Sonntag, 3. Januar 2016

Gewalt - ein unrühmliches Thema! Notwendigkeit ...oder einzig Ergebnis einer Angst?


Ein herzliches Hallo liebe Freunde und Leser!

Heute möchte ich mich einmal ein Thema streifen, ansprechen...
...das schon seit Anbeginn der Menschheit oft gemieden, andererseits angeprangert oder regelrecht verdammt wird:

DIE  GEWALT  


Bereits aus früheren Zeiten - wie z.B. einem als "dunkel" beschriebenen Mittelalter - rühren noch "Zeitzeugen" her, in dem die Gewalt sehr weit verbreitet schien.

Wie kam ich jetzt just auf dieses Thema?

Kürzlich hatten wir eine sehr schöne Burganlage - in Burghausen, Bayern - besichtigt.

In einem - von außen - doch fast unscheinbaren Bau war noch das sogenannte "Foltermuseum" untergebracht.
Von außen unscheinbar - im Inneren dann bis in Einzelheiten hinein dann beschrieben und illustriert, was da oftmals an der Tagesordnung schien.
Dinge... bei denen es einem die Gänsehaut aufzieht... und man versucht ist, schnellstmöglich zu verdrängen, was man da eben sah.
Versuche, die bei mir bis heute nicht immer mit "Erfolg" gekrönt sind.

Ein Beispiel gefällig?

Hier ... bitte:

Allfällige bildliche Darstellungen und Anleitungen dazu erspare ich Euch jetzt besser...

Insbesondere dann der letzte Satz brannte sich in mein Gedächtnis:
"....die die menschliche Vorstellungskraft entsinnen und verhängen konnte..."

Der menschliche Geist kennt ... oder kannte hier also keinerlei Scheu oder Grenze, die jeweilige Grausamkeit schier unendlich auszuweiten...

Dies ist nur eine "Variante" der Gewalt, welche hier offenbar zuhauf praktiziert wurde. Und noch viele andere Foltermethoden.
Zum Beispiel auch schon für Kleinigkeiten... wenn ein Bäcker zu kleine Brötchen buk..., ein Musikant falsche Töne spielte...

Alles andere also, als wirklich "lustig".


Dies war ein grauenvolles Mittelalter und mit Sicherheit den Aushängschild menschlicher Zivilisation.
Gerade dieses ist ja aber - so auch zum Beispiel anschaulich in diesem Museum angesprochen - zum Beispiel mit den sogenannten Hexenverbrennungen in Erinnerung. Einer Inquisition.
Teils also durchaus Greueltaten im Namen einer Religion, Kirche. Im Namen eines vermeintlichen Gottes. Weitere "Tätigkeiten" im Namen von Herrschern, Regierungen und dergleichen. Auch das oft und teils nach wie vor bestrittene "Tun" eines Hitler-Reiches fällt ganz gewiss da drunter...

Ich will hier nicht näher ausholen, um noch mehr davon hervor zu holen. Jeder, der nur annähernd im Unterricht aufgepasst hat, weiß um die oft unrühmliche Geschichte. Von Anfang an.


Gewalt also.
Mit all ihren Auswüchsen.
Genauso heute doch nach wie vor zu beobachten am Erdenrund.
Aktuell aus dem Tagesgeschehen - zwei Buchstaben sollten reichen:  "I S"


Die Definition der Gewalt stellt sich wie folgt dar:

Als Gewalt (von althochdeutsch waltan „stark sein, beherrschen“) werden Handlungen, Vorgänge und soziale Zusammenhänge bezeichnet, in denen oder durch die auf Menschen, Tiere oder Gegenstände beeinflussend, verändernd oder schädigend eingewirkt wird. Gemeint ist das Vermögen zur Durchführung einer Handlung, die den inneren oder wesentlichen Kern einer Angelegenheit oder Struktur (be)trifft.
Der Begriff der Gewalt und die Bewertung von Gewalt ändert sich im historischen und sozialen Kontext. Auch wird er je nach Zusammenhang (etwa Soziologie, Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft) in unterschiedlicher Weise definiert und differenziert. Im soziologischen Sinn ist Gewalt eine Quelle der Macht. Im engeren Sinn wird darunter häufig eine illegitime Ausübung von Zwang verstanden. Im Sinne der Rechtsphilosophie ist Gewalt gleichbedeutend mit Macht (englisch power, lateinisch potentia) oder Herrschaft (potestas).Zivilrecht und Strafrecht basieren auf dem allgemeinen Gewaltverbot (siehe hierzu auch Gewaltmonopol des Staates).


