instrument da quiekende, schreckliche Töne...soferne man sie anfangs überhaupt als solche...und nicht vielmehr als reine Gehörfolter bezeichnen kann? Wie bewegen wir dazu unsere Finger...die ja meist benötigt werden...? Ist das mehr eine Yoga-Verrenkungsübung für Finger....?
Wie tun wir uns mit der Umsetzung von den Noten am Blatt aufs Instrument...?
Virtuos?
Wäre beinah ein Wunder, wenn ja.
Also nicht!

Oder anderes - vielen vermutlich bekanntes - Beispiel: die erste Fahrstunde!
Yiehaaaa.....
Waren wir hier gleich kleine Weltmeister..., kleine Vettel´s...?
Oder hatten wir zum Anfang ganz schön zum "rühren" in der Karre, um alles auf die Reihe zu bekommen?
 

Was ist der Grund hierfür?
Von Geburt an erlernen wir gewisse Verhaltensmuster....gewisse Bewegungen, Laute, Tätigkeiten, die uns zuerst Liebe, Aufmerksamkeit....und im Weiteren eine Befriedigung unserer Bedürfnisse sicherstellen sollen.

Was erleben wir hier - beginnend im Kindesalter? Bei / an Kindern?
Da Kinder ja noch (beinahe) völlig unbeeinflusst sind, haben sie dazu auch keinerlei Scheu oder Gedanken "Was ist jetzt, wenn ich dies oder jenes..." ... oder eben nicht. Das Kind will .... setzt Aktion....und hofft dadurch zu einem Ergebnis zu gelangen.
Und Kinder sind da auch sehr spitzfindig. Wenn eine Taktik nicht funktioniert...dann wird eben die nächste durchprobiert. Kinder sind deshalb auch seeeehr empfänglich für jede noch so kleinste Reaktion des Gegenübers!

Jedenfalls entstehen "Verhaltensmuster",....die bei weiterem Heranwachsen dann auch dazu dienen, z.B. ein Instrument zu spielen.
Ein professioneller Musiker überlegt nicht mehr über Umsetzung von Note auf Instrument, wo er hingreifen muss, um dem Instrument diesen oder jenen Ton zu entlocken.
Er liest Note....spielt.
In der Regel dann schön, flüssig.... Das Spielen wurde so perfektioniert und unbewusst abgespeichert, so dass es nur mehr abgerufen werden muss.

Doch ... wie kommt das wiederum?

Es ist wissenschaftlich längst bewiesen, dass bewusste Tätigkeiten nur einen kleinen Teil des menschlichen Gehirns in Anspruch nehmen können. Der Supercomputer "Gehirn" ist sehr bald mit Bewussheit überlastet!
Wissenschaftliche Tests haben ergeben, dass der Mensch im Bewussten nicht mehr als 3-5 Reize - sprich daraus abgeleitet - auch Aufgaben tätigen kann. Das mit dem sogenannten "Multitasking" ist also dezent übertrieben. Die Meisten kommen schon bei 3 Aufgaben gewaltig ins Schleudern.

Test dazu:
Mit einem Fuß tippen wir einen Dreivierteltakt auf den Boden. eins - zwei - drei - "leer" .... eins - zwei - drei - "leer" ... Wenn jemand von Euch jetzt gleichzeitig den Text noch sinnerfassend weiterlesen und danach inhaltlich wiedergeben kann, hat er offenbar schon ein großes Gehirn oder ist Schlagzeuger...
Und? Wie gings Euch? Schon heftig?
So... dann setzen wir für die Könner noch eins drauf!
Gleiches wie vorher - Dreivierteltakt und Lesen....bzw. lest die Zahlen 9638527410 und merkt sie Euch!
Geklappt?
Nicht???
Soviel also zur Leistungsfähigkeit unserer "bewussten Prozesse"...

Das Meiste an Tätigkeiten ist ins Unbewusste, also den Speicher "ausgelagert"...
Wie ein PC, der halt nur sein Potential als Arbeitsspeicher hat. Der Rest ist auf der Festplatte!
Jedoch vorweg: von uns dort angelernt, abgespeichert....und somit zwar nicht änderbar - jedoch erweiterbar!
Ich möchte in meinem nächsten Beitrag hierzu nochmals näher drauf eingehen.

