Sonntag, 1. November 2015

Arroganz und Falle am Wege der Erleuchtung - Teil II


Hallo liebe Freunde!

Heute also in Fortsetzung zum Teil 1


ARROGANZ UND FALLEN AM WEGE DER ERLEUCHTUNG

Teil 2




Die letzten beiden Fragen drehten sich ja darum:
WEM helfe ich wirklich?

Tatsächlich dem Anderen?
Oder speziell im Falle des Busniness erst einmal mir selbst?


Denn da gibt es neuerlich zwei weitere, wichtige Dinge:

1) Man "vergisst" mitunter gelegentlich, dass sich die meiste Kommunikation nicht im Außen abspielt! Also ab Begegnung, läuft da in unvorstellbarer Geschwindigkeit.... für das Außen unsichtbar und unhörbar ... eine immense Kommunikation ab! Da ist im Prinzip schon lange das Meiste geklärt, bevor überhaupt noch das "Hallo" zur Begrüßung fiel!

Was also hilft jegliches "erlernte" Konzept in der Begegnung mit dem Anderen, wenn ich in mir selbst nicht BIN...?!?

Jegliches auch noch so kleinste Problemchen, jede noch so kleine Unausgeglichenheit nähme ich - ständig bei und in mir präsent - mit... und vermittle dies unbewusst dem Anderen!
Verlassen nur auf ein Konzept also? Wiederholer sein?

Vooooorsicht! Eine der größten Fallen überhaupt!


2) Und... in diesen ganzen Konstrukten scheint man mitunter erneut in gewisser Weise einen extrem wichtigen Punkt zu vernachlässigen:
DER ANDERE SELBST!
Der Andere... und dessen Willen, dessen Einstellung, dessen Gedanken, wirklich wirklich etwas TUN zu wollen!
Nicht bloß Verantwortung abschieben, ein bisschen berieseln lassen.... sondern Arsch hoch von der Matte ... und TUN!!!
Und TUN ist mitunter unangenehm. Aufwand. Anstrengung.

Was meine ich damit?
Nun - wie schon öfter ausgeführt, liegt die heutige Zeit, Gesellschaft zunehmend mehr und mehr in Schräglage. Krisen häufen sich. Die Menschen haben sich schon sehr tief in der Abgabe ihrer Verantwortung - in einer Ohnmacht - verstrickt.
Dann jammern sie. Suchen, rufen, laufen um Hilfe, Heilung etc. Erneut in einer Abbildung der Verantwortungsabschiebung.
Letztlich der Coach, der Heiler, ... ja selbst immer noch der liebe Gott soll´s dann zur Not richten! Selber wiederum so wenig wie möglich TUN.
Hier haben wir also Grund, Vorraussetzung, Motiv, Anlage für alles mögliche geschäftliche Sein! Damit lässt sich - ganz einfach gesagt - eine Menge Asche verdienen für diejenigen, welche diesen "Zug" in genau diese Richtung zu "nutzen" verstehen! Letztlich aber nur eine Sache im Außen.

Dann geraten eben diese suchenden Menschen an diverse Möglichkeiten... und gehen oft unverrichteter Dinge wieder. Oder verrennen sich in einer gigantischen Täuschung ihrer selbst.
Täuschung?
Ja klar! Nehmen an, das eben in Anspruch genommene wäre nun die Heilung. Passt schon. Fall erledigt - weiter geht´s! Vermutlich genau so oder noch übler als zuvor ... weil: "bin ja geheilt"!
Stellen aber spätestens nach geraumer Zeit fest, dass diese in Anspruch genommenen Dinge nicht wirklich bewegt haben. Weil sie selbst doch nicht TATEN...   (Berieseln...wir erinnern uns?)

Warum?
Nun... ganz einfach!
Weil ihnen der Schlüssel zu ihnen selbst - vom Leben noch nicht offenbart war!

Kennt jemand von Euch folgende Situation: einen Schlüsselbund in der Hand... stehend vor einer verschlossenen Türe. So. Und jetzt wird ein Schlüssel nach dem anderen durchprobiert. Manche passen gar nicht... einer vielleicht ist dabei, den kann man sogar bis ganz ins Schloss hineinstecken - umdrehen / sperrt aber doch nicht...
...dezent demotiviert, vielleicht verärgert geht man dann wieder.

