Samstag, 8. August 2015

TOP-Thema: Midlife-Crises ... Klischee oder Chance?


Einen wunderschönen Samstag Abend liebe Freunde!

Auch wenn ich kürzlich mal über die Verblödung im TV gewettert habe...
...ich hab die Kiste ab und an mal laufen, um daraus Inspiration zu Themen zu erhalten.
Ja - sieh einer an!
Nicht, dass ich da oft bewusst reinhöre... sondern - so wie kürzlich - fällt mir dann ein Thema geradezu entgegen.

Ein in der Gesellschaft gerne diskutiertes, betratschtes und verrissenes Thema:



MIDLIFE CRISIS


Zur kleinen "Einstimmung" aber erstmal den passenden Song dazu.... sozusagen zur Darlegung der bisherigen Meinung dazu:
(Da der Text teils ja ein bisschen schwer zu verstehen ist durch den leichten Wiener Jargon, im Anschluss der Text dazu...)


Die Männer in den besten Jahren, die die dicken Autos fahren, steh'n auf der Karriereleiter, kommen nicht mehr weiter. "

Wahres Glück ist Kindersegen", sagt die angetraute Frau.

Doch in der Nacht auf schrägen Wegen, was er's nimma so genau.

Wenn das kein Beweis ist, für die Midlife Crisis.

Wenn man schwitzt in die Händ' auch, wenn's goa ned so heiß is.

Wenn das kein Beweis ist, für die Midlife Crisis.

Ich hob's goa ned bemerkt, aba danke, jetzt weiß i's.



Auf einmal pumpt's in seinen Adern, es zucken die Synapsen, sieht er schlanke Damenbeine, nach Möglichkeit in Strapsen.

Badet in Armani-Düften, legt die Hand um fremde Hüften.

Warum sollen Ehesklaven nicht amol wo anders schlafen?
Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Wenn wer rechts überholt und der Fahrer ein Greis ist.
Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Ich hob's goa ned bemerkt, aber danke, jetzt weiß i's.

Bevor sie in der Hos'n lahmen, geh'n sie ins Haus der losen Damen.
Bei Kerzenlicht und bei Champagner, stellt sie dann fest: "
Hurra, ich kann ja.
Ich kann ja.
Tralalalalalala" Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Die Wölfe in den grauen Fellen brauchen Fleisch mit frischen Zellen.
Lauern schon an allen Ecken in Cafés und Diskotheken.
Baggert er bei einem Model, grod so olt wie seine Daughter.
Tanzt er sich zu einem Trottel bei "
Smoke on the water" 

Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Wenn wer rechts überholt und der Fahrer ein Greis ist.
Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Ich hob's goa ned bemerkt, aba danke jetzt weiß i's.
Wenn das kein Beweis ist, für die Midlife Crisis. (mehrmals) Wenn das kein Beweis ist für die Midlife Crisis.
Am Tag ein Karari, in der Nacht Nosferari.
Wenn das kein BEweis ist für die Midlife Crisis.
Ich hob's goa ned bemerkt, aber danke, jetzt weiß i's.


(Quelle: www.songtexte.com)
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Sooo...
...dann mal Ärmel hoch... und rein ins Thema!

Damit wir den Kern der bisherigen Definition also zuvor noch gänzlich "freilegen", hierzu die bisherige Definition:

Mit dem Begriff Midlife-Crisis (engl. für „Mittlebenskrise“) meint man einen psychischen Zustand der Unsicherheit im Lebensabschnitt von etwa 40/45 bis Anfang 50 Jahren. Im Unterschied zu seelischen Erkrankungen (siehe psychische Störung) im engeren Sinne besteht keine eindeutige Abgrenzung einerseits zum natürlichen, gesunden Seelenleben und andererseits zu spezifischen psychischen Störungen des Erwachsenenalters.
Der Begriff „Midlife-Crisis“ wurde erstmals 1974 von der amerikanischen Autorin Gail Sheehy in ihrem Buch „In der Mitte des Lebens“ geschaffen. In der alltäglichen Verwendung des Begriffs werden oft Klischees mit eingebracht, was einer scharfen Begriffsbestimmung bis heute im Wege steht (siehe auch Ursula Lehr, 1977, „Psychologie des Alterns“).
Da der Begriff nicht als psychische Krankheit definiert ist, ist die Bezeichnung "Symptome" im eigentlichen Sinne hier nicht angemessen. Als Anzeichen der Midlife-Crisis werden sehr unterschiedliche Beschwerden benannt. Meist berichten die Betroffenen von Stimmungsschwankungen, Grübeleien, innerer Unsicherheit, Unzufriedenheit mit dem bisher Erreichten (beruflich, partnerschaftlich, familiär). Die Gefahr von Überschneidungen der Anzeichen einer Midlife-Crisis mit den Symptomen einer psychischen Erkrankung im eigentlichen Sinne ist dabei groß (s. u.). Sofern sich aus den Belastungen keine psychische Erkrankung entwickelt, gehen die meisten Menschen aus diesem Lebensabschnitt mit dem Gefühl gestärkter innerer Reife und bewussterer Lebenshaltung heraus.
(Quelle: Wikipedia)


Ich möchte hier nun einige markante Bereich aus der Definition herauspicken...
  • Mittellebenskrise
  • psychischen Zustand der Unsicherheit
  • Lebensabschnitt von etwa 40/45
  • keine eindeutige Abgrenzung zum natürlichen, gesunden Seelenleben
  • geschaffen (benannt) erstmals 1974
  • oft Klischees mit eingebracht
  • innerer Unsicherheit, Unzufriedenheit mit dem bisher Erreichten (beruflich, partnerschaftlich, familiär)
  • gestärkte innere Reife und bewusstere Lebenshaltung


Also...
...wie begegneten wir denn bisher diesem Thema "Midlife Crisis"?
Wie erfuhren wir davon? Wie und was nahmen wir davon in unsere "Speicherung" bzw. Konditionierung auf, trugen sie weiter...?

Ist dieses "Midlife Crisis - Mittellebenskrise" jetzt nur genau jenes Klischee, dass Männer beginnen auszuticken? Familien zu verlassen, zu anderen Frauen zu gehen, Sportwagen/Motorrad zu fahren, vermeintlichen Spinnereien von Freiheit zu folgen ...
...und noch all dieses andere sinnlose, negative Getratsche, welches man dieser vermeintlichen Krise beimisst...???

Womöglich ist dieses Getratsche und Gewälze von Negativität einzig ein Ausfluss unbewusster und
unverantwortlicher Geister, die eben genau aus dieser Unbewusstheit und Unverantwortlichkeit ihre eigenen Mängel bloßlegen. Dies nur nicht so erkennen, sondern auf die anderen...  die "Midlife-Krisler" projezieren...!?

Menschlich verursachte Reibung, Widerstand?
Oder...
...ist diese "Krise" einzig jener Zeitraum, in dem die "Betroffenen" aus ihrer eigenen Unbewusstheit und Unverantwortlichkeit erwachen? Sich selbst auf die Spur kommen, sich selbst (wieder)erkennen... Entscheidung treffen, sie selbst zu sein...?


Für jene, die meine Beiträge betreffend Bewusstheit, betreffend erfolgter Anpassung in der Kindheit, Speicherung und Wiedergabe, usw. noch nicht gelesen haben... (gerne nachzulesen im Archiv meiner Blogseite)...
...kurz umrissen:

Wir werden definitiv und intensiv geprägt von unserem Umfeld.
Auch wenn man noch so glaubt, selbst ein kleines Baby ist ja noch so klein, bekommt ja nichts mit... und dergleichen....
ALLES wird bespeichert! ALLES.
Noch nicht verstehend, bedeutet nicht, dass nichts gespeichert würde!