Es entstehen also Verhaltensmuster....mehr oder weniger stark. Die Stärkeren beruhen zumeist auf wiederholter positiver oder negativer Erfahrung. Und alle werden selbstverständlich abgespeichert im Gehirn.
Je öfter eine solche Handlungsweise funktioniert oder nicht, desto ausgefeilter wird sie, oder es wird "dazu gelernt, eben erweitert"....und ....jetzt geschieht es ... es wird dann durch die zunehmende selbstverständliche Funktionsweise im Unbewussten (Unterbewussten) abgelegt, wo es auf Bedarf aktiviert werden kann. Man nennt es herkömmlich...fast schon herabwürdigend banal "Erfahrung".

Jetzt kehren wir also noch einmal zurück zum Kleinkind...und wo es verschiedene Taktiken ausprobiert und verfeinert...
Wir gelangen just hier natürlich auch schon an einen ersten "Kreuzungspunkt", was nun die Taktiken betrifft.
Zur Taktik (Verhaltsausrichtung) zur Erreichung einer Re-Aktion (seitens Eltern z.B.), zur Erfüllung einer Er-wartung (das Kind erwartet z.B. dass der Hunger gestillt wird) werden vom Kind Gedanken gedacht, Emotionen gefühlt. Aktion gezeigt.
Die Eltern geben in - wie auch immer gearteter Weise - eine Re-Aktion, eine Erfüllung der Er-wartung. Oder auch nicht....oder nicht gleich.... oder in anders gearteter Weise....sowie sich zumindest das Kind dies nicht oder nur teilweise "vorstellt".
Was entsteht...? Unwahre Gedanken im Kind. Da das Kind ja nicht aufgeklärt wird...ihm gelernt wird, erklärt wird... (zumeist in den ersteren Lebensjahren in Worten ja noch nicht gelernt werden kann).

So....und je öfter nun das Kind bemerkt, wie gut oder nicht seine Taktik funktioniert, um so ausgefeilter, perfektionisierter wird sie....und geht alsbald in den Unbewussten Teil über. Wird nur mehr abgerufen!

Und damit hole ich dann selbstverständlich auch all die Gedanken, Emotionen, mit ins Boot!
Die Erschaffung der - zumeist unbewussten Gedankenwelt - hat begonnen! Auch diese werden unbewusst gespeichert! Damit sie sozusagen als "Erfahrung" wieder abgerufen werden können!

Da ja dies nun der vorgegebene Weg des Erschaffens ist, für das heranwachsende Kind sich lediglich die Anlässe zum Taktieren nur teils abändern...
...das Kind ja nun (da die Eltern zwar die besten Eltern waren bzw. ihr Bestes gaben....aber dennoch ebenfalls nur innerlich verletzte Kinder waren) aufgrund seiner Erlebnisse Aufwachsen verstärkt nur mehr zum Taktiker, zum Strategen wurde...
...sah, dass es Liebe nicht umsonst gab, sondern immer zuerst auf "Aktion (Leistung: brav, sauber, fleissig u. dgl.) - dafür Re-Aktion (Liebe)" ausgerichtet war...
...wurden all diese unwahren Gedanken abgespeichert. Perfektioniert. Ausgeweitet.

Nur eben großteils dann zur Gedankenwelt gemacht, manifestiert....und bis ins Hier und Jetzt mitgeschleppt.

Und heutzutage wundern wir uns dann oft, warum manches kam wie es kam....oder eben nicht kam. Ja wir hadern förmlich damit. Liegen im Krieg zur Realität!

Wir haben ebenfalls so derart unbewusst abgespeichert....automatisiert, mit der Gegenwart, dem Jetzt zu hadern. Genau im Satz davor....das Beispiel: "....oder eben nicht kam....".

Kennen wir Aussagen wie "....ja aber das hätte doch sein sollen, passieren müssen...". Oder ins Gegenteil.."das hätte mir nicht passieren dürften...." usw. usw.?
Oder wie sieht es mit Gedanken aus, wenn uns jemand begegnet ... wir "scannen"...und fällen innerhalb von Sekundenbruchteilen unser "Urteil", unsere "Bewertung"?
Bewusst etwa???
Oder ist das einfach da....ohne großes Zutun?

Das Problem mit der Bewusstheit (wenn es denn überhaupt eins gibt) liegt nicht in der aktiven und willentlichen Beeinflussung eines Denkens (sowie z.B. in meinen Augen dieser Unsinn mit Affirmationen eines sogenannten positiven Denkens, wo ich mir etwas zwanghaft wiederhole, einrede bis ich´s vielleicht glaube….oder auch nicht), sondern in der Trägheit und Unlust, sich selbst bewusst zu machen, wie man selbst als Individuum mit Bedürfnissen funktioniert. Wie sehr diese Unlust und Trägheit auch auf Andere "abfärbt" ....bzw. im Zusammenwirken mit der Unlust und Trägheit anderer teils schon massive Auswirkungen im Aussen zeigt...!
Oder woher glauben wir denn, kommen unsere politischen "Führungen"...? Diese Unruhe, der Unfrieden auf der Welt...? Krisen...?


