Donnerstag, 10. Dezember 2015

LIEBE..... Nur "Kuhhandel" unter deren Deckmantel..... oder wahrlich bedingungslose Chance...?!

Einen schönen Donnerstag Abend liebe Freunde!

Heute möchte ich versuchen, mich einem Thema zu nähern, dass oft in aller Munde ist...
...über dessen Bedeutung sich jedoch vielfach die Geister streiten...


Die Liebe


Betrachten wir so den Werdegang der Menschheit, so war die Liebe immer schon ein Teil davon. Oftmals wurde die Liebe jedoch ausgeklammert. Andererseits wurde die Liebe in so mannigfaltiger Art und Weise aufgegriffen, dargestellt, ausgelegt...


Jaaa....
...sogar Bündnisse zwischen Menschen, Religionen, Regeln und Gesetz wurde oftmals vermeintlich auf Liebe vertraglich aufgebaut.
Eines der Bekanntesten:   EHE


Doch...
...was ist nun wirklich "Liebe"...


Gänzlich nüchtern definiert, scheint darüber folgendes auf:

Liebe (über mhd. liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von idg. *leubh- gern, lieb haben, begehren[1]) ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf sie nicht.
Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen. Dieses Begehren ist eng mit Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht (vgl. platonische Liebe). Liebe wird von der zeitlich begrenzten Phase der Verliebtheit unterschieden.
(Quelle: Wikipedia)


Wooow.

Da wird also versucht, mit einigen (wenigen) Worten etwas in ein Korsett zu pressen, in eine Form oder Darstellung zu bringen, was letztlich aber in keiner Weise greifbar ist.

Was für mich zum Beispiel hier klar zutage tritt:
"...mit der Haltung inniger und tiefer Verbundeheit zu einer Person..."
oder
"...die sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum Anderen ausdrückt..."
oder
"...Hierbei wird zunächst nicht unterschieden..."

Interessant, interessant.

Lasse ich mir diese Aussagen auf der seelischen Zunge zergehen, so widerspricht mein Herz lauthals!

Irgendwie kann ich mich zum Beispiel bei der ersten zitierten Aussage des Gefühls nicht gänzlich entledigen, dass dieses "zu einer Person" hier deutliche Hinweise geben soll - und wenn auch nur unterschwellig - dass wirkliche Liebe nur zu einer Person hin möglich sei...

Ist das so???

Ist Liebe nur auf einen Menschen eineingbar, begrenzbar? Alle Anderen haben schon auch ein bissl lieb - freilich. Aber Liebe...?

Dann das zweite Zitat: "...die sich in der Regel..."...
Soso...
Liebe ist also gewissen Regeln unterworfen...?!   "...in der Regel..."
Sieh einer an!
Und dann noch gleich "...durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum Anderen ausdrückt..."
Hoppala.
Eine - für mich - schier gefährlich scheinende Eingrenzung einer Definition.

Und dann noch das dritte Zitat zur "Krönung"...:   "es würde nicht unterschieden...". "Zunächst" zumindest...
Alter Falter!
Wenn nicht jetzt....dann eben ein bissl später. Erst mal abwarten also...

Liebe unterscheidet also...

Dies - und Anderes - fände ich zusammen gefasst teils tief erschreckend!

Ähnlich der Vorgabe... vermutlich eine dieser "zunächst nicht unterschiedenen Regel und Zuwendung"...
...dass Liebe ja "bedingungslos" sei.
Somit an und in sich schon ein Widerspruch zu sämtlicher vorheriger Definition!


Wie schon zu Anfang erwähnt, wurde die Liebe ja schon vielfach darzustellen versucht. Man hat - vor allem in der Unterhaltungsbranche namens "Filmwirtschaft" schon unzählige solcher vermeintlicher Meisterwerke geschaffen, um hier sozusagen auch die Idealvorstellung einer Liebe in Szene zu setzen. Beispiel zu schaffen.

Großteils wurde diese Liebe in Bezug von jeweils 2 Menschen gebracht. Mit Drama, mit Schmalz, mit teils sogar Horror und Action...


Da also grade - so wie auch in der Definition und seit langer Zeit auch in gewissen Religionen - die Liebe immer auf 2 Menschen bezogen wird...
...schauen wir doch dort einmal hinein.

