Sonntag, 28. Juni 2015

FEHLER: Anklage .... oder nur ein Drama der Unbewusstheit


Hallo liebe Leser!

Wieder einmal erhielt ich andernorts Inspiration, mich einmal einem seeeeeehr bekannten Wort zu widmen, welches uns schon im Kindesalter eingebläut wird..., welche Grund und Ursache für ein Entstehen von viel Mangel und Angst ist...
...und welches diesen "Stellenwert" bis heute bewahrt hat und Anlass zu oftmaligen Dramen im täglichen Leben gibt:

FEHLER

Doch...
...wie nahe liegt z.B. Erfolg und Fehlen oft beieinander...?

Ist das Leben nicht ein einziger Lernprozess? Bei dem eben nicht alles sofort auf Anhieb passt... bei dem wir erst verschiedene Optionen "testen"...?
Wie bei einem Puzzle...


Geben wir uns zuvor einmal der bisherigen Definition hin, bevor ich hierzu meine Sicht der Dinge eröffnen will...


Auszug Wikipedia:

"Dem Begriff Fehler wird die Existenz eines Zustands oder Vorgangs zu Grunde gelegt, der bezüglich seiner zu erfüllenden Aufgaben festgelegt ist. Unter einem Fehler verstand man lange Zeit die Abweichung von dieser Grundlage.
Zwischenzeitlich wurde jedoch die Definition verändert. In der Normung wird nun Fehler definiert als einen „Merkmalswert, der die vorgegebenen Forderungen nicht erfüllt“ und als „Nichterfüllung einer Anforderung“; dabei wird die Anforderung definiert als „Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“.


Soweit eigentlich eine plausible Erklärung, nicht wahr!?
Nichterfüllung einer Erwartung, Normung, Anforderung, Erfordernis, Erwartung.
Alles also Dinge, die an sich außerhalb unserer eigenen Verantwortung liegen, die von uns zum Teil überantwortet wurden.
Die zum Teil eines wenig des tatsächlichen Lebens entfremden.
Weshalb?
Nun... das, was passiert, passiert! Gesetzen oder Regeln eines Lebens an sich folgend. Nicht dem menschlichen Verstand.

Vielleicht dazu ein Beispiel, dass sicher jeder schon einmal zu bewältigen hatte:
Wir haben für irgendwas ein Formular auszufüllen. Der Grund ist völlig letztrangig.

Der Aufleger dieses Formulars ging also von der zu beantragen Sache, Situation, Leistung aus und erstellte dieses Formular. Wo nun verschiedene Dinge vorgegeben sind, verschiedene Abfragen getätigt werden, verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen und dergleichen.
Der Aufleger dieses Formulars ist (zumindest ist davon grundsätzlich mal auszugehen) komplett im Bilde über die Sache selbst sowie alle Eventualitäten.
Er kennt sich aus von A-Z.

So. Jetzt kommen wir ins Spiel.
Ich würde uns nun durchaus als intelligent bezeichnen ... wir brauchen also etwas... und füllen dieses Formular aus.
Selbstverständlich jetzt aber mit dem Hintergrund, nichts oder nur wenig über Hintergründe zu wissen. Schon gar nicht über die Art und Denkweise des Auflegers, wie dieses Formular nun nach SEINER ANSICHT nach auszufüllen sei..., weil wir vielleicht auch getroffene Formulierungen nicht richtig verstehen (Amts-Deutsch lässt grüßen  :-) !)

Und prompt schreiben wir vielleicht was in eine falsche Zeile..., kreuzen wir ein falsches Kästchen an...

Kurzum: wir machen einen FEHLER.


So.
Jetzt ist dies aber nur ein Beispiel unter... nun ich möchte behaupten ... unter Millionen!
Schon als Kind erfahren wir ... oftmals sehr nachdrücklich im wahrsten Sinne des Wortes... dass wir einen FEHLER gemacht hätten.
Wie oft sind hieraus dann damit verbunden Erfahrungen wie Scham, Minderwertigkeit, Wut, Ignoranz, Eifersucht... und einiges mehr an Ablegern der Angst...?!

Schulausbildungssysteme bauen nach wie vor auf dieses Bewertungssystem "Fehler". Zumeist in Heften schon deutlich ins Auge stechend, rot markiert...  Hat man aber im Gegenzug mal was gut gemacht.... oi oi oi.... da ist lange "kein Land in Sicht"... Dann ist dies mehr oder minder normal. Vorraussetzung. Mindestmaß.

