Sonntag, 7. Juni 2015

Am Weg zur Bewusstheit: Beobachtungsposten Mensch


Einen wunderschönen Sonntag Abend Ihr Lieben!

Heute - ja ich wäre beinah versucht, es noch als Nachtrag, oder Anschlussbeitrag an meinen letzten Beitrag "Dimensionswandeln: Wirklichkeit.... oder nur überbewertetes Wunschdenken aus einem Mangel heraus?" zu sehen - möchte ich nochmals mehr eingehen auf ein SEIN.

Ich habe in den letzten Tagen vermehrt festgestellt, dass grade in der jetzigen, heutigen Zeit, noch erhebliches Unbewusstsein an der Tagesordnung liegt. Und zugleich so eine Art ziemlich
schwammiges Wunschdenken.

Ich komme später noch drauf..., aber in letzter Zeit ist so vielfach zu beobachten, dass diverse Coaches, Heiler, Erleuchtete, Lehrer und noch vieles mehr auf den Lebensplan treten. Das meiste halte ich - wie ebenfalls schon im letzten Beitrag wohl deutlich klargemacht - für Humbug.

Wieso?

Ich wurde zum Beobachter!
Dazu später noch mehr.

Leute! Mal ganz ehrlich...: wie sollte ich  - aus Respekt vor dem Wunder des Lebens und einer Liebe selbst - innerhalb kürzester Zeit mir anmaßen dürfen, das Leben soweit in all seinen Geheimnissen selbst zu durchschauen, zu "lernen" zu können...
...zu lernen, was die Menschheit offenbar seit 200.000 Jahren ihrer dokumentierten Existenz als Homo Sapiens nicht geschafft hat?
Wie also sollte ich mir dann erst Recht anmaßen dürfen, als Lehrer, Heiler oder sonst irgendwas in Erscheinung zu treten...?
Wie soll ich mir anmaßen dürfen, über ebenfalls genannte Multi-Dimensionsgeschichten und sonstigem Mumpitz zu berichten, wo wir unser eigenes Leben noch nicht mal ansatzweise enträtselt haben?

Wieso ist der Mensch nicht in der Lage, das IST in vollem Umfang zu akzeptieren, anzunehmen...? Nein...
...so schön die dem Menschen geschenkte Fantasie sein kann...
...aber der Mensch neigt dazu, nicht erst einmal die ihm gestellte "Aufgabe" gänzlich zu lösen, zu Ende zu bringen... nein...
...da erfindet man irgendwelche Dinge... unter anderem auch Religionen... damit man an etwas "glauben" kann. Damit man sich an etwas "stützen" kann. Damit man sich von etwas ablenken kann, was aber doch schon ist!
Oder halt dann den Spiritualismus... als "Gegenspieler" zur Wissenschaft. Einer bezichtigt den Anderen, unfähig zu sein, die Wahrheit zu erkennen.
Wissenschaft glaubt nur dem belegten Beweis. Spiritualität saugt sich zum Teil Haarsträubendes aus den Fingern und klammert daran.

Doch Frage ich: Wenn die Menschen so leicht von einem Glauben überzeugt werden können.... sie also vermeintlich zu Glauben imstande sind....
...aus welchem Grunde glauben die Menschen dann so wenig an sich selbst?
Warum glauben sie, dass das "Geheimnis des Lebens" irgendwo da draußen, in irgendwelchen Dimensionsgeschichten ist... und nicht ganz einfach nur IN uns.


Der Mensch war mal kurz am Mond, nimmt sich nun den Mars vor... aber kennt noch immer nicht die Erde. Den Menschen. Das Leben.
Zu langweilig?
Zu wenig spektakulär?
Zu wenig medienpräsent?

Natürlich gibt es auch bereits gewisse "Annäherungen" zwischen Wissenschaft und Spiritualismus. Doch einer möglichen Einigung, der Erkenntnis, dass von alles bis gar nichts wahr sein könnte, gibt man keinen Raum.


Ich stelle jetzt hier gleich mal rotzfrech eine wesentliche, maßgebliche Behauptung auf:

Ich verwende mein eigenes, erlebtes Beispiel "Angst - Panik" hierzu:
Genau diese Ängste, Panikattacken bishin zum erforderlichen, ärztlichen Notdienst hatte ich in meiner Unbewusstheit alle durch. Meine Versionen davon. Meine Erfahrungen. Meine körperlichen und seelischen Empfindungen/Emotionen. MEINE.
Nicht die anderer Menschen!
Und kein Arzt, Therapeut mit all ihren spirituellen und nicht spirituellen Wunderdingszeugs konnte helfen. Denn jeder Einzelne von denen war Business. Ich war Kunde/Patient, der Geld bringt. 