Also ich nenne mich da jetzt mal als praktisches Beispiel selbst!
Wieviele Ansätze habe ich mir gegeben, angesehen, gelesen, gehört, praktiziert...!
Ich dachte mir letztens einfach immer wieder nur, ich sitze im falschen Film!

Gab es Erleuchtung?
Nö. 
Vielleicht ein müdes Grinsen.
Eher Resignation, Ärger, Frust?
Oh Jaaaaa!

Wann traf es mich? Wie traf es mich?
Zuerst bei einem kurzen Post auf einer bekannten Plattform.
Der Schlüssel wurde ins Schloß gesteckt.
Im Folgenden unbemerkt gedreht, aufgesperrt.
Von mir selbst. UNBEWUSST.
Danach...auf einer von mittlerweile hunderten Heimfahrten nach der Arbeit! Beim nebenbei zuhören eines Vortrages...
Ich hatte also plötzlich nicht nur den einen, wahren, richtigen Schlüssel in die Hand bekommen... nein... ich hatte mir die Türe sogar bereits einen Spalt geöffnet! Noch immer unbewusst!

Hier an dieser Stelle freilich räume ich nun ein: Was, hätte es den Vortrag nicht gegeben...?
Zwei Möglichkeiten: entweder ich säße noch immer im Dunkel... oder das Leben hätte mir eine andere Möglichkeit geschickt! Warum gewinnen Vereinzelte im Lotto.... Millionen von Menschen jedoch nicht?
Der Vortrag aber musste freilich von irgendwo kommen. Durch irgend jemanden. Und dieser Vortrag musste sich auch unter die Menschen verbreiten. Also doch auch im gewissen Sinne Business.

Nur jetzt wieder so eine vielleicht provokante Frage:
Die Meisten von uns erinnern uns an die Geschichte von Jesus.
Damals... vor gut 2000 Jahren ... da gabs noch keine derart ausgereifte Technik wie PC, Handy und dergleichen. Es lief also alles über Mundpropaganda, Erzählung.
Na und wie hat der gute Mann es dann dennoch geschafft, derart viele Menschen zu begeistern?
Zauberei?
Wenn es so wahr ist, wie man erzählt...: dann war dieser Mann namens Jesus ein solches, von mir (im Beitrag I) erwähntes "Naturtalent". Dieser Mann konnte die Herzen der Menschen berühren.
Und doch...
...wieviele folgten ihm in der Aufhängung ihrer persönlichen Hoffnung, Jesus würde sie führen und "heilen"...? Wieviele gaben ihre Verantwortung ab?


Weiter.
Wieviele Leute kennen wir in unserem Umfeld, die etwaige Äußerungen von uns mit ebensolchem müden Grinsen abtun, die etwaige Aussagen als Unsinn ansehen... die zum Beispiel mich als "esoterischen Vollkloppi", als "nicht ganz dicht" usw. abstempeln...
...die letztlich ganz einfach keine Notwendigkeit erkennen, Gedanken mal aus einer anderen Richtung zu sehen, Gedanken mal zu überprüfen. Geschweigedem zu erkennen oder erwachen!
Ihre Gedanken zu überprüfen, erkennen?

Ich habe nun - wiederum aus eigenem Lebens-Fundus berichtet - ein Buch geschrieben.
Selbstverständlich...: von alleine wird kein Mensch davon erfahren!
Auch ich werde es ein bisschen "bewerben". Als "Anstoß" zur Verfügung stellen. Wer Lust und Laune hat... sozusagen.
Es war und ist eine ... meine ... Herzensangelegenheit. Kein Business.
Es war meine Lust, Liebe, Verantwortung das Büchlein zu schreiben. Ob das Teil je von irgend jemandem gelesen wird..., gar für irgend jemanden "Anstoß" ist...  das obliegt in der Verantwortung eines jeden Anderen.

Was, wenn es ausreichend genug Menschen gibt, die entweder von einer Luxusvilla mit dickem Auto und Boot und vermeintlich schönem und sorgenlosen Leben schwelgend, beginnend ... bis ins Asi-Viertel der Stadt auf der Bude hocken, ihre Frosta-Küche oder Chips und Bier in den Hals schütten, sich über diverse Verblödungssendungen im TV köstlich amüsieren, ja feststellen, dass es Leute gibt, die es noch krasser handhaben... Frauentausch, Bauer sucht Frau, Dschungelcamp und Konsorten lassen freundlich grüßen!
Menschen, die jegliche Nachrichten aufsagen wie ein Schwamm, eine eigene wirkliche Meinung längst im untersten Schuber verstaut haben. Jedoch jammern, protestieren... geistigen Dünnschiss vom Stapel lassen, in der Meinung wichtig und richtig zu sein?

