Mittwoch, 11. Februar 2015

Oft tabuisiert und verdrängt: Die Angst - Teil 6


Hallo liebe Leser!

Heute...
...im weiteren - vorletzten - Beitrag (Angst - 6)...
...da möchte ich mich insbesondere mit jenem Bereich befassen, wo man dann als Heranwachsender, vollgestopft mit vermeintlich eigenen, zuhauf unwahren Gedanken hinausstartet in die Welt...und danach...
...hinein in ein Tun und Machen...
...Verstand hier ... Logik, Berechnung, Verstand....Unbewusstheit...
...im Drang, "ES" schaffen zu müssen. "ES" beweisen zu wollen / müssen...!?

Nochmal zur Zusammenfassung:
Wie kam es zu den unwahren Gedanken...., zu den Verletzungen... usw.?
Seit Anbeginn unseres Lebens befanden wir uns in Abhängigkeit. Anforderungen an uns wurden gestellt.
Wir nennen es schlichtweg Erziehung.
Selbstverständlich ist jedes Kind eingeladen, gewisse Dinge zu erlernen, da es halt zumindest die Gesellschaft und deren Regeln erfordern (dies ist aber nun noch ein extra Bereich, der hier nun definitiv den Rahmen sprengen würde).
Ob diese Regeln oft mit der kindlich, umfassend uneingeschränkt liebenden Gedankenwelt konform gehen...DAS ist wahrlich eine andere Frage!
Vor allem aber entstehend viele unwahre Gedanken, weil das aus einem prinzipiellen Ich-Bezug des Kindes auf alles Geschehen um das Kind eben alle Geschehnisse zuerst auf sich bezieht. Ob nun tatsächlich zusammenhängend oder nicht... ist vorweg erstmal Nebensache.
Es bezieht.
Der "Knackpunkt" beginnt dort, wo das Kind jedoch mit seiner Erfahrung alleine gelassen wird...im "in üblen Fällen" dann noch Sanktionen aller Art erfährt (Abweisung, Ingnoranz, Tätlichkeiten u. dgl.).

Ich hatte bereits angeführt, dass natürlich - speziell in frühen Kindesjahren - nicht das gesprochene Wort, sondern mehr der gefühlsmäßige Part ausschlaggebend sind.  


Bringen wir das alles auf einen einzigen Nenner....dann bleibt LIEBE. Liebe ist der Schlüssel zu wahren Gedanken. Liebe IST.

Nun...wir alle wurden von Eltern und Umfeld großgezogen, dass aber nun ebenfalls lauter verletzte Kinder sind oder waren.
Was ist der Effekt?
Die Kinder Erben dies auch im "2. Weg". Das gesamte Gedankengut der Eltern und des Umfeldes als verletzte Kinder. Durch Vorleben und Äußerung, durch Beispiel!

Somit kann der Schluss nur sein, dass ein Kind sodann mit Start in sein eigenes Leben nicht mit seinem Gedankengut losstürmt....sondern mit dem seiner Eltern und des ausschlaggenden Umfeldes.

Klaaaar.....wir sind noch alle da. Noch am Leben.

Doch stellen wir uns die ehrliche Frage: hat sich vielleicht einer gewundert, als er hinaus startete ins Leben....
....und dann trotzdem mehr oder weniger ständig "Stolpersteine" im Weg hatte...und eher mehr oder weniger nicht wusste, wieso dies oder jenes grade geschah....oder nicht geschah...?

Wäre irgend jemand auf die Idee gekommen, dass man hier größtenteils mit der Gedankenwelt der
Erziehung losgetrabt wäre und dies - spätestens mit Losstart ins Leben - dann zwangsläufig zu "Pannen", Enttäuschungen etc. führen MUSSTE...?
Wohl kaum...!
Der Kopf ist vollgestopft mit Gedanken. Gedanken und Erfahrungen, wie uns aber wiederum die Realität nicht mehr als die erkennen lassen, die sie ist! Sie sind an sich Vergangenheit.

