Freitag, 12. Februar 2016

"Falsch, Fehler"... Mitunter sehr belastende Be- und Verurteilungen eines Geistes


Hallo meine Lieben!

Heute möchte ich mich neuerlich einem Bereich widmen, der im Tagesgeschehen sehr oft auftaucht.

Dem sogenannten ...


Schauen wir doch mal wieder zuerst zur Definition des Fehlers:
Ein Fehler ist die Abweichung eines Zustands oder Vorgangs, der bezüglich der zu erfüllenden Aufgaben festgelegt ist.
Für den Kontext des Qualitätsmanagements wird Fehler definiert als ein „Merkmalswert, der die vorgegebenen Forderungen nicht erfüllt“ und als „Nichterfüllung einer Anforderung“; dabei wird die Anforderung definiert als „Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“
Es wird generell zwischen zwei Typen von Fehlern unterschieden, dem erwarteten Fehler und dem unerwarteten Fehler. Das Auftreten eines Fehlers kann von bestimmten Bedingungen, sogenannten Fehlervoraussetzungen abhängig sein und damit systematisch sein. Sind die Bedingungen bekannt, unter denen ein Fehler auftritt, kann er reproduziert werden. Vermeiden kann man nur Fehler mit bekannter Ursache. Die Folgen eines Fehlers sind in der Regel unerwünscht. Daher werden Fehler häufig – aber nicht ausschließlich – nach der Schwere der Fehlerauswirkungen klassifiziert. Bei Produkten ist die Geringfügigkeit von Fehlern ein Qualitätsmerkmal. Das Vorliegen oder Auftreten von Fehlern stellt unter Umständen einen Mangel dar. Bei Lebewesen können bestimmte physiologische Mängel rezeptive Fehler verursachen (Sehfehler, Hörfehler, Lesefehler; siehe Dyskalkulie). Andere Wahrnehmungsfehler haben kognitive Ursachen; siehe z. B. Aufmerksamkeit,Halo-Effekt, Denkfehler, Vorurteil.
(Quelle: Wikipedia)


So.
Das ist ja nun erst einmal ein dicker Batzen!

Ein Fehler... etwas falsch machen ... ist also die Abweichung eines Zustandes oder Vorganges, der schon festgelegt ist.
Etwas entspricht nicht meinen Vorstellungen, Vorgaben, Erwartungen... = FEHLER.
Vorstellungen, Vorgaben, Erwartungen, die ab er oft ja nicht einmal selbst erfunden sind, sondern nur unbewusst übernommen...


Ich greife jetzt bewusst zwei krasse Beispiele an sogenannten "Fehlern" heraus, um im Folgenden nun jedoch eine gewisse Unterscheidung herausarbeiten zu können.

Beispiel A:
Die Meisten von uns haben vermutlich die letzten Tage Nachrichten gesehen, gehört... somit auch von dem Zugsunglück in Bayern, wo zwei Züge vermutlich fast ungebremst in einer unübersichtlichen, eingleisigen Kurve zusammengeprallt sind und bis dato 11 Menschen getöten wurden.
Man hat derzeit noch keine explizite Stellungnahme abgegeben, ob hier nun ein technisches Gebrechen, ein "Fehler", vorliegt oder ein Menschlicher.

Hier an dieser Stelle wäre definitiv die Aussage der Definition  mit einzubringen, was die Klassifizierung der Schwere des Fehlers angeht: Denn diese "Schwere eines Fehlers" wird in der Tat zumeist eigentlich mit der Schwere der Folgen des Fehlers in Zusammenhang gebracht bzw. ausgelegt!
Lassen wir dies aber mal kurz so stehen!

Vielmehr an dieser Stelle all den Betroffenen Angehörigen, Verletzten meine aufrichtige Anteilnahme ... und gleichzeitig Dank an all jene Retter und Helfer!


