Freitag, 16. Oktober 2015

Etwas wollen...: Nur ein Vorhaben des Verstandes... oder Herzensantrieb?


Hallo zusammen liebe Freunde!

Meinen heutigen Blog möchte ich gedanklich in eine Richtung lenken, die einerseits sehr breit gefächert mit dem großen ganzen Geschehen an sich zu tun hat...
...andererseits mit dem sehr einzelnen Geschehen. Noch eher mit dem Ursprung allen Geschehens. Letztlich einem Gedanken...

WILL ICH.... oder ... eben nicht...?!

Inspiriert hat mich in der Tat dazu ein recht einfaches Musikvideo.


Ein Video wiederum, in dem verschiedene Künstler im Zusammenwirken etwas Geniales schaffen!
Einfach nur so?
Aus dem Stegreif?
Gar Zauberei...?

Oder vielmehr aus dem Innen heraus, mit Fokus, Feuer der Begeisterung, Freiheit, Liebe?




Erst mal reinsehen ins Video?


(Quelle: Youtube, Yanni - "The Storm")


Nun...
...selbstverständlich mag der Stil dieser Musikrichtung nicht jedermanns Sache sein. Doch darum geht´s so ganz und gar nicht.

Vielmehr möchte ich den Gedanken mal in jene Richtung lenken...:
Diese dort tätigen Musiker stellen sich ja nun schließlich nicht nur einfach auf die Bühne und fiedeln sich da einen ab.

Ja klar... wird nun auch mancher "Reflex-Gedanke" sein... die üben ja. Bekommen auch bezahlt dafür.

Keine Frage. Tun sie, bekommen sie.

Doch jetzt kommt das große "ABER"...:
Könnten diese Künstler das, wenn da nicht wirkliche Liebe zum Tun und WOLLEN selbst drinnen steckte...???


Worauf will ich hinaus?
Auf die Liebe zum Tun alleine...?

Noch nicht ganz...!


Betrachten wir doch einmal das Jetzt, das Heute...
...das tägliche Geschehen ... oder auch Nicht-Geschehen...

Fangen wir bei uns selbst an:

Stehen wir gerne auf? Oder müssen wir?
Gehen wir gerne in eine Arbeit? Oder müssen wir?
Begegnen wir gerne Menschen - egal in welcher Form oder Beziehung? Oder müssen wir?
Kleiden wir uns nach Lust und Laune? Oder müssen wir eine Vorgabe entsprechen?
Machen wir gerne Sport? Oder müssen wir als Folge oder um noch etwas zu retten?
Essen wir gerne aus Genuß? Oder müssen wir mal eben?
Wollen wir gesund sein? Oder müssen wir funktionieren?
Respektieren wir gerne - uns selbst, den Anderen? Oder müssen wir aufgrund Regel und Gesetz?
                                          Haben wir Spaß? Oder machen wir nur einen auf Kasperl?

Nehmen wir das tägliche Tun mit Freude und als Chance? Oder müssen wir?
Sind wir uns denn BEWUSST, was und weshalb wir etwas tun? Vor allem unter Einbezug der Stimme des Herzens...?

Es gäbe nun hier unzählige Beispiele, die man in´s Gespräch bringen könnte.

Vielleicht eine kleine "Gedankenübung" dazu:
Nehmen wir doch - jetzt gleich - mal ein Blatt Papier und Stift... und schreiben wir jeweils Dinge auf,
die wir gerne tun... und die wir "müssen"...! Mal so richtig unmittelbar... aus dem Bauch heraus - nicht erst lange nachdenken! Impulsiv!
Alles, was nur ein bisschen Unbehagen bereitet - bitte sofort auf die "müssen-Seite" eintragen!
Danach nicht vergleichen... nicht weiter in die niedergeschriebenen Dinge einsteigen! Legen wir das Blatt umgedreht zur Seite.
Wir kommen später nochmal drauf zurück!


Fein.
Zurück zum Alltag.

Wir stellen doch verstärkt immer mehr fest, dass das tägliche Geschehen immer mehr Probleme, Krisen und dergleichen aufwirft.
Im Kleinen - wie im Großen tauchen sogenannte Probleme auf.
Diese gilt es zu lösen!
Und das mitunter rasch...

Wie reagieren wir auf diese Probleme???

