Sonntag, 1. Februar 2015

Zeit - Fluch oder Chance?


Hallo liebe Leser!

Im Zuge eines Kommentars zu einem geposteten Bild bekam ich heute mittels eines Bildes einen neuen Gedankenanstoß...
...einen Anstoß durch das Bild und seine Aussage an mich...

Ich danke hierzu der Kommentatorin "Mai Kirsche", welches dieses ehemals auf einer bekannten Plattform als Titelbild verwendete...

Um nun diesen Gedanken in Worte zu fassen, zeige ich Euch einmal zuerst das Bild, um es wirken zu lassen...
...und verrate erst im Anschluss daran meine eigene Botschaft oder Darstellung daraus!



Betrachten wir also diese beiden Engel...

...ich tat es heute während einer Phase der Besinnung...
...während die Gedanken und Empfindungen kreisten zu Bereichen eines "Tun und Machens", eines ständigen "Antreibens, Hinterher-rennens", "Festhaltens"... reibend, brennend, sich verzehrend...

...und auf der gegenüberliegenden Seite... ein "Geschehen lassen", eines "Ruhen lassens", eines "Loslassens", eines "zeitlosen Freiraumes des Vertrauens" in das Leben, ein "Sein" gänzlich unter dem ewigen Schein der Liebe.


Vermögen wir diesen beiden Lichtgestalten  jeweils ihre "Rolle" zuzuerkennen?
Vermag jemand den Gedanken zu teilen, dass einerseits hier der ewig, angetriebene, oft rastlose, geschundene Engel in einem Moment der Erschöpfung auf seine Knie gefallen ist...?
Dass dieser Treiber womöglich gleichzusetzen ist mit unserem sogenannten Verstand, der - zuständig als Überlebensstratege - uns andauernd auf Trab hält...beziehungsweise wir ihn?

Dies müsste geschehen, jenes sollte erledigt werden, hier...dort...jenes...dies und das...?
Dass dieser Treiber sich selbst schon treibt....dahin galoppierend auf einer Welle unwahrer Gedanken und damit einer Welle einer verfälschten Realität und Unrast...?
Wie "schnell-lebig" ist unsere Zeit? Was haben wir zugelassen?
Wieviel Ungeduld alleine ist oft schon im täglichen Geschehen, weil am Besten alles schon gestern passieren sollte...?
Wie sehr oft äußert sich dies in Begegnungen mit Anderen? Ungeduld, Gereiztheit wenn nicht auf die Sekunde etwas passiert...? Unfreundlichkeit...? Sich steigernd bishin zu Wutausbrüchen, aus der Rolle fallen...?
Und dies ist keine Erfindung! Ich beobachtete es täglich im Supermarkt, im Bus, in Büros, in Servicestellen...

Begreifen wir eigentlich, welchen "Schaden" wir mittlerweile nicht nur uns selbst zufügen? Sondern durch die "Folgeerscheinungen" auch unser Umfeld versuchen mit hinein zu ziehen...!?

 Wie sehr laufen wir Tag ein, Tag aus mit diesem wohl bekanntesten unbewussten Mantra durch unser Leben "Ich habe keine Zeit!"

Haben wir nicht?

Sagt wer???

Wir haben für uns nicht Zeit...? Nicht für dies und jenes im alltäglichen Leben...?
Selbst wenn der Körper schon beginnt zu rebellieren...wir haben zum Kranksein nicht Zeit...?

Wir haben letztlich womöglich keine Zeit, um zu leben...???

Oder schieben wir nur allzu gerne alle möglichen Dinge - Ausreden vor, nur um uns vor irgendwas zu drücken? Und behaupten nur, die Zeit würde uns entrinnen...wie ein nasser Lappen über die Tischkante...und weg...???

Kann es denn nicht sein, dass die meisten von uns diesem inneren Antreiber ständig Aufträge geben, damit er nicht zur Ruhe kommt?
Muss es denn am Ende immer etwas Neues sein? Aufregender? Größer? ...........? Wie ein Sklaventreiber - der Verstand ist Sklave?

