Freitag, 6. Februar 2015

Oft tabuisiert und verdrängt: Die Angst - Teil 1


Einen schönen Tag liebe Leute!

Nun... wenden wir uns bewusst dem großen, oft sehr bestimmenden, vielfach aber noch tabuisierten Thema unseres Lebens zu.
(Angst - Teil 1)

Wer kennt sie nicht....die ANGST...?

Zur genauen Definition der Angst kann man gerne mal reinsehen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Angst

Seit wie langer Zeit ist dieses Gefühl schon in uns..., begleitet uns...
...in krassen Fällen...bestimmt es uns...? Schränkt uns mehr oder weniger ein...?

Ruft oftmals Gedanken hervor, die zu jedem Horrorfilm hervorragend passen könnten...
...lässt uns nicht zur Ruhe kommen... und noch so vieles mehr?!

Wieviele "Ableger" der Angst gibt es in unseren Leben...?
Nehmen wir doch nur einmal Scham..., Schüchternheit..., Neid..., Eifersucht..., ja letztlich auch Zorn oder Wut wurzeln letzten Endes alle in der großen, beinahe schon "allmächtigen", oder "allgegenwärtigen" Angst.

Angst ist ein Gefühl. Angst ist Emotion.

Es war im ursprünglichsten Sinne Schutzfunktion vor tatsächlichen Bedrohungen. Damals wohnte man in Höhlen, musste Feuer hüten vor dem Ausgehen und vor Feinden, wilde Tiere - ja beinahe Bestien lauerten...es ging in der Tat um Leben und Tod.
Und es liegt in der Natur des Menschen seit Anbeginn, Angst zu haben!
Es sei auch grundsätzlich festzuhalten: ANGST IST NICHT SCHLECHT!

Das was uns letzten Endes so zu schaffen macht, sind die Dinge, die Geschichten, die wir zumeist unbewusst um die Geschehnisse, um die Angst herum aufbauen. Die vom eigentlichen Geschehnis, vom Fakt mehr oder minder abweichen, oftmals gar nichts mehr zu tun haben.
Gedanken, die wir - je öfter eine Wiederholung stattfindet, auch umso mehr letztlich Glauben. Gedanken und Glauben, die dann unsere Gedankenwelt bestimmen.... und somit unser Leben.
Angst ist ein "Papiertiger". Er ist wohl da...., ruft unangenehme Gefühle hervor, die sich in extremen Fällen durchaus auch körperlich zu zeigen vermögen... Doch letztlich schaden, gefährlich werden kann uns die Angst nicht...
Auch praktische Erfahrungen haben mittlerweile gezeigt, dass körperliche Symptome, oft Schmerz nur das Gefühl vor dem wirklichen Gefühl sind.
Schmerz an sich ist nämlich kein Gefühl im eigensten Sinne.
Behaltet also vielleicht diesen Satz einmal im Gedächtnis: "Schmerz ist nur das "Gefühl" vor dem eigentlichen Gefühl"!
Wir wollen darauf noch andernorts zurück kommen...

Wieviele Situationen allein im täglichen Leben sind von Angst begleitet?
Sei es in der Arbeit...? Sei es am Weg dorthin oder generell im Verkehr...? Sei es in Beziehungen aller Arten...? Partner...? Geld...? Menschen....?
Ob wir uns der Angst nun tatsächlich bewusst sind oder nicht...

Ich kann genau zu diesem "Ding Angst" aus dem "Nähkästchen" sowas von plaudern...
Bei mir war es auch nicht immer so rosig wie heute.
Ich litt zum Ende einer Phase des Mobbings, Burnout, schon unter heftigen Panikattacken mit all ihren Begleiterscheinungen. Da war definitiv Schluss mit lustig...!
Es ist jedoch ein Teufelskreis...und die Verlockungen der Angst mehr oder minder zu erliegen sind von Geburt an gegeben. Ja manches Mal reichen die Erfahrungen der Angst schon bis in die Zeit der Schwangerschaft zurück, als wir die Ängste der Mutter....ja sogar mögliche innere Ablehnung - und somit Angst - eines Vaters oder sonstiger Anwesenden spürten!
Man kann nicht umhin, um festzustellen, dass der Umgang mit der Angst schon von Geburt an "falsch erlernt" wird....oder besser gesagt, oft einfach nur die Liebe, Aufmerksamkeit und Anerkennung fehlt, um schon gedanklich andere Wege zu gehen.
Mit der Angst zu gehen als Emotion, als Schöpfung...als Begleiter.