Hatte man uns .... mit Ende der Schulzeit zum Beispiel mal ein Jahr der Selbstfindung verordnet?
Um in der Tat einmal in Ruhe die Gelegenheit zu erhalten, uns selbst zu finden...? Unsere innere Wahrheit...?
Am Besten abgeschieden von jeglichem äußeren Einfluss...?
Sience Fiction!

Hatte schon mal jemand - zumindest diffus, irgendwie irgendwo in sich drin - das Gefühl, dass ihm ein Gedanke bekannt vorkommt...?
Hatte irgend jemand schon zu früherer Zeit einmal den Entschluss gefasst...."Ich möchte nie so werden wie....z.B. meine Eltern..."? Und spätestens in reiferen Jahren bekam man vom Partner dann gesagt: "du hörst dich genau so an, wie deine Mutter / wie dein Vater....!"

UUUUUUUPSSSSS!

Und war am Ende über diese "Bekundung" dann jemand sogar ziemlich angepisst....?
Ich bekams auch sogar von anderen Leuten, die meine Eltern kannten. Wollts in frühen Jahren meines "ES-schaffen-müssen" nicht glauben...
Später...ja da kam ich selbst drauf!

Ja ... woher kommt das wohl? Kennen wir den Satz "Mach was aus dir"! "Tu dies oder jenes, damit mal was aus dir WIRD"?

Genau aus dieser unbewussten Übernahme der Gedanken während des Heranwachsens sind wir eigentlich nicht frei! Vielleicht interpretieren wir manche Dinge in abgeänderter Form....doch der Grundgedanke ist in uns implementiert. Das Gehirn ist zudem ein "Gewohnheitstier"!
Ich sauge mir das nicht nur aus den Fingern! Hier zum Beispiel nachzulesen ein Artikel von goFeminin - Psychologie:

http://www.gofeminin.de/freunde/werden-wir-wirklich-wie-unsere-eltern-s1209813.html

Wir sind nur parallel dazu längst in eine teils tiefste Opferrolle gefallen...aufgrund von Gedanken, die WIR erschaffen haben. Wir trampeln einen ausgelatschten Weg entlang.
Die einen wundern sich nur über Geschehnisse...., die anderen schimpfen, lamentieren....beschimpfen Gott und die Welt als die großen Bösen, verurteilen....
...und sehr viele tun all dies vor allem mit sich selbst!
Sie trennen sich von sich selbst...

Auch hier - nochmal: auch ich wuchs auf. Mit Unmengen an falschen Gedanken. Weil keiner da war, der mir erklärte, der mir half...
Es ist offenbar eine Bestimmung des Lebens, dass es aufgrund des "Vorgeschehens Erziehung/Aufwachsen" erst eines gewissen Levels an Schmerz und Erfahrung bedarf...
...da hätte mir wahrscheinlich jemand erklären können, was er will.... 

Die Seele bedarf also einer bestimmten "Reife", um den Rest des Körpers, den Verstand sogar soweit zu überzeugen, dass hinter allem noch eine viel tiefere Wahrheit stecken könnte...

Sind wir dann an dem Scheitelpunkt des Lebens angelangt...
...dann kommen wir nicht umhin, zuzugeben, dass uns zumeist Ängste plagen..., das wir ausgebrannt - erschöpft sind..., verwirrt sind..., ziellos sind...
Krisen über Krisen. Ob im Leben an sich, im Beruf, in der Partnerschaft..., in der Gesundheit u.v.m.

Diese Krisen kommen nicht vom Himmel mit dem sauren Regen. Oder vom schlechten Wetter...und auch nicht aus der Hölle.
Viele dieser Krisen sind wahrlich "hausgebacken"!
Geschaffen, durch viel zu lange gelebter Unbewusstheit!
Geschaffen, durch viel zu lange unterdrückter Emotionen!
Geschaffen, durch viel zu lange Verleugnung, Verurteilung und Unliebe zu sich selbst!
Geschaffen, durch Ignoranz von Gesetzen des Lebens...
Geschaffen, ....von und durch uns selbst!
Geschaffen, durch Einnahme der teils perfekten Opferrolle!