Kind bezieht in erster Linie auf sich selbst.
Mangels "brauchbarer" Erklärung zu all den Dingen sind somit Unmengen an unwahren Gedanken "vorprogrammiert". Wir kopieren aktiv oder passiv vom Umfeld. Einem Umfeld, dass es auch nie besser gelernt hatte.
Irgendwann starten wir dann angepasst hinaus ins eigene Leben, vermeintlich die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben...
Unbewusst, unverantwortlich...
Dabei sind wir nur Kopie dessen, was man uns vorgelebt hat. Wie also sollten wir hier je auch etwas Anderes dann leben...?!

Was in diesem "Krisen-Kontext" mir persönlich auch immer höchst merkwürdig scheint: Aus welchem Grund wird diese "Midlife-Crisis" zumeist immer nur dem männlichen Geschlecht zugeordnet?
Haben denn Frauen keine "Krise der Erkenntnis"?
Also bisherige Erfahrungen "beweisen" mir absolut das Gegenteil!

Ich behaupte also: in all den Jahren der sogenannten menschlichen Entwicklung, der Unbewusstheit, Unverantwortlichkeit, Trennung, Be- und Verurteilung von allem und jedem...
...hat sich definitiv auch in diesem Fall eine Verurteilung von etwas manifestiert, die teils erheblich negative Energie verbreitet.
Und in Folge dessen unweigerlich nur weiteres Negatives anziehen kann!
Und dies ist jetzt nur ein höchst winziger Teil von alledem, was insgesamt durchs tägliche Leben immer und immer wieder gekäut wird...!

So.
Ein Beispiel aus meiner Kindheit:
Mein Opa - Gott hab in seelig - wurde Witwer. Er bewohnte eine Eigentumswohnung und hatte ein kleines Feriendomizil direkt an der Donau. War Berufsmusiker in einem bekannten Orchester.
Er lernte wieder eine Frau kennen, verkaufte seine Wohnung und benanntes Ferienhäuschen..., kaufte sich einen Sportwagen... und zog schließlich zu seiner neuen Lebensgefährtin.

Wenn einer jetzt meinen wollte.... "na und?".... ich würde ihm absolut beipflichten!

Aber so nicht "bei uns"!  Ich war noch Kind!
Doch was musste ich da mitanhören, was über diesen Opa dann getratscht, gelästert, geschimpft, beschuldigt und noch so einiges mehr wurde...!?  Natürlich wurde in diesem Zusammenhang auch der Begriff "Midlife-Crisis" eingebracht! Es gab dann Schriftverkehr mit der "neuen Frau", was denn nicht alles Wahnsinn, Frechheit wäre und worauf man bei Opa einzuwirken gedenke...
Es reichte dann soweit, dass der gute Opa aufgrund diesen Verhaltens "seiner Familie" den Rücken zukehrte!
Ich als Kind konnte dieses ekelhafte Verhalten meiner Familie nicht verstehen. Ich glaube mich viel eher noch daran erinnern zu können, gewisse kindliche Faszination für Sportwagen und Zustimmung empfunden zu haben!
Da dieser Opa nicht der Einzige war, der solchen Verurteilungen und beabsichtigten Bevormundungen unterzogen wurde...
...sondern es da auch noch einen Onkel gab, der nach dem Tod seiner Frau (Schwester meiner Mutter) ein neues Leben begann...
...oder ob es bishin irgendwelche Leute im bekannten oder teils sogar unbekannten Umfeld waren...

Piepegal!
Was also sollte in diesem Sinne für ein "bleibender Eindruck", welches sogenannte "Wissen" sollte über "Midlife Crisis" dann ins eigene Leben hinaus getragen werden?


Und bekanntlich ist im Großen alles nur der Spiegel dessen, was im Kleinen bereits entstand. Geschaffen wurde von uns allen.

Zu den von mir aufgeworfenen Punkten also....