Und doch:  ich habe für mich einen Weg heraus gefunden.
MEINEN Weg. Mit ein bisschen gedanklicher Starthilfe - ja. Genau gesagt einem knappen 5-zeiligen Post. Folgend dann noch ein paar wenige Vortäge mit Anstößen.
Aber ansonsten war es mein Weg, den niemals und niemand für mich hätte gehen können! Denn er lag IN mir. Kein Dimensionswandel, kein Auflösung meiner selbst, einer 3D-Welt, keines Ego, keines leiblichen "selbst". Ich bin noch hier. Leibhaftig.
Ich habe also selbst auf voller "Bandbreite" erfahren... und nicht nur aus einem Buch, Video, aus Erzählungen oder sonst woher...

Sollte ich mir also zum Beispiel aufgrund dessen anmaßen wollen, mir sogar aufgrund eigener Erfahrungen den Titel "Lehrer" zu verleihen? Und mir anmaßen, dass mein Weg sozusagen "automatisch" auch für andere zu kopieren und anzuwenden sei...?
Natürlich... ja... es könnte funktionieren.
Könnte, hätte, würde... dies alles findet aber nicht im Hier und Jetzt, der Realität statt.

Und jetzt kommt aber das große "ABER"...:
Ich dürfte in ähnlicher Situation vielleicht maximal ebenso gedanklicher Anstoß sein. Und wenn´s wirklich hochkommt, schösse selbst der Begriff "Coach" - für mich übersetzt als "Betreuer" - über die mir mögliche "Funktion" hinaus.
Ich - für meinen Teil - bliebe bei der Definition "Anstoß". Vielleicht für einen Teil des Weges "Begleiter". Seelenfreund. Mehr nicht.
Alles andere darf jeder für sich selbst ermöglichen, in die Gänge bringen, bewerkstelligen. Diesen Weg KANN gar niemand anderer gehen. Auch aus diesem Grunde wieder meine schon bekannte "Aufforderung":  Raus aus der Komfortzone!


Denn ebenso, wie auch diesem heutige so dermaßen vielschichtig und omnipräsenten Glauben, Regeln und Gesetze könnten auch nur irgendwas für uns Regeln...
...wir geben also unsere eigene Macht ... und vor allen Eigenverantwortung ab... lassen imaginär sozusagen diverse Regel- und Gesetzersteller die Macht für uns leben, kontrollieren, vollziehen...

...genauso geben sich so derart viele Menschen einem vermeintlichen Spiritualismus, Aussagen von diversen Erleuchteten, Coaches, Heilern usw. hin... im Glauben, deren Aussagen, ernennen sie als "die großen Vorbilder", glauben deren Ansagen sind 1:1 einfach kopierbar in mein Leben... und schon ist Friede, Freude, Eierkuchen...!

Großer Irrtum!

Nur weil jemand für sich etwas gefunden hat, heisst das noch lange nicht, dass dies für Jedermann so umsetzbar ist!
Somit ist also immer Aktivität bei und in sich selbst angesagt. Nicht einfach nachbeten, nachplappern! Hier kommt auch neuerlich die von mir gemeinte Eigenverantwortung ins Spiel!

Beispiele?

Beispiel 1:
Eines aus dem herkömmlichen Gesetz- und Regelwerk:  Wir alle haben es den Gesetzgebern überlassen, auch für die Regelung des Straßenverkehrs Gesetze zu schaffen.

So gibt es zum Beispiel auch Tempolimits Parkverbote und vieles mehr.
So ... und jetzt: ich erinnere jetzt jene, die schon mal eine Radarstrafe oder ein anderes Knöllchen kassiert haben...!
Jaaaaaaaaa?
Ich höre...!?
Hat das Gesetzt die Situation, das Leben... irgend wen letztlich davor geschützt, dass ich doch zu schnell an war, doch andere Scheisse fabriziert habe...?
Noch eine extreme Ausweitung dazu: bei zum Beispiel schweren Unfällen...wo Menschen verletzt oder getötet wurden!?!?
Hat das Gesetz und die Übertragung unserer Verantwortung den Lenker irgendwie abgehalten, der den Unfall verursacht hat? Hat es vor allem die Verletzten oder Toten geschützt???