Das Grund-Ding ist:
Dinge passieren im Leben. Ob nun "gut oder schlecht".
(Wobei selbst diese beiden Begriffe lediglich eine Schöpfung des Verstandes sind, um vermeintlich zu unterscheiden, gar zu trennen... Das Leben an sich kennt jedoch nicht "gut" oder "schlecht". Das Leben IST).
Bei "guten" Dingen tun wir uns ja relativ leicht, da sie zumeist angenehme Resonanzen in uns auslösen. Wir haben damit kein "Problem" ... (welch garstig Wort )
Viel komplizierter wird es ja dann bei den sogenannten "schlechten" Dingen...
Und diese erzeugen wahrlich oft zuhauf unangenehme Resonanzen in uns!

Kennen wir diese....?
Die da lauten wie...... Neid, Zorn, Wut, Eifersucht, Schuld, Missgunst, Unsicherheit, Minderwertigkeit, Angst, Panik, Verurteilung, Trennung und noch so einige mehr....?
Schlussendlich jedoch alle nur Ableger der Angst...?

"Angst ist die Mutter allen Ursprungs"....hörte ich erst kürzlich in einem wissenschaftlichen Bericht...

Nur eins der bekanntesten Beispiele: Eifersucht...!?
Wie entsteht Eifersucht? Ganz einfach...weil ich letztlich Angst habe, dass mir (zumeist jemand anderer) etwas wegnimmt. Wissenschaftlich mittlerweile x-fach bestätigt.

Und wie kamen die Ängste in uns hinein...?
Mit der Post...? Durch die Muttermilch....(wobei ich die These aufstelle: zumindest indirekt von der Mutter während der Schwangerschaft - JA)? Durch Aliens....?
NEIN!
Wir wurden mit Geschenk des Lebens mit einer Schöpferkraft ausgestattet, die uns erlaubt, all diese Dinge .....auch all diese unangenehmen Dinge SELBST ZU ERSCHAFFEN!!!
Zu erschaffen....zu reagieren....
....zu reagieren auf ein Geschehnis! Auf ein Fakt!

Als kleine Kinder sind wir selbst dem noch relativ schutzlos "ausgeliefert", da uns eben niemand erklärt, was hier abgeht....welche Folgen es zu haben mag...wir spüren nur vielmehr. Zumeist Enttäuschung einer grenzenlosen, bedingungslosen Liebe....
....aber spätestens als Erwachsene .... spätenstens ab Zuwendung zum eigenen Leben, können und dürfen wir selbst erkennen...


Dinge passieren. Fakt. Punkt.
Alles in unserem Leben....im Moment und in der Zukunft ab Geschehen hängt davon ab, wie wir auf etwas re-agieren!
Wie sich also unsere Gedanken, unser Glaube, unsere Worte und unsere Handlungen um ein Geschehen herum bilden und verhalten!
Und wer wohl schafft unsere Gedanken, Glauben, Worte und Verhalten...?

Wir selbst...!??!?!?

Betrachten wir das Fakt und nehmen es liebevoll an .... auch wenn es unangenehm ist? Durchaus mit Emotionen wie Trauer o. dgl.? Es liegt difinitiv in der Natur des Menschen, Emotionen zu empfinden!
Aber nochmal - Leben unterscheidet nicht...!
Oder beginnen wir, Geschichten - speziell bei unangenehmen Dingen - zu erschaffen....mit Produkten unserer Schöpfungen zugepflastert....Verantwortung abzulegen bzw. anderen zuzuschieben...und damit Angst und Schmerz zu erzeugen! Und bei andauernder/andauerndem Angst/Schmerz....schlussendlich Leid...!?

Dazu jetzt allerdings im nächsten Beitrag! 

Euer Prinzerl