Samstag, 16. Januar 2016

Der Andere!


Einen schönen Samstag Vormittag lieber Freund und Leser!


Heute habe ich - für meine Begriffe - einen seeeeehr wichtigen Post, ein Zitat von Pascal Voggenhuber aufgegriffen.
Es geht um...

...DEN ANDEREN !


Hier vorweg also einmal die Aussage von Pascal...:






"Wir wissen nicht, 
was andere Menschen denken...
...oder fühlen!
Wir interpretieren ihr Verhalten...
...und sind dann wegen
unseren eigenen Gedanken beleidigt"


Lassen wir diese Aussage nun zuerst einmal wirken...!


Freilich könnte nun so Mancher wieder einwerfen: "Es gibt keinen Anderen. Alles nur Einbildung, Ergebnis eines trennenden Ego. Alles ist Eins".

Nun vorweg...
...wenn dies das Empfinden dieses Aussagenden ist..., dann ist es so. Ich vermag und möchte hier nichts interpretieren. 

Ich selbst kann mich dem nicht anschließen...
...denn rein physikalisch gesehen gibt es auf diesem Erdenrund nun zurzeit mal sogar ca. 8 Milliarden "Andere". 
8 Milliarden Polaritäten und mehr. Jeder für sich ist ein Pol. Jeder ist anders - trotz vieler Ähnlichkeiten. Jeder ist Einzigartig - trotz vieler Ähnlichkeiten.
Ja - jeder Polarität geht ein Ganzes voraus!
Was, wenn man dieses "Ganze" als "das Leben" an und in sich sehen darf? Nicht immer nur körperlich einer Form verhaftet...

Alles hat aber sicher seinen Grund, dass es genau so ist. Und wir nicht zum Beispiel eine kollektive biologische Masse mit einem einheitlichen Bewusstsein sind, die den Planeten umspannt.




Ich behaupte:
In dieser Aussage nun über den Anderen...
...nein...
...lass mich anders ansetzen...

Im Nichterkennen des Hintergrundes dieser Aussage...
...ja...
...hier steckt eine der größten Fallen, des größten Konfliktpotentials der Menschheit!!!
Oft versteckt. Unsichtbar für den Unaufmerksamen, Unbewussten.

Wie komme ich drauf?


Diejenigen, die mich schon kennen, haben schon festgestellt, dass ich in manchen meiner Blogs sehr direkt Dinge anspreche.
Gleichzeitig betone ich - auch hier - dass die jeweilige Aussage nur MEINE Ansicht, mein Gefühl wiedergibt.

Erst dieser Tage traf ich wieder auf verschiedene Kommentare zu einem Blog. Angefangen von sehr "verständlichen"  Aussagen ... bishin zu nebulosen Andeutungen.
Ich für mich weis, fühle... dass ich nicht alles sofort auf Anhieb verstehen kann. Es gibt zuviele Sichtweisen, Betrachtungswinkel.
Also bin ich mir weder zu stolz oder zu gut, um nachzufragen.
Auch hier kommen dann entweder schlüssigere Aussagen, die es mir ermöglichen, auch "fremden Pfaden" annähernd zu folgen... oder nur seltsame Antworten wie "Hihi" - was auch immer dies dann bedeuten soll...
Jedenfalls stellte sich in einem Fall auch deutlich heraus, dass der Andere eben der Andere ist. Und man war über mein Nachfragen bzw. eine Äußerung dazu leicht angepisst. Man interpretierte.


Doch nähern wir uns dem "Anderen" an anderer Stelle...
...und wie schön passt da nun wieder ein "Beziehungsthema" genau ins Bild.
Und dazu gleich das krasseste Beispiel...

Nehmen wir die Partnerschaft.
Lassen wir die formelle Basis (Ehe, Lebensgemeinschaft u. dgl.) jetzt im Moment völlig beiseite.
Im Moment!

Menschen gehen also Partnerschaften ein.
Weshalb?