Beispiel 2:
Es ist ja schön... und nett.... und liebe.... und herzberührend, wenn man oft diese ganzen Sprüche und Zitate liest. Selbstverständlich.
Viele von diesen stammen von Menschen, die schon ihren Weg beschritten haben und dazu in Spruch- oder Zitatform ihre Meinung, ihren Anstoß geben wollen.
Und das war´s aber auch schon!
Nur weil ich nun einen Spurch, ein Zitat kloppe, heißt dies noch lange nicht, dass ich auch nur annähernd einen Weg beschritten habe. Schon gar nicht meinen eigenen!
Nur weil ich jemandes Aussagen nun zu meinem "Gesetz" erhebe, bin ich doch noch nicht "erleuchtet"... was immer dieser dämliche Ausdruck eigentlich sein soll!
Es gilt immer, meine eigene Wahrheit zu finden.
Und diese dann auch zu leben!

Und dazu ergänzt: ich hielte hier auch sämtliche Argumente und vermeintliche Erklärungen für absoluten Nonsens, was nun wie Wahrheit für jeden sei. Angefangen von eigentlich nicht existent... bis hin zu sonstigen Blödsin.
Die Wahrheit ist für jeden DAS, was sie ist. Nicht mehr - nicht weniger.


Der Mensch lebt aber nach wie vor...

...in Unbewusstsein zu sich selbst.

Wie komme ich auf diesen Gedanken?

Wenn man nun mal versucht, einigermaßen objektiv zu sehen, war unter den Menschen schon immer ein gewisses spirituelles Denken. Ob nun mehr oder weniger bewusst, die Menschen schienen schon immer zu merken, fühlen... dass da noch anderes ist. Dass der Mensch nicht so ganz dem entspricht, was das Leben grade vorsieht.

Wir laufen doch in derart hoher Zahl durchs Leben. Wähnen uns vermeintlich glücklich. Genießen Freizeit in Ausmaßen wie nie zuvor.
Und doch...
...immer wieder ecken wir irgendwo an. Immer wieder ereilen uns vermeintliche Schicksalsschläge. Immer wieder fühlen wir uns schlecht, unwohl, minderwertig, unrund. Immer wieder werden wir teils schon heftig von Ängsten vermeintlich geplagt, verfolgt.
Und schieben die "Schuld" selbstverständlich auf den/die/das Andere(n)!
Keeeiiiiiiiinesfalls waren´s wir selbst!
Wir schimpfen, jammern, zetern, machen verantwortlich etc. etc....

Warum ist dies jedoch so?

Ich habe andernorts schon ausführlich Beiträge gewidmet, was das Anpassungsprogramm "Erziehung" für uns an Auswirkungen bringt.
Dies war weder Honiglecken... oder gar Liebe.
Es war Anpassung an Parameter einer vermeintlich funktionierenden Erwachsenenwelt.
Es war Konditionierung und Einschüchterung auf ein Regel- und Gesetzwerk einer Gesellschaft, welches durch ebendiese Regeln und Gesetze den Eindruck einer Sicherheit erwecken will.
Es war ein Zurechtbiegen auf Paradigmen der jeweiligen Zeit.

So. Kehren wir in die heutige Zeit zurück.
Zu uns.

Wieviele vermeintlich spirituelle Seiten schießen alleine nur auf DER bekanntesten Plattform aus dem Boden?
Wieviele teils tausende Mitglieder haben diese Seiten?
Natürlich im Gegensatz: befasst man sich mit mancher Gruppe, wird diese Mitgliederzahl schon wieder erheblich dezimiert, da nur sich wenige wenigstens aktiv beteiligen. Und da zähle ich die üblichen "gefällt-mir-Button-Drücker" schon dazu.

So richtig geht die Post aber ab, wenn dann hier verschiedene Egos aufeinander prallen.

Warum sage ich jetzt bewusst "Egos"?
Weil wir das nun in unserer menschlichen Existenz nun einmal sind! Punkt.
"Auch" sind!
Je nachdem, welchen Stellenwert wir unserem Ego einräumen! 
Und dazu trägt wiederum erheblich die Bewusstheit bei.

Zur Erläuterung: Ego = herkömmlich verstanden als "Ich". Alles, was ich in meinen Gedanken und Emotionen annehme, zu sein!