  • Mittellebenskrise
Aus welchem Grunde denn eigentlich kam nun diese erwähnte Autorin Gail Sheehy in ihrem Buch auf den Begriff "Mittellebens-Krise"?
Weil man davon ausgeht, dass das Alter zwischen 40 und 50 in etwa den zeitlichen Mittelbereich eines Lebens darstelle...?

Nun... in Anbetracht des Anpassungsprogramms namens "Erziehung" und/oder "Ausbildung" wäre es - rein für mich - keinesfalls verwunderlich, wachte man eines Tages in der Tat auf, aus dieser anerlernten Unbewusstheit ... und fände sich in einer Art "Krise" wieder.

Dazu vielleicht die Definition "Krise":
„Krise“ ist ein aus dem Griechischen stammendes Substantiv zum altgriechischen Verb krínein, welches „trennen“ und „(unter-)scheiden“ bedeutet (auf das gleiche Verb geht auch das Substantiv „Kritik“ zurück). Es bezeichnet „(Ent-)Scheidung“, „entscheidende Wendung“ (Duden) und bedeutet eine „schwierige Situation, Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“ (Duden). Dass es sich hierbei um einen Wendepunkt handelt, kann jedoch oft erst konstatiert werden, nachdem die Krise abgewendet oder beendet wurde. Nimmt die Entwicklung einen dauerhaft negativen Verlauf, so spricht man von einer Katastrophe (wörtlich in etwa „Niedergang“).
(Quelle: Wikipedia)

"Trennen" und "unterscheiden" also zum Beispiel. Kritik am Bisherigen. "Ent-Scheidung, Wendung"...
Für mich böte dies nun dem Gedanken erheblichen Raum, dass diese sogenannte "Mittellebenskrise" nun - entgegen sämtlichen bisherigen negativen Anhaftungen - alles andere ist als dies: negativ!

Im Gegenteil! Ich hielte diese Krise für höchst erforderlich, förderlich für Jedermann!
Warum "Mittellebens-Krise". Meist in der Mitte des Lebens...?
Darf sich denn nicht jeder in seiner Mitte finden...?

Damit ich mich befinden kann... darf ich doch zuerst einmal finden...

Ist diese "Krise" unser menschlicher Moment der Wandlung... so ich sie denn wirklich begrüße und lebe?  Und nicht wieder in einen alten Trott verfalle...?

Ist dies - bildlich gesprochen - jener Moment, in der sich die Raupe in ihren Kokkon wickelt um schließlich nach dieser Wandlungs- / Transformationszeit als wunderschöner Schmetterling zurück zu kehren? Jenem Schmetterling, zu dem er immer bestimmt war...?!


  • psychischen Zustand der Unsicherheit
Psychischer Zustand der Unsicherheit also....

Nun.
Neuerlich ... mich würde es nicht verwundern, dass man im Zeitraum des Erwachens zum Teil höchst unsicher sein könnte...!

Ich kann mich nur an mich selbst erinnern, als der Moment kam (über einige Wochen, Monate hinweg), in dem das bisher für mich bestehende Lebenskonstrukt sichtbar wurde und dann begann, in sich zusammen zu stürzen!
Und ganz ehrlich: ich behaupte, es ist noch nicht vorbei!  Gut 45 Jahre vorher lassen sich nicht
einfach mit ein paar Handstrichen wegwischen, als wär´s nie passiert...!
Einmal drüber mit´m Schwamm.... und spiel mir den "Schwamm-Drüber-Blues...!"....

Weiters behauptete ich.... wir kamen als Baby... als fertige Persönlichkeit in dieses Leben. Gut ... einige Dinge galt es zum Überleben noch zu lernen. Aber die Persönlichkeit stand schon!

Die wurde nur eben im Laufe der folgenden Jahre systematisch wieder demontiert!

Und dann klopft das Leben irgendwann mal später leise.... bishin mit enormem Getöse an deine Seelentüre...
...und verkündet dir: "So. Du bist so weit! Jetzt darfst Du erwachen!"