---- Eine Minute des Gedenkens möchte hier sein ----


Gut.
Beispiel B)
Eine Beziehung. Einer der Partner geht fremd. Riesen Fehler.
Lassen wir auch dies mal so stehen!


Wenn wir uns nun also vorerst Beispiel A) zuwenden, so könnte man selbst dieses noch in zwei "Unterbereiche" teilen...
1) Fehler in einem Material, Fehler in einer Programmierung oder dergleichen. 
2) Menschlicher Fehler aus sich selbst heraus... oder als Folge eines z.B. unmittelbar vorhergehenden Material- oder Technikfehlers

Zu 1)
Fehler im Material, Technikfehler (Programmierung etc.).
Man könnte nun den imaginären Faden auseinanderdrehen...   jaaaa.... Material, Technik wurde von Menschen geschaffen (Konzeptionsphase, Produktionsphase, schlechte Kommuniktation über alle Bereiche u. dgl.). Gibt es 100%-Fehlerausschlussquote? Nein.   Ja selbst wenn ich den "Faden" noch weiter auseinanderdrehe und sage, Material wurde von Computern gefertigt, kontrolliert usw. usw....   Diese Computer wurden wieder von Menschen oder Computern gebaut, kontrolliert, programmiert. Eine schier endlose "Schleife" also.
Der Mensch letztlich setzte gewisse Standards, gewisse Abläufe, bestimmte Anforderungen fest... ja! Aber es besteht immer ein sogenanntes "Restrisiko".


Zu 2)
Fehler im Verhalten / Nichtverhalten eines Menschen.
Natürlich - um auf das konkrete Beispiel einzugehen - wird der Mensch geschult. Durchgeschleift durch viele Konditionierungsprogramme. Angefangen von einer Erziehung bis hin zu sehr fachspezifischen Trainingsprogrammen. Eben um genau - auf jeweilige Situationen, Szenarien angepasst - gewisse Reaktion oder Nicht-Reaktionen zu erzielen.
Und weicht das erwünschte Verhalten dann von der Vorgabe ab, die grade in beruflichen Risikobereichen sehr eng "gesteckt" ist..., dann spricht man auch hinlänglich vom "Fehler".
Gleichfalls wieder mit in die Bewertung einbeziehend, wie schwer die Folgen dieses "Fehlers" sind.

Grade zum Punkt 2) möchte ich aber nun noch ein wichtiges Detail mit einbeziehen...

Wie gut kann ein Trainingsprogramm, eine Konditionierung sein?

Seltsame Frage - oder?

Nun... ich stelle sie mir deshalb, da ich jetzt einfach mal in den Raum stelle, dass ein Mensch kein Computer ist!
Denn - so es kein lernfähiger Computer ist - ein Computer folgt einfach nur seiner Programmierung.
Ob ich nun einen Befehl - eine einzige Reaktionsmöglichkeit - einprogrammiere... oder 100.000....   Der Computer wird und kann sich nur im Rahmen dieser Parameter "verhalten".   Nullen und Einsen.

Was aber nun stellt das menschliche Gehirn dar?
Einfach nur einen Computer?  Zugegeben einen sehr leistungsfähigen...? Nullen und Einsen?

Wie weit ist man schon mit der tatsächlichen Erforschung des menschlichen Gehirns?
So richtig richtig meine ich...!
Immer noch verhältnismäßig in den Kinderschuhen!

So.
Nun nehmen wir also mal Max Mustermann.... der wird nach allen Regeln und Unregeln der Kunst gedrillt, trainiert, konditioniert ... und was es sonst noch so an Möglichkeiten und Mitteln gäbe...
Jetzt ist er laut Wissenstand Max Super-Mustermann.

Ist er jetzt auch festgelegtes Parameter aus Nullen und Einsen...?
Oder folgt die sogenannte "Programmierung" des Menschen noch immer ihren eigenen Gesetzen und Wegen...?