Oder was ist genau im Gegensatz mit jenen Menschen, die - soferne überhaupt möglich - den ganzen Tag über einen krummen Buckel schuften, nur um sich und ggf. die Familie über die Runden zu bringen. Abends klappen die derart müde ins Bett, dass sie schon nicht mal mehr merken, wie sie am Kissen aufschlagen... haben in vielen Fällen nicht einmal Betten oder Kissen - aus Armut heraus...
...und dennoch lieben sie ihre Familien. Sind zufrieden im Rahmen des ihnen Gegebenen.

Kriegen die dann vom "lieben Gott", dem Universum oder sonstigen Lehrmeister dann ´nen deftigen Anschiss wie in der Schule: "Das war ungenügend. Setzen. 6!".... ???

Worauf ich letztlich also hinaus will:
Der Gedanke, Anstoß zu ermöglichen, zu verbreiten ist sehr lobenswert.
Jedoch rutschen hier viele in eine Geschäftemacherei ab.
Denn...
...eröffne ich für mich ein Business...
...ja dann muss ich als Geschäftsmann darauf achten, dass ich Geld verdiene! Und nicht zu knapp! Selbstständigkeit ist nicht Friede-Freude-Eierkuchen, wie es oft so scheint!

Es wäre also einmal ein Gedankenanstoß vonnöten, wie man hier die Grätsche macht... zwischen Menschen einen Anstoß geben... und aber nicht durch dieses Anstoßen auf meine Existenz angewiesen zu sein!
Möglich oder unmöglich... grade in heutigen Systemen, wo man ohne Geld halt nur mehr sehr bedingt überleben oder umsetzen kann!

Kürzlich erst wurde aufgrund eines Vortrages von E. Tolle in Deutschland gleich wieder groß diskutiert, be- und verurteilt, dass dieser ja seinen Vortrag nicht gratis mache...
Jo.
Klar tut er das nicht.
In diesem "Dunstkreis" verdienen aber noch viele Andere gleich mit. Und das nicht zu knapp!
Und ganz ehrlich... wenn ich nun meinen Lebensunterhalt davon bestreiten sollte... dann wären wir eben wir genau dort: der Grätsche zwischen dem Sein... und dem Business, welches nach jetzigem System gewisse Dinge abverlangt. Die Gesellschaft aber hat es ja so gewollt, zugelassen. Mit verantwortet.
Wie auch immer...


Und dann also nochmal:
BIN ich... oder kopiere ich nur?
LEBE ich... oder kopiere ich nur?

Und noch ein Seitenhieb Leute - sorry:
Jetzt nehmen wir doch mal all jene, die diese Konzepte übernommen, überarbeitet ... ja angeblich erfunden haben (was ich schlichtweg für Beschiss halte)...
...und stellen jene Fleißigen gegenüber, die um teils nicht unerhebliche Beträge diese Konzepte gelernt, kopiert haben...!
Man hat sich also um eines Business willen teils sogar "Patente" sichern lassen! Na um zu verdienen!
Geschäftemacherei im Sinne des sogenannten Wirtschaftssystems, welches genau das ermöglicht!

Mir hat man ...ich weis schon gar nicht mehr wie viele... Kurse, Seminare und Zeugs angeboten! Erst der letzte Kurs sollte wieder 3500 Euro kosten. Tooooooolllllll!
Dann hab ich den Kurs. Fein. Und?
Bin ich dann deshalb lebender eigenständiger Künstler, Talent, Heiler? Kann ich damit Menschen anstoßen, Wegrichtungen eröffnen.... HERZEN BERÜHREN?
Oder habe ich nur ein teures Konzept mit einem unterschriebenen "Wisch" abgestaubt und glaube, jetzt die Welt retten zu können...? Bin Pfosten mit Diplom?


Hiermit also der eindringliche Appell:

FÜHLE doch jeder einmal tiiiiieeeef in sich hinein!
Sei nicht Kopie von etwas oder jemandem!