Du findest Dich wieder in Deinem Leben ... hast längst verlernt, wirklich Dir Deiner selbst uneingeschränkt sicher zu sein....
.... und dann kommt womöglich so ein Tratschkopf, und heißt Dich "unsicher"...., in einer "Lebenskrise"....

Verarscht oder verunglimpft, be- und verurteilt Dich noch ob Deiner Unsicherheit...?

Doch auch hier wieder die deutliche Parallele zum damaligen Kind!
Hat man das Kind wirklich ernst genommen und gefördert... oder es vielmehr immer wieder belächelt, ausgelacht...? Auch wenn dies an sich nicht "böse gemeint" war...  aber zutiefst unbewusst weitergegeben wurde...

Schon klar!


  • Lebensabschnitt von etwa 40/45
Tja.... hierzu würd ich nur sagen:
"Gut Ding braucht Weile"

Wie alles im Leben ist es uns offenbar vorgegeben, dass alles zu seiner richtigen Zeit geschieht ... oder auch nicht.
Und bei der Definition "zu seiner richtigen Zeit" wäre das Letzte, an was ich denken würde, der menschliche, ach so sehr eingeschränkte Maßstab!
Wir sind nicht geschaffen, um diese Regel des Lebens, denen es folgt, zu durchblicken. Das ist wahrlich zu hoch. Wir dürfen diese "Regeln" allerdings liebevoll annehmen!

Und so benötigt das Menschlein oftmals genau jene 40-45 Jahre des ständigen "an-die-Wand-Laufens", bis es so weh tut, dass man aufwacht...
...teils schon mit gesundheitlichen "Alarmzeichen" im "Schlepptau"...?


Warum kommt diese "Krise" bei vielen...
Weil es genau so sein soll, dass man erkennen, erwachen darf... und soll
Dass Veränderung eintreten soll!
Leben ist niemals starr. Leben ist Energie. Ist Bewegung, Veränderung!
Und genau bei jenen "Krisen" erkennt man doch einmal, wieviele denn eigentlich seit Anbeginn gegen sich selbst gearbeitet haben, gegen das Leben! Denn hätten sie mit dem Leben, mit sich gearbeitet, na dann wär doch keine Krise! Den "Beweis" liefert prompt das Leben jedes Mal selbst!

Und in diesem Sinne sind auch alle von Menschen eingeführten Begrenzungen, Regeln, Gesetze in gewissem Maße "für die Katz"! Leben lässt sich nicht mit menschlichen Regel und Gesetzen gängeln...!

An diesem Punkt auch eines der bekanntesten Beispiele als "Opfer" der "Midlife-Crisis": Beziehungen, Partnerschaften, Ehen.
Wie oft "zerbrechen" diese an jenem Zeitpunkt?
Wie konnte der Mensch sich anmaßen, Zeitlimite, vertragliche "Knebelungen" im Namen eines Gottes zu erfinden ("bis dass der Tod euch scheide")...?
Dies ist alles einzig menschliche Regelung, verzweifelter Versuch festzuhalten.... aus Angst. Aus Mangel. Und wehe nicht... dann gibts Sanktion!
Denn... wie und was ließe sich jemals im Leben festhalten, was nicht dazu bestimmt ist, festgehalten zu werden...!?!?!?
Beweis?
Ja selbstverständlich! Das Leben neuerlich selbst!
Es wäre viel hilfreicher und liebevoller, jene Zeiten miteinander zu teilen, die das Leben zuteilt, schenkt! Und im Falle einer Veränderung dankbar dafür zu sein, dass man diese Zeit leben, erfahren und hoffentlich genießen und feiern durfte!
Geschenke begegnen uns jeden Tag!


  • keine eindeutige Abgrenzung zum natürlichen, gesunden Seelenleben
Es besteht keine Abgrenzung zum natürlichen, gesunden Seelenleben...?

Jetzt müsste mir erst einer erklären, was ein gesundes, natürliches Seelenleben ist!