Ist der Gute letztlich immer noch Mensch...?     MENSCH !?!?!?!?         Nicht Maschine...!?


Ich behaupte nun also Folgendes:
Soferne sich dieser Mensch nicht durch irgend etwas selbst ins "Out" stellt.... zum Beispiel Alkohol, Drogen, Missbrauch mit dem Körper (wozu ich auch schlechte Ernährung, zuwenig Schlaf u. dgl. zähle)...  dann ist er mitunter sehr gut auf sogenannte „Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“ konditioniert.
Durch entsprechende/benannte Beeinträchtigung verstößt der Mensch mitunter bewusst gegen die Erfordernis oder Erwartung.
Doch ist und bleibt der Mensch eben Mensch!

Und bei allen Möglichkeiten im Heute, Ursachen für Fehler zu eruieren...
...ich hielte dann recht wenig von einer Verurteilung eines Menschen dafür, dass er eben Mensch ... und nicht Roboter ist!

Denn ein grundlegendes Ding, dass gar nicht mal so sehr wissenschaftlich belegt werden muss, liegt schier auf der Hand....:
Man kann einen Menschen noch so drillen und konditionieren....   Ein sogenannter "Stress-Faktor" kann - und wenn auch dies 1000 Mal trainiert wurde - eben im "ungünstigen Zeitpunkt" all die Konditionierung zunichte machen.
Dann weicht das folgende Verhalten von der Erfordernis oder Erwartung ab!
Hier beginnt eine "Programmierung" zu laufen, die weitab jeglicher wissenschaftlicher Erklärung liegt (ja man tut es oft als "Überlebensinstinkt" ab...).

Und dann wird er "ans Kreuz genagelt" dafür...???   Für eine Nichtentsprechung in einer Vorgabe? Einer Vorgabe, die eben der Mensch schuf... nicht aber das Leben...?

Gab man mitunter nicht letztlich sogar schon "Gott" die Schuld, mit der Schaffung des Menschen einen "Fehler" gemacht zu haben...? Im Hinblick auf seinen Umgang mit dem Planeten Erde zum Beispiel...?  Sei der Mensch nicht die größte "Bestie" auf diesem Erdenrund...?

----

Und nun möchte ich noch auf mein schon oft zitiertes Beispiel B) übergehen, bei dem vielleicht schon vorhin - beim kurz Anlesen - wieder die ersten Emotionen hochgezuckt sind wie giftige Pfeile...

Als schier krassestes Beispiel im zwischenmenschlichen Sein.

Gleichsam den beruflichen Konditionierungen sind wir in unserem Leben schon von Beginn an - und darüber hinaus (man sollte ja nicht unterschätzten, dass das Kind selbst im Mutterleib schon empfänglich ist für alles, was geschieht...) - ebenso Anpassungen ausgesetzt.

Wir sollten lieb sein, brav, folgsam, sauber.
Spätestens mit der Schule kam dann noch "fließig" dazu. Damit aus uns mal etwas "WIRD"!
Wir waren also noch nichts... es musste erst werden.

Woran werden wir im Zuge dieses "Programms" noch angepasst...?

An sogenannte gesellschaftliche Regeln! Ob die nun aus irgendeinem Gesetz stammen, einer Religion... oder eben "nur" der Gesellschaft an sich...  egal.

Rücken wir mal ein wenig in den Fokus also...

Wozu schuf man sich Gesetze?
Um Sicherheit zu manifestieren? Wer das Gesetz nicht befolgt, wird bestraft!
Toll!
Wo ähm ist die Sicherheit dazu?
Man blicke in die diversen Strafabteilungen von Behörden, Gerichten...
Sicherheit also...

Wozu schuf man sich Religionen?
Um ebenfalls Sicherheit zu manifestieren?  Und wer die Gebote nicht befolgt, kommt in die Hölle!
Tooooll!
Nochmal.... wo war da eben die Sicherheit?