Wenn man sich dieses von mir gebrachte Beispiel nochmal vornimmt, dann schlägt diese Definition einzig in dieselbe Kerbe.
Gewalt ist eine Handlung, die in der Regel immer schädigend auf irgend etwas einwirkt.

In der Tat stößt mir aus dieser Definition nun heraus ein wenig auf:
Gewaltmonopol des Staates.
Es gibt hier also einen oder mehrere "Mächtige", die das Sagen haben. Die gemäß der Definition bestimmen. Und die auch - wenn jetzt heute auch keine Folter mehr - doch Gewalt anwenden können, um diese Interessen durchzusetzen. Auf der einen Seite wird Gewalt untersagt. Auf der Anderen aber doch selbst angewandt. Ich lenke das Augenmerk als Beispiel auf Staaten, wo es noch Folter und Todesstrafe gibt...   
Ob man diese "Mächten" nun als "Volksvertreter", Politiker... oder sonstiges bezeichnet.... Das ließe ich nun mal dahingestellt. Oftmals stellen sich heutzutage diese Volksvertreter nicht unbedingt als solche dar... sondern die kochen ihr Süppchen und führen einfach an, im Interesse eines Volkes zu handeln.
Letztlich geht es bei Macht immer um Kontrolle vieler durch Wenige.


Ich möchte mich nun aber nicht den großen politischen Bühnen widmen...
...denn die sind in der Regel nur der große Auswuchs dessen, was letztlich in uns selbst beginnt. In jedem Einzelnen!

Gewalt im Einzelnen also?

Existiert nicht - womöglich?

Also dessen wäre ich mich definitiv nicht sicher!
So ganz und gar nicht!

Schauen wir uns um... ein vielfaches Beispiel: Gewalt in Beziehungen.

Was passiert hier?

Nun... um es kurz zu umreissen...:  Mangelkinder treffen aufeinander. Irgendwann geht selbst die
Basis für jegliches Gespräch verloren. Ein oftmalig unterdrücktes Kind-Ich bricht durch, wird jäh-zornig...zuckt aus.
Man ist nicht mehr imstande zu argumentieren. Man will sich aber durchsetzen. Die vermeintliche "Oberhand" behalten...

Und schon knallts!

Wie siehts aus mit Schlägereien unter Erwachsenen?  Ehemals eher augenscheinlich zwischen Männern...  neuerdings stehen aber Frauen auch um nichts nach...

Wie siehts zwischen Kindern aus...?
Also ich kann mich sogar noch an meine Kindergartenzeit erinnern, wo es vereinzelt oftmals rauh zur Sache ging...


Es gäbe vermutlich unzählige Beispiele aufzuzählen, wo Gewalt ausgeübt wird.
Von früheren Foltermethoden angefangen bis zu heutigen wahrscheinlich subtileren Methoden. Vielleicht oft nicht mehr körperlich.... jedoch anders ausgelagert. Angewandt.


Jetzt wäre es durchaus interessant, mal in folgende Frage in den Raum zustellen:

"Was bringt mir Gewalt...?"

Ich persönliche sähe keinen Sinn darin. Grundsätzlich.

Freilich änderte sich z.B. die Sachlage, wollte mich jetzt zum Beispiel beim Rausgehen jemand vermöbeln, überfallen. Da kann man unter Umständen ausweichen versuchen, was man will. Wenn der Andere sein "Ziel" nachdrücklich verfolgt... dann wird unter Umständen ein "Zusammenprall" unvermeidbar sein.
Und ganz ehrlich: bevor ich... dann der Andere.
Man könnte so etwas auch als Überlebensschutz bezeichnen. Als schier animalischen Überlebensinstinkt. Und es steckt nun einmal - trotz aller Intelligenz - auch Animalisches in uns. Mit rationellem Denken hat dies dann nichts mehr zu tun.
Ein sogenanntes Gesetz räumt dies als "Notwehr" - "Nothilfe" wenn es um einen 3. geht - ein.


Wenn ich versuche, den Gedanken einer Gewalt zu verfolgen, so ende ich zumeist definitiv in einer Überschreitung meiner Verantwortung.
In einem - handgreiflichen - Abwälzen von Verantwortung auf Andere.
Von Mangel eines Selbstbewusstseins.
Von Mangel eines Selbstwertgefühls.
Von Mangel in noch anderen Punkten.
Von Angst in all ihrer Vielfalt.