Bishin ins tägliche Leben trägt sich der Begriff FEHLER also...  so zum Beispiel ins Arbeitsleben. Wie begeistert ist in der Regel ein Chef über Fehler? Noch dazu, wenn ihn der Fehler dann Geld kostet...?
Wie sehr spitzen sich Dramen dann im "Paradebeispiel" Beziehungen zu?

Müssen wir diese "imaginäre Blase" noch weiter aufpumpen...?

Hah! Jaaaaaaaa.......
Noch ein viel brisanteres Thema aus der Ecke Beziehung:  "Fremdgehen"!
Da spricht man ja zumeist nicht mehr von einem Fehler... sondern schon von Frevel und Todsünde!
Da brechen "Beziehungskriege" vom Zaun. Arten nicht wenig oft in Gewaltszenen aus.
Da kommen die kleinen verletzten Kinder von damals zutage... hässlich verzerrte Gesichter... Gedanken, von denen der Teufel selbst nichts wissen möchte...
...und WEG ist Liebe, Friede, Freude, Eierkuchen!


Also spätestens hier nun könnte... oder nach bisherigen Verhaltens- und Gedankenmustern müsste die imaginäre Blase nun geplatzt sein!

Wenn nicht...
...na dann lassen wir jetzt aber mal schleunigst "Luft raus"!


Wie es die Definition schon sehr deutlich zutage bringt, geht man bei dieser im Bezug auf den FEHLER von einer Abweichung einer bestimmten, zumeist erwarteten Situation, eines Zustandes aus. Mancher nennt dies mittlerweile auch Verpflichtung.

Nochmal das Beispiel Formular:
Der Ersteller kennt alle Hintergründe und erwartet bei Vorlage, dass das Formular korrekt ausgefüllt ist. Seinen Vorstellungen zufolge. Er ist Ersteller, Aufleger.    Erwarter, Forderer.
Ich nun als Ausfüller kann diese Hintergründe und Vorstellungen nicht kennen. Zumindest nicht zur Gänze. Auch kann ich möglicherweise vom Aufleger getroffene Formulierungen nicht gänzlich verstehen.
Wenn ich also von den Vorstellungen, Erwartungen des Auflegers abweiche - mache ich einen FEHLER.

Das Kind, dass etwas tut...  nun... es tut, was es tut.
Wo tritt der Fehler im Verhalten ein?
Für das Kind gar nicht. Woher auch?

Nun ganz einfach! ...und da steckt definitiv "der Teufel" drin!
Wenn es von den Vorstellungen z.B. der Eltern, des Umfeldes, eben des jeweiligen Vorgebenden abweicht!
Benennen wir auch hier eins der meist gebrauchten Vorgaben, Grundlagen, Verpflichtungen der Kindes:
"Sei brav!"   "Du musst brav sein!"    "Du hast folgsam zu sein!"
Und als "Krönung":
"Solange du deine Füße unter unseren Tisch stellst...!"

Was also passiert, wenn das Kind diesen Grundlagen, Anforderungen nicht entspricht?
Das Kind erhält eine Zurechtweisung (zur Art und Weise lasse ich hier mal im Raum stehen. Nur soviel auch dazu: Hier eines der maßgeblichen "Beispiele", an der Kinder zum Beispiel "Liebesentzug" zuhauf erfahren!!!)
Dem Kind wird also nicht beigebracht, dass der Fehler nicht aus dem Tun an sich, sondern eigentlich in der Verletzung der Vorstellungen anderer liegt.

Hier liegt auch der meiner Meinung nach größte Fehler in dieser Situation begraben:
Das Kind weis doch bitte nicht, was "Brav" ist! Was "Folgsam" ist!
Und selbst oft klägliche Erklärungsversuche ... oder schon gescheiterte Versuche von zuvor - samt eventueller Sanktionen - erklären dem Kind nicht verständlich, was und warum ausgerechnet das Kritisierte in dem Fall nicht brav, folgsam ist! Grundsätzlich kennt das Kind diese Begriffe nicht.

DAS KIND IST!

Fertig. Aus. Ende der Fahnenstange!