Und jetzt kommt die Schlüsselfrage dazu:
Aus welchem Grund stellen viele spirituelle Menschen ein Ego in Frage? Ja wollen es verleugnen, wegschieben, verdrängen, missachten.... ja mancherorts geradezu "ausradieren"...?
Als das große "böse" Ego, welches mit uns Menschen ja ohnehin nur Unfug betreibt und uns in alle möglichen - zumeist unangenehmen - Situationen führt?

Versteht man dies hinlänglich unter Bewusstheit???
Ich würde Bewusstheit und eine Klärung des Ego vielmehr dahingehend einordnen, dass jeder mal tief in sich gehen darf und dort entdecken kann und darf, WER er wirklich ist!
Denn - erneut zurück zu führen auf unser Anpassungsprogramm - schließe ich für mich, dass ich maximal eine Kopie vom Umfeld bin. Nicht der, der ich eigentlich sein könnte, wollte.
Wir haben von Anbeginn gelernt, uns zu verbiegen, verleugnen, verdrehen u. v. m. ... nach allen Regeln der Kunst. Denn letztlich bekamen wir oft genug uns sehr direkt zu verstehen, dass man das, was wir waren, SO nicht wollte! Man musste anderen Parametern entsprechen.
Welchen...?
Na genau jenen, die wir heute auch selbst und andauernd vom Stapel lassen!

Hat man dies einmal entdeckt und geklärt.... und vor allem ANGENOMMEN als einen Teil von uns... Dann hat meiner Meinung nach ein Ego keinen maßgeblichen Stellenwert mehr, sondern ich darf dieses dann als durchaus manchmal "notwendigen", einfach von Geburt an geschenkten Partner im Leben betrachten!


Also sorry.... aber ich, mein Herz empfindet dies genau als eklatantes Gegenteil!
Denn wegschieben, verdrängen, ausradieren hat für mich einzig und alleine mit Widerstand, Kamf/Krampf gegen das Leben, Verweigerung... ja "Rosinenpickerei" zu tun!
Rosinenpickerei?
Jo...! Das "Gute" lassen wir...weil ja schön, lässig, angenehm, lustig..... feeeiiiiiiin!
Na das "Schlechte" aber mal eben schnell in die Tonne! Unangenehm, bäähhhh....
Genau das, was seit unzähligen Generationen bis heute... in Perfektion gebracht wurde!

Was für ein Paradoxon ist dies also zur Bewusstheit?
Und im weiteren Eigenverantwortung?

Nennen wir diese schöpferische omnipräsente Macht, die uns alles hier schenkte, schuf... nun mal Gott.
Warum wohl haben wir all dies, was wir haben, was wir sind ... eingeschlossen zum Beispiel das Ego ... bekommen?
Damit wir´s im tiefsten "Keller" wegsperren? Ausradieren?
Verantwortung für uns selbst wegsperren, abschieben! Das wäre es!

Erneut: man lehrte es uns doch im Domestizierungsprogamm "Erziehung"!
Wir begaben uns in den Knast!
Genau DAS!

Dann leg ich gleich eins drauf:
Ist es denn jemals anders gelaufen mit unseren Gefühlen?
Die unangenehmen... na mal eben schnell weg damit. Verdrängen!
In der absolut primitiven Meinung, das ließe sich bewerkstelligen!
Verantwortung für uns selbst wegsperren, abschieben! Das wäre es!

Aber denkste!
Warum wohl begegnen uns gewisse - zumeist unangenehme - Situationen mit all ihren Empfindungen immer und immer wieder? Oftmals mit dem Eindruck, die Situationen würden immer größer, stärker, heftiger...?
Mit großer Verwunderung, vermeintlich Ärger, Schuldzuweisung an dies und jenes...
Weil wir nur glauben, wenn wir eine unangenehme Situation wieder irgendwie abgebogen hätten, das wäre erledigt!?

Holzweg! Gasfernsehen!

Einen Scheiß ist!


Und erneut somit eine Schlüsselfrage:
Wie erdreisten wir uns also anzumaßen, die großen Leuchten, Heiler, Coaches usw. des Lebens zu sein...
...wenn wir sinnbildlich den eigenen Keller noch nicht mal "klarschiff" bringen geschweige dem halten können? Wie können wir mit Sprüchen und Lehren um uns werfen... manche andere zwangsbeglücken wollen... und selbst in alten Mustern versinken bis über beide Ohren?