Zucken wir schier zusammen und befördern uns - da ja zumeist so "angelernt" im Anpassungsprogramm Erziehung - sofort erst einmal in eine Opferrolle?
Beginnen zu jammern, lamentieren... Verantwortung diesem und jenem zuzuschieben...? Was für ein Scheiß? Was für ein Arschloch, Trottel - soferne die Schuld auf eine Person zu schieben ist...?
Verkrampfen uns sichtlich... bekommen einen imaginären Tunnelblick...?
Suchen dann im Weiteren "verzweifelt" nach einer Lösung...? Einer Lösung, die uns zumeist sicherlich nicht am "Silber-Tablett" serviert wird...?
Beginnen also im bildlichen Vergleich, uns somit schier selbst den Ast abzusägen...?


Oder befinden wir uns in innerer Ruhe, Ausgeglichenheit, Offenheit...
...betrachten das sogenannte "Problem" als Herausforderung, Chance... und beginnen unverzüglich in uns, durch uns, über uns nach Möglichkeiten einer Lösung zu suchen?
Sind wir gewillt, diese Herausforderung zu empfangen?



Der Verstand mit "Spitznamen Ego" wird selbstverständlich ... nach herkömmlich erlerntem Denken sofort einmal die "Schotten dicht machen". 
Gemäß Programmierung auf bisherige "Festplatte Erfahrung" zurück greifen.
Gemäß Programmierung auf zur Not auf "Überlebensprogramm" schalten.

So.
Und jetzt wäre da aber noch das Herz!
Polarität: Verstand/Ego versus Herz
Also einerseits die Polarität, rein aus Rationalität zu handeln. Rein auf basierender Erfahrung. Nichts weiteres empfangen zu wollen.
Andererseits die Polarität, annehmend, liebend nichts anderes, als empfangen zu wollen.

Polarität Verstand/Ego ... absolute Abgrenzung.
Polarität Herz ... Weite. Grenzenlosigkeit.

Wenn also vor allem nur erstere Polarität Priorität hat... na wie soll dann jemals eine Lösung, die womöglich mitunter schon direkt vor der Nase stünde, je wahrgenommen werden können und wollen?
Man sähe den Wald vor lauter Bäumen nicht!

Könnte also jenem Gedanken, der viel Wärme in mein Herz bringt, durchaus viiiieeel mehr Raum gegeben werden, dass - wie in jeder Polarität - erst die Anwendung beider Seiten Energie... und somit Bewegung bringt?
Dass auf einer reinen sogenannten "Bewusstseinsebene" (Verstand/Ego) niemals eine Lösung gefunden werden bzw. eintreten kann?

Dass erst durch das Zusammenwirken beider Pole, durch das Ausspielen der Stärken beider Seiten
dann eine Art Spiel entsteht, die durch Forschen, Spüren/Fühlen, Annehmen, Lieben... ein harmonisches Gleichgewicht erzeugt...
...und somit eine Lösung ja gradezu förmlich anzieht...?


Jetzt mal zurück zu dem Video als Beispiel...
Was glaubt Ihr...: wenn diese Künstler, Musiker einfach auf der Bühne stehen, sich einen leblos, lieblos runter kaspern... einzig für Kohle, Ruhm und Ehre...
...würde das Musikstück letzten Endes GENAU SO klingen?
Würde sich hier alles so derart perfekt ineinander reihen?
Oder hat jeder Künstler die Herausforderung angenommen, mit viel Liebe investiert... sein Herz geöffnet für das Tun... und letztlich hat das Zusammenwirken dann ein derart perfektes Spiel ergeben...? Ließ der Künstler sein Herz annehmen? Ja stand letztlich ein anderes "Ergebnis" nie zur Debatte...?


Kommen wir zurück zu uns selbst!

Nehmen wir nun einmal das Blatt von vorhin zu Hand.... decken die Seite mit dem "gerne Tun" vorläufig ab...
Betrachten wir nun einmal diese Dinge, die da offenbar "müssen"...

Wenn man diese Dinge hier also durchliest...
...dann frage ich:
"Ist das tatsächlich so"?

Du kannst mir als Antwort entweder "Ja" oder "Nein" geben. Keine Geschichten drumherum.

Bei den "Ja´s" frage ich nochmals: "Ist das so? Hast du einen Nachweis, Beweis dafür? Warum machst du sie dann???"
"Ist das, was du da tust, der Weg deines Herzens - oder nur das oder Ergebnis dessen, was jemand dir aufgetragen hat. Selbst wenn dieser "Jemand" du selbst warst...?"