2 Menschen begegnen sich.
Finden sich interessant. Anziehend.
Jeder gibt sich von seiner besten Seite.
Die rose Brille wird einem ins Gesicht gedrückt.
Man ist verliebt.

So.
An dieser Stelle mal kurze Unterbrechung.

Wir alle.... und damit meine ich tatsächlich ALLE ... sind als Kinder des Mangels aufgewachsen.
Seit Anbeginn haben sich Systeme - so auch ein Erziehungssystem - entwickelt, die uns in gewisse vorgegebene Muster pressen sollen.
Eines dieser Systeme hat uns sehr rasch auch erkennen und lernen lassen, dass es Liebe nicht umsonst gibt.
Soviel also damals schon zur Bedingungslosigkeit!

Weiter also...
Die Verliebtheit, oftmals Blendung/Verblendung weicht alsbald einem Alltag. Einer gewissen Realität.
Vorher glaubt man offenbar, das Gegenüber wäre jetzt also die große Liebe. Die Heilung aller Sehnsüchte und Erwartungen.
Wie im Film also. Willkommen nun aber in der Realität!
Einzig ein paar kleine Dinge sind zu beachten.... dann ist wirklich alles Friede, Freude, Eierkuchen.
DANN ist alles toll!
DASSSSSS ist die große, unverwüstliche Liebe.

Und irgendwann dann...
...dann schickt das Leben ob des oftmaligen Unsinns seine Arschengel aus...
...und knallt einem voll eins vor die Fresse.

Mitunter tauchen da beim Partner / bei der Partnerin nur kleine Dinge auf, die einem doch nicht so ganz in den Kram passen.
Oftmals redet man sich ein, sein Gegenüber hätte sich aber schon merklich verändert...
Sosoooooooo.....!?
Hat er / sie das?
Wirklich?

Oder wären wir auch hier - im Schluss eines Kreises - dann erneut bei der Täuschung.... bzw. der besser bekannten - oder viel lieber suggerierten Ent-Täuschung angelangt....!?

Nämlich war mein Gegenüber schon immer der, der er / sie ist. Punkt. Nur hat ... wollte man´s halt vorher nicht sehen.
Erschuf sich in Gedanken nur seinen Prinzen am weißen Ross.... oder die Prinzessin...
...übrig blieb oftmals dann nur der Frosch.

Ja sieh also einer an...:   Bedingungslosigkeit also...

Wenn sich mein Partner / meine Partnerin gewissen Regeln unterwirft, sie einhält...
...jaaaaa....
...dann liebe ich sie/ihn!

Aber wehe nicht!
Dunkle Gewitterwolken ziehen auf.... aber sowas von...!

Doch dies ist unsere gesellschaftliche Regel!


Mit meinem paar Lenzen am Buckel hatte ich definitiv schon mehr als ausreichend Gelegenheit, dieses in Beziehungen auch sehr oft bestehende - jedoch vielfach verleugnete - "Spielchen" des Programmdirektors, des Regiesseurs zu sehen.
Ja - in früheren Jahren oblag / unterlag auch ich selbst diesem Theater...
Der Regiesseur, der dann zutage tritt, wenn man sein Gegenüber beginnt, verändern zu wollen. Ihn/sie nicht so sein zu lassen, wie er/sie ist.... sondern wie man ihn/sie gerne hätte....

Oooooohhhhhh.....
....welche illustre Spielchen ... welch Einfallsreichtum hier oft zutage tritt!

Letztlich aber ist es dann halt so...
...die beiden sich begegnenden Bettler griffen also dem Gegenüber wiederholt in die Tasche...
...und stellten ent-täuscht fest....: Der Andere hat ja auch nix.

Und dann ist oftmals Schluss mit lustig. Schluss mit Liebe.


Menschen, die sich im Angesicht eines vermeintlichen Gottes Liebe bis in den Tod schworen...
...gingen letztlich nur Kuhhandel ein...
...und spätestens wenn dann erneut die kleinen Kinder des großen Mangels in ihnen direkt hervor treten, befetzt man sich gegenseitig und wünscht sich zur Hölle. Am Besten via Anwalt und Gericht.

Liebe also.
Joup!