Ich brings ohne Umschweife gleich auf den Punkt:
Weil wir "brauchen"!
Wir sind - schwerpunktmäßig aufgrund Anpassung ans System Leben - drauf verhaftet...: "Der Partner macht mich glücklich". "Der Partner ist der fehlende Teil". "Der Partner schenkt mir Ausmerksamkeit und Liebe". Ist praktisch Ersatz für alldas, was mir fehlt.
Dies, Jenes, Das!

Nur wie komme ich schon auf diesen verrückten Gedanken..?
Mangelkinder treffen sich!
Zutiefster "Kuhhandel" beginnt.
Auch dies schon längst / einst angelernt, angepasst.


Auf den ersten (unbewussten) Blick hin also scheint alles Friede, Freude, Eierkuchen.
Doch wie schnell bemerkt man - zumindest als Aussenstehender - wie sehr sich beide oft gegenseitig zu beeinflussen versuchen!?
Denn aufgrund der "rosa Brille" hat man wohl anfänglich nur den Prinzen, die Prinzessin gesehen. Sich von bester Seite präsentiert. Gebuhlt, Gebalzt.
Kaspertheater gespielt.
Insgeheim hing... oder hängt man jedoch seiner Wunschvorstellung nach. Projeziert seine Vorstellungen, Wünsche... auf den Anderen. SEINE! Beginnt zu manipulieren...  zumeist anfänglich völlig unbewusst.

Denn...
...DEN Prinzen, DIE Prinzessin gibt es nicht!
Erst sieht man´s nicht. Wir interpretieren. Und wenn dann Abweichungen vom Traumbild auftauchen: "Steuer hart backbord!"


Wir erinnern uns an das Zitat...?

"Wir wissen nicht, 
was andere Menschen denken...
...oder fühlen!
Wir interpretieren ihr Verhalten...
...und sind dann wegen
unseren eigenen Gedanken beleidigt"


Bei aller Pracht...
...wir wissen nicht, was der Andere denkt und/oder fühlt!
Wir interpretieren!
Wir projezieren!
WIR!

Und siehe da...
...wenn es nicht klappt...
...wenn uns da jemand in unser Bild hineinläuft, hineinpfuscht...
...ooooohhhhh....
...ja DANN ist Schluss mit lustig!
Dann sind wir beleidigt. Ja stinksauer! Vermeintlich ent-täuscht!  Und noch so einiges mehr...
Machen uns mitunter immer und immer wieder zu Opfern.


Im Zuge der Beziehung dann DER "Meilenstein" schlechthin:  Fremdgehen!

Nebst oftmals ständigen Besitzanspruches auf einen Partner... und da wären wir hier nun noch bei der "formellen Art" der Beziehung. Nämlich... je "verbindlicher", desto schlimmer das Anspruchsverhalten!
Nebst der unheilbringenden Annahme, den Partner ja doch in- und auswendig zu kennen...

Wie komme ich zu dieser Annahme, zu wissen, was mein Partner denkt oder fühlt? Zu wissen, wer der Partner ist...?
Ich tappe damit schon lange in der Falle, dass ich von mir aus projeziere, auf mich und von mir beziehe...
...aber niemals den Anderen denken und fühlen lasse! Letzten Endes.


Gehen wir aber zu anderen Beispielen...

Sei es nun ein Freund...
...ein Arbeitskollege...
...ein Chef...

...die Beispielskette ließe sich schier unendlich fortsetzen.


Ein tatsächliches Beispiel hierzu ... aus der Arbeit meiner Frau... erst kürzlich...:

Frau wird zu einer Arbeit beordert, eingeteilt.
Tut diese nach bestem Wissen und Gewissen.
Als fertig, gibts vom Chef einen tierischen Einlauf - am Besten gleich vor Gästen - das dies und jenes daran absolut nicht passe, nicht tragbar sei.

So.
Und damit möchte ich jetzt sozusagen gleich DEN Knackpunkt an der Sache "einläuten"...! Einen möglichen Weg aus der Falle...