Und es sei dazu festgehalten: was bliebe dem Verstand denn anderes übrig, als zu tun und zu machen?
Der funktioniert im Prinzip wie ein PC: Auftrag ... und los! Er unterbricht erst, wenn wir es ihm dann mittels "Knopfdruck" gestatten!

Und wie oft kommt die Ansage: "Na....mach ich halt später....ein andermal..."!

WEEEEEEER kann mir denn sagen, dass es ein "Andermal" geben wird?

Ich sage: Je mehr wir diese Dinge - egal ob angenehm oder unangenehm - wegschieben...desto höher wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses "Andermal" in Luft auflöst!
Vielleicht bleibt uns dann, wenn wir die Bühne des Lebens verlassen noch die traurige Feststellung: "Na hätt´ ich doch bloß damals..."
Gratuliere!


Nun - vergleichen wir mal mit Menschen in südländischen Ländern!
Vor Jahren wäre ich noch aus meiner Haut gefahren. Heute erkenne ich großen Sinn in der Sache!

Wer schon mal in südlichen Ländern war, stellt dort unweigerlich eine zum Teil ausgeprägte Gelassenheit fest. Eine seelische Gemütlichkeit! Ein Gleiten in der Zeit! Eine Ruhe....
Warum können diese Menschen - und leben genauso gut? Womöglich sogar stressfreier, gesünder? Relaxt!

Und wieso können wir nicht...?
Weil es der Gesellschaft wiederspricht?
Doch wer ist "Gesellschaft"...?

Jetzt betrachten wir diesen wunderschönen Engel im Bild!
Formvollendet.... Sanft... alleine aus der gesamten Erscheinung strahlt Beachtung, Wohlwollen, Ruhe, Frieden, Zuwendung, Schönheit, Liebe...

Haben all diese Attribute denn nicht letztlich mit "geschehen lassen", "Vertrauen" und "Entspannung" zu tun? Dürfen sie nicht auch mit uns zu tun haben...? Oder aus welchem Grund grenzen wir sie oft aus...unter der Promisse: "wir hätten keine Zeit"?!

Was kann wichtiger sein, als unser Leben selbst...?

Hängt also dieser definitive Schwachsinn von "keine Zeit" nicht grundsätzlich nur mit unserem
Willen zusammen?

Wie wichtig uns etwas ist! Und ob und wieviel Zeit wir dem widmen WOLLEN???
Hat ein Tag nicht 24 Stunden!  ...24 Stunden, in denen es uns obliegt, diese zu nutzen...und nicht nur irgendwie zu verplempern...
Wo liegen also die Prioritäten in unserem wirlichen Leben? In uns?
Sind oft Äußerlichkeiten mehr Wert als das innere Erscheinen?


Kann dem Gedanken gleichzeitig ein Wunsch innenwohnen....genau nach dieser "Zusammenkunft der Engel" wie im großen Bild dargestellt...?
Dass wir Menschen defnitiv "Tempo" aus dem Geschehen nehmen dürfen, unserem inneren Antreiber auch öfter einmal Pause gönnen ... und wir uns Entspannung gönnen dürfen?
Neuerlich....die Polarität ... die Zweiseitigkeit einer Medaille!?

Dass unsere eigene Gedanken- und Gefühlswelt..., unser Engel der Fürsorge, Entspannung und Liebe... unseren Verstand als ständigen Strategen einmal liebevoll umarmen und ihm DANKEN darf, dass er uns bisher, bis in diese Sekunde gut über die Runden gebracht und auf uns geachtet hat?
Dass wir ihn anerkennen und ebenso als einen Teil unseres Seins lieben? 
Und nicht - oftmals unbewusst - weiterschinden...!?

Dürfen wir uns vergegenwärtigen, eine Balance herzustellen...?
Kennt jemand das Gefühl...wenn man in der richtigen Balance ist...?
Gleicht das nicht irgendwie einem Gefühl beinaher Schwerelosigkeit? Einer Leichtigkeit?





Das große Bild beflügelt mich... gibt mir Inspiration ... und Motivation...
...auch diese Seite einer Liebe, einer Liebe zu unserem Leben - somit uns selbst zu leben!

Und damit andere Menschen zu inspirieren, es gleich zu tun!

Euer Prinzerl