Entdecke jeder sich selbst...
...seine Schöpfung, Kraft... und mitunter Macht!
Und erlebe jeder in sich jene Gabe, Schöpfung zu SEIN.
Dort liegt die Erfahrung, das Wissen zu allem!


Für mich entwickelt sich mein Spiritualismus mehr und mehr zu einer sehr persönlichen, alleinigen Sache meiner selbst!
Ganz ehrlich... in den Ansätzen kamen - letztlich aus erkannten Mängeln heraus - ebenfalls  eine Art arrogante Gedanken gegenüber Anderen, wie wenig weit "die" oft noch wären...  Welche grobe Unbewusstheit manche lebten... ja an sich manche bereits bekannten Wald vor lauter Bäumen nicht sehen würden... könnten... Ich nehme mich da keinesfalls raus!
Man(n) - ich - stieß mich z.B. immer noch daran, wie manche leben konnten. Egal nun ob reich oder arm. Was andere taten usw. usw. usw.
Erst das Leben selbst schenkte - und schenkt auch heute noch - Gelegenheit, zumindest mal auf der "armen Seite".... und ich meine damit so die richtig richtig arme Seite ... meine Nase reinzustecken.
Das Leben schenkte mir wahrhaft Erkenntnis... und folgende große Demut! Heute bitte ich schon regelrecht darum, mich zu unterweisen.
Denn bei all dem, was ich heute weis... eröffnet mir das Leben immer wieder, dass ich nichts weis!

Heute kann ich mir in die "andere Richtung", in die der "reichen Seite" zumindest emotional vorstellen, dass es zwar grundlegend anders sein muss, dennoch aber auf Demut hinausläuft.
Denn wer kann schon was mitnehmen am Ende?
Früher regte ich mich immer wieder drüber auf, was dieser und jener taten. Oder nicht taten. Bestes Beispiel beim Autofahren. Manches Mal passiert es mir auch heute noch...doch ich erkenne sofort meine Überschreitung meiner Verantwortung und kehre dorthin - zu meiner - zurück.

Ich bin selbst nur Mensch. Ein Mensch am Weg. Kein Mr. Perfect... was immer das letztlich auch sein mag.

Heute sehe ich "die Anderen" nicht als weniger fortgeschritten, hinten geblieben... ja selbst die mich belächeln, achte ich mit Milde und Demut. Mit meinem Herzen.
Denn wer und wie war ich früher selbst?!?!?    Wer bin ich heute - außer ich selbst?
Was also gäbe mir alleine schon deshalb das Recht einer Be- oder Verurteilung?
Nur weil ich ein paar Seminare, Yoga-, Austellungs-, Klopf- oder sonstige diverse Anwendungen, Bücher, CD´s... hinter mir habe? Weil ich Stille suche, meditiere? Nur weil eben ich meine Zeit zum Erwachen erreichte...noch immer erreiche... und andere eben noch nicht?
Das Leben selbst ist mein wahrer "Lehrmeister". Es ließ mich auch meine "Arroganz" erkennen, wie es mich alles erkennen lässt. Damals - wie heute - wie in Zukunft.

Und jene, die sich als vermeintlich "weiter" bezeichnen? Als Erleuchtete, Meister, Heiler, Oberzampanos ?
Was ist "weiter"? Sind wir hier auf einem Wettbewerb, einem "Race across way of life"...???
Hatte ich deren Schuhe an... oder sie meine?
Welchen Weg hatten sie zu gehen... und welcher ist meiner?
Welcher Weg hat mich zu interessieren...?

Mein Beitrag heute: wer sieht in als Be- oder Verurteilung?
Erinnern wir uns? Echolot?
Oder schreibe ich hier letztlich Sichtweisen einer überall vorhandenen Polarität - und Erkenntnisse nieder?

Nehmen wir einen Dalai Lama.
Hineingeboren in eine Religion. Eine Politik.
Erfahren letztlich durch sich selbst und das Leben erlangte er seine Erkenntnis!
Weshalb wurde dieser Mensch hochgehoben auf ein Podest!? Möglicherweise aus Mangel ... und projezierter Hoffnung, Erwartung, Bequemlichkeit...?