Auch erschiene mir Gewalt in gewissem Sinne als Widerstand, zu dem was IST.
Als Widerstand - möglicherweise eines Ego.
Und der Kreis schlösse sich wiederum zu den eben zuvor genannten Dingen.

Man könnte also durchaus auch sagen: "ein Teufelskreislauf"


Dieser Tage las ich auch einen schönen Post, was die Eltern-Kind-Beziehung anbelangt.
Also ich darf Euch verraten: Meine war von Gewalt gut "durchwachsen"!
Und ich bin kein Einzelfall.

Es ist also im gewissen Sinne schon Gewalt in die Wiege gelegt.
Ob dies nun verbal anfängt... bis hin zu wirklichen Tätigkeiten.


Nun...
...es ist schon schier müßig einerseits...
...und schier unerschöpflich auf der anderen Seite dieses Thema.


Der vielleicht viel interessantere Ansatz steht damit an, wie man diesen Kreislauf einer möglichen Gewalt unterbrechen kann...!?

Ich bin nun kein Psychologe oder sonstiger Schlaumeier!
Aber mein Herz sagt mir wiederum, dass jegliche Ursache immer in uns beginnt!

Dies ist nun keine Schuldzuweisung oder sonstiger Unsinn!

Dies ist nur Fakt.


Ich stelle nun mal so in den Raum...
...bin ich ein sehr bewusster Mensch, kenne ich mich... bitte mit allem an und in mir (ALLEM!!!)...
...dann kenne ich meine Verantwortung...
...dann kenne ich Respekt - vor mir selbst und dem Anderen...
...dann erkenne und verstehe ich Leben...
...dann "kenne" und lebe ich Liebe...!

Nicht irgendwelchen 60er-Jahre-Hippie-Scheiß....
...sondern Liebe in ihrer Großzügigkeit, Wärme und Weite...

Wie also sollte ich damit auf die Idee kommen, mit Gewalt irgend etwas durchsetzen zu müssen? Gar jemand anderen damit zu schädigen...?

Und ich treibs jetzt hier ein bisschen auf die Spitze:  ich meinte dann mit der Gewalt jetzt nicht nur Handgreiflichkeiten... sondern auch Verbalitäten! Beschimpfungen, Tratsch... (dies wäre so eine subtile Methode in der heutigen Zeit, in gewisser Weise Gewalt auf jemanden zu erzeugen. 

Kennt vielleicht von Euch jemanden, einen Kollegen, einen Mitbewohner im Dorf... über den aber dermaßen getratscht wird, dass dies schon Auswirkungen auf denjenigen hat. Psychisch... oder physisch... egal!). Man kennt es - gemäß gesetzlichen Regeln - wiederum als "üble Nachrede, Verleumdung" etc. etc.
Eine "gewalttätigere Form" dann wäre im Weiteren dann bekannt unter "Mobbing, Bossing".
Und glaubt mir... es gibt hier definitiv subtile Formen von "Gewalt", die soweit zusetzen kann, dass der Betroffene kein Bein mehr auf den Boden bringt. Ich weis, wovon ich rede.

Es gibt also durchaus nicht nur körperliche, physische Gewalt. Es gibt durchaus aus psyschische, verbale, emotionale Gewalt.


Da wäre ich jetzt also nochmal beim Punkt "Gesetz, Regeln"...

Was helfen all diese Gesetze, Regeln...
...wenn ein zuvor beschriebenes "Grundverständnis" nicht vorhanden ist?

Ist Gesetz alleine - hierzu bemerkt: mit "Gewaltandrohung" im Verletzungsfall - ausreichend Schutz, damit niemand Gewalt anwendet?
Ist Gesetz genug, um gegebenenfalls dann Gewalt gegen den Gewalttäter auszuüben?

Hat es geholfen, dass Menschen nicht töten, foltern, verletzen, betrügen, lügen, und noch so Vieles mehr...?

Nicht immer.
Ein Blick auf allfällige Gefängnisse, Strafabteilungen von Gerichten und Behörden beweist den Status quo.


Gewalt also.
Sie beginnt in uns.

Es wird noch ein weiter Weg werden, erst einmal Bewusstsein in uns selbst herzustellen.

Es wird nicht helfen, auf die Straßen zu gehen, Schildchen hochzuhalten und Friede zu brüllen! Und vor allem dann beinah im selben Atemzug - und vor allem selbst - gleich weiter zu tun, wie vorher!