Wozu schuf man Regeln in der Gesellschaft?
Um vorzugeben, anzuschaffen, was sich einige ausgedacht haben, dass es für alle das Beste sei...?
Toooooollllllll!
Woher weis zum Beispiel irgend jemand, was ausgerechnet für mich das Beste sei...?
Da bekäme ich jetzt gerne ne Antwort.
Ja?
Ich höre...?
Doch nicht...?


So.
Und wenn ich jetzt also gegen diese Gesetze, Religionen, Regeln und sonstiger Kauderwelsch verstoße....
... ja daaaaaaannnnn:  dann mache ich etwas falsch. Ich mache einen Fehler!
Und ich krieg zumeist in irgendeiner Form eins auf die Mütze!

Eine dieser vermeintlichen Regeln, bis vor nicht allzu langer Zeit auch im Gesetz / Ehegesetz so verankert, in der Religion so verankert...   in den sogenannten gesellschaftlichen Regeln so verankert....

...Multi-Mega-Fehler also...

Das Fremdgehen.
  • Nach Gesetz war es ein Scheidungsgrund. Prozess, Schuldspruch. Scheidung. Unmengen an Kosten.
  • Nach Relegion - Freibrief in die Hölle. "Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib"  bzw. "Du sollst nicht Ehe brechen"  (eigentlich aber doch auch eine Ungerechtigkeit! Denn man dachte wohl nicht, dass man auch des nächsten Mann begehren könnte... oder wie jetzt...?)
  • Nach Gesellschaftsregel:   Das mit dem "tollen Hecht" hat man bald ausgetrieben und es blieb noch das "Schwein" über...   Verächtung, Verurteilung, Meidung, Tuscheln und Tratschen...


Fein.

Nur jetzt machen wir den Sack mal langsam zu!

WER denn bitte hat diese Gesetze, Religionen, Regeln erfunden...?

Die Schweizer...???

Nö. Die haben viele schöne Sachen! Sie haben auch Ricola!
Aber die alleine zumindest warens sicher nicht!

Es waren jene, die sehr bald das feinfühlige Gespür entwickelten, wie man Menschen ihre Verantwortung abschwatzen kann...
...und für seine eigenen Zwecke brauchen... oftmals missbrauchen... kann!
Es waren Menschen!
Kein omnipotenter Gott oder sonstiger Senf!
Menschen!


Und jetzt stelle ich eine provokante Umkehr in den Raum:
Wenn dieser Gott - welchen Namen wir ihm jetzt auch geben wollen - Gesetze, Regeln erschaffen hat...
Ja ... aus welchem Grund wirkt ER nicht ein auf die Einhaltung? Sanktioniert gar?

Antwort: (und sorry jetzt für meine rauhe Definition!)
Weil dieses Gesülz alles aus Menschenhirn, Menschenhand stammt.
Einer Flucht in einen Irrglauben. Dem glaublichen Erkennen und Meinen Weniger, andere viele Menschen damit in gewisser Weise leiten und kontrollieren zu können!
DAS alles hat mir wahrem Respekt, wahrer Liebe zum Leben rein gar nichts zu tun!

Mein Herz sagt: Wahres Erkennen, Respektieren, Leben und Sein kommt aus dem Herzen, aus dem Leben selbst. Aus einer allgegenwärtigen Liebe!


Verantwortung abschwatzen also?

Ja selbstverständlich!

Und wie kommt´s?

2 Dinge!

  1. Indem Menschen seit Anbeginn "Jünger" eines Mangels, letztlich einer allumfassenden Angst waren!
  2. Indem Menschen seit Anbeginn "Konfortsesselhocker" waren. Ja... diese Eigenschaft sogar noch seeeehr gut erweiterten, ausbauten. Der Weg des geringsten Widerstandes! Da gibt´s doch Andere für... sollen DIE bloß mal tun...