Denn so, wie es aus diesem Erklärungskontext heraus zu meinem Herzen dringt, wird hier definitiv eine Trennlinie gezogen. Ich empfinde es so, als würde das "normale" bisherige Leben mit all seiner Unbewusstheit und Unverantwortlichkeit, halt eben das bestehende verwickelte System als das "gesunde, natürliche Seelenleben" verstanden werden wollen!

Und damit erklärte sich dann natürlich auch, aus welchem Grunde man die "Midlife Crisis" als
"Krise" bezeichnete! 

Und......
.. ich für mein Empfinden nun würde hier definitiv in der "Krise" eine gewisse Abgrenzung zum bisherigen sogenannten "natürlichen, gesunden Seelenleben" sehen!

Denn wenn ich erwache und erkenne, und Verantwortung für mich (wieder) zurück übernehme... mein Leben nun wirklich auf mich ausrichte...
... und nicht auf den zwangsangepassten "Hampelmann", den ich bisher in allen nur erdenklichen Lebensbereichen darstellte....
...dann gäbe es hier keine "Abgrenzung"...?

Oha!
Macht´s jetzt etwa "KLICK"...?


  • geschaffen (benannt) erstmals 1974
Dass dieser Begriff erst 1974 geschaffen wurde...?
Nun... ich denke, der Mensch ist um nichts verlegen. Wenn dieser Begriff erst tatsächlich 1974 geschaffen worden sei....
...dann hat man vorher halt eine andere Definition getroffen.
Der Mensch lebt aber nachgewiesen seit ca. 200.000 Jahren. Also wird die sogenannte "Krise" nicht erst 1974 aufgetreten sein.
Vielmehr denke ich, die Autorin hat sich halt 1974 das erste Mal getraut, diesen Begriff öffentlich in einem Buch zu verwenden.


  • oft Klischees mit eingebracht
Ja. Genau das!
Wie es einem "tratscherischen" Verhalten, einer Unbewusstheit eben so anhaftet, wurden dieser sogenannten "Krise" halt eben gewisse Klischees (Abklatsche) mit "ans Bein gebunden".
"Midlife-Crisis" blieb also nicht nur bei einer eher "wissenschaftlichen" Definition, sondern der Begriff erlangte einen gewissen "Modewort-Status". Jargon-Ausdruck für jemanden, der sein Leben erkennt und dann beginnt, sein Ich zu leben. Und den Ausdruck des Neides, der Unfähigkeit und Unbewusstheit dazu derer, die dies an und in sich selbst (noch) nicht erkennen vermögen...


  • innerer Unsicherheit, Unzufriedenheit mit dem bisher Erreichten (beruflich, partnerschaftlich, familiär)
Die innere Unsicherheit hatten wir ja vorhin schon kurz angerissen.
Dem folgt natürlich - aufgrund des (Wieder-)Erkennens des eigenen Ichs - eine mögliche
Unzufriedenheit.

Man erkennt, wo man sich zum "Hanswurst", zum Kasperl auf der großen Bühne des Lebens gemacht, sich verbogen hat, sich verleugnet und selbst belogen hat! Aus Angst, aus Mangel... all jenem, an das man angepasst wurde!

Man wird sich bewusst, wer man ist. Dass dieser bisherige Weg sicher nicht der war, den man für sich weiterhin sehen möchte.
Und es kann ganz unmöglich ausbleiben, dass diese sogenannte "Unzufriedenheit" in alle Lebensbereiche hinein geht!


...und nun zum letzten Punkt...
  • gestärkte innere Reife und bewusstere Lebenshaltung
Vorweg ein Gedankenspiel..., eine gedankliche Ilustration:
Wer von Euch würde in bewusstem, verantwortlichen Sein nun eine unreife , halbgrüne, harte Frucht bevorzugen...?

