Samstag, 7. Februar 2015

Oft tabuisiert und verdrängt: Die Angst - Teil 2


Hallo liebe Freunde!

Im Zuge meiner Thematik "ANGST" möchte ich mich heute dem Bereich der Entstehung widmen...
(Angst - Teil 2)

Ich nehme jetzt einfach einmal an, dass sich von uns sicher jeder schon einmal in einer Angstsituation befunden hat.
Egal nun, welcher Hintergrund, welcher Auslöser, der dazu geführt hat...(nicht aber bitte verwechseln mit "Furcht"...)...

Was stellen wir fest....?

Wir müssen uns vermutlich noch nicht einmal im Detail mit dieser Angst auseinandersetzen....und doch merken wir innerhalb von Bruchteilen, dass der Energiespiegel einbricht, dass sofort - beinahe auf "Abruf" - ein zumindest leicht ungutes Befinden hochsteigt...

Weshalb ist das so? Weshalb "können wir das so gut"...?
Erinnert Ihr Euch auch an den Begriff  "Anzahl der Wiederholungen"...?
Selbstverständlich greift die Wiederholungsanzahl auch in diesem Fall...der Körper reagiert sofort. Unbewusst.

Nur woher kommt die Angst?
Haben wir die eingeatmet...? Haben wir sie mit Lebensmitteln "mitgegessen"...? Mit der Muttermilch erhalten...?
Wohl kaum!

Wie in meiner "Einleitung zur Angst" schon erwähnt, kennen wir Angst schon seit Geburt an. Oder gar schon früher... Doch dazu gleich!

Angst an sich ist - wie wir alle schon gehört haben - im ursprünglichsten Sinn eine biologische Schutzfunktion.
Speziell in der evolutionären Entwicklungsphase des Menschen waren da noch viele reelle Bedrohungen im täglichen Leben. In der Tat existenzielle Bedrohungen von Leib und Leben. So hat hier die Angst also so manchem wohl wahrlich das Leben gerettet!


Haben wir heute noch existenzielle Ängst hinsichtlich...z.B. wilder fleischfressender Tiere? Natur- und Wettereinflüssen ohne jeglichen Schutz - sei es Gebäude, Kleidung, Hilfsmittel...?
Oder kann man vorsichtig dem Gedanken Raum verleihen, dass wir uns sogenannte lebensbedrohende Situationen, Krisen in der heutigen Zeit selbst geschaffen haben...?
Abhängig durch steigenden Wohlstand, durch Fortschritt, gesellschaftliche Entwicklung, vermeintlichen Stress, durch empfundene, erzeugte oder tatsächliche (geschaffene) Abhängigkeiten....und vieles mehr...?!
Doch wie steht die Angst von frühester Zeit noch in einer Relation zu heute?

Immer wieder - so auch grade hier - stoßen wir erneut auf den Bereich Bewusstheit. Verantwortung für sich selbst, seine Gedanken, seine Worte und Handlungen.
Freilich...heute, wo wir vermeintlich "erwachsen" sind, sind wir zumindest der Meinung, unser Leben völlig frei gestalten zu können. Mit unseren Gedanken, mit unseren Vorstellungen.
Ich lege nun hier bewusst die Betonung auf "UNSERE"...

Ist das so?
Sind das tatsächlich UNSERE...???

Doch dazu möchte ich zu späterem Zeitpunkt noch eingehen...

Gehen wir also zurück....
...zurück zum Zeitpunkt unserer Geburt...
...oder gar davor...

Wissenschaftlich ist mittlerweile längst mehrfach belegt, dass Kinder bereits vor ihrer Geburt sehrwohl wahrnehmen...noch im behüteten Mutterleib.
Selbstverständlich nicht auf bewusster Ebene....oder kein Baby wird in der Lage sein zu denken: z.B. "...der Alte (Vater) geht mir heut aber wieder auf den Sack...!"
Aber auf Gefühlsebene....auf Herzebene....wo sich ein unsichtbares, jedoch viel diffizileres und nachhaltigeres Geflecht an Kommunikation abspielt!
Ist es also z.B. der Fall, dass der Kindesvater - oder selbst nur das Umfeld (z.B. Familienangehörige, Schwiegermutter/-vater, weil das z.B. ja alleine schon nicht die passende Schwiegertochter/der passende Schwiegersohn ist) eine Ablehnung hat....das Kind merkt dies. Auch wenn sie nicht einmal ausgesprochen wird....das Kind merkt dies!
So auch Aufregungen, Ärger, Zorn, Wut und sämtliche andere Emotionen in Umfeld und der Mutter. Grade zweiteres erst Recht. Das Baby ist ja völlig mit ihr verbunden und bekommt ALLES 1:1 ab. Volle Packung!
Und wenn da nun auch Ängste in der Mutter sind....??? Und andere Emotionen...???
Das Kind vermag nicht zu unterscheiden, woher die Angst, Wut, etc. grade kommen bzw. womit sie zusammenhängen. Es bezieht - wie ebenfalls wissenschaftlich festgestellt - in erster Linie einmal auf sich selbst. Das Kind entwickelt sich zunächst einmal absolut in einer Ich-Welt.