Das was wirklich passiert:  Ja ... es wird dem Kind mit der Zeit - eben mit erwähnter breiter Sanktionsliste - konditioniert, angepasst, hingedrillt! Gesellschaftsfähig gemacht!

Und daraus erwächst die Gesellschaft von heute... und morgen... und übermorgen!
Gratuliere!

Das Kind erfährt nur Fehler. Dass man dies oder jenes nicht mache, oder doch mache... Eine wirkliche Erklärung hierzu fehlt zumeist.
Prägung durch Umfeld, Gesellschaft, Regeln.
Keine Selbsterfahrung. Keine Ausprägung oder "Zulassung" dessen, was eigentlich für das Kind in dem Moment gut, passend, richtig scheint!
Anpassungsgrogramm Erziehung.
Und vor der Schule spricht so manch "geschultes Organ" noch großkotzig, man möge dem Kind doch noch Zeit zum "Kind-Sein" lassen...

Da lacht doch die Kuh im Stall!!! Was für ein riesengroßer...



Sollen wir in diesem Zuge dann noch auf die Fortsetzung.... sozusagen auf "Teil 2" des Anpassungsprogrammes hinblicken?
Welcher sich da auch nennt "Schule"?

Meiner Meinung nach wird dort dieses FEHLER-System eigentlich nur perfektioniert. Abgewälzt auf sogenannte schulische Bildung.


Gut.
Also starten wir gleich durch ins tägliche zwischenmenschliche Dasein. Mitunter eingeschlossen der Arbeitsbereich.
Jeder für sich setzt voraus.
JEEEEEEDER !
Ohne Ausnahme.

Grundsätzlich nun... ja man kann vieles hinterfragen.
Aber das erfordert Eigenverantwortung.
Sieht man das gerne?
Nein! Definitiv nicht!
Denn wer hinterfragt, stellt möglicherweise in Frage. Schon gar sich selbst?  Paaaahhh!
Stellt sogenannte vermeintliche Autorität in Frage. Stellt Macht in Frage.
Und überschreitet in gewissem Maße seine eigene Verantwortung, stellt die des Gegenübers in Frage.

Mein Augenmerk liegt jedoch vielmehr auf dem Punkt, dass ein Anderer nun meine Vorraussetzung zum Beispiel unmöglich kennen kann!
Oder erklärt zum Beispiel der Mann seiner geliebten Frau am Morgen beim Frühstückstisch erst mal so ne geschlagene Stunde, wie er denn sein Brötchen gerne hätte... mit allen Eventualitäten, Möglichkeiten und sonstigem Pipapo...?  Tut er das?
Wohl kaum... sonst ginge der jeden Tag vor lauter Erklären heiser aus dem Haus!

In Firmen macht man es sich "leichter": man gibt Firmenrichtlinien heraus. Und an diese ist sich zu halten! Ende. Übertretungen werden geahndet. Drohung mit Sanktion. Machtkonstrukt.
Tolle Wurst!

Wer von Euch kennt nun den alten Spruch: "Viele Wege führen nach Rom!" ... ?

Jaaaaaaa?

Nehm ich jetzt "meine" Firma in der ich beschäftigt bin. In unserem Standort arbeiten doch einige Menschen.
Nähme ich nun alle zusammen, befehle ihnen... "Rom. Jetzt! Loooos!"
Ich denke, dass wohl kaum wirklich ausnahmslos alle den gleichen Weg benutzen würden!


Jeder hat seine Beurteilungen, Auffassungen, seine Parameter, seine Umsetzung des jeweiligen Weges dahin!

Egal also, worum es sich im Leben handelt...
...hier darf schon einmal vorab die "erste Hürde" gestrichen werden. Denn ich kann nicht voraus setzen, dass jeder Andere die gleichen Vorstellungen, Umsetzungen hat wie ich!

Na ... und Entschuldigung... wenn nun ein Anderer meine Vorstellungen nicht bis ins letzte Detail kennt...
... dann kann ich denjenigen doch nicht zur Schnecke machen,... nur weil er seine Art der Umsetzung durchführt!

Dann die nächste "Hürde":
Jeder setzt oftmals gewisse Kenntnisse beim Anderen voraus.
Nur inwieweit stellte dies zum Beispiel eine Überschreitung meiner eigenen Verantwortung dar, wenn ich einfach annähme, mein Gegenüber hat die Kenntnisse?
Und wenn er sie nicht hat, gibts eins auf die Mütz´....!? Die hat er ja zu haben!