Das Leben geht weiter, die Welt dreht sich weiter.
Oftmals beginnt über kurz oder lang dann das gleiche morbide Spielchen wieder von vorne.
Wiederholt sich noch mehrere Male. Immer wieder glaubte man sich erneut in der großen Liebe angekommen.
Oder endet früher oder später in Verbitterung, Gram, Isolierung. Man verletzt sich eigentlich erneut selbst.

Noch immer nicht erkennend, dass sich Liebe keinerlei Regel unterwirft.


Sorry Leute...
...aber grade in Beziehungen taucht da immer das gravierendste Moment des sogenannten Vertrauensbruches...
...und der ja angeblich bedingungslosen Liebe auf...

Mein Partner / meine Partnerin... er / sie dieses Schwein hat mein Vertrauen ausgenutzt und ging mir fremd. Hat mich betrogen!

Oha!
Spätestens hier dampft die Kacke aber gewaltig!
Bedingungslose Liebe endet hier spätestens mit einem gewaltigen Knall!

Doch mal als Ansatz....
Wer hat seinem Partner / seiner Partnerin vertraut?
Jeweils ich selbst etwa?
Ich gebe also das Handeln oder Unterlassen in des Anderen Verantwortung, Hände...  und bin dann stinksauer, wenn der Andere nach seinem Gutdünken tut... und nicht nach meinem?

Halloooooo?

Ich glaube, meinen Partner bis ins letzte Fizzel seines/ihres Daseins zu kennen, um dies mit Sicherheit behaupten zu können. Ja eigentlich verlangen zu können...?

Ja... oder ja...?
Fängt´s da jetzt etwa an, dort oder da unangenehm zu werden...? Ja...?

Gut.
Ist der Partner / die Partnerin jeweils Ich selbst?   Oder eben der Partner / die Partnerin?

Der jeweilige Partner ist also eigenständige Person. Sein Leben. Und wenn er hundert Mal Zeit davon mit mir teilt.... 

Wie also könnte ich mir anmaßen, mich in die Belange meines Gegenüber derart einzumischen?

Miteinander gemeinsame Momente zu feiern, genießen. Oh ja!
Aber dem Anderen aufzutragen, zu verlangen, zu bedingen....???

Ich vertraue, dass mein Partner niemals fremdgeht...
Ich maße mir also an, letztlich derart zu erwarten, zu bestimmen, dass mein Partner dies niemals tut...? Nicht zu tun hat...!

Hallooooooo?

Wer bin ich? Wer gibt mir eine Berechtigung dazu?
Womöglich ein "Gesetz", eine gesellschaftliche "Regel" also???  Ich bzw. mein arrogantes, selbstherrliches Ego etwa...?

Teile ich mein Leben mit einem Partner / einer Partnerin, um gemeinsame Momente einer Liebe zu feiern...?
Oder unterstelle ich letztlich Besitzanspruch, Kuhhandel...?


Mein Herz sagt mir:  Das Leben hat seine oft geheimnisvollen "Regeln" und Wege.
Und alles, was mir im Leben begegnet, ist einzig und alleine für mich bestimmt.
Wenn es mir nicht begegnet, dann ist es eben nicht bestimmt.

Das Alles jedoch, dass mir begegnet oder nicht, darf mich einzig und alleine auf mich selbst fokussieren, zu mir selbst führen!
Das Leben ist ein Spiel.
Und in dem Falle auf mein Partner / meine Partnerin mitunter einer jener Arschengel, die auf Mängel, Ängste in mir selbst hinweisen!
Ja ... auch der Partner / die Partner als Arschengel ist dann dazu da, um zu belügen, betrügen, schikanieren. Uns vermeintlich das Herz zu brechen.

Doch....
...gebrochen wurde das Herz durch niemanden sonst...
...als uns selbst!

Der Arschengel führt uns nur vor Augen, wo die zumeist selbst geschaffenen Mauern, versteinerten Krusten um die Narben, um das Herz selbst liegen. Reisst sie auf!
Taucht uns mitunter oft brutal mitten hinein.... so die vorher unzählig gezeigten Hinweise missachten wurden.

