Donnerstag, 26. Februar 2015

TOP-Thema: Eigenverantwortung: beginnend mit Gedanken und Worten


Hallo meine Lieben!

Habe heute Früh wieder einen interessanten Impuls bekommen für ein paar Gedanken....

Zu folgender Aussage:


Es kam zu diesem Post u.a. die Aussage, dass man - sollte man verletztende Worte aussprechen - sehr wohl für die Schlussfolgerung - also die Verletzung des anderen - verantwortlich sei.

Ist das so?

Zum Einen wirft sich für mich nun die Frage auf, wie man bei dieser Textaussage gleich darauf kommt, verletzende Worte auszusprechen?
Da läuft meiner Meinung nach dann tatsächlich etwas mit derartigen verletzenden Aussagen in demjenigen.
Ich habe mit dieser Aussage also jemanden getriggert...   Ich war offenbar ein klein bisschen "Arschengel" für jemanden...

Denn - der Satz im Bild ist sehr neutral gehalten und besagt einzig, dass wir für die Worte verantwortlich sind, die wir sprechen.
Und dem ist wahrlich so!
Wer - ausser uns selbst - sollte denn sonst verantwortlich sein können?
Wer - ausser uns denkt sich Worte aus...öffnet dann die Lippen und spricht sie...?
Nur wir selbst!
Ein großer Teil der Selbst-/Eigenverantwortung: die eigenen Gedanken und Worte ... wie folgende Handlungen.
Erinnern wir uns möglicherweise an Situationen, in denen uns Worte "ausgerutscht" sind...? Die wir im Nachhinein "bereut" haben...?
Wir dürfen also durchaus unsere Worte mit Verantwortung und weise wählen. Doch soll dies nicht bedeuten, dass wir einen zu transportierenden Inhalt deshalb "aufweichen" oder gar weglassen.
Man kann auch sehr höflich, kultiviert ...und doch bestimmt etwas sagen! 

Was der Andere nun draus macht.... nun...seine Verantwortung!


Beinahe passend dieser Karrikatur...  Verantwortung des Aussprechenden....und vermutlich auch gleich des "Empfangenden"...

Was nun den zweiten Satz im Bild angeht...
...sehe ich es in der Tat so, dass der "Empfänger" der Worte verantwortlich ist, was er daraus macht!

Wie tatsächlich in dem Blog heute passiert (ich habe zumindest noch keine "Bestätigung" des/der Aussprechenden, dass tatsächlich ich gemeint wäre):
Doch nehmen wir mal so an, ich wäre gemeint gewesen: man betitelte mich aufgrund eines Kommentars als "Blödmann".

Juhuuuu!

Wie aber nun im Bild zitiert: es obliegt mir - meiner Verantwortung, was ich aus diesen 8 Buchstaben eines Alphabetes mache! Welche Schlussfolgerung ich für mich ziehe!!!
Jemand Anderer drückt einen Knopf...und mir steht es frei, ob und wie ich drauf reagiere!
Ich alleine bin dafür verantwortlich!
Wenn ich glaube, den Anderen dafür verantwortlich machen zu können, bin ich noch auf einem riesigen Irrweg!

 Berührt mich dieses Wort?
Werte ich es als Beschimpfung, Abwertung....was weis ich?  Gehe ich "in Saft" und reg mich drüber auf?
Wettere womöglich gar noch zurück, weil ich ja glaube, der böse Andere habe mich eben verletzt?
Oder rechtfertige ich mein "Zurückwettern" nun damit, dass ich wohl weis, dass ich in mir verletzt bin, dem Anderen dies aber zurück- oder weitergeben will?


Oder ruhe ich ganz bewusst in mir....frage mich höchstens interessiert, ob a) ich überhaupt wirklich gemeint bin?    Sowie b) interessiere ich mich dann dafür, was die Gründe sein könnten, mich
Blödmann zu nennen. Es kann ja durchaus sein, dass ich was "übersehen" habe an mir....  Ich bin schließlich nur ein Mensch.
Sollte ich in beiden Punkten zu keinem Schluss kommen....weshalb also sollte ich dann reagieren?
Gar auf "gleicher Ebene"?

Wenn ich in mir meine "Baustellen" geklärt und liebevoll angenommen habe, wird da kaum noch etwas sein, dass mich dann aus der Fassung bringt, aus meiner Rolle und Ruhe wirft. Wird kaum noch etwas sein, dass mich an meine eigenen Verletzungen erinnern wird oder kann..
...weil ich mich diesen schon liebevoll zuwandt habe. Sie gefühl und als einen Teil von mir angenommen habe!

Und unweigerlich wirft sich mir allerdings die Frage auf: 
 Aus welchem Grund will ich jemanden mit Worten verletzen? Wozu soll das gut sein? 
Beginnt hier nicht eben die Eigenverantortung eines jeden, der beabsichtigt, Worte auszusprechen? Rührt ein "Verletzungswille" nicht aus einer tiefen Unbewusstheit und großen Mängeln in sich selbst heraus...?