Wie in aller Welt also soll meine Frau wissen, was der Chef will. Was er sich im Detail vorstellt?
Gab´s dazu Einschulung? Erklärung? Hinweis? Vorzeigen? Kommunikation...? Austausch...?
Nö.
Order. Mach!
Ja und dann...?
Anschiss, weil´s nicht passt.

Dies ist jetzt zwar noch die "zweite Schiene"... des Glaubens, zu wissen, was der Andere denkt und fühlt.


Aber im Prinzip geht es um:

KOMMUNIKATION
Kiefer auf und ab bewegen..., Lippen formen..., Worte erschaffen...! 


Erst kürzlich fand ich mich selbst sehr irritiert:
Rief ein Bekannter meiner Kleinen an und fragte sie, wie es ihr so ginge...
Fragt sie nicht prompt zurück zu ihrer Mutter:
"Was soll ich denn antworten Mama...?"

???

Miteinander sprechen also.
Nicht nur mehr reduziert auf diverse "gefällt mir´s", sonstige Buttons mit irgendwelchen Figürchen oder Springmännchen!
Ich nehm´ mich auch teils noch selbst bei der Nase!



Nehme ich nun Dich lieber Leser... uns beide...:

Wie könnte ich wissen, was Du beim Lesen dieser Worte denktst?
Was du gar fühlst?

Sind wir uns da einig, dass:  GAR NICHT !?


Ich kann es nicht! So ist es!
Alles Andere ist Spekulation, Mutmaßung, Interpretation, Vergleich...


Vergleich? Weshalb Vergleich?

Oh ja.
Und damit fühle ich nun einem wichtigen Punkt "auf den Zahn", woher dieses Verhalten meinerseits, diese mögliche Annahme kommt...

Viele bezeichnen es hinlänglich als sogenannte "Erfahrung".

Ja selbstverständlich!

Von Geburt an sammeln wir Erfahrung! Entweder wir wirken aktiv und bekommen ein Resultat. Oder es ist eine zunehmend eingehende Resonanz meiner selbst, meines Verhaltens, meiner Gedanken usw. usw.
Dies alles jedoch versinkt zusehends in tiefer Unbewusstheit.
Wir wundern uns nur zusehends, warum wir immer mehr... und härter... irgendwo gegenlaufen, Schrammen und Beulen einfangen...
Und selbstverständlich entstehen dann aus dieser Unbewusstheit heraus auch Erfahrungen, die sich hinsichtlich anderer Menschen wiederholen. Der vermeintliche Verstand steuert ja geradezu auf solche Dinge zu, um sich bestätigt zu sehen...

Und dann kommts:
Im Zuge dieser sich immer mehr erweiternden Unbewusstheit... gleichzeitig wachsenden, sich "festigenden" Wahrheit (der Verstand sucht ja schließlich dann Bestätigung - und findet sich auch) kopieren wir zusehends Erfahrung A, B, C... auf kommende Ereignisse.
Wir sitzen bereits fett im Komfortsessel... und beurteilen nicht mehr neu. Nö.
Schablonen werden hervorgekramt... verglichen... eingeordnet...  be- und verurteilt.
Eine Erfahrung D.... oder gar noch weiter... kommt also gar nicht mehr in Frage. 
Schablonen- / Schubladendenken namens Erfahrung.

Und so kommt es auch, dass wir glauben zu wissen, was der Andere denkt oder fühlt.
Man hat uns nie wirklich gelehrt, zu denken, was ausserhalb "der Box" liegt. Uns wurde beigebracht, was wir zu denken haben!


Was "erleichtert" die Sache in gewisser Weise?

Nun... wir sind zwar mittlerweile 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten.
Da es nun seit Jahrtausenden jedoch mittlerweile eine gewisse "systemische Anpassung" gibt, die schon beinahe in den Genen steckt...
...aus diesem Grunde sind gewisse Verhaltensweisen einfach und schlichtweg antrainiert. Unbewusst.