Und wie bittersüß, vielleicht auch ab und an schmerzhaft kann... ja muss eine Erfahrung sein.
Der jeweilige Arschengel ist einzig dazu da, um aufzuzeigen. Nicht um mir Honig ums Maul zu schmieren!
Doch.... wieso ist es oft schmerzhaft...?
Weil wir immer noch... und immer wieder an alten Regeln und Vorgaben eines alten Systems, eines alten Lebens festklammern! 
Einerseits wollen wir bedingungslose Liebe.... andererseits aber lassen wir die Klammer nicht los....
...oftmals aus Angst...

Doch Leben ist nicht böse.
Leben will uns nicht schaden.
Leben IST.


Und dann am Ende...
...dann glaube ich - oder vermutlich vielmehr mein aufs tiefste gekränkte Ego - noch, dass mit einer (zumeist ja örtlichen) Trennung nun eine tatsächliche Solche erfolgen würde...?

Glaube ich dies wirklich???


Mein Herz sagt mir, dass im Leben keine Trennung möglich ist.
Ja...  örtlich.
Aber letztlich im Sein.... und in einer allumfassenden, bedingungslosen Liebe...?
Niemals!

Liebe ich diesen Menschen...?
Und nun in der Tat bedingungslos...?

Just an dieser Stelle möchte ich dann allerdings doch mal eindeutig in den Raum stellen:
Ist eine im Fremdgehen oftmals beinhaltete sexuelle "Handlung" zugleich und immer Liebe...?
Wird hier nicht mitunter etwas dezent verwechselt...? Spricht hier nicht letztlich einzig das verletzte Ego...?
Ist der Sex nicht ein schierer Naturtrieb?
Und bitte... wir sind Menschen! Und in deren Natur liegt es eben, auch Sex zu haben. Eine Intelliganzentwicklung gab dem Menschen einzig die Gelegenheit, Sex womöglich auch einzig des Spaßes halber zu genießen.... und nicht nur rein der Fortpflanzung halber!
Es ist also keinesfalls etwas Verwerfliches!


Nicht daß das Eine das Andere ausschließen würde...! Sex also Liebe...und umgekehrt!
Doch ich fände es fatal, genüßlichen und empfindungsvollen Sex immer und sofort gleichzusetzen mit Liebe...!


Wollen wir uns also noch einmal erlauben....
...in eine mögliche Bedeutung des Wortes "Liebe" einzutauchen...?

Merkt so Mancher von Euch nun einen teils heftigen Ruck...?
Einen Ruck dorthin, wo alte Muster, Gedanken aufbrechen...
....dorthin wo Altes zu enden vermag....?


Immer wenn ich diesem Gedanken Freiraum gebe zu wirken...
...immer wenn ich meine Augen schließe...
...dann eröfnet sich vor mir ein Bild, in dem ich hoch oben auf einem Berg oder ähnlichem stehe...


...und unter mir, vor mir, über mir.... überall... tut sich eine Welt auf, die mich in Staunen und Ehrfurcht versetzt.
Einer Welt, die mir in einzelnen Gedankenblitzen grenzenlose Weite, Wärme und Freiheit vermittelt.
Eine Welt, die mir ungeahntes Potential vermittelt.
Ein Potential des SEINS.



Und somit hielte ich auch jene Beschränkung im eingangs angeführten Zitat für Unsinn und lediglich Ausgeburt eines ängstlichen, mangelnden Geistes:   "...zu einer Person..."

Liebe beschränkt sich nicht.
Liebe reglementiert sich nicht.
Liebe be- und verurteilt nicht.

Liebe IST !

Nicht greifbar... und doch omnipräsent!

Beweis?
Das Leben!

Ist Leben denn greifbar?  Und doch in jedem von uns...


Liebe bedingt für mich also nicht.
Sie IST.

Kein Wort wäre mächtig genug, sie zu beschreiben.
Im Gegenteil, eine wörtliche Erfassung hielte ich sie erneut in etwas zu begrenzen, zu pressen...



Ich lade somit jeden herzlich ein...

...lasst los jegliche herkömmliche Regel..., Definition..., Einschränkung...

Denn erst das Loslassen eröffnet die Möglichkeit.

Niemand braucht Liebe erst entdecken gehen. Sie IST bereits. In jedem von uns.

Ich lade jeden ein, die Liebe zu erkunden...
...und sie anzunehmen als ein Geschenk, welches wir mit allem und jedem teilen und feiern dürfen!


Euer Prinzerl



Bildquelle: Pixabay