Wollen wir auch das Beziehungsthema nochmal ins Boot holen...?
Oh jaaaaaa!
Zuviel "Munition" hieraus schießen sich Menschen oft täglich an den Kopf! Und ganze Dramen zeichnen sich ab ohne Ende.
Leider nun teils wirkliche Dramen... denke ich ganz aktuell an die Berichte aus diversen Medien in letzter Zeit...

Aus kleinsten Dingen heraus...
... ob von der Art der zu erledigenden Hausarbeit heraus... bis hin zum Leben der Beziehung selbst.
Und MEGAFEHLER... ja sprichwörtlicher "Supergau" ist dann der FEHLER des Fremdgehens!

Seien wir ehrlich!
Und ich mein jetzt mal wirklich ehrlich.... nicht nur dieses dämlich-freundliche Getue hinter eigenen Masken...
Wer hat einen Partner / eine Partnerin?
Wer glaubt seinen Partner / seine Partnerin denn schon ach soooo gut zu kennen? Gar in- und auswendig...?

....sage ich!!!                  


Nichts ist mit Kennen!

"Glauben heißt nichts wissen!" lautete da einst ein Spruch!
"Glauben" kann ich an Gott und die Welt... 

Mit einem der größten Irrtümer der Menschheit sei hiermit nun aufgeräumt:
Man kennt einen anderen Menschen niemals vollständig! Das ist nur eine Anwandlung beginnenden Größenwahns oder einer definitiven Selbstüberschätzung!
Sondern ich "kenne" einen Menschen einzig bis dorthin, wo einem der Andere sozusagen ermöglicht hat, Einblick zu nehmen. Aus einem täglichen Leben, aus "Anlassfällen".
Grade mal bis hin zur Stirn. Aber nicht weiter!
Und selbst dieses "Kennen" ist wiederum nur eine Essenz dessen, was die a) die bescheidenen 5 Sinne des Menschen überhaupt einmal wahrnehmen...    und b) was der sogenannte Verstand und das Ego dann nach einer "Bearbeitung" noch davon übrig gelassen haben!
Nachdem der Mensch zurzeit grade mal an die 10-20% seines gesamten Potentials nutzt... bleibt da viel im Verborgenen.
Den Anderen also komplett kennen.... oh ja. Träumen wir schön weiter!

So.
Und dann nehmen wir noch eben den Faden auf in diesem Zusammenhang:
Worin liegt der FEHLER beim Fremdgehen?

Weil der Partner / die Partnerin das nicht zu tun hat...???

SAGT WER...???

Na ich. Weil das ist MEIN Partner / MEINE Partnerin! Und die hat sowas nicht zu tun!

IST DAS SO...?   Und nicht vielmehr EGO und Besitzanspruch pur...?

Und voilla:  hier haben wir also auch schon die Voraussetzung, die Erwartung, den Umstand, die Grundlage.
Jene, die vom Anderen dann nicht erfüllt wird!
Meine Anforderung!
Kuhhandel!

Da wurden vom Menschen Gesetze geschaffen, in einer Angst, dass diese Gesetze vermeintliche Sicherheit böten!
Um ein Leben zusammen zu verbringen beschloss man Verträge. Und bei Vertragsbruch (!) drohen Sanktionen!
Und was sind FEHLER dann ... außer Vertragsbruch?
Und alles im Namen einer Liebe und Eigenverantwortung!?
Schon klar!
Erklär man DAS bitte einem anderen Idioten!

Es hat einzig darin ausgeartet, dass sich der Mensch - wie in vielen anderen Bereichen der Gesetz-
gebung und Regelung - aus seiner Verant-wortung zurückgezogen und alles einem omnipotenten Gesetz übertragen hat! Bloß nicht selbst anstrengen!
Der Kuhhandel par excellance war geschaffen... ja ihm geradezu Tür und Tor geöffnet!
Und wenn dann also ein Partner Fehler macht... also gesetzlich untermauerte Grundlagen, Vorgaben fehlt... verletzt... dann gibt´s für den Jenigen tierisch Senge!
Und gewisse Institutionen leben davon noch prächtig!
Also da ist ja Kuhhandel noch ein viel zu schönes Wort für diesen puren Ego-Trip und diese Idiotie einer Menschheit. Für dieses unmenschliche Prozedere namens "Beziehung". Alleine dieses Wort gehörte dahingehend schon verboten!
Wer Papier und Gesetz braucht, um Liebe und Leben teilen und leben zu können... oh welch armer Thor....!

