Samstag, 24. Januar 2015

"Bewusstheit - und Gedankenentscheidungen im menschlichen Gehirn"



Hallo Freunde!

Hier noch ein weiterer Beitrag...
...für ein besseres Verstehen von uns selbst, von Vorgängen in uns selbst...

zum Thema:
"Bewusstheit - und Gedankenentscheidungen im menschlichen Gehirn"

In einem meiner früheren Beiträge schon erwähnt, ist das menschliche Gehirn einem gigantischen Datenprozessor gleichzusetzen.
Mit einem großen "Nachteil": der Mensch im Bewussten hat nur sehr geringe Möglichkeiten, auf sein eigentliches gesamtes Potenzial zuzugreifen!

Erinnern wir uns nochmal:
Von Geburt an erlernen wir alles Mögliche. In sogenannten Erfahrungen...oder Musterprozessen...wird alles - vorwiegend im Unterbewusstsein - abgespeichert. Wiederholungen - also eine Art "Trainingseinheit" verbessert diese Prozesse zusehends. Die Anzahl von Wiederholungen und "Verbesserungen" legen die Wichtigkeit der Abspeicherpriorität fest.
Etwaige alltägliche Handlungen dann wie z.B. Essen, Anziehen, später Autofahren ... und vieles mehr werden schon beinahe automatisch ausgeführt. Diese "Trainingseinheiten optimierten unsere synaptischen Netzwerke im Gehirn also dermaßen, so dass wir bald optimal und völlig automatisch gesteuert z.B. Bücher "verschlingen" oder teils komplizierte Arbeits- / Fertigungsprozesse bestreiten können.
Es wäre aufgrund der eingeschränkten Kapazität des Bewussten Denkareals im Gehirn gar nicht möglich, alle Prozesse jedes Mal erneut erst zu synchronisieren.

Diese Abspeicherung bzw. der Abruf und die Ausführung aus dem Unbewussten nennt man in wissenschaftlichen Bereichen auch "Trance".
In dieser Funktion des Gehirns wird sozusagen auf "Vollautomatisierung" geschalten, mit dieser durchaus teils komplexe Abläufe, Handlungen gesteuert... das Gehirn dadurch aber trotzdem nur mit einer höchst ökonimisch minimalen Energie gespeist.
Vorteil dadurch: wir können uns noch während der volautomatischen Tätigkeit anderen Beschäftigungen widmen!
Als Beispiel - besonders bekannt bei Autofahrern unter uns: wer hat sich schon einmal dabei ertappt....man fährt komplett "autark" mit dem Auto eine Strecke....ertappt sich aber am Ende bei völlig anderen Gedanken über Arbeit, Partnerschaft, Freizeit u.v.m.???

Diese "Trancezustände" haben auch alle etwas gemein: je nachdem, wie intensiv unser eigenes Gehirn uns hier in seinem Inneren eine Welt anbietet, desto mehr können wir in diese vertieft, konzentriert sein. Oftmals bedarf es dann schon einer "etwas deftigeren" äußeren Einwirkung, dass wir wieder aus dieser in die "Realität" zurückkehren. Etwa zum Beispiel, dass sich der Partner vor einem aufbaut und lauteren Tones erwähnt, dass nun endlich zum Essen sei. Oder ein Hupen auf der Straße, dass man nicht beinahe die Oma am Schutzweg niederfährt ... etc.

Bei diesem an sich ganz natürlichen Zustand, den die "Trance" darstellt, lässt sich dieser auch ganz bewusst erzeugen. Diese Anwendungstechniken werden z.B. von Sportlern, von Managern u. dgl. verwendet, um sich einem bevorstehenden Ergebnis besser vorzubereiten.
Teils wurde oder wird eine Art Trance auch von Berufszweigen zur Optimierung der Leistung angewandt.
Man versucht also, sich mit teils einfachen Mitteln sich auf ein bevorstehendes Ereignis vorzubereiten. Als Beispiel hierzu ... man erinnere sich an Eingeborenen-Stämme Afrikas...: diese absolvierten vor der Jagd ein Ritual mit Kriegstänzen um sich entsprechend auf die Jagd einzustimmen. Sie also zu aktivieren.  Im Gegensatz z.B. dazu Apnoe-Taucher, die sich durch Trance in Ruhe bringen, ihre Körperfunktionen auf ein Minimum senken.

Es leuchtet also ein, dass die in den genannten Beispielen genannten Arten von Trance jeweils ihrem Zweck...bevorstehenden Ergebnis entsprechen.
Bockmist entsteht oft, wenn der Verstand... - das vermeintliche Bewusstsein - sich beginnt einzumischen. Sozusagen von der Jagt eine Ruhetrance hervorzurufen. Sieht sicherlich als Beobachter der Szene sehr erheiternd aus... ist für die Ausführenden aber "leicht kontraproduktiv".