Ich möchte auch hier in aller Deutlichkeit betonen:
KEINE ELTERNANKLAGE !!!
Mama und Papa sind / waren auch nur Menschen, die sie zu dem Zeitpunkt waren. Aus deren Haut sie auch nicht rauskonnten. Sie taten, so gut sie konnten!
Nur hat auch ihnen....und ihren Eltern davor....und deren Eltern zuvor.....und so weiter .... niemand Hilfe gegeben, wie man möglicherweise anders vor allem mit Angst, Wut und seinen "Begleitern" umgehen kann.

Wir befinden uns seit ewigen Generationen hier in unwahren Gedankenwelten...
Also....nehm ich mich jetzt her: "klein Ernold", noch nicht mal auf der Welt, bekam also schon zu spüren, was Angst ist.
Kam dann auf die Welt...spürte als Erstes einmal Trennung zur Mutter. Die Ich-Welt, die zuerst noch die Mami mit einschloss, "bricht auseinander" und da ist dann nur mehr "Ich".
Biologisch ein natürlicher Vorgang - die Geburt.
Doch wie soll man das einem Baby erklären...? Nicht mit rationalen Worten? Das gliche wahrlich einem absoluten Phänomen!
...Doch liebt z.B. die Mutter hier von Herzen, lebt förmlich Liebe...so wird das Kind alleine aus dem Ton, der Tonlage und der viel umfassenderen "unbewussten Kommunikation" darin "verstehen"...
Findet dies aber nicht...oder halt nur zeitweise statt.... Also - wieder Angst.
Dann weiter....Stunden des Alleinseins im Bettchen, im Kinderwagen....wo auch immer. Früher vertrat man ja auch noch oft die Meinung, Kinder eine Zeit schreien zu lassen, würde manches an Entwicklung fördern...
Aber "klein Ernold" war alleine, niemand der einen liebte, niemand der einem in der Zeit Aufmerksamkeit schenkte...vielleicht dazwischen mal.... sonst alleine. Angst pur! Vorher war ja immer Bindung zu Mama....jetzt nicht mehr.
Selbstverständlich kann man als Eltern nicht am Besten 25 Stunden am Tag dann das Kind in direktem Kontakt zu sich haben. Zumindest scheint dies in unserer westlichen Welt längst nicht mehr so zu sein. Aufgrund unserer gesellschaftlichen Entwicklung mit Beruf, Tun hier, Tun da....und und und... auch nicht wirklich möglich.

Betrachtet man verbliebene Naturvölker, so bleiben die Kinder oft bis ins mehrjährige Alter direkt im Kontakt, sogar Hautkontakt zumeist mit der Mutter ... und "verlassen" diese Unmittelbarkeit erst, wenn sie selbst die Initiative dazu ergreifen...

Doch was kristallisiert sich hier bereits vorsichtig heraus...?
Welcher Ansatz, für seine Kinder - und für sich - den "Teufelskreis" zu durchbrechen...?
Liebe zum Kind? Natürlich!

Ich will aber am Rande bereits hier drauf hinaus: Liebe zu sich selbst! Denn wo Liebe ist, ist keine Wut. Wo Liebe ist, ist Frieden und Ruhe. Wo Liebe und Bewusstheit ist, ist Ordnung, Aufmerksamkeit, Zentriertheit.
Dazu aber in einem der nächsten Beiträge....

Es würde mich nun sehr freuen, wenn Ihr auch mit in dieses Thema miteinsteigt! Begeben wir uns doch einmal hin....dort in jene Zeit, als Baby...
Hört mal rein....was Ihr noch fühlt...wisst....

Ich kann nur soviel vorweg sagen:
Wenn Ihr Euch an gar nichts mehr oder nur äußerst wenig erinnern könnt...
....es kommt nicht, aufgrund der lange vergangenen Zeit....oder deshalb, da wir schon "Alterserscheinungen" erleiden....
Ich darf Euch sagen: es kommt daher, weil diese Zeit, an die es keine oder nur wenig Erinnerungen gibt, wahrlich kein Zuckerschlecken für unsere kindliche Seele war. Wir haben von da an beschlossen, diese Dinge nicht mehr .... nie mehr erleben zu WOLLEN.... und begonnen, sie Stück für Stück tiiiieeeefffff in uns zu begraben.


Bis zum nächsten Beitrag also...
...ich freue mich auf Eure Erfahrungen!

Euer Prinzerl