Verzeihung jetzt diesen polarisierenden Satz - aber um zu verdeutlichen "muss" der sein: 
"Was hilft all die - sicherlich von Herzen kommende - "Sprücheklopperei" eines Dalai Lama... wenn der Empfänger auf der anderen Seite nicht bereit ist, ebenso mit seinem Herzen (nicht Verstand) empfangen zu wollen...?"....!
Erinnern wir uns an meinen letzten Blog... zum Thema WOLLEN...?!?

Falls den wer nicht gelesen und Lust dazu hat: Auf meiner Seite www.der-kreis-des-lebens.com sind alle Beiträge nachzulesen...

(Quelle: Unbekannt)
Warum erfand der Mensch eine Religion?
Um sich zur Not an irgend etwas klammern zu können? Weil er sonst "verloren" wäre?
Abschiebung an Verantwortung nenne ich dies!
Ich glaube an eine Schöpfung - oh ja! Aus tiefstem Herzen!
Doch glaube ich nicht daran, dass ich jetzt mal eben schnell in so einem Bunker auf ein Holzbänkchen niederknie, ein paar mal irgendeinen Stuss runterleiere... und dann könnte ich naiver Weise einen Wunsch, eine Bestellung um Hilfe einreichen! Und dann käme "der liebe Gott" und würd´s schon richten! Am Arsch!

Mein Herz sagt mir, dass der Mensch entweder sehr bald verlernt ... oder noch nie erkannt hat, dass er selbst (s)ein Produkt der Schöpfung ist.
Dass er Verantwortung hat. Seine.
Und der "liebe Gott" würde sagen:
"Du hast alles was du brauchst. Also mach was draus!"

Dass dem Menschen aus der Schöpfung heraus, nun einmal dieses Sein im menschlichen Körper geschenkt ist und damit zurecht kommen darf!
Nur was machen manche dann in der heutigen Zeit?
Kirche, Glaube... in verschiedenen Konfessionen ... ist aufgrund diverse ans Tageslicht geholter Skandale oder Einstellungen längst passeé.... dann stampft man eben irgendwelchen überdimensionalen Schwachsinn  als Ersatz aus dem Boden. Verweigert sich der Einfachheit Leben.

Und warum ist es heutzutage so dermaßen verworren, chaotisch auf dieser Kugel namens Erde?
Möglicherweise auch eine Art "überdimensionierter Polarität"?
Nämlich jene, dass über Jahrtausende hinweg die Entwicklung in einer Richtung stattfinden darf, um sie zu erkennen... und die Möglichkeit und Chance zu bieten, in die andere Richtung zu steuern? Sich ebenso in einer Mitte einzufinden?
Zu "Sein"...???

Apropos... als "Beiwort" zum Begriff "Sein"...:
Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das "Sein" in seiner Eigenschaft eher als "zum Stillstand kommen", als Aufgehen in einer Einheit, einem regelrechten Erstarren ausgelegt würde. Als Ziel, als Endbahnhof, wo der Zug dann abgestellt wird.
Ich persönlich stellte dem "Sein" vielmehr Aktivität, Bewusstsein, Verantwortung gegenüber.
Nix ist mit Passivität! Arsch hoch ... und TUN!
Da "Sein" was wir sind: Menschen mit Schöpferkraft!!!


Abgesehen von einer immer weiter um sich greifenden Lähmung, Untätigkeit, Unbewusstheit, Bequemlichkeit und dergleichen....
...wer nun maßte sich denn wirklich an, "sein Konzept", seine Art und Weise zu generalisieren? Dieses anderen nun einzureden? Damit im besten Fall die Geldbörsen geöffnet werden, um hier oder da die Leute zur "Erleuchtung" zu bringen?

Lebe ich selbst was ich sage... um meinetwegen?
Lasse ich andere - aus deren Verantwortung heraus, deren Bitte - daran teilhaben?

Oder lebe ich ein Muss-System der heutigen Zeit, von Menschen geschaffen?
Lebe ich das Business-System, in dem ich etwas "verkaufen", an den Mann/die Frau bringen muss?

Eine verfahrene Sache denke und fühle ich!
Denn wie war der Spruch?
"Ohne Moos - nix los!" Der neue "Gott" namens "Geld" ward bereits vor langer Zeit geboren!

