Freitag, 3. April 2015

Top-Thema: 4 Buchstaben im Alphabet...namens: NEIN - Teil 1


Einen wunderschönen Nachmittag liebe Freunde!

Heute möchte ich diesen Beitrag einem sehr kurzen, knappen...
...jedoch mitunter sehr bedeutungsvollen Wort widmen, dass da lautet...




Uiiiiii.....

Spätestens wenn wir uns ein paar Minuten Zeit nehmen, dieses Wort in Gedanken einmal laut anklingen lassen wie einen Gong...
...und dem dann nachlauschen....

Zieht es da dem Einen oder Anderen eine leichte Gänsehaut auf...? Schauert es uns da - womöglich nicht feststellbar, woher oder warum grade jetzt...?
Bis wohin "hallen" diese Buchstaben nach im zeitlichen Lebensbogen...?


Oder fühlt sich mancher vielleicht ganz anders....
...beim Erklang des Wortes in eine zumindest sofortige, leicht gereizt aggressive Stimmung versetzt...?

Was und wie können diese 4 Buchstaben aus einem Alphabet mit insgesamt 26 davon in uns auslösen, bewirken, ja teils regelrecht anrichten...?

Was verbinden wir damit?

Ablehnung? Abgrenzung? Verweigerung? Trennung? Verurteilung? Zorn? Wut? Enttäuschung?
Und noch einige feinere weitere "Versionen" davon...?

Woher kommt dieses "Nein" und die damit verbundenen Emotionen?

Vorweg auch ein kleiner Alternativ-Denkansatz:
Ein mir sehr wertvoller Mensch sagte mir vor langer Zeit folgenden Satz zur Bedeutung eines "Nein", der da lautete:
"Nein zu etwas oder jemandem bedeutet nicht Nein.
Nein bedeutet Ja....nur mach´s anders!"

Doch interessant - oder...?

Ich denke und fühle, dass wir zur Beantwortung dieser Frage erneut sehr weit zurück gehen dürfen in unserer Daseinsgeschichte.
Wie weit zurück können wir uns erinnern?

Kindesalter...? Ich denke, so gut wie jeder kann sich da definitiv an diverse "Nein´s" erinnern.
Also noch weiter zurück in der Zeitreise.

Kleinkindalter...? Uiiii.....da wirds schon eng mit den Erinnerungen.
Doch weshalb?
Für mich liegt dem Gedanken viel Wahrheit inne, dass sich just in jeder Zeit sehr viele "Nein´s" ereignet haben. Zu Existieren begannen. 
Sich im Weiteren dann manifestierten ... und es begann, unsere Persönlichkeit mit zu formen.

Als Babies kamen wir zu Welt...völlig unvoreingenommen, unbeschrieben wie ein weißes Blatt Papier. Wir wollten grenzenlos lieben und geliebt werden.
Sehr schnell erfuhren wir aber, dass es Liebe nicht umsonst gab, dass es dafür gewisse "Dinge" zu erfüllen galt...  Wir kennen sie unter "brav/lieb/nett sein", "sauber sein"...und ziemlich bald dann "fleissig sein". Die 3 Furien des Domestizierungsprogrammes namens "Erziehung".
Wir erfuhren auch sehr bald aus allen möglichen Varianten eines gebotenen Umfeldes. Wir saugten auf wie ein Schwamm.
Und genau in diesem Abgrenzungsprogramm lernten wir seeeeehr bald das "Nein" kennen.
Manche nur in Worten.... manche bis hin zu Handgreiflichkeiten und anderen Entgleisungen.

Wie konnte man als Kind sodann mit diesem "Nein" umgehen...???

Gar nicht!
Es war oftmals nicht nachvollziehbar, verständlich für unseren kleinkindlichen, lieben wollenden Verstand. Was wussten wir zudem schon von den Regeln der Erwachsenen oder einer sogenannten Sinnhaftigkeit derer?
Wie verhielt es sich....als wir als Kinder dann diese Art Vorgehensweise schon fleissig kopierten, für uns etwas "auf nein stellen" wollten....? Unser Umwelt uns jedoch dann schnell mehr oder minder beibrachte, was es von unserem "nein" so zu halten gedachte...?
Wir verschlossen uns also zusehends, gingen vom Herzen weg in den Verstand - machten nach, was uns vorgelebt wurde....
...und wollten viele dieser "Nein´s" am Besten nie wieder erleben. Wir versteckten, verdrängten, verbogen uns nach allen Regeln der Kunst. Unsere Seele wurde zum Überlebensstrategen der damaligen Zeit.

Deshalb erinnern wir uns heute an Vieles aus der Kleinkindzeit nicht mehr! Wir beschlossen damals schon, uns nicht mehr erinnern zu wollen!