Man stellte mir - genau in diesem Irrglauben - in letzer Zeit oft die Frage - was ich z.B. in so mancher Gruppe auf bekannter Plattform täte... 
...grade weil ich ja alles in Zweifel stellte. Ich sollte meine eigene Gruppe eröffnen und dort vom Stapel lassen. Man sähe mich gerne mal als "Einzelkämpfer"...
Und sonstigen geistigen Ausfluss...

Ich nenne es beim Namen: Man überschreitet seine eigene Verantwortung, begibt sich in diesem Fall in meine... und versucht mir mehr oder minder direkt vorzuschreiben, was doch besser für mich wäre...
Das sind also jene Erleuchteten.

Was mach ich hier nun zum Beispiel?

Lehre ich...? Coache ich...? Leuchte ich...?

Ich maße es mir nicht an!
Ich werfe auf... oh ja!
Ich hinterfrage... oh ja!
Ich stelle Polarität in den Raum... oh ja!

Doch wie sollte ich Lehren, wenn ich selbst Schüler bin? Und meines Erachtens niemals "Lehrer" werden kann. Aus dem einfachen Grund, da ich nur für mein Leben Verantwortung habe und niemals das des anderen leben oder gar bestimmen kann. Da das Leben selbst der Lehrer ist!
Doch wie sollte ich Coachen, wenn ich selbst Mitglied bin. Mitglied der Spezies Mensch.
Doch wie wollte ich Leuchten? Ich bin keine Glühlampe, nicht radioaktiv! Ich kann vielleicht andere Menschen motivieren, animieren, inspirieren... eben Anstoß sein.

Ich bin "nur" Mensch.
Ich bin Beobachter. Meiner selbst. Meines Umfeldes.

Ich bin "Manager" meiner selbst. Meines Herzens, meines Verstandes / Egos, meines Körpers.


Eine andere Frage: 
Die Menschheit - vor allem die christliche Welt - spricht doch vermeintlichen Aussagen eines Mannes namens "Jesus" sehr viel Bedeutung zu...
Im Buch Mose fiel da dereinst folgendes Statement:

2.Mose 20
"…3Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. 4Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist.5Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, ..." die mich hassen;…


oder

3.Mose 26
"...1Ihr sollt keine Götzen machen noch Bild und sollt euch keine Säule aufrichten, auch keinen Malstein setzen in eurem Lande, daß ihr davor anbetet; denn ich bin der HERR, euer Gott."




Was aber nun hat der Mensch getan?
Was hat der christliche Mensch errichtet, mancher läuft jeden Sonntag dorthin?
Was hängt darin...riesengroß?  Bis hin in verschiedensten Ausführungen bis zum Halskettchen?

Kirchen? Denkmäler? Kreuze mit Figuren...?

Ich stoße also bewusst jetzt hier an:
Warum maßt also der Mensch sich an, hier diesem vermeintlichen Gottesauftrag zu wiedersprechen?
Wie stark... oder besser gesagt schwach... ist dann jener Glaube, dass der Mensch bildlicher Abbildungen bedarf, um seinen Gott anzubeten?
Wenn man hier also schon von einem Gottglauben spricht... weshalb schert sich so mancher einen feuchten Dreck drum, was Gott aufgetragen hätte...? Soviel also zur grunsätzlichen Gutartigkeit der Menschen.

Und was macht so mancher heutzutage mit diesen "erleuchteten Figuren"...? Sie ebenfalls schon beinahe in einen Götzenstatus zu erheben? Was dieser sagt, ist DIE Wahrheit? Das Leitbild? Ohne vielleicht mal ansatzweise zu Hinterfragen???
Seine eigene Wahrheit zu finden???
Ja nöööö..... Sprüche schieben, einen Widerspruch nach dem anderen liefern... aber "Kniefall - Kniefall". Das Leitbild hat gesprochen!

Wenn dieser Mann damals... vor 2000 Jahren... diese und andere Vorgaben hielt... so sehe ich diesen Mann namens Jesus als weisen Mann. Der jedoch nicht eine Religion ins Leben rufen wollte, sondern einzig Glaube an Vertrauen und Liebe in eine viel höhere Macht. Vertrauen und Liebe in das Leben. Und somit in das Wunder Mensch selbst.
Und was geschah?
Damals folgten auch Menschen, seinen Worten, seinen angeblichen Taten. Gebannt. Erhoben ihn in den Status des "Sohn Gottes". Und doch wurde er ans Kreuz geschlagen. Ein Mythos wurde geschaffen. Ein Sinnbild.
Doch glaubte man an einen Schöpfer... oder reduzierte man auf eine Person "Jesus"? Lebte man dieses Vertrauen, Liebe, Respekt vor der Schöpfung?
Was explizit dann daraus entsprang kennt man als Kirche. Und was die Kirche so alles im Namen des sogenannten Gottes aufführte...  
Nunja.