Wie kommt es aber, dass wir teils so impulsiv reagieren....?
Weil wir selbst zumeist verletzte Kinder sind! Bis heute!
Dass wir womöglich glauben, DER ANDERE könnte mich in irgendeiner Art verletzen...?!

Niemand kann Ärger, Wut, Zorn, Minderwertigkeit, Eifersucht, Scham, Schuld und die vielen anderen Dinge in uns hinein pflanzen! Dies ist nicht möglich!
Diese alle Dinge sind schon da!
Schon lange da!
Teils seeeeehr lange!
Ein weiterer Punkt der Selbstverantwortung. Zu Erkennen! Das wir selbst die Schöpfer sind!

Wir durften dies ja tun! Wir sind Menschen, die so etwas tun!
Nur wir dürfen uns dessen wieder erinnern, wieder besinnen und bewusst werden, dass wir dies tun!
Wir habens .... bzw. wolltens nur vergessen. Verdrängen, begraben. Möglichst nicht mehr damit konfrontiert werden! Wir wurden "Weltmeister" im Verdrängen, vergessen und begraben.

Doch auch solche Emotionen haben keine Halbwertszeit!
Die schlummern schön in uns dahin....und ab und an kommen sie wieder nach oben und "klopfen" sozusagen an unsere innere Türe....
....und fragen an, ob wir uns denn jetzt mit ihnen beschäftigen wollen!

Das was uns im Aussen vermeintlich verletzt, ist nur der Auslöser, der Intialzünder... Der Bote wenn
man es so betrachten will...
Der Bote, der an die in uns begrabenen Emotionen erinnern soll!

Der Mensch hat es sich - wie in vielen anderen Dingen - zur Gewohnheit gemacht, in erster Linie unangenehme Dinge wegzuschieben, zu verdrängen, zu vergessen und begraben!
Der Mensch hat auch ein Talent dazu, sich selbst zu bescheissen!  "Ach....dies und jenes ist doch längst schon erledigt, kein Thema mehr für mich...!" 
Und dann kommt irgendwo eine Situation....oftmals nur winzig, unscheinbar.... und schon steht diese vermeintliche erledigte Thematik wieder im Raum! Kräftig, präsent, manchmal mächtiger als je zuvor....als wär´s eben grade erst passiert. Und schon ist es vorbei mit "erledigt sein"!
Diese Emotionen  - soferne nicht liebevoll angesehen und angenommen - ticken wir Zeitbomben in uns. Und warten nur drauf, immer und immer wieder die Gelegenheit zu bekommen, auf sich aufmerksam zu machen!

Emotion - Gefühle....wollen gefühlt werden!
So wie ein Bonbon gelutscht werden will!

Auch die unangenehmen Gefühle! Sie gehören ebenfalls zu unserem Leben! Sie sind ein Teil von uns!
Das gliche ja, als wollte ich nur eine Seite einer Münze vom Tisch schieben!
Nur ist dies nicht möglich. Entweder ich schiebe beide weg....oder eben ich nehme beide an! Denn nur beide ergeben das Ganze! Alles ergibt uns....macht uns aus!

Dies alles kommt aus einer großen Unbewusstheit. Und einer bislang eher zunehmenden Trägheit zu sich selbst, hier einmal Licht ins Dunkel zu bringen. Dinge lieber wegzuschieben als anzusehen.

Man kann es auch bildlich so vergleichen:
Diese - vor allem unangenehme - Emotionen stecken uns im Fleisch wie ein Dorn.
Und dieser Dorn wird so lange weh tun - teils höllische Schmerzen und Folgend verursachen - solange wir uns ihm nicht zuwenden und behandeln. Von alleine wird da nix!
Wie bei allen Dingen im Leben dürfen wir uns selbst bewegen, engagieren. Wir dürfen das ernten, was wir zuvor gesäät haben.
Nur das!

Und somit schließe ich diesen Kreis für heute.
Das was wir an Gedanken und Worten säen, werden wir ernten!
Wir dürfen daraufhin hin also unsere eigene Verantwortung übernehmen! Nur dafür!
Jeder ist für SEIN Leben verantwortlich!

Doch hat für mich folgender Gedanke so viel Wärme, Fülle und Friede in sich:

Wenn jeder sich um SEIN Leben im gesamten Umfang kümmert und Verantwortung übernimmt,
dann "braucht" sich niemand mehr um das des Anderen kümmern!

Jeder hat genug mit sich selbst zu tun....   :-)

Doch wenn alle Aufgaben "erledigt" sind....
....dann können wir freien und liebenden Geistes das Leben miteinander feiern!


Euer Prinzerl