Dienstag, 16. Juni 2015

Wege... Zurück nach Hause...


Einen schönen Abend liebe Leute!

Heute möchte ich einmal einen etwas chilligen Tagesausklang schaffen...

Dieser Song begleitet mich nun schon einige Tage...
...Back Home...  oder wie ich übersetze: "Zurück nach Hause"...

Hier erstmal der Songtext auf Deutsch:

"Die See hat also aufgehört, mich mitzunehmen.
Vielleicht habe ich nun den Sündenfall zu Fall gebracht ?
Ich sage mir, ich will nicht auf Abwege geraten.
Ich bin sicher, es wird schwierig werden.
Deshalb schaue ich über das offene Meer.
Zu einem Punkt, weit außer Sichtweite.
Über mich bricht der Regen herein.
Und ich bin gegangen.
Aber dann, eines Nachts...

Ich schaue nach Wegen. Über's Wasser.
Ich schaue nach Wegen. Die ich gehen kann.
Ich schaue nach Wegen. Über's Wasser.
Ich schaue nach Wegen. Nach Haus'.
Ich habe keine Furcht vor meinem Abtreten.
Und all' diese Dinge, die ich hinterlasse.
Den Meisten von ihnen ist kein Überdauern bestimmt.
Keines von ihnen ist gar vor mir.

Zu müde, um die Zeitleiste zu beschriften.
Zu viel habe ich fort gegeben.
Nicht ein einziger Cent ist übrig geblieben.
Deshalb rufe ich bessere Zeiten herbei.
Ich schaue nach Wegen. Über's Wasser.
Ich schaue nach Wegen. Die ich gehen kann.
Ich schaue nach Wegen. Über's Wasser.
Ich schaue nach Wegen. Nach Haus'."

Um nun meinen eigenen Gedanken zu diesem  Song ein wenig freien Lauf zu lassen...

Diese See, die wohl aufgehört hat, mich mitzunehmen, sehe ich als die große See der Unbewusstheit. Viele Jahre bin ich ziellos darin herum gedümpelt.
Den Sündenfall zu Fall gebracht...  Oh ja. Viele meiner spärlichen Erinnerungen ruhten darin, dass Eigenständigkeit, Individualität, Besonderheit eine Abartigkeit, eine Sünde sei, die der Allgemeinheit widerspräche.
Oft hat diese See ziemlich rauhe Wellen angeschlagen, manches Mal drohte ich vielleicht beinahe zu ertrinken.
Eines Tages kam bildlich gesehen in der Tat großer Regen über mich. Denn alles, was so hoch gehangen war an Leben, kam herunter. Stürzte in sich zusammen.

Nicht im Außen. Aber innerlich stellte es das Leben erst auf den Kopf...
...und dann wieder zurück auf die Füße.

Nunmehr - die Bewusstheit ... sie hat es nicht einfacher gemacht, wenn ich nach alten Mustern denke.
Und doch...
...auch ich schaue nach Wegen...
...meinen Wegen über´s Wasser.
Dies aber mit Neugier, mit Freude.

Dinge, die wir alle dereinst hinterlassen, sind in der Tat zumeist nicht für die Ewigkeit bestimmt. Dinge im Außen waren auch nie dazu vorgesehen. Sie waren nicht von uns selbst - nur geborgt.

Die Dinge im Inneren... diese werden es sein, die überdauern! Dinge, die uns zu dem machen, wer wir sind. 

Einzig rufe ich keine besseren Zeiten herbei. Ich rufe nun meine Zeit herbei!

Meine Zeit der Wege nach Haus, von wo wir dereinst kamen... und einmal wieder zurück kehren!

Habt noch einen schönen Abend!
Und Eure Zeit, Eure Wege!
Eure ganz alleine!


Euer Prinzerl