Oder bei einem Korb voll mit süßen, leckeren, saftigen, reifen Früchten am liebsten IN den Korb fallen... und am Liebsten erst wieder herausklettern, wenn er leer ist...? 
So auch mit der inneren Reife.


Wie wird das Leben leckerer zu genießen? 
Unreif, hart, halbgrün...

...oder süß, lecker, saftig, reif...?

Ist die "Krise" zur Erkenntnis, zum Erwachen..., zum Reifen also Fluch, Strafe, Spinnerei...
...oder Segen und Chance...?

Auch wenn es die (noch) unbewussten Menschen neuerlich als Strafe, als Spinnerei, als Krise im negativen Sinne (Opferolle) sehen...

....ich halte diese Art von "Krise" definitiv als weitere Gelegenheit, Chance... genau dorthin zu einer inneren Reife und bewussteren Lebenshaltung.

Dieses Erwachen birgt das große Geschenk der Bewusstheit, der Verantwortung... und im Falle des Lebens beider ... die Chance zu einer Erfüllung, einer Freiheit.
Und alles umfassend einer wahren Liebe!


Liebe Freunde!
Wenn also der nächste Erwachende "Midlife-Krisler" den Weg kreuzt...
... ich für meinen Teil werde ihn nicht beurteilen, verurteilen...
... für nichts und niemanden!

Denn nicht zuletzt:  ich bin nicht er/sie.  Ich kenne nicht sein / ihr Leben.
Wie also könnte ich mir anmaßen zu urteilen?
Und selbst wenn ich es kenne - was nie sein wird. Ich bin nicht mein Gegenüber!
Selbst dann würde ich nicht.

Wenn er / sie sich einen Sportwagen kauft, oder sonstige Dinge in dieser materiellen Welt... dann ist dies seine / ihre Entscheidung und Verantwortung!
Wenn es noch aus Mangel geschieht, wird auch diese Erkenntnis noch folgen.
Wenn es auch Lust geschieht, dann sei es so!

Wenn er / sie jede Nacht eine/einen Andere(n) durch sein Bett jagt ... dann ist dies seine / ihre Entscheidung und Verantwortung!
Wenn es noch aus Mangel geschieht, wird auch diese Erkenntnis noch folgen.
Wenn es auch Lust geschieht, dann sei es so!

Und all die vielen Dinge dazwischen!


Wie ich heute aus einem sehr aufschlussreichen Beitrag auf bekannter Plattform von der lieben Palma entnehmen konnte:

"Wir leben in einer Welt der Dualität. Es gibt Gut und es gibt Schlecht, es gibt Innen und Außen, es gibt den Tag und es gibt die Nacht, Groß und Klein, Dick und Dünn, usw.
Ohne das Schlechte wüssten wir nicht, was gut ist. Ohne den Tag wüssten wir nicht, was die Nacht ist. Ohne etwas Kleines wüssten wir nicht, wie etwas Großes ist.
Deshalb erfahren wir beides. Denn in Abwesenheit dessen, was wir nicht sind und erfahren haben, wüssten wir nicht, was das andere ist und könnten es nicht schätzen."
(Quelle: FB, Palma Lacanfora)

So sehe und halte ich es auch mit der Bewusstheit.
Im Weiteren mit einer "Midlife-Crisis".
Die "Krise" ermöglicht den Zeitpunkt der Wende.
Des Erkennens der einen Polarität der Unbewusstheit... und darin eingebettet all die bisher geschehenen Dinge.
Und im folgenden das Geschenk, hieraus die andere Seite, Polarität der Bewusstheit zu erfahren. Dadurch, dass wir das Eine erfahren haben, geraten wir erst in die Lage, das Andere zu erkennen und zu leben.


Und jetzt möchte ich zum Abschluss auch noch ein Thema in diesem Zusammenhang einbringen, anstoßen:
Dualseelen, Seelenpartner

Ich gebe offen und ehrlich zu, mich mit diesem "Thema" noch zu wenig befasst zu haben. Aber dies ist nun meine Art und Weise, mich dem Gedanken zu öffnen..., mich heran zu tasten....