Es gibt also oft sehr frappante Ähnlichkeiten im Verhalten der Menschen. Sei es nun im Tun selbst, als auch in der sogenannten Interpretation von Erfahrung.


Wieder das "krasse Beispiel" zunutze gemacht:

Wir nehmen nun 10 Paare als "Versuchsobjekte"...
...und ich bitte Dich...
...nebst der gedanklichen Darstellung des Beispiel vor Deinem geistigen Auge - vor allem auch gleichzeitig Deine Gedanken zu beobachten, als wärst du jetzt Teil eines dieser Paare!

10 Paare also. Wie bei einem Gruppentreffen.

Wir trixen jetzt ein bisschen herum mit ein paar gefakten Fotos...nicht mal sonderlich gut oder aufwendig daran herumgefälscht. Ja sogar augenscheinlich ein Fake...
...und stellen in den Raum...
...einer der jeweiligen Partner wurde von einem Detektiv beim Fremdgehen erwischt! Legen das Foto auf den Tisch.

Wollen wir jetzt eine Wette abschließen, wieviele dieser Paare ... dieser Personen in den Beziehungen ähnlich... wenn nicht erschreckend gleich reagieren werden...???

Wie würdest Du in dieser Situation reagieren?  Auch ähnlich?


Worauf will ich jetzt hiermit hinaus?
Vor allem auf Jenes, was ich vorhin beschrieb!
Anpassung. Vor allem Verhaltensanpassung!

Und vom Gegenüber die "Komfortsesselhaltung"... aha... Situation... schon oft gesehen. Ähnliche Reaktion. Erfahrungs-Schablone. 
Resultat.  
Schublade auf - Schublade zu.
Ich "weis", was mein Gegenüber denkt oder fühlt!


Und   "BAAAAAAAMMMMM"... !!!
Schon kracht die Mega-Falle mit lautem Getöse zu!


Und dann setzte ich dem Ganzen noch "das Krönchen" auf...

...und sähe mich beleidigt. Gekränkt. Verletzt. Verraten. Betrogen. Enttäuscht. Fremdgegangen.

Und was der Geist, der Verstand... das Ego noch so alles an Erfindung hervorzubringen imstande ist...!



Jetzt frage ich Dich - ja genau Dich - nochmal:
Wie würdest Du reagieren?
Was denkst/dachtest Du?
Was fühlst/fühltest Du!

Selbst wenn mir schon viele solche Situationen im Leben begegneten...
...wie käme ich in letzter Konsequenz zu der Annahme zu wissen, was Du denkst oder fühlst...?

Wie käme ich zu der Annahme, selbst bei einem ähnlichen Reagieren von 100 oder 10.000 Paaren anzunehmen, zu wissen, was DU denkst oder fühlst...?

Und dann noch "sauer reagieren"...!?!?!?!?
Beleidigt. Gekränkt. Verletzt. Verraten. Betrogen. Enttäuscht. Fremdgegangen...und vieles mehr...

Ich selbst hab mich ver-spekuliert, vertan, ver-interpretiert, angenommen, wohl falsch geglaubt usw. usw.
ICH.
ICH.
Und noch tausend Mal ICH!

Ja wer denn sonst? Der Weihnachtsmann, der liebe Gott etwa???


Nur als kleiner, dennoch ernst gemeinter Seitenhieb:
Wie kam der Mensch dazu, gewisse Dinge im Namen (also auch vermeintlichem Gedanken) eines Gottes zu tun...???


ICH!
Meine EIGENE Interpretation. Nicht Deine.
Mein EIGENER Glaube. Nicht Deiner!
Mein Denken und Handeln. Nicht Deins!

"Wir wissen nicht, 
was andere Menschen denken...
...oder fühlen!
Wir interpretieren ihr Verhalten...
...und sind dann wegen
unseren eigenen (!) Gedanken beleidigt"

Wie also sieht dass dann aus mit diesen ständigen Schuldzuweisungen an den Anderen?
Ob "der Andere" im wirklichen Leben nun Partner, Familie, Freund, Bekannter, Chef, Politiker, Papst, Terrorist oder sonst wie heisst...