Aus welchem Grunde also ist die Menschheit heute meiner Meinung nach nicht sonderlich viel weiter als vor z.B. 2000 Jahren?
Aus welchem Grunde hängen heute soviele an Worten sogenannter weniger Erwachter, Erleuteter ...?
Anstatt dass sie ihren eigenen Weg beschreiten. Die Menschen heute schaffen wieder ihre "Anführer"...genauso wie damals ein Jesus oder ein Moses. DER führt uns ins Heil.
Und sehen offenen Auges nicht, dass sie hier wiederum ihre eigene Verantwortung bereits längst wieder an den Nagel gehangen haben. Dem Leuchter übertragen haben... anstelle selbst zu finden.


Beobachten hängt für mich also mit Bewusstsein unabdingbar zusammen!

Kürzlich ein Chat... der teils themenmäßig dann weit von dem Thema abdriftete, welches ich eigentlich mit einem Beitrag von mir besprechen wollte...
Es wurden innere Verletzungen, alte Verletzungen, verletzte innere Kinder sehr deutlich. Und die große Unbewusstheit, die vielem noch anhaftete.
Meinungen, Schuldzuweisungen, Agressionen, Ängste, Minderwertigkeiten...
Krampf, Widerstand, Kampf...

Und keine Angst...
...diese Dinge - wie auch dieser Chat - dienen für mich sehr zum Beobachten.
Zu allererst einmal zur Beobachtung meiner selbst! 
Dinge wie der Chat... wie auch viele andere Dinge im täglichen Leben - ja grade die Unangenehmen - sind für mich Spiegel meiner selbst!
Denn bei aller Liebe und Mühe die ich mir schenke... selbst kann man sich selbst nie so reflektieren, wir ein Gegenüber dies vermag!

Und somit sehe ich im tagtäglichen Leben die Möglichkeit, durch Beobachten und Eigenverantwortung tragen.

Für mich gibt es keinen Lehrer.... einzig das Leben selbst.
Für mich gibt es keine Trennung... wie Geist und Ego. Wir wurden damit bedacht...als liegt dahinter ein Sinn. Und somit für mich Aufgabe und Verantwortung, anzunehmen und umzugehen!
Für mich gibt es keine Bilder oder Götzen... denn die Schöpfung ist in mir, lebt durch mich. Durch alles.

So wie zuvor in der Schilderung benannt...: 
Ich kämpfe nicht. 
Nicht mehr! Es war nicht immer so.
Dies ist auch mit einer allfälligen Aussage von mir gemeint, "...dass ich auch einmal so war..."
Ich erkenne mich in demütiger Art und Weise wieder!

Selbstverständlich wuchs ich auch im Domestizierungsprogramm auf. Sogar in einem sehr Heftigen! Selbstverständlich verletzte ich mich selbst. Am Laufenden Band. Lief dann in eine Welt hinaus, glaubte die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben und alles niederreißen oder beglücken zu können...
...und lief nicht nur einmal voll vor die Wand!

Aus meinen Worten spricht also nicht Hohn, Überheblichkeit oder Weisheit im herkömmlichen Sinne.
Es spricht Erfahrung am eigenen Leib, Erkenntnis, Milde, Demut, Vertrauen!
Nur wer Hohn oder Überheblichkeit u. dgl. hören wird oder will, darf sich selbst erneut Fragen, wo dieser Hohn oder Überheblichkeit denn in ihm selbst ist, die hier gespiegelt wird...!

Ich durfte irgendwann erwachen. Endlich meinen Weg beschreiten. Man muss mir somit auch nicht beweisen, schmackhaft machen, aufklären wollen.
Auch diverse Aussagen, Statements, Zitate... bis hin zu Studien von Wissenschaften können meinen Weg allenfalls nur zusätzlich bereichern, erhellen... oder auch nicht.
Die Wahrheit wird mir immer mein Herz und mein Leben mitteilen.