Gleiches gilt nun für z.B. Prüfungssituationen:
Ziemlich sinnlos wäre es, eine Ruhetrance hervorzurufen, sodass man wie völlig benebelt (überzogen ausgedrückt) an die Prüfungskommission heran tritt.  Schaffe ich jedoch durch wiederholtes Durchgehen einer Prüfungssituation (vorherige Simulation) bestimme passende, automatisierte Musterprozesse, Trancemuster... zugleich mit gründlichem Lernen... dann werde ich ein annehmbares Ergebnis erzielen.

Zurück also zu Generellem.
Unser Gehirn hat - im Vergleich zu Urzeiten und deren Notwendigkeiten - keinesfalls aufgegeben, ein bestimmtes, für das Überleben notwendiges fürsorgliches Gebaren aufzugeben.
Freilich ist in der heutigen Zeit eher nicht mehr zu erwarten, dass uns in einer Fußgängerzone eine Horde wilder Mammuts überrennt... 

...doch wissenschaftliche Tests, z.B. der "Iowa Gambling Test" zeigt auf, dass, lange bevor wir ein sogenanntes "Bewusstsein" für etwas haben, das auch nur annähernd ungünstig auf unser Leben sein könnte...
...dass hier längst vorher körperliche Reaktionen messbar sind!
Diese Messungen zeigen ein derart aufgeregtes Gehirn, welches bereits nach 230 Milisekunden eine derart komplexe Entscheidung für uns getroffen hat ... eben das z.B. etwas für uns ungünstig ist. Bevor wir also überhaupt beginnen, über dies bewusst nachzudenken, was für uns in der Situation "richtig" oder "falsch" ist, hat unser unbewusstes Gehirn längst schon darüber entschieden. Und gegebenenfalls schon "Abwehrmaßnahmen" vorbereitet .... eingeleitet.

Insgesamt könnte man also sagen, dass unser Gehirn es sozusagen am Liebsten gern "mit sich selbst treibt" und relativ wenig Wert drauf legt, was im Aussen, in der Realität passiert.
In den frühen 80ern hat der chilenische Neurobiologe H. Maturana bemerkt, dass unser Gehirn in einer Art und Weise verkabelt ist, dass in einem nahezu unvorstellbaren Verhältnis von eins zu fünf Billionen nur ein extrem winziger Teil unserer vermeintlichen "Wahrnehmung" überhaupt darauf ausgerichtet ist, Impulse von der Aussenwelt entgegen zu nehmen, geschweige denn zu verarbeiten!
1 : 5 000 000 000 000 !
Man kann also daraus durchaus weitrechende Folgen ableiten...vor allem für unseren Bereich. Denn es bedeutet, dass der Großteil - zum Beispiel unserer Wahrnehmung - aber auch von darauf folgenden Entscheidungsprozessen für konkretes Verhalten, eher als nur kreative Konstruktionen unseres Gehirns verstanden werden können.... und nicht als tatsächliche Realität.
Oder anders ausgedrückt: "Kopfkino".
Das, was wir als Realität, als unsere persönliche Realität bezeichnen, ist mehr oder minder nichts anderes, als ein kraktiver Schöpfungsakt unseres Gehirns. Angestoßen vielleicht nur durch einen einzigen äußeren Reiz, inszeniert das Gehirn in Windeseile uns in völliger Eigeregie ein "fulminantes Kino" auf der inneren Leinwand unserer vermeintlichen "Wahrnehmung". Und setzt uns als "Darsteller" irgendwo mitten rein. Wir werden zu Darstellern unseres eigenen Lebens...

Von aussen kommt also oft nur ein winziger Funke, ein einzelner Reiz.... das Gehirn feuert daraufhin aber bis zu 5 Billionen innere Reize ab. Und verkauft es uns dann als Realität...

Ernüchternd ... nicht wahr!?

Wieso ist das so?
Nun ... eine einfache Erklärung dafür sein definitiv zu sein, dass bewusst zu denken, zu entscheiden und zu handeln dem Gehirn einfach zu anstrengend ist! Es bringt die energetische Ökobilanz definitiv ins Trudeln, holpert und ist zudem zu langsam...
Weshalb also sollte man sich den Stress mit der Bewusstheit dann noch antun?