Vom sauren Regen...??? Von Gott höchstpersönlich, weil er ja in Wirklichkeit ein perverser alter Sack ist und sich vor Lachen biegt, während wir hier rumeiern...???

NÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ!!!!

Der einzige Moment, in dem man ein wirkliches Problem ausmachen kann, liegt einzig und allein darin, dass WIR uns als arme, unbescholtene Schlafmützen einfach nicht dazu aufraffen können, uns ein wenig mehr über unsere Natur und Funktionsweisen bewusst zu machen.
Stattdessen weisen wir lieber jegliche Verantwortung von uns und zeigen mit dem Finger auf den bösen Einflussnehmer, der uns mit einem winzigen Zauberspruch (wenn überhaupt, meist reicht ja auch schon ein dickes Auto oder ein kurzer Rock (Vorurteil lässt grüßen!)) irgendwie um den Verstand gebracht, zumindest aufgebracht oder verärgert haben soll. So sind die Politiker an unserer Wirtschaft schuld (und die Bürger, die genau diese gewählt haben natürlich nicht), so ist der Partner oder Kollege an unserer Seite schuld, an der schlechten Laune, die man hat (und man vergisst ach so gerne, wer denn da gerade wirklich so eine Laune hat, dass es einen nur grauen kann), oder der Chef ist schuld, weil er sowieso immer schuld ist.

Ein Gedankenexperiment:
Nehmen wir an, wir wären ein bisschen klarer, bewusster und kompetenter im Umgang mit unserer vollautomatisierten Denkmaschine da auf unserem Hals. Glaubt ihr dann wirklich, dass ihr euch dann noch allen möglichen Dingen, Menschen und Situationen derart ausgeliefert fühlen würdet? Oder würden wir im Zweifel nicht einfach anpacken, und den Zustand ändern, in den wir uns irgendwie hineinmanövriert haben?
Natürlich können wir auch weiterhin das Schicksal, die Sterne oder den schwarzen Freitag für unsere Unzufriedenheit verantwortlich machen, aber aus diesem Lager möchte dann zumindest ich keinerlei Beschwerden mehr über die ach so bösen Manipulateure (Politiker, Chefs,… Hinz und Kunz) hören!

Es liegt jedem von uns selbst in der Hand, ob er lieber wie eine willensbefreite Labormaus im Viereck springt oder mit ein bisschen Neugier und Entdeckergeist die eigene Autonomie entwickeln will, eigene Verantwortung übernehmen will – beginnen mit seinen Gedanken!

Die Frage ist: Wie entscheidest du dich?

Lassen wir´s einfach weiterlaufen....jammern...machen andere für alles verantwortlich...verurteilen Gott und die Welt....ist ja bequemer? Bis die Karre irgendwann gänzlich vor die Wand knallt...? Beschweren uns über mangelnden Frieden oder weil so ist, wie es jetzt grade ist....?
Oder übernehmen wir zu aller-aller erst einmal Verantwortung für uns!

Am Anfang war das Wort heisst es zwar in der Offenbarung....
Vielmehr aber gilt: Am Anfang war der Gedanke...!

Lassen wir also weiterhin irgendwelche Gedanken zu....was da halt so den ganzen Tag an Scheisse durchrauscht...? Was uns vielfach verstärkt schon durch alle möglichen Medien und anderen
Oder nehmen wir selbst endlich wieder das Ruder in die Hand und fangen an, unser Leben zu gestalten...?!
Möglichkeiten vorgegaukelt und eingetrichtert wird...?
Unter der Obhut einer allumfassenden Liebe!
Eines inneren Verständnisses für sich selbst....und somit für andere!
Eines inneren Mitgefühls für sich selbst...und somit für andere!
Einer inneren Ruhe und Ausgeglichenheit für sich selbst...und somit für andere!
Einer inneren Vergebnug für sich selbst...und somit für andere!
Eines inneren Respekts für sich selbst...und somit für andere!
Und...
und...
und...

An dieser Stelle auch ein Buchtip über die Macht der Gedanken:
"Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte" von Elias Fischer

 
Sehen wir weiterhin weg, unscharf...weil da könnt ja was Unangenehmes sein, was das wir lieber nicht sehen wollen....?
Oder sehen wir hin? Auf uns, unsere Verantwortung....unser Leben...!?

Denken wir also einmal BEWUSST nach....?!


Mehr dann in meinem Beitrag 2... !

Euer Prinzerl