Sonntag, 25. Januar 2015

Im Einklang mit der Natur...



Hallo Leute!

Aus nicht ganz un-aktuellem Anlass möchte ich auch dies heut zum Besten geben!
...zum Thema Leben in Verbundenheit mit der Natur....

An dieser Stelle herzlichen Dank an Dich Chrissy für die Inspiration!


Es geht hier um eine indianische Geschichte...

"Mit den Augen eines Wolfes"

Seit den Zeiten,
als nur Sonne und Mond uns Licht gaben, kannte ich dich. Aus den riesigen und undurchdringlichen Wäldern heraus beobachtete ich dich. Ich war Zeuge, als du das Feuer bändigtest und fremdartige neue Werkzeuge machtest. Von den Kämmen der Hügel und Berge aus sah ich dich jagen und beneidete dich um deine Jagderfolge. Ich frass deine Beutereste und du frasst meine Beutereste. Ich lauschte deinen Gesängen und sah deinen Schatten um die hellen Feuer tanzen. In einer Zeit so weit zurück, dass ich mich kaum mehr erinnern kann, schlossen sich einige von uns dir an um mit dir am Feuer zu sitzen. Sie wurden Mitglieder deines Rudels, jagten mit dir, beschützten deine Welpen, halfen dir, fürchteten dich, liebten dich.
Und für sehr lange Zeit lebten wir so zusammen, denn unsere Wesen waren sich sehr ähnlich. Deshalb hast du die Zahmen von uns adoptiert. Ich weiss, einige von euch respektieren auch mich, den Wilden. Ich sah dich oft gemeinsam mit den zahmen Beute erlegen. In jenen Zeiten gab es alles im Überfluss. Es gab nur wenige von euch. Die Wälder waren gross. Wir heulten zusammen mit den Zahmen in der Nacht. Einige von ihnen kehrten zu uns zurück, um mit uns zu jagen. Einige von ihnen frassen wir, denn sie waren uns fremd geworden. So lebten wir zusammen in langen langen Zeiten. Es war ein gutes Leben.
Manchmal stahl ich von deiner Beute und du stahlst von meiner Beute. Erinnerst du dich, wie dein Rudel hungerte als der Schnee hoch lag? Du frasst die Beute, die wir erlegt haben. Das war unser Spiel. Das was unsere gegenseitige Schuld. Manche nannten es ein Versprechen. Wie viele der Zahmen aber wurdest auch du uns immer fremder. Wir waren uns einst sehr ähnlich, aber jetzt erkenne ich einige der Zahmen nicht mehr und ich erkenne auch einige von euch nicht mehr. Du machtest auch die Beute zahm. Als ich begann deine zahme Beute zu jagen (es waren dumme Kreaturen, auf die die Jagd keine Herausforderung war, aber die wilde Beute war verschwunden), jagtest du mich und ich verstand nicht, warum.
Als deine Rudel immer grösser wurden und begannen gegeneinander zu kämpfen, sah ich eure grossen Kriege. Ich frass jene, die du erschlagen hattest. Du jagtest mich noch mehr, denn für mich waren sie Nahrung aber du hattest sie getötet. Wir Wilden sind nur noch wenige. Du zerstörtest unsere Wälder und brachtest viele von uns um. Aber ich jage immer noch und füttere meine versteckten Welpen, wie ich es immer getan haben.
Ich frage mich, ob die Zahmen eine weise Wahl trafen, als sie sich euch anschlossen. Sie haben den Geist der Wildnis vergessen. Es gibt viele, viele von ihnen, aber sie sind mir sehr fremd. Wir sind nur noch wenige und ich beobachte dich immer noch, muss dir ausweichen.
Ich denke, ich kenne dich nicht mehr länger....


 Der Wolf - (Canis Lupus (lat.))

Amarok-Widmung
(Der Amarok - Der Urwolf kam besonders in den Mythen der Inuit-Indianer vor)

Und Amarok (Wolf) sagte: " Ich denke, Ich kenne Dich nicht mehr länger." Dieser Satz ist das Ende einer Wolf-Widmung, wie er die Welt mit seinen Augen sah und sieht.
Amarok ist nicht der Wolf, welcher in Rudeln jagt, Amarok ist der Urwolf, die Urseele des Waldes und der Wildnis, der Schamane verbindet sich mit ihm und erkennt Alles das, was man vor ihm verbergen will.
Amarok ist der einsame Wolf und die einsame Seele, welche draußen vor den Toren der Stadt das Treiben in ihr beobachtet, er sieht all das Leid, den Verrat, den Schmerz, er leidet und wird niemals damit aufhören können, weil man ihn nicht täuschen kann. Er kehrt jetzt zurück in die Wälder, weil er fühlt, dass die Zeit dafür gekommen ist. Noch einmal wird er das Vermächtnis von Amarok in die Welt bringen und noch einmal wird er gejagt.
Doch die letzten Indianer wissen, Amarok ist unsterblich.Amarok ist nicht der Wilderer, der Haustiere jagt, Amarok ist die ursprüngliche, unverbildete und freie Energie, welche sich mit den Elementen verbindet, sie zu verstehen gelernt hat und mit ihnen respektvoll umgeht.
Wird er abermals seine Enttäuschung zum Firmament hinaufschicken und wird seine Seele wieder diese Worte unsichtbar in die Rinde der Bäume des Waldes ritzen?
Mag sein, dass vieles mit Mythen verbunden ist, zu denen durchaus ein sogenannter "wissenschaftlicher Beweis" fehlen mag...
...doch zu wievielen Dingen im sogenannten "reellen Leben" fehlen vermeintlich "wissenschaftliche Beweise"? Zu wievielen Dingen ist es zwar für uns unerklärlich, doch das Leben an und in sich dennoch der Beweis...?
Und weshalb dann führten erwähnte indianische Völker ihr Leben in enger Verbundenheit mit Natur und Leben. In gegenseitigem Respekt. Wurden nicht von der Natur ausgerottet... sondern vom Menschen...?

Heute zählt vermehrt nur mehr Kapitalgier...
Was wäre, gäben wir teils schon mit unserer regelrechten Konsumwut, mit dem zwanghaften verharren in unseren Konsumzonen nicht derart viel Raum für Kapitalgeilheit und -gier...?
Würden wir insgesamt dem Leben und der Natur wieder mit mehr Respekt gegenüber treten...!?
Nicht nur hier....sondern allumfassend...?

Einst bestand eine Bindung, eine Partnerschaft... ...die einzig der Mensch zerstörte für vermeintlich höhere Ziele...

Kehren wir zurück zu einem Miteinander!
Mensch und Natur!


Nur mal so ein Gedanke für stille Momente...

Euer Prinzerl

Quelle: Amarok