Mancher hat vielleicht das Glück, bereits sehr früh seinem Seelengegenüber zu begegnen.
Mancher aber hat vielleicht genau jene "Mittellebenskrise" als Gelegenheit, in der er sich öffnet. Um eine Begegnung zu ermöglichen. Nicht nur unbewusst... 
Denn ich würde meinen: sie ist immer schon da. Hinweg über Zeit und Raum. Unbemerkt.
Doch irgendwann gibt es vielleicht jenen Moment, in dem man ihr bewusst gegenüber treten darf!
In diesem Sinne liebe Freunde...
...habt noch viele bewusste Momente...!

Möglicherweise ist also dieser Moment des Erwachens, der Erkenntnis förderlich?


Sollte Euch mal jemand erst die "Midlife-Crisis" an den Kopf werfen...
...lächelt milde und wissend... und erfreut Euch...!

Und just...
...weil es wieder einmal genau so passieren sollte, darf ich diesen Beitrag abrunden mit wunderschönen neuen Gedanken zum "Mittelleben"..., in Form eines Gedichtes des lieben Markus!
Mit vielem erneuten Dank für die Erlaubnis der Veröffentlichung/Verwendung in meinem Blog!

Erwacht


Lange war ich schützend
im Schatten der Wandlung.
Im tiefen Schlaf der Heilung.

Nutzte die Zeit um meine
alten Verletzungen, jene
die ich mir auf dem Weg
des Erinnern zugezogen 
habe, zu versorgen.

Meine Name war in dieser
Zeit geschwärzt, meine
Konturen unscharf, meine
Energie in mich gekehrt.

Es war Still um mich.

Ich lag in meinem Kokon.
Meine Hülle wurde neu
geformt. 

Alles in mir wurde
mit neuen Essenzen und
Fähigkeiten getränkt.

Es war die Zeit der Dunkelheit.
Des behütet und geschützt
Sein. 


Die bevorstehenden 
Geburt meines alten...
neuen... Selbst.

Der Ruf meiner Ahnen
wird lauter in mir. 

Ich erhebe
mich langsam aus dem
Staub der Vergangenheit.

Ich schaue noch blinzelnd
in das Licht des Erwachens.
Fühle meinen neuen Körper.
Taste mich vorsichtig, Schritt 
für Schritt in den neuen Moment.


Vor Millionen von Lichtjahren 
zogen wir uns zurück, 
zurück zur unserer Quelle.

Wir warteten still in der 
Unendlichkeit, breit um der 
neuen Geburt der Liebe 
behilflich zu sein.

Die Transformation ist auf
eine neue Ebene vorgedrungen.
Sie wächst nun in einer 
unaufhaltsamen Geschwindigkeit.


Ich wische mir den Schlaf aus
den Augen und festige meinen
Stand. Ich atme tief und ruhig
in mich. Lausche dem neuen
Rhythmus meines Herzens.

Ich blicke in den Nachthimmel
hinauf und nehme Kontakt auf..

"Ich bin bereit um 
es zu vollenden"...


Ich habe nie etwas anderes
getan als das was jetzt 
geschehen wird.

Geliebte Seele...

All das beginnt in deinem
Herzen.

Fühle... was jetzt 
erblühen möchte...!!!

Eine neue Offenbarung deiner
SELBST wird das Licht dieser 
Welt nun erblicken...!!!

Nichts wird jemals wieder
so sein, wie es war...!!!

Die Liebe wird neu in
dir geboren...!!!

Hab keine Angst, auch wenn
es schmerzt... ich werde bei
dir sein... ganz nah an meinem
Herzen...!!!

Fürchtet euch nicht...!!!




Euer Prinzerl

(Bildquelle: Pixabay)
Text Gedicht: Heilende Texte, Markus E. (C)
Seitengestaltung, Text: Kreis des Lebens, E. Prinz (C)