Einer Angst, aus der Mängel wie Neid, Eifersucht, Minderwertigkeit und vieles mehr, was sich in diesen Reigen einfügt.
Und nach außen wirkt.
Jeden Tag!

Hier ein interessanter Link zu einer sehr direkten Darstellungen der Philosophie des Mängelwesens:


Jetzt könnte man meinen.... "ja damals ist nicht mehr heute..."

In der Tat. Das ist es nicht.
Doch diese Prägungen der Angst und des Mangels bestehen und wirken schon seit Jahrtausenden. Nicht erst seit gestern mal eben...

Heute braucht man keine Angst mehr haben, von einem hungrigen Säbelzahntiger gefressen zu werden, oder von einem Mammut totgetrampelt zu werden, dass in der FuZo mal panisch um die Ecke biegt...

Wie aber in dem Artikel angeführt, hat der Mensch sich nicht nur physisch... sondern vielmehr auch psychisch geflüchtet.
Durch technische Errungenschaften, durch Schaffung von Institutionen (und hier wären wir nun u.a. wieder bei der vermeintlichen "Sicherheit")... durch Schaffung von Normen usw....
Es scheint zwar, der Mensch wollte sich durch seine vermeintliche Entwicklung entlasten...   hat sich jedoch immer mehr schön nicht ent-wickelt... sondern vielmehr einge-wickelt in das System.  Doch genau dieses System verstrickt also immer mehr. Engt immer mehr ein. 
Vermittelt den Eindruck, man müsse immer noch mehr kontrollieren, vorgeben...
Die Menschen beginnen zu merken, dass etwas am freien Gehen hindert, etwas die Luft zum Atmen nimmt...
Man erkennt, dass dieser immer stärker werdende Verstrickung ... unter herkömmlicher Anwendung eines Verständnisses - auch immer mehr Quellen zu "Fehlern" ermöglicht.
Im Gegensatz sinkt die "Akzeptant" von "Fehlern". Man ist viel schneller mit Konsequenzen zur Hand.

Und jene, die "am Ruder" sind - oft schon mal weit weg von der Basis des Lebens und nur mehr in ihren Sphären - nutzen dieses Ver-Wicklungen für sich. Wickeln noch mehr. Dass ja keiner mehr auskommt.
Derjenige, der augenscheinlich nicht mit dem Strom schwimmt, der nicht das tut, was man eben "in der Regel so tut - zu tun hat, wenn man dies und jenes will, dies und jenes vorhat ... etc. etc. etc. - der ist schnell bewertet, be- und verurteilt. Abgestempelt.

Grade eben komme ich wieder von so einer generalisierenden, voraussetzenden Erwartung, Anforderung, deren Erfüllung "erwartet wird"...  Und wenn nicht? Dann sieht man dies sofort wieder als "Fehler". Ohne sich dazu noch die Mühe zu machen, das breitere, gesamte Spektrum, das "Dahinter", gar den Menschen zu sehen... sehen zu wollen!
War ich grade eben wieder in der Rolle des "Arsch-Engels", der eigentlich den Aussprechenden einzig reflektierte...? Der mich - hinter der dargebotenen Maske - erkennen ließ...?




Vorhin grade schrieb ich doch "Verantwortung abwälzen"... richtig...?

Und genau da sind wir jetzt angelangt!

Wo zeigt den der berühmte "Zeigefinger" am liebsten immer zuerst hin...?
Jaaaaa....?

Kennen wir das Prinzip "Ursache und Wirkung"...?
Ohne jetzt hier das Geringste zu verallgemeinern...!

Und da bitte ich Dich lieber Leser, liebe Leserin jetzt mal gaaaaaanz tief hinein zu fühlen!


Ein anlehndendes Thema noch...
...in den Bereich "Fehler"...


Was / wie hilft uns... Dir... ein Gesetz?
In welcher Form gibt es Dir persönlich Sicherheit?
Wozu verhilft Dir die "offizielle" Erkenntnis eines Fehlers?
(gemeint jetzt damit, dass z.B. ein Anderer
wegen einer Gesetzesübertretung angezeigt,
angeklagt wird...)