Und dann bringe ich noch den Zusatz-Ansatz:
Hat einer vielleicht noch Erinnerung daran, als wir als Kind..... aus unserer Sicht und Empfindung zu etwas mal "Nein" sagten...?
War die Reaktion Freude pur? Oder gab´s eher gedämpfte Reaktion.... bei manchem bis hin zu einer schallenden Ohrfeige...?


Kehren wir also nun zurück ins Heute...

Wundern sich manche von uns also tatsächlich, dass sie so sind, wie sie sind?
Dass sie so denken, handeln....wie sie es tun?
Dass sie aber gleichzeitig dadurch im Leben oft "anecken"...wie sie es tun?

JA. Tun sie!
Ich war auch einer davon....bis ich begann zu hinterfragen, aufzurollen, zu klären...und letztlich anzunehmen. Es brauchte seine eigene Zeit und Bestimmung. DEN richtigen Moment.


So.
Jetzt begegnen uns im täglichen Leben aber nach wie vor ... ja teils zuhauf verschiedene "Nein´s".
Wie gehen wir also mit diesen um?

Mein Herz sagt mir, dass die Menschheit schon vor langer Zeit begann, sich in alle möglichen Richtungen und Dinge abzugrenzen.
Sei es nun um Besitz..., sei es im namen des EGO und vieles mehr.

Aus dieser Abgrenzung scheint wohl teils sogar ein richtiger Wettstreit geworden zu sein....: noch besser, noch weiter, noch höher, noch... noch... noch....  Ein wirkliches "Genug" scheint einfach nicht mehr zu existieren.
Vieles in diesem Zusammenhang wurde der Verlockung des Geldes zugeschrieben.... 
Und selbst hier gilt kein "Genug". Selbst unter dem Aspekt, dass man nicht einen Cent von dem in den Tod mitnehmen kann... dieser Unfug kennt für manche keine Grenzen. Zumeist zulasten anderer.

Viele Menschen sind nur mehr in der Lage, sich über ein "Außen" zu definieren. Blieben aber - so reich sie auch sein mögen - Kinder mit bestimmten Mängeln. Vielleicht auf der vergeblichen Suche, diese Mängel in irgendeiner Art mit Geld ausgleichen/kompensieren zu können....

Jetzt kommen da aber zum täglichen Leben noch die zwischenmenschlichen Beziehungen dazu. Beziehungen verschiedener Art wie Partnerschaften im Privatbereich, Arbeitsbeziehungen, Geschäftsbeziehungen etc.

Da stoßen also - es grob ausgedrückt - unendlich viele "hungrige Kinder" aufeinander, wollen am Liebsten die Welt umkrempeln...
...krachen aber mitunter teils oft und heftig aneinander...versprühen noch mehr Trennung, Verurteilung, und viele der "unliebsamen Kinder" einer ureigensten großen Angst.

Angst zu kurz zu kommen, übervorteilt zu werden, nicht ausreichend anerkannt, gelobt zu werden u.v.m.
Und dann steht da spätestens jetzt das große, böse...


...im Raum!

Unter dem vermeintlichen Aspekt, sich schützen zu müssen, sich abgrenzen - etwas nicht erlauben zu müssen/wollen.
Im irrigen Glauben, mit diesem NEIN wirklich etwas sinnvolles zu bewirken! Und vor allem, am Besten gleich ein für alle Mal!

Denn meiner bescheidenen Meinung nach ist dieses NEIN einzig eine Barrikade, die man - in
Ermangelung anderer zur Verfügung stehender Möglichkeiten - eben mal schnell hinzimmert, um jemandem Anderen vor den Latz zu ballern, diesen vermeintlich an etwas zu hindern oder jemandem seine Grenzen aufzuzeigen!
Tolle Wurst!

Und was, wenn der Andere nun trotzdem nicht aufhört...?
Dann rasten wir völlig aus...ballern dem Gegenüber eine in das runde Ding zwischen den Schultern - auch Gesicht genannt?
Oder lassen völlig demotiviert und gekränkt die Schultern und Kopf hängen und schlurfen davon?

Natürlich....
....nehmen wir nun mal die Arbeit als Beispiel her:
Das ist einer, der meinen Lohn zahlt. Der dafür gewisse Dinge so geregelt haben will, wie er es vorgibt. Das ist durchaus verständlich. Er ist Chef.
Man Stelle sich vor, jeder täte so, wie´s einem beliebt! Ob das dann ein gewünschtes Ergebnis ergäbe...?

Anders sieht es dann bei gewissen "Dingen" aus, die innerhalb eines Arbeitsverhältnisses stehen. Ich spreche da jetzt - weil am Einfachsten - das bekannteste Thema "Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz" an.
Ganz meine Meinung: DAS überschreitet jegliche "Kompetenzen" eines Chefs und hat nichts zu suchen! Und in diesem Fall scheint ein klares "NEIN" auch durchaus als angebracht!