Noch eine Frage, zu deren Beantwortung man mir bislang immer auswich...:
Viele der heutigen spirituellen Konzepte sind an ihrer Basis doch bereits Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende alt...
Jahrhunderte, Jahrtausende... das ist doch für ein menschliches Leben ein schon schwer erfassbarer Bereich.
Man müsste bzw. musste im Heute sozusagen das Rad nicht neu erfinden...
Aus welchem Grunde nun hat der Mensch aber bis heute so wenig dieser Weisheiten angenommen, umgesetzt? Diese auf teils "weltfremde Spinnereien" einiger Weniger reduziert?
Und dann glaubt man nun, dies über geschäftliche Wege - und unter Einbezug veränderter Titel, Konzeptsnamen u. dgl. als DIE Weisheit schlechthin an den Mann oder die Frau bringen zu können... oder müssen...!?


Ganz ehrlich aus tiefstem Herzen...
...fragte mich jemand nach einem Konzept...
Ich habe keines!

Mein Weg ist eine einzige Improvisation!
Es ist so eine Ahnung aus den tiefsten Tiefen meines Herzens: Leben hat kein Konzept! Liebe hat ebenso kein Konzept. Beides IST!

Sollte es doch in der Schöpfung einen sinnver- wandten Begriff eines "Konzeptes" geben, so würde sich dieses uns "kleinen Menschen" mit unserem ja biologisch doch leider beschränkten Verstand bei weitem Entziehen!
Unvorstellbar weit entziehen!


So. Und jetzt passt für mich ein angeblich von Jesus getätigter Satz aber sowas von ins diesen Kontext...
"Seelig sind die Armen im Geiste - denn ihrer ist das Himmelreich!"

Man verbrenne mich bitte für die nun folgenden Worte nicht gleich als Ketzer!

Doch ich halte dieses "Märchen" vom Sohn Gottes ... genau eben für ein solches! Übertragen, hochgepuscht über Jahrtausende. Ausgenutzt letztlich als Konzept einer Religion.

Vergleich: nehmen wir doch eben diese sogenannten Erleuchteten einer heutigen Zeit. Ein Dalai Lama, ein Osho, ein E. Tolle ... und wie sie da alle heißen. In welchen Massen strömt man noch zu denen und ergibt, unterwirft sich (teils unhinterfragt) deren Äußerungen. Wie hoch wurden und werden nach wie vor diese Menschen auf Podeste gehoben...!?

Und das Selbe soll damals... vor 2000 Jahren... nicht funktioniert haben?
Dieses Jesus - und zugegeben wohl auch sein Umfeld - war für sich sicherlich ein sehr weiser Mann. Ein Mann, der - gleich heutigen Figuren - Menschen begeistern konnte. Im gemeinsamen Wirken von Energien vielleicht sogar Heilung auslösen konnte. Ein Mann der die Gesetze des Lebens kannte bzw. erahnte.

Und aus welchem Grunde - so Jesus die zuvor zitierte Aussage getroffen hat - sollte nicht damals, vor 2000 Jahren, ein Mann namens Jesus ebenso schon erkannt haben, dass das Heil nicht in einer bis in den letzten Winkel erforschten Wissenschaft liegt, nicht in einem hochtrabenden Fantasiegelaber von irgendwelchen Frequenzen, Mustern, Dimensionen, Außerirdischen, Wellen und dergleichen...?

Sondern dass wir MENSCHEN mit den ihnen - wenn auch eingeschränkten - Fähigkeiten sind. Menschen jedoch, die schöpferische Kräfte haben! Dass wir Menschen in der Einfachheit des Lebens aufgehen können, ein Sein erschaffen können. Und somit eine eigene Art "Himmelreich" zu erschaffen in der Lage sind...!?

"Seelig sind die Armen im Geiste - denn ihrer ist das Himmelreich!"

Also ich kann mittlerweile folgendem Gedanken weit mehr Kraft, Bedeutung, Weite und Liebe entnehmen, als allen Religionsmärchen dieses Planeten...:
Mit dem "seelig sind die armen im Geiste..." sind nicht - wir vielleicht irrtümlich angenommen - die generell geistig Schwächeren gemeint! Sondern viel umfassender - diejenigen, die einfach Denken und Leben!

Beispiel: Benötige ich ein Handy, das mit allen nur vorstellbaren technischen Raffinessen ausgestattet ist... ja grade dass es mir nicht am Morgen auch noch gleich den gewünschten Kaffee serviert... einzig um mit einem Menschen zu sprechen...?
Oder tut´s einfach ein Telefon?  Oder am Besten noch gleich viel lieber ein persönliches Gespräch!?
Worin liegt für Dich mehr "Himmelreich"...???