Mein Herz sagt....und das Leben liefert absolut den Beweis...:
Vieles in unserer heutigen Zeit kann definitiv nicht mehr der Ausrede unterworfen werden, dass es dem täglichen Überleben diene. Wir leben in keinen Höhlen mehr, haben keine Saurier oder wilde Bestien mehr zu befürchten....insgesamt haben sich unsere Lebensumstände einem relativen Wohl-
stand und Komfort zugewandt. Vielmehr wurden nicht nur Dinge geschaffen, eine durch und durch technisierte "Hochkultur", die uns den Alltag erleichtern sollen.... vielmehr werden schon immer mehr Dinge diesen sogenannten Errungenschaften abgewälzt, zugeschoben...um immer weniger selbst tun zu müssen. Was der Mensch IST, gerät zusehend mehr und mehr in Vergessenheit und unterwirft sich dieser Technologie, begibt sich in Abhängigkeit.
Leider geriet auch all das Zwischenmenschliche in die Mühlen dieses Abdriftens. Die Eigenverantwortung zu uns selbst gerät scheinbar immer mehr ins Vergessen...
Komfortzone wird ausgebaut und gefördert...
Dass der "Karren" dabei immer schneller wird, zusehend immer mehr auf eine dicke fette "Wand zusteuert" ... wird vermeintlich auch immer mehr versucht zu betäuben, abzulenken..., körperliche Mangelerscheinungen werden durch immer ausgefeiltere Medizintechniken verschoben (denn von wirklicher Heilung kann man wohl kaum sprechen)...
Vermeintliche Versicherungen sollen über sogenannte "käufliche Sicherheit" hinwegtäuschen..., einem Kapitalismus wird aufgrund dieses Abdriftens immer mehr und mehr Tür und Tor geöffnet, mit all seinen Folgeerscheinungen. Nicht umsonst gibt es im Hier und Jetzt diverse Konzerne, Vereinigungen, Einrichtungen, Möglichkeiten, die diesen Kapitalismus mehr und mehr ausreizen....zunehmends ohne Rücksicht auf Verluste, Kolateralschäden...

Mutter Natur gab uns möglicherweise nicht so umfassende Ressourcen, um die gesamten Kapazitäten unseres Gehirns bewusst zu nutzen...
...doch ich persönlich kann mich dem Gedanken nicht gänzlich entziehen, dass das die Gegenwart, die Möglichkeiten im Jetzt nur Vorstufe und eine Art "Test" sind...
..."Test" und "Reifeprüfung" für eine Art neue Evolutionsstufe des Menschen!

Wie es das Leben und zugleich Wissenschaft beweist, findet der umfangreichste Lernprozess des Menschen zumeist nur in "negativen Situationen", in Krisen statt. Gekoppelt mit oft sehr "negativen Emotionen". Erst dies rüttelt auf... Erst wenn man sozusagen "komplett auf die Fresse fällt", entwickelt sich im Menschen umfassend zumindest soviel Erkenntnis und Energie, dass er in eine andere Richtung lenkt.
Wir erinnern uns an zuvor: Bewusstes Denken und Handeln scheint dem Gehirn zu aufwendig. Daraus abzuleiten: wenn also der "Karren vollends an die Wand gefahren ist", dann müssen wir halt wohl oder übel reagieren... zumindest in dem Ausmaß, dass es halt irgendwie weitergeht...

Doch:
Ist das letzten Endes unser Wunsch?

Das entweder der Karren halt grade nicht an die Wand knallt? Sondern zumindest halt nur Beulen abbekommt und irgendwie weiterschrammt? Bis zum nächsten Hindernis...?
Oder... keimt in uns möglicherweise der Wunsch und Wille auf, dass man doch endlich schon vorher auf bewusstem Sein Hindernisse als Herausforderung sieht, rechtzeitig Handlungsbedarf entwickelt und umsetzt...?
Dass man rauskommt aus diesem zähen Brei, dieser Klebemasse von Komfortzone, lähmender Bequemlichkeit und Abhängigkeit, aus ständiger Opferrolle und Ohnmacht, nicht darin herumwurstelt mit jedem Mal enormer Kraftaufwengung nur um die Karre grade mal ein Stückchen zur Seite zu bekommen, um nicht an die Wand zu knallen...
.... sondern dass mal aktiv, agil und beweglich wird, reaktionsschnell und leicht..., flexibel und wandelbar wie das Leben selbst?
Glauben wir weiter, dass mit Reisen zum Mars oder ähnlichem der Fortschritt der Menscheit definiert sein wird...wir uns über technischen "Fortschritt" definieren...
...wir jedoch uns von uns selbst - mit der Bestimmung als Mensch, als Teil des Lebens - immer weiter entfernen, immer mehr einer Devolution zu unterliegen bemühen?

Wohin soll die Reise gehen? Überlassen wir´s - wie bisher üblich - Anderen? Oder beginnen wir von Grund auf bei uns...und steuern bewusst selbst? In Gedanken und Handlung?

Dass wir uns tatsächlich auf eine Schwelle zubewegen, die neues Bewusstsein und entsprechendes Handeln fordert? Für Erfüllung, Friede, Freiheit im Leben...?


Was in aller Welt hindert uns persönlich daran?
Einzig wir selbst!
Wer ändert etwas daran?
Wir selbst! Keine Arbeit, keine Politik, kein Gott! WIR SELBST!

Was also spricht dagegen... hier und jetzt, heute, damit zu beginnen?
Bei uns selbst!

?????????


Entzünden wir unser Feuer...!


Euer Prinzerl