So wie wir es allerdings im wahrsten Sinne "erlebten", entwickelte sich die Angst zum Feind.
Dies ist der Kreis....wir nahmen vorher von Eltern oder Umfeld schon wahr, bevor wir geboren waren. Warum hatten Eltern Ängste...weil sich auch mit ihnen nie jemand liebevoll der Angst annahm. Und Gerationen davor...und davor...und davor...
Was war die fatale Folge im weiteren Heranwachsen: Angst war nicht erwünscht! Angst bekam ihren negativen Ruf! Angst wurde unangenehm! Zuletzt bekam man Angst...vor der Angst.

Und so wie Kinder 1000 "Antennen" haben, alles um sich herum zu spüren, aufzunehmen (und ein Kind bezieht absolut alles in allererster Linie zuerst einmal auf sich selbst)...
...so hat man auch die negativen Reaktionen auf Angst sehr wohl aufgenommen. Auch hier hat das Kind begonnen, sich in den Verstand zu begeben und diesen zum Lebensstrategen zu erheben. Zu verdrängen, zu vergraben, zu verstecken...

Doch ... und dies haben viele Menschen noch nicht erkannt:
Gefühle haben keine Halbwerts- oder Ablaufzeit. Die bleiben schön in uns drin....kommen ab und zu immer wieder hoch...."wiederholen" sich (holen sich selbst wieder in Erscheinung)....zumeist in kritischen Situationen... "fragen an" bei uns...."na? Willst du dich jetzt mit mir beschäftigen....oder schiebst du mich wieder weg...?"
So auch die Angst.

 
Weil wir uns - zumeist unbewusst - zu einer Gesellschaft des Verdrängens entwickelt haben.
Ich weis wovon ich spreche! Wie gesagt...meine Panickattacken haben mir dann endlich die Augen geöffnet....
....und glaubt mir, ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, was alles da in mir begraben war. Einzig aufgrund unwahrer Gedanken....

Warum haben wir heute soviel überforderte Menschen...? Menschen mit "Burnout" und so manche andere Erscheinungen? Weil die kontinuierliche Verdrängung immer mehr und mehr unserer psychischen Energie verbraucht...?

Um es noch kurz anzureissen... die Angst auch in dieser Art im Heute:
Ich sage nur: Fernsehen, Radio....Medien allgemein.
Was hört oder sieht man jeden einzelnen Tag...? 365 Tage im Jahr...? Wieviele Jahre des Lebens...?
Friede, Freude, Eierkuchen....???
Wenn ja, hab ich offenbar den falschen Anbieter...
Wenn jedoch nein....nun....ich erwähnte doch vorhin schon den Begriff "Anzahl der Wiederholungen"...
Wenn ich also schon davon ausgehen kann, dass wir seit Kindheit an uns unwahre Gedanken erschaffen haben...., somit letztlich ein unwahres System oder Leben...dann hört man zusätzlich noch ständig, von Krise, Tod, Verderben...
Anzahl der Wiederholungen....richtig!?
Und wir wundern uns, dass wir genau das haben, was wir jetzt haben...???
Natürlich passieren Dinge!
Dies ist Fakt! Punkt.
Doch was machen denn die Medien? Berichten diese wirklich sachlich, meinungsfrei...? Oder wird hier gepuscht...? Oft wirklich aus "Mücken Elefanten gemacht"...? Oft nur, um eben genau etwas für die Medien zu haben?!
Weil man früher....und scheinbar oft heute noch mehr, fettes Geschäft mit Negativberichten machen kann...!?

So ist also mein Vorhaben, mich diesem so bestimmenden und breit gefächerten Thema in den kommenden Tagen intensiver in weiteren Beiträgen zu widmen.
Es würde mich durchaus auch freuen, von Euch "praktische Beispiele", Kommentare zu erhalten...
...so wie kürzlich von einer lieben Bekannten.
Sie hat zB. nun Angst, was die Sicherheit eines Jobs...oder einhergehend die finanzielle Absicherung angeht... Und damit ist sie beileibe nicht die Einzige!

Dazu jedoch ebenfalls später.


Sohin freue ich mich also auch auf Eure aktive Teilnahme zu diesem Thema. Vielleicht gelingt es uns ja auch, das Eine oder Andere aufzulösen... 
Schauen wir hin...anstelle weiter von uns wegzuschieben...

Euer Prinzerl