Dies soll jetzt bitte nicht als irgend ein politisches Statement oder generelle "Rechtfertigung" für irgendwas verstanden sein! Es wird auch nicht als alleinige Ursache für allfälliges Geschehen im Heute zu sehen sein!

Ich füge hier einzig den bedeutsamen Satz hinzu:  "Schließe niemals von Dir auf den Anderen!"



Und jetzt "fächern" wir dieses Schlüsselerlebnis auf in die Breite des Lebens!

Wie käme ich letztlich dazu, zu glauben zu wissen, was Du denkst oder fühlst?
Seien es traurige Dinge die uns im Leben begegnen, wie wenn uns ein Mensch verlässt. Er stirbt. Man schwer erkrankt.
Bis hin zu grenzgenialen Dingen. Erlebnissen, bei denen ein Herz vor Freude schier zu zerspringen droht...
Wie käme ich dazu?

Zu interpretieren aufgrund Deines Verhaltens...?  Meiner "Erfahrung" mit solchen "Verhalten"...?


Ich hatte in einem gesonderten Blog schon einmal das Thema "Vertrauen" sehr offen und kritisch unter die Lupe genommen.
Gerne nachzulesen auf meiner Seite  www.der-kreis-des-lebens.com

In der Kürze nun jedoch reiht sich dieser "Themenbereich" ebenso hier sehr stark ein.

Ich gebe, schenke Vertrauen. Gebe meine Verantwortung ab. Erteile eine Bitte, einen Auftrag. Ersuche etwas zu unterlassen.
Mein Gegenüber tut nach bestem Gutdünken.
Nach SEINEM Gutdünken.

Wie käme ich zu der Anmaßung, zu wissen, was der Andere denkt, fühlt... wie er handelt?

Hat mein Gegenüber nicht sein Leben? Seine Vorstellung davon?

Und wenn er es dann nicht so macht, wie ich will (aufgetragen, ersucht u. dgl. habe)....?


Ich richte nun die Aufmerksamkeit auf den Part "...wie ich will..."!


Dann bin ich sauer, beleidigt, sogenannt "ent-täuscht"... und was weis ich noch alles???



Und jetzt treib ich´s - gänz nüchtern und geerdet gesehen - auf die Spitze!

Nehmen wir jetzt den "Idealfall" zur Hand...
...Du hast etwas erlebt...
...und mir dazu alle noch so winzigen Einzelheiten geschildert...
...vor allem auch Jenes, was du dachtest und fühltest...

...könnte ich nun selbst hier wirklich zur Gänze wissen, was DU dachtest und fühltest...?

Erster Impuls:
Ja klar - dann schon!

?
Tatsächlich?


Irrtum!
Denn bei aller Liebe...
...ich könnte aus zwei "Gründen" maximal annähernd mitfühlen mit Dir :
  1. wenn ich vielleicht ähnliche Erlebnisse hatte... somit also auf meiner Erfahrung basierend hier Parallelen erkennen, erfühlen kann. Selbst hier jedoch niemals die Gleichen, die Deinen.
  2. wenn ich ausreichend Einfühlungsvermögen und Phantasie besitze, um mit Dir auf eine gedankliche und gefühlsmäßige Reise zu gehen. Und auch hier nur Phantasie. Nicht Dein Erlebnis. Dein Gedanke. Dein Gefühl!
Ich werde maximal Dinge am und im Energielevel spüren. Doch auch hier gliche eine Auslegung davon schon wieder meiner Interpretation. Nicht Deiner.

Hierzu ein Einwurf, der ebenso schon einmal Thematik meiner Blogseite war:
"Unbewusste Kommunikation"
Ich sage jetzt einfach mal:  "Was könnte selbst eine bewusste Kommunikation im Außen erbringen, was die unbewusste, jedoch viel stärkere, intensivere unbewusste Kommunikation der Herzen nicht schon längst "geklärt" hätte...!?"