Will mich einer vermöbeln..., beleidigen... und sonstige "Nettigkeiten" der heutigen Zivilisation...  Freilich scheint ein "Nein" geboten. Um sich in dem Fall vor Schlägen, Übergriffen zu schützen.
Bei allem Verständnis für Resonanz, Spiegelwirkung u. dgl. hielte ich es definitiv überzogen, nach dem alten Testament zu gehen... nach dem Motto: "erhälst du Kloppe auf eine Backe, halt auch noch brav die Andere hin"!  Mumpitz!

Jetzt ist es halt nur so....und da beginnt in der heutigen Zeit die Gratwanderung:

Ist ein Mensch schon völlig in sich ruhend, hat sämtliche Baustellen in sich selbst geklärt... dann wird dieser Mensch in seiner gesamten Ausstrahlung nach Außen schon gar keinen "Anreiz" geben, dass man z.B. solche Belästigungen an sich überhaupt erlauben würde.
Dieser Mensch wird sich selbst völlig und absolut bewusst sein! Und ein ebenso anderer Bewusster wird dies - wenn auch nur unbewusst - erkennen!

Ist man aber noch ein Mensch in tiefer Unbewusstheit...trägt tagtäglich noch seine Päckchen mit sich herum....strahlt dieses nach Außen aus....
....dann kann ein Mensch in - zumindest äußerlicher vermeintlicher Machtposition - sehr leicht in Versuchung kommen, genau dies zu spiegeln und die Situation vermeintlich auszunutzen. Er wird im Grunde genommen zum "Arschengel" par excellance!

Gleiches verhielte sich mit dem ebenfalls sehr weitläufig bekannten "Mobbing" und seinen Ausläufern.
Das Mobbing benötigt immer 2 Personen zu einem "Gelingen".
Betrachtet man diese Mobbing-Clinches oft, stellt man aber fest, dass beide "Beteiligten" im Grunde genommen noch "hungrige Kinder" auf der Suche nach Erfüllung ihrer Mängel sind.
Nur...der Eine bietet unbewusst als vermeintliches "Opfer" dem Mobber die Angriffs- und Betätigungsfläche..., der Mobber selbst hingegen kompensiert durch vermeintliche Angriffe seine eigenen Mängel, die es mitunter zuhauf gibt.
Ich darf mit Fug und Recht behaupten zu wissen, wovon ich rede. 
Genau deshalb, da es mir durch meine damals noch bestehende, nicht erkannte Unbewusstheit letztlich den Job kostete...

Nochmal: begegnen sich zwei absolut in sich ruhende Menschen...dann kann da gar keine Angriff- / Opferrolle entstehen!
Wenn nicht....dann sind allen möglichen Dingen Tür und Tor geöffnet.


Gehen wir nun mal in die persönliche private zwischenmenschliche Beziehung ....
...und deren NEIN´s...

Wie oft hören, spüren wir denn hier ein NEIN?
Wie sehr ist es damit verbunden, dass man zumeist am Anderen etwas nicht akzeptiert? Nicht sehen, erleben will etc. etc.?
Ich werfe auch hier gleich mal einen "fetten Brocken" hin, damit wir nicht lange um einen "heißen Brei" reden:
Thema: Fremdgehen!

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!
Wie sehr verkrampft sich denn da sofort alles .... in Blitzesschnelle weg vom Jaaaaaaaaaa....... zum Neiiiiinnnnnnnnnnnnnnn?

Einer der wundesten Punkte im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen!

Zurück aber nochmal zu "Ja" und "Nein":
Was aber ist denn - zum Vergleich einfach mal laut vorsagen...reinhören....reinfühlen....

Wie klingt und fühlt sich - jetzt für diesen Moment gänzlich unabhängig eines jeglichen Hintergrundes - ein JAAAAAAAAAAAAAA an?

Weit? Entspannt? Wohlig? Locker...?

So - und jetzt den Spieß umgedreht:  wie klingt und fühlt sich dein NEEIIIINNNNNNNN an?

Eher eng? Verkrampft? Unangenehm? Unlocker...?
Spürt auch mal in Eure Gesichtsmuskulatur....insbesondere die Kiefer! Merkt Ihr´s?


O.k.
Wenn wir also schon bei diesem delikaten Thema sind...nehmen wir´s in der Tat als Beispiel!

Lasst mich jetzt - genau an dieser Stelle - aber mal bildlich gesehen kurz die "Handbremse" voll durchziehen und etwas einwerfen:
Worum geht es in Beziehungen? Liebe etwa? Ja...?
Gut!
Was ist unsere Hauptaufgabe in unserem Leben? Eigenverantwortung? Ja...?
Gut? Oder "bröckelt´s" da schon ein bisschen...?

Da dies jetzt noch ein bisschen ausführlicher werden wird...
....und das bei 4 simplen Buchstaben....
....will ich mich dem nun im Teil 2 nähern und die Kurve kriegen zu einer möglichen Alternative!

Bis dahin also

Euer Prinzerl

Bildquelle: Pixabay