Womit sich neuerlich ein Kreis schließt... und wir wieder bei der Eigenverantwortung angelangt wären!

Eigenverantwortung?

Selbstverständlich!!!

Denn... wer gibt mir bitte das Recht, meinem Partner / meiner Partnerin vorzuschreiben, was er / sie zu tun oder zu lassen hätte...???
Ich?  Worauf hin?
Am Ende ein von Menschen geschaffenes Gesetz um zu gängeln und knechten, um Macht zu begründen? Aufgrund ein paar Tintenstrichen auf einem Papier???
Ein Gesetz, ein Zwang, eine Drohung... die mir bitte WAS vermitteln soll, verschaffen soll?
Vieles.... aber nicht das Leben selbst!

Lebe ich mit meinem Partner / meiner Partnerin im Sinne einer umfassenden Liebe? Lebe ich mit ihm / ihr, um das Leben in gegenseitigem Respekt und Eigenverantwortung zu leben und feiern...
...oder des Kuhhandels wegen...???
Um Besitz und Anspruch, Mängel abzugelten und auszugleichen...?


Runden wir aber nun doch die Sache ab!
Weg von dieser regelrechten Anklage namens "Fehler"...!

FÜHLEN wir doch bitte jetzt einmal einen Moment in folgende Gedanken hinein:

"Nur weil es für mich nach meiner Ansicht ein Fehler, begangen durch einen Anderen ist... 
...muss es auch tatsächlich ein Fehler für den Anderen sein...?"

Oder die umgekehrte Position:

"Nur weil mein Gegenüber mein Handeln als einen Fehler nach SEINER Ansicht darstellt...
...ist es für mich deshalb auch ein Fehler?  Oder war es genau so für mich absolut gut und richtig?"

Könnte auch dem Gedanken viel Wahrheit innewohnen, dass ein sogenannter "Fehler" auch nur das "Nicht Passend" für den Moment sein kann?
Denn aus ein und der gleichen Sache, Handlung... wie oft war es schon, dass es für den Moment nicht passte, einen Fehler abbildete...
... im nächsten Moment, vielleicht mit anderem Menschen aber durchaus passend war. Kein Fehler war?

Erkennen wir hier den maßgeblichen Unterschied... zwischen dem was ICH annehme, voraussetze... und dem was IST...?
Das Leben seine eigenen Regeln spielt...und auch mittels dieser sogenannten FEHLER dem ausführenden als auch dem Erwartenden deutlich Hinweis gibt, dass es so grade eben nicht richtig war? So nicht sein sollte...?

Erkennen wir in dieser Unbewusstheit dieses Regel-Denkens? Dieses Bewertungsdenkens der Menschen?
Kein "Fehler" - super! Friede, Freude, Eierkuchen!
Aber wehe dem, der einen "Fehler" macht - schluss mit Lustig! Ende der Fahnenstange! Und erst Recht mit Liebe!


Also weiterhin noch einfach voraussetzen, annehmen... projezieren auf Andere...?

Was sagt unser Herz dazu?

Hatten wir ähnliche Fragestellung nicht auch schon mal beim Thema "Vertrauen"...?


Wie kann ich also hier einen Weg mit und durch die Eigenverantwortung finden...?

Hört sich einfach an... jedoch für Manchen schwierig umzusetzen...

Nicht erwarten. Voraussetzen!

Der Andere ist nicht ich!!!
Ich kann doch gewisse Dinge im Leben nicht einmal für mich selbst einfach voraussetzen! Da wär ich ja Hellseher, Gott! Und welche Hochmut und Anmaßung wäre dies!?
Selbst wenn ich ein schier ganzen Leben mit jemandem verbringe: IST ER NICHT ICH!
Selbst nicht, wenn ich ihm durch meine "Auflagen, Vorstellungen, Grundlagen" schon beinahe alles Selbstvertrauen genommen, ihm/ihr schon so gut wie alle "Luft zum Atmen genommen" habe!
Der Andere ist ein Individuum mit Herz und Seele. Und er ist er / sie ist sie!