Kommt da jetzt der "edle Ritter" namens Verstand...
...und labert dir mit innerer Stimme eine ganze Liste runter, warum dies und jenes, dies und das nicht...?

Dann gebiete dem Verstand mal für einen Moment die Schnauze zu halten...!

...Und beginne mal in jene Dinge, die du vermeintlich "musst"...
...HINEIN ZU FÜHLEN !!!

Wenn´s nicht gleich so "klappen" will mit dem Fühlen...
...kurzer Gedanke zu einem Ding, einer Sache... dass du gerne magst, tust, lebst.
Was FÜHLST du hierbei?
Und dann wieder retour zum "Müssen". Was kommt hier an Gefühlen, Emotionen hoch?
Schreibe diese am Besten zu den Begriffen am Papier auch gleich dazu!


Das wohl bekannteste Beispiel...:  Arbeit
Gehe ich gerne zur Arbeit.... oder muss ich?

Aus welchem Grund muss ich?
Um Brötchen zu verdienen?

Muss ich Brötchen verdienen?
Nun... es wär sicherlich nicht schlecht, denn von Beeren im Wald, Bankraub oder Plündern von Misteimern lebt sich´s auf die Dauer schwer (bitte nicht als Beleidigung oder Angriff an arme/obdachlose Menschen verstehen!)
ABER - kann man es nicht vielmehr so sehen, dass man arbeiten gehen DARF...!?!?

Muss ich allerdings diesen oder jenen bestimmten Job machen? Jenen, der mir so absolut keinen Spaß macht?
Oder habe ich jederzeit die Gelegenheit, MEINEN Job zu machen, zu leben? Freude an meinem Tun an und in sich zu haben...?

Keiner behauptet, dass einem alles am Silber-Tablett serviert wird! Bitte nicht missverstehen!
Aber kann irgend ein Musiker aus dem Video sich einfach hinstellen und sagen: "So oh Welt, die du nur auf mich gewartet hast.... hier bin ich!".....?
Oder hatte da jeder sein Rüstzeug erst einmal zu erwerben, zu nutzen... um dann ein Ergebnis liefern, seinen "Job" leben zu können? Durfte er vor allem viel Engagement des Herzens mit einbringen...?!

Ich komme in diesem Zusammenhang nun nochmals auf die Polarität zurück... jene des Empfangen wollens... und nicht wollens!
WILL ich... dann werde ich wirken wie ein Magnet. Ich werde dieses WOLLEN ausstrahlen, genau dieses anziehen, reflektiert bekommen!

WILL ich hingegen NICHT... nun... muss ich weiter einen vom Baum erzählen...?

Der einzige ursprünglichste Gedanke: WILL ich... oder eben nicht!
Und dann dieser Wille zu sein!
Will die Sonne sein und strahlen...
...oder IST sie es...!?

Freilich gibt es hier zwischen diesen beiden Polen auch sehr viel Spielraum.
Doch wie ein ehemaliger Lehrer zu mir sagte: "Entweder Ja oder Nein. Halb-schwanger gibt es auch nicht!"
Ich sehe für mich darin...: Je mehr ich einer Seite Aufmerksamkeit und Energie gebe, desto "reiner" , klarer wird das Ergebnis sein, die Lösung. Ja auch ein vermeintlicher "Erfolg".

Und ich behaupte nun, dass sich dieses Herzens-WOLLEN nun von den winzig kleinsten Dingen im Leben ... bis hin zu den Großen erstreckt!
Auch den ganz Großen!

WILL ich etwas... dann hoch mit dem Arsch aus dem Komfortsessel... und TUN!
Nicht warten auf den Osterhasen, Weihnachtsmann...
Ohne mein Zutun, meine Saat...werde ich auch nichts ernten können!
Es IST nun mal so.

Und WILL ich letztlich, dass die Gesellschaft eine Anhebung erfährt, dann darf auch hier ich TUN. Die Gesellschaft ist das übergeordnete Ganze von mir.
Tue, ändere, WILL ich nicht... wird eine Gesellschaft erst recht nicht tun, ändern, WOLLEN...