Ähm bitte... diese Vollkloppi´s nun, die sich da oft unter Demonstranten mischen uns ohnehin nur auf Randale aus sind... nun... dies ist letztlich dann nur ein extremer Auswuchs von Gewalt... herrührend wiederum aus schon geschilderten Gründen.

Wenn IN uns Unordnung/Chaos, Unfriede, Mangel und Angst ist...
...wie soll dann im Außen etwas anders sein können...!?

Bewusstheit, Verantwortung, Friede beginnt in uns. Also ganz leise.
Es ist ein Stück Arbeit. Es ist nicht nur Schildchen hochhalten und brüllen. Neeiiiiiin.
Es ist ein sehr leiser... doch unglaublich effizienterer Weg.

Der nur dann entstehen kann, wenn der Wille, das Interesse dazu da ist.


Gewalt ist vorhanden.
Gewalt ist nicht zu beschönigen. Doch sie IST.
Gewalt ist schon gar nicht zu verherrlichen. Doch sie IST.
Gewalt kann aber nicht dort geändert werden, wo sie passiert. Denn sie IST schon.

Sie IST das Ergebnis... aus dem Einzelnen heraus.


Wenn jetzt wer gedanklich aufschreit:  "na so ein Schwachsinn, ich werd´ zum Beispiel Schuld sein am Greuel eines I S...!"
 Ja freilich - direkt ist der Zusammenhang jetzt so sicherlich nicht herzustellen!

Doch man bedenke bitte:  Wie lange gibt es nun schon Menschheit? Wie lange gibt es schon Angst,
Mangel, Neid, Eifersucht, Zorn.... etc. etc. etc....?

Selbst schon in einer Steinzeit ging es um Status und Besitz. Da kloppte man sich halt mit Keulen oder Steinäxten tot...  Heute, ja heute wie gesagt, geht man subtiler vor!
Man schuf in weiterer Folge Herrscherreiche, Religionen, Regierungen, Machtkonstrukter aller möglicher Art...Gewalt also in den "schillerndsten Farben".
Warum gibt es heute Wenige, die in der einen oder anderen Weise über viele Andere herrschen. Gewalten anwenden am laufenden Band!

Hat irgendwann einmal schon irgend jemand hier Aufklärung betrieben, woraus all dies entstanden sein könnte - hat sich irgendwer schon selbst dafür interessiert, ist jemand aktiv geworden?
Hat irgend jemand schon einmal ins Auge gefasst, dass die uns gegebene Intelligenz sich über ein animalisches Ego erheben... oder zumindest sich diesem gleichstellen könnte...? Man gewisse Dinge mal endlich realisieren dürfte...?


Es geht doch schon über Jahrtausende um ein Ego-Denken!

Wer kennt den Spruch:

"Einer für Alle...
Alle für Einen.

Am Meisten für mich!"


Genau das! Und nichts anderes!
Und es diese ganze Systematik im Außen läuft immer mehr in diese Richtung.

Was also ließe dies für einen Schluss im Hinblick auf das Innen zu...?


Gewalt also ist für mich letztlich einer jener Punkte, die am "einen Ende" der imaginären Linie zu finden ist...
...eine Art "End- ergebnis".

Das "andere Ende" sind wir selbst!

Das "Dumme" an der Sache ist: auch ... oder gerade dies kann sich letztlich zu einer Endlosschleife , einem "Ping-Pong" entwickeln!
Denn alles, was man aussendet, kehrt wieder zurück!



In diesem Sinne liebe Freunde...

...hiermit also eine weitere dringende Einladung, IN UNS so einigen Dingen auf den Grund zu gehen!

Die "Probleme" kommen nicht von Außen! Die sind allesamt "hausgemacht"!
Das was uns im Außen begegnet, ist bereits das Ergebnis, das Echo... der Spiegel!
Kürzlich gab es von mir die Beitragsreihe zu den 7 hermetischen Gesetzen des Lebens...

Gewalt hielte ich für ein Ergebnis dessen, wenn ich nicht diesen Gesetzen zufolge lebte...


Habt noch einen schönen Sonntag Abend... und generell eine Zeit der Erkenntnis und eine... Eure Zeit ... ohne Gewalt!

Dort, wo sie uns dennoch begegnet, hält das Leben seine Spiegel und Arschengel bereit!
Nur ist dieser Spiegel oft nicht jener, der ganz einfach 1 : 1 spiegelt.
Ist nicht einfach Silbertablett, das präsentiert.
Auch hier ist Bewusstheit, Offenheit, Verantwortung gefragt...

Euer Prinzerl

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