Ich schreibe hier, tätige Aussagen...
...jene, die für mich stimmig sind.
Ich tue sie für mich. Weil es mein Herz erfreut.
Ich schreibe sie, um möglicherweise für Andere Anstoß zu sein, wie es auch bei mir geschah.
Nicht um zu lehren, zu bekehren, zu "beglücken".
Meine Verantwortung endet mit dem Button "veröffentlichen"
Die eines allfälligen Anderen beginnt, ob... und wenn ja wie/was er aus dem Gelesenen macht.


Vielleicht mag so mancher nun meinen, dass dies alles völliger Schwachsinn ist. Es ist sein Schwachsinn.
Vielleicht mag so mancher nun meinen, dass dies viel zu simpel, zu wenig spektakulär, spirituell ist. Dann ist das so. Für denjenigen.
Nicht umsonst gab es da so einen Spruch: "Wie der Schelm denkt, so ist er selbst"
Wie schon erwähnt... das Gegenüber spiegelt immer.

Meine "Hausaufgaben" liegen hier in diesem meinem Leben. Und etwas sagt mir, von diesen gibt es mehr als genug!
Meiner bescheidenen Meinung nach dürfen wir uns endlich aus diesem Zwang befreien, perfekt sein zu müssen. Wir dürfen alles annehmen, was da ist! Wir sind MENSCHEN - nicht Götter!

Wessen Idee entsprang es denn eigentlich, gottgleich werden zu müssen? Erleuchtet werden zu müssen...?
Wenn ich Licht braucht, mach ich´s Licht an!

Aus welchem Grund strebt der Mensch immer nach vermeintlich "Höherem", anstatt sich mal dem zu widmen was er IST...?
Aus welchem Grund vermeint so mancher Mensch, aus bereits bestehenden Dingen, seine eigene vermeintlich höhere Schöpfung machen zu müssen, ohne hierfür aber dann gleichzeitig den geringsten Beweis vorlegen zu können?
Dass wir Menschen für Höheres bestimmt wären..., dass wir gar Höheres draus machen müssen...
Sagt WER?

Mein Herz sagt mir, dass wir in Demut und Vertrauen ins Leben selbst in der Lage sind, zu erkennen, dass wir dieses "Höhere" in der uns gegebenen Form bereits SIND!
Annehmen, leben, was IST.
Wir sind keine getrennten Wesen. Wir müssen keine Dualität als Wahn oder Herrschertum ausmerzen. Kein Ego verbannen.
Annehmen, was IST.
Nicht ständig in irgendwelchen Fantasien, Wünschen, Träumen, Vorstellungen herumgurken und dann weis ich was behaupten! Dies scheint mir einzig als Mangel. Als Widerstand. Als teils krampfhafte Suche nach irgendwas, woran ich mich klammern kann. Gleich einem Glauben jedweder Art.
Als Nicht-Annahme, was ich denn schon BIN!


Mein "Credo" ist: 
Kümmern wir uns doch alle um uns selbst. Nicht ständig um den Anderen.
Wir kümmern uns sofort um jeden kleinsten Kratzer am Auto....
Aber...
...sehen wir die alten Wunden in uns an, nehmen sie und alles rundherum liebevoll an. Erkennen wir aus den Verletzungen und leben so in Respekt und Verantwortung vor dem Leben an sich. Somit leben wir auch Vertrauen und Liebe.

Werden wir vor allem Beobachter unserer selbst!

Nicht immer den Anderen!
Der Andere ist in diesem Sinne völlig uninteressant. Es ist dessen Leben. Nicht meins!

Hier spielt die Musik!

Leben wir dies, so wird es keine Regeln und Gesetze mehr benötigen, denn wir behalten alle Macht und damit Verantwortung bei uns. Folgend wir den "Gesetzen" des Lebens an sich.
Dann werden wir keine Angst mehr haben müssen. 
Denn wer in Respekt und Liebe vor sich, dem Anderen und dem Leben lebt, wird dieses alles achten und nicht mit Füßen treten.
Bemühen wir uns um all das für uns selbst... dann werden wir uns um den Anderen gar nicht mehr "kümmern" müssen. Er tut es ja selbst.
Und dann...
...ja dann ist möglicherweise die Zeit gekommen, um das Leben zu feiern.
Jeder für sich .... oder gemeinsam!

Meine Gedanke also hierzu....

Alles kann...
                      ...nichts muss!


Euer Prinzerl
Bildquelle:  Allesamt Pixabay