Nimm Dir dazu bitte mal jetzt wirklich Zeit, zu beobachten, was da in Dir hochsteigt...!

---

Als Beispiel:  Strafgesetzbuch nahezu eines jeden Landes der Erde:  "Du sollst nicht töten" (sehr vereinfacht ausgedrückt)

Wie hilft es Dir persönlich?
Wie gibt es Dir Sicherheit?

Und jetzt bitte nicht gleich abschweifen dorthin.... ja wenn einer tötet, dann kommt er inne Knast...
Nicht "Einer"! Du bist einbezogen - Nicht "Einer".

Wie unterstützt es Dich persönlich?
Was ist an dem Gesetz, der Regel.. Dein ganz persönlicher Rettungsreifen?


Was steht nun wirklich in den Paragraphen?

Auszug aus dem Österreichischen Strafgesetzbuch, aktuelle Fassung:

"§ 75 StGB - Mord
Wer einen anderen tötet, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen."

Aus.
Punkt.
Ende.

Alleine schon also die Formulierung...
Sie ist einzig und alleine Androhung von Sanktion! Bestrafung!
Hierzulande gehst du für "Mord" in den Bau, in anderen Ländern wirst du für weniger selbst gekillt. Hingerichtet  im Namen des Gesetzes ... und "Gott" sei Zeuge - wie man es so treffend formuliert.
Wo ist hier Sicherheit? Verständnis? Respekt zum Leben?
Wo ist Deine Sicherheit? Dein Schutz?

Und über alldem dann förmlich thronend:
Was ist Dein persönliches "Gesetz", Deine Norm, Deine Regel?
Ist all dies Deins... oder machst Du es - zumeist unbewusst - zu dem des Anderen...?

Und gleich noch ein Schäufelchen nachgelegt, wenn man nach "altem unbewussten Verhaltens- und Gedankenmuster" schon erwartet, dass der Andere hüpft, wenn ich "spring" sage...:
Wie sehr und genau kommunizierst Du denn zum Beispiel Deine Vorgabe? Damit Dein Gegenüber diese allenfalls wirklich einhalten könnte...?


Noch ein anderes, sehr markantes Beispiel aus dem täglichen Geschehen:
"Gewalt in der Ehe / Beziehung"

Steht es wortwörtlich irgendwo in einem Gesetz, dass man den Partner / die Partnerin nicht misshandeln darf, soll... wie auch immer?  (Abgesehen nun wieder vom Strafgesetzbuch zum Beispiel...)
Ist es zumindest "ungeschriebenes Gesetz"...?  "Frauen / Kinder schlägt man nicht!"
Die vorgegebene Richtlinie ist da, die Erwartung vorhanden!

So:
Und wieviele - leider insbesondere Frauen, Kinder - müssen mit diesem Recht, diesem Gesetz, dieser Regel, dieser angeblichen Sicherheit klarkommen, dass der "Gewalttätige" also - trotz Gesetz, Regel usw. - einen "Fehler" begeht...???
Dass - und das soll jetzt bitte bitte keine Entschuldigung oder Rechtfertigung sein oder werden (!!!) - dass ein Mensch gewisse Belastungsgrenzen hat, gewisse frühe Anpassungen sein Leben bestimmen... und er nur wiederholt, was zumeist ihm selbst schon früher geschah...? Weil er alleine aus seiner Haut nicht rauskann...?

Besteht der "Fehler" dann in der Missachtung des Gesetzes, der Regel...
...oder vielmehr in der Nicht-Anerkennung von Respekt, Leben...?
Besteht der Fehler darin, dass dieser angepasste Mensch noch nicht an dem Punkt der Erkenntnis angekommen ist...?
Es gäbe unzählige scheinbare Rechtfertigungen