Wie fändet Ihr also zum Beispiel den Gedanken - um aus diesen jahrelang eingebläuten Mustern auszusteigen...
...wenn jemand nun in unseren Gedanken einen FEHLER gemacht hat...

...nicht gleich loszupoltern, verantwortlich zu machen, Drama zu erschaffen...?

Sondern zu allererst einmal aus unserer Eigenverantwortung heraus für uns zu überprüfen....:
"Was habe ich nun grade an Grundlage, Vorraussetzung vorgegeben? Was waren hier nun MEINE Vorstellungen?"

UND:

"Habe ich meinen Gegenüber überhaupt die Möglichkeit gegeben, sich - wenn schon - mit diesen Vorgaben, Grundlagen vertraut zu machen?"
"Habe ich (meine Verantwortung wahrnehmend) bei meinem Gegenüber wirklich den nötigen Wissensstand abgefragt bzw. allenfalls umfangreich die Möglichkeit geschaffen, das erforderliche Wissen zu erwerben...?"

UND:
"Habe ich überhaupt das "Recht", meinem Gegenüber solche Grundlagen, Vorgaben zu machen???"

Freilich darf man hier Privatbereich und Firmenbereich ein klein bisschen differieren. Aber wirklich nur ein klein bisschen! Denn grundlegend läuft es auf´s Gleiche raus!


Und wer so mal ab und und eine Minute Zeit hat...
...darf sich durchaus auch selbst fragen:
"Wie oft bin ich denn in dieser beschriebenen Lage des Gegenüber? Wie oft denn werde ich mit Vorgaben, Grundlagen konfrontiert? Wie oft mache ich mich (auch hier aus Eigenverantwortung) mit diesen Grundlagen, Vorgaben vertraut... oder auch nicht?"


Für mich also tut sich sehr klar und mächtig hervor, dass dieses "Fehler-Denken", diese Wertegesellschaft in jener Form eine sehr Trennende und Be- und Verurteilende ist!
Wir wuchsen damit auf!

Ach wie schallert mir da just wieder so ein alter Spruch durch´s Gehirngebälk:
"Soll doch jeder erst einmal vor der eigenen Türe kehren..."


Somit also schließt sich auch hier wieder ein kleiner, aber massiver Kreis, der damit zum Ausdruck bringt:


WIR DÜRFEN JEDERZEIT ÄNDERN !
ES LIEGT EINZIG AN UNS !

Wir alle also sind in der Lage diesen "Drachen" namens "FEHLER" zu zähmen!

Und ganz ehrlich mal:
Sagte nicht auch ein weiser Mann namens Jesus angeblich mal:
"Der, der ohne Schuld sei, werfe den ersten Stein...!"...?


Sind wir nicht alle letztlich hier, um zu lernen? Um auch Fehler zu machen? Um auch aus Fehlern zu lernen?
Haben wir in Wirklichkeit nicht erst aus den Fehlern so wirklich, nachhaltig gelernt?

Jeder darf seine "Fehler" machen. Er darf auch seine Verantwortung dafür tragen. Jeder von uns!

Wenn wir selbst "Fehler" begehen, obliegt es uns, ob wir ein Drama draus machen, uns dafür verurteilen, ...oder frohen Mutes und erhaben uns selbst vergeben, unser Packerl tragen...

Wenn ein Anderer Fehler macht... obliegt es ebenso uns, aus einer Eigenverantwortung heraus eben kein Drama draus zu machen..., nicht zu verurteilen..., nicht aus unserer Verantwortung und Rolle zu fallen...!
Aus einer Liebe und Weisheit obläge es uns eher, dem Anderen eine stützende Hand zu bieten. Ob er sich nun annimmt oder nicht ... wiederum seine Verantwortung.

Kein Mensch kann zugleich alles wissen, alles sein.
Wir sind fehlbare MENSCHEN.
Na und?

Wir wurden so geboren!
Also dürfen wir dies doch so annehmen!
Und leben!

In Liebe, Weisheit, Respekt, Eigenverantwortung und Milde...
...fügen wir einzig überall dieses letzt "fehlende Teilchen" ein...

Euer Prinzerl
Bildquelle: allesamt Pixabay