Viele gehen auf die Strasse, malen süße Plakate, schreien für alles Mögliche! Wirtschaft, keine Benachteiligung, Be- und Verurteilungen, Friede...
Suchen nach Stillung eines Mangels im Außen!
Doch sind diese Menschen bereit, zuerst einmal im Innen "klar Schiff" zu machen???
Was ist mit ihrer inneren "Wirtschaft" sich selbst gegenüber, ihrem Körper, ihrem Leben? Was ist mit den teils täglichen Benachteiligungen sich selbst gegenüber? Wen be-und verurteilen sie wofür - übernehmen sie selbst ihre eigene Verantwortung? Was ist mit ihrem inneren Frieden?
Wessen "Krieg" schon im Inneren wäre das bitte nicht!?!?!? JEDER EINZELNE trägt seinen Teil durch sogenanntes "Tun" oder "Nichttun" bei...  das kommt nicht vom sauren Regen!
Sind diese wirklich bereit, das Spiel der Energien, Polaritäten WOLLEN - NICHT WOLLEN einzugehen, zuzulassen...?

Eine Veränderung beginnt also nicht außen, laut...
...sondern vielmehr innen, leise!


Der Mensch ist ein Geschöpf ständiger Trennung und Be- oder Verurteilung.

Aus welchem Grund nun aber kann der Mensch einerseits sehr wohl gute, schöne Dinge vollbringen, leben, schaffen... ist dafür bereit sein "letztes Hemd" zu geben...
...und bei anderen Dingen kriegt man "den Typen" um´s Verrecken nicht aus seinem Tran, auch nur den kleinen Finger zu heben...?
Ebenso sichtbar werdende Polarität?
Ebenso Chance, zu Erkennen und Initiative zu ergreifen?
WOLLEN ... oder nicht...?


Es ist nur so ein Gefühl... aber seitdem der Mensch sich immer mehr auf Andere verlassen hat (seien es nun Strukturen, Systeme, Autoritäten, Glauben... ja im Kleinen auf die vielen "Helferleins" des täglichen Lebens...)...
...seitdem hat der Mensch zum Teil verlernt, seinen Arsch in die Höhe zu bekommen. Versucht´s erst gar nicht... oder gibt beim ersten Anzeichen eines Widerstandes, Gegenwindes, kälterer Zugluft Richtung Gipfel sofort auf.
Nur wie schallt da auch heute noch ein Satz in meinem Hinterkopf...:  "Versuchen ist nicht TUN! Versuchen ist halt so ein halbherziges ein bisserl Bla Bla, Rumgerödel. Kein TUN!"


Zum Schluss also nehmen wir uns noch einmal unser Blatt Papier zur Hand...
...und sehen hin...
...grade auf jene Dinge, die anstoßen (auch sauer aufstoßen), die Resonanz erzeugen. Die ein "Müssen" spiegeln...

Sehen wir hin mit dem Herzen auf die Dinge, die dieses "Müssen" erschaffen... und forschen wir liebevoll annehmend dem nach...
...denn...
...letztlich werden wir nur auf einen Mangel, einen uralten unwahren Gedanken, eine alte Wunde in uns, ja UNS SELBST stoßen.


Und ich sage nun aus eigener Erfahrung:
Ich habe sehr wohl gemerkt, als zuerst nur mein Verstand suchte, wollte... ja geradezu drum bettelte...
Doch erst also mein Herz WOLLEN durfte...
...dann eröffneten sich mir die Dinge. Und tun es noch.

Es ist nochmal - wie mit Ängsten. Du wirst sie nicht los!
Sie lassen dich los, wenn es soweit ist! Wenn sie angenommen werden wollen.
So auch ist es mit Lösungen. Du findest sie nicht!
Sie finden dich! Wenn sie angenommen werden wollen...

Lassen wir also unsere Herzen WOLLEN...
Seien wir offen, dass Lösungen uns finden...
Nehmen wir Leben an, als das, was es IST...


Und dann geben wir einmal in aller Stille dem folgenden abschließenden Gedanken Raum:
"Was wird möglich sein, wenn alle ihre Herzen WOLLEN lassen...
...was wird bewältigbar sein, wenn alle von Lösungen gefunden werden...
...welche Weite, welcher Friede... und welche allumfassende Liebe kann Fuß fassen, wenn alle das Leben annehmen, als das, was es IST...?!?"


"Wenn Du ein Schiff bauen willst,
dann rufe nicht die Menschen zusammen,
um Holz zu sammeln,Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer!"
(Antoine de Saint Exupéry (1900-1944))


Euer Prinzerl


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Videoquelle: Youtube
Zitatquelle: www.zitate.de