Beispiel: Benötige ich ein 5-Sterne-Hotel mit allem möglichen Schnick-Schnack, modern, gehyped, gesnobbt dass es die Hälfte auch noch ganz leicht tut...
...oder lebe ich mehr "Himmelreich" in einem kleinen Privatappartment, wo mir die Vermieterin womöglich noch mit selbstgekochten, selbstgebackenen Leckereien verwöhnt...?

Und... und... und...!

"Keep it short and simple!"
Und ganz ehrlich...: wenn ich mich nicht in irgendwelchen Fantasien versteige, keine Stories, keine Konzepte... sondern einfach lebe... annehme... liebe...
...dann ist doch das Himmelreich bereits auf Erden! Nicht erst warten müssen, bis wir diesen Gastkörper wieder verlassen und dann von Wölkchen 7 keck herunterwinken können!

Und auch genau hier kann ich mir jetzt diesen Seitenhieb zu wirklich geistig beeinträchtigten Menschen so ganz und gar nicht verkneifen:
Bereits als Kind hatte ich über die Tätigkeit meiner Eltern, über die Intention ein behindertes Kind bei uns in der Familie aufzunehmen, relativ früh Gelegenheit, Kontakt zu Behinderten zu bekommen.
Freilich... als Kind setzt man hier jeweilige Bedeutungen für das Leben im herkömmlichen Sinn kaum bis gar nicht um. Wie auch.
Andererseits sind Kinder weit offener, unbedarfter.... und bei Gott nicht dumm!
Und doch blieb mir bis heute - und folgende gelegentliche Kontakte - sehr markant im Gedächtnis, wie diese "Behinderten" auftraten.
Uns - mich ... zum Beispiel alleine nur begrüßten. Mit einer Offenheit, einer Freude, einer Herzenswärme die Seinesgleichen suchte!
Waren - sind also diese Menschen nun "behindert"? Nur weil ihr vermeintlich geistiger Horizont niemals so gebildet ist oder sein wird? Bringt all dieses Wissen, diese Konzeption von diesem und jenem "Himmelreich"...???
War da nicht auch irgendwann mal der Spruch: "Zu viel wissen macht Kopfweh..."...?
Überspitzt gesagt... könnte man den Platz im Denken einräumen, dass diese Menschen in ihrer Welt, ihrem einfachen Leben einem "Himmelreich" näher sind, als wir je vermuten würden...!?

Welche Arroganz wären wir unterlegen, dies anzuzweifeln oder abzusprechen...!?!


Was mich nun betrifft...
Eine Vergangenheit ist gegeben. Ohne Zweifel. Meine Vergangenheit.
Diese dient mir, um zu erkennen, was war.
Sie kann auch für Andere helfend sein... muss aber nicht.
Eine Zukunft ist auch gegeben. Ebenfalls ohne Zweifel.
Doch - bildlich gesehen - ich könnte gar nicht einmal weit in die Zukunft blicken. Denn dann verlöre ich das unmittelbar vor mir - meinen Weg, das IST aus dem Blickfeld... und ich finge an zu straucheln. Vielleicht ein Grund mehr, auf das HIER und JETZT zu achten! Wahrzunehmen!

Denn wenn ich ständig in der Vergangenheit oder Zukunft hänge - also ständig nach hinten oder vorne blicke... dann sehe ich eben nicht, ich über-sehe das Jetzt. Die Anforderung, Herausforderung, Gelegenheit, Chance.

Natürlich gebe ich - so auch hier - meine Gedanken wieder.
Dinge, die mein Herz ausdrückt.
Ich reiche jedem meine Hand.

Doch hier nun Konzepte, Behandlungen, Seminare o. dgl. anbieten...? Wofür?
Wäre meine Äußerung denn überhaupt ein Konzept?

Selbstverständlich könnte ich Ansätze liefern. Ja vermutlich wird mancher Gedanke tatsächlich für jemanden ein Anstoß, Ansatz sein. Dessen bin ich mir sicher. Auch ich wurde durch solche Ansätze in eine Richtung gestupst.
Doch letztlich wurde mir nur die Türe geöffnet. Durchgehen... und weitergehen durfte und darf ich einzig alleine selbst!