Jetzt mag natürlich so Mancher dann regelrecht aufstöhnen:  "Was für ne Anstrengung!"
Zum Einen schon mal jedes einzelne Erlebnis mit dem Gegenüber aktiv als "neue Erfahrung" zu sehen, nicht als Schablone, als Wiederholung! Und dann den Anderen trotzdem nie wirklich zu "verstehen"...
Zum Anderen diese "Arbeit", "dieser Aufwand" hier mit dem Gegenüber zu kommunizieren. Wozu noch kommunizieren, wenn eh schon "alles gesagt" ist. 

Um nicht zu interpretieren, zu glauben... sondern wahrlich zu wissen...!

Doch mein "Gegengedanke" dazu:
Erkennen wir, welche einmalige Sache es ist? Dass Erlebnisse, Gedanken, Gefühle uns ganz alleine geschenkt sind!? Es keine Kopie davon gibt!
Und es uns obliegt, diesen Schatz in Respekt und Liebe mit anderen zu teilen! Zusammen zu rücken!
Mitunter auf diese Weise zu leben, zu erfüllen, was Eins ist....



Was offenbart sich also für mich hier...?

Bewusstheit und Erkenntnis!
Respekt und Anerkennung meiner selbst und dadurch auch meines Gegenübers!
Annahme all dessen.

Einzigartigkeit!

Liebe!

Chance!


Könnte es also durchaus sein, dass man so manche technische Errungenschaften wieder einer ursprünglichen Bestimmung zuführen, zurückführen kann...
...zum Beispiel zum Organisation einer Kommunikaktion...?!
Zu Deutsch: Anrufen, vereinbaren ... und dann aber persönlich kommunizieren! Mensch sein!

Dass es Unmengen zu "bereden" gäbe... jedoch nicht diesen allseits verseuchenden Tratsch... sondern Aufmerksamkeit meinem Gegenüber zugewandt...Schätze, Leben zu teilen!?

Könnte es sein, dass dieser Bereich, dieses Interesse erheblich dazu beitragen könnte, Konflikte erst gar nicht entstehen zu lassen...!?

Dass man nicht interpretiert, einschätzt, glaubt...
...sondern weiß und lebt...!?
Dass man selbst IST! Genau so, wie man ist. Und Andere ebenso sein lässt, wie sie eben sind. Nicht aufgrund eigener Täuschung, Interpretation am Ende dem Anderen vorschreibt, wie er zu sein hätte...


Wie schon angeführt...
...wir wurden konditioniert.
Wir sind auch in diesem Rad am Laufen...
...jeden Tag.

Hierzu noch ein kleines abschließendes, bildliches Beispiel...:


Hast Du lieber Leser schon einmal auf ein schnell drehendes Rad hingeblickt...
...und dabei eher nur Schemen, unscharfe Dinge erkannt...?
Und ganz plötzlich... so zwischendrin... für Sekundenbruchteile... scheint das Rad zu stehen ... und du erkennst jedes einzelne Detail des Moments...


Eine solcher Bruchteil... ein solches Bild vermag auch zu sein, wenn man an sich, in sich erkennt, wie man selbst mit seiner Erfahrung, seiner Interpretation, seinem Glauben über Wissen....
...seinem Umgang mit "dem Anderen" umgeht, lebt.
Es vermag ebenso einer jener Augenblicke sein, in denen man die Chance und Gelegenheit hat, am Anderen zu erkennen.

Wenn man an diesem schnell drehenden Rad die volle Konzentration hineinlegt, erneut diesen "Bruchteil" zu erleben, wird es nicht gelingen.
Lässt man jedoch los... lässt geschehen...  öffnet sich...   dann werden sich weitere "Bruchteile" eröffnen...
...ergeben langsam ein Gesamtbild. Geben frei...



Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich ins Wochenende...
...und wünsche Euch viel Erkenntnis, viel Erlebnis...
...mit Euch selbst...
...mit Euren Gegenübern namens Mensch!


Euer Prinzerl



Bildquelle: Pixabay