Samstag, 7. Februar 2015

Der Sinn der Tuns - Angst oder Chance? (Dr. Rüdiger Dahlke)


Hallo zusammen!

Es gibt da einen weisen Mann, der sich schon lange Zeit mit Themen wie "Sinn des Lebens", "Burnout" und vieler anderer Bereiche und Zusammenhänge befasst.

Text: Dr. Rüdiger Dahlke
Bild: Adamon von Eden

Wohl angesprochen wird hier vorweg einmal das Spiegelgesetz!
Denn zu sehr hohem Prozentsatz ist es ja so, dass wenn ich an einem Gegenüber oder einer Situation etwas feststelle, hat dies unweigerlich mit mir selbst zu tun!

Was nun generell einen Sinn ....im Konkreten hier den Sinn an einer Tätigkeit betrifft, so vertrete ich gleiche Meinung.
Ich würde sogar noch differieren, ob mir ein Sinn vorgegeben ist....
Beispiel: ein Bäcker muss zum Backen von Brot einen Teig vorbereiten.

Und dann dem Bereich, welcher dorthin geht, dass ich diesen Sinn auch verinnerlichen darf. Man somit also nicht nur von einem "logischen" Verstandes-Standpunkt ausgehen darf, sonder hier nun der persönliche - nennen wir es auch der spirituelle - Gesichtspunkt, Sinn ...auf den Plan tritt.
Beispiel: dass der Bäcker - zusätzlich zum logischen Backvorgang - definiert, aus welchem Grunde es ihm gerade solche Freude bereitet, das Brot zu backen.

Aufgrund schon "länger andauernder Entwicklungsgeschichte" der Menschen scheint es in der Tat so zu sein, dass der Mensch sich seiner Fähigkeit, genial zu sein, zusehends mehr entfernt.
Entfernt in dem Sinne, dass er sich allzu sehr in einen vermeintlichen Wettberwerb verleiten ließ, in ein Sein von Trennung, Be- und Verurteilung.

Wieso kann es denn sonst sein, dass Menschen, die sich heute in einem "Flow" (Definition siehe ganz am Ende des Beitrags) befinden, oftmals dabei also in einer Art "Trance" sind....unglaubliche Fähigkeiten, Kreativität, Energie entwickeln...
Beweisen, dass die Genialität nicht verloren gegangen ist...wie scheints automatisch in einem natürlichen Verhätlnis zwischen Über- und Unterforderung!
Können arbeiten...der Genialität freien Lauf lassen....können sich anstrengen Tag für Tag...ohne ein scheinbares Gefühl für Zeit... Und gehen vielleicht wohlig erschöpft, aber frohen Mutes nach Hause und am Folgetag wieder an ihr Werk!

Andere hingegen, die mit einem Muss, einer negativen Einstellung, der Aberkennung oder
Verweigerung eines Sinns an eine Tätigkeit herangehen....tun halt so als ob, "stochern" irgendwie unmotiviert herum...sehen vielleicht noch ständig auf die Uhr und beten zu einem unsichtbaren Gott, er möge die Zeit doch entdlich vorbei sein lassen...
Stellen sich - wie im Bild - sogar noch eine dies ausdrückende Tasse vor sich - um sich in dieser Form wenigstens selbst zu bestätigen.
Und sind - zumeist aufgrund Anhäufung von Frust, Un-Lust, Un-Freude und sich daraus zwangsläufig ergebenden Komplikationen auf menschlicher, zwischenmenschlicher und gesundheitlicher Ebene irgendwann ausgebrannt...im schlimmsten Fall im burnout.

Nur ganz ehrlich: wieviele Menschen laufen tagtäglich derart unmotiviert, ohne Sinn, in eine Arbeit...?
Wundern sich dann noch, wenn es kein Lob, sondern eher nur "Stunk" gibt. Sei es mit Chef, mit Kollegen/Kolleginnen u. dgl.

Wie auch in vielen verschiedenen anderen Bereichen des Lebens obliegt es uns, zu wählen!!!

Wenn man imstande ist, sein Ego einmal beiseite treten zu lassen...
...und - das natürlich vorausgesetzt - in seinem eigenen Leben die erforderliche Eigenverantwortung trägt und in seiner Mitte ruht, dann kann ich jederzeit jeder Tätigkeit einen Sinn verleihen!

Und damit schließe ich den Kreis: Wenn mir irgendwas nicht passt, hat es mit mir selbst zu tun!

Wir dürfen uns also uns selbst in ausreichendem Maße zuwenden und dort einmal klären, was uns denn nicht passt! Nicht im Aussen! Im Innen!
Nicht logisch denkend, analysierend! Fühlend!
Eigenverantwortung aufnehmen und tragen. Hinsehen, klären, annehmen....und gegenbenenfalls anders machen! 
Und nicht Verantwortung anderen zuschieben, verdrängen, hineinfressen...andere mit unserer eigenen Unzufriedenheit verseuchen...

Schön langsam wird also klar, was ich auch damit meinen könnte - wie schon öfter in meinen Beiträgen erwähnt - dass wir mit uns selbst vermutlich so ausreichend zu tun haben, dass eigentlich schon gar keine Zeit mehr bliebe, uns um die Angelegenheiten anderer zu bemühen!


Nehmen wir also nicht nur den Verstand, sondern auch unser Herz in die Hand...
...und geben wir allem einen Sinn!
Wie klein oder groß er auch sein mag!
Es ist unser Leben!


Oder würden wir an unserem Ende dann wahrlich behaupten wollen, unser Leben wäre "sinnlos" gewesen...?

Euer Prinzerl

Flow (engl. „Fließen, Rinnen, Strömen“) bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit (Absorption), die wie von selbst vor sich geht.