Muss oder möchte ich Erleuchteter werden? Finde ich mein Glück in diesen Dingen, in irgendwelchen Dimensionsvorstellungen und sonstigem wirren Zeugs?

Nein.

Ich bin noch immer nicht erleuchtet. Dimensionsgereist, Quantengeheilt und so viele andere Sachen.
Doch ich bin geerdet. Meine Wurzeln graben sich einem inneren Gefühl nach, immer tiefen in den Boden.
Ich überlasse jedoch aus tiefem Herzen immer mehr jedem seinen Weg. Ich erkenne meine Verantwortung!
Ich kehre zurück in meinen Hafen. Meine Verantwortung. Meine Mitte.
(Auch wenn ich so manches Thema aufgreife  *grins*)
Resonanz beginnt zu schwinden.

Ich bin glücklich mit kleinen Dingen. Mit Dingen, die ich habe. Dingen, die ich bin.
Glücklich am Glück Anderer!

Da las ich kürzlich in einem Blog von einem Stefan folgende Aussage:

"...Könnte es am Ende reichen, auf dem Gipfel eines Berges oder am Strand eines Meeres oder auch “nur” zu Hause auf dem Sofa zu sitzen und glücklich zu sein, dass man lebt, dass man IST?

Ist das Selbst, das es zu erkennen gibt, möglicherweise völlig zufrieden damit, sich schlicht entfalten zu dürfen und stehen wir ihm mit unseren ganzen Gedanken und Konzepten einfach nur blöd im Weg herum? Ich glaube schon…"


Ich behaupte jetzt ganz frech:  JA - Könnte es! Ganz eindeutig!
Denn es kommt nicht an, was ich im Außen tue.
Es kommt vielmehr drauf an, WIE ich es tue!
Das ist für mich SEIN!

Je weiter mein Weg geht, desto mehr führt er in eine Stille.
In eine Ruhe, Weite, Ausgeglichenheit.
Ich habe Raum, Möglichkeit, Zeit... und vor allem Herzenslust, zu tun... oder auch teils nicht zu tun!
Wenn ich mein Herz öffne..., dem Leben also die Pforten öffne...
...dann hat es so dermaßen viel an Reichtum und Möglichkeit, Chance... ein IST für mich bereit, sodass ich für andere "Anreize" von Außen gar keine Zeit mehr habe. Da sie nicht MEINEN Weg darstellen. Manche grade nicht jetzt, mache vielleicht gar nie.
Mittlerweile werden in mir - aus tiefstem Herzen - jene Sequenzen immer leiser, weniger... etwas aus meiner Sicht - ungefragt - erklären zu wollen. Weil es mich nichts angeht, was Andere tun, wollen... oder nicht tun, nicht wollen.

Heute aber nun zum Beispiel.... wo ich diesen Blog fertigstelle.... da merke ich beinah körperlich, wie sich die anbrandende Welle gebrochen hat...
...und nun sanft zurück kehrt ins offene Meer. Und all die Dinge mitnimmt.
Betrachtet.
Gefühlt.
Geklärt.
Entspannt.

In Frieden und Liebe!

Glichen meine Worte nun ebenso der Arroganz?
Ich könnte es nicht beurteilen.
Mein Herz spricht leise, mit Bedacht. In Demut.

Es fühlt sich an, als trüge ich eine Fackel. Einst draußen bei Wind und Wetter. Sturm. Regen.
Nunmehr jedoch wird dieses Draußen immer stiller, weniger. Es wird mehr und mehr Innen.
Die Flamme der Fackel wächst, wird ruhiger.
Nicht mehr nur flackernde Funzel... sondern weithin leuchtendes, friedliches stetiges Licht.
Und meine "Aufgabe" liegt darin, dieses Licht zu erhalten. Leuchten zu lassen.

Vielleicht wie ein Leuchtturm.
Jeder kann es sehen...
...doch es obliegt jedem ganz alleine, wie er weiterhin sein Lebens-Boot steuert.
Ob er / sie es in SEINEN sicheren Hafen bringt.... oder trotz allem Leuchten an den Klippen des Lebens zerschellen lässt.

Das Licht wird leuchten.
Still.
Warm.
Voll Energie.

Mein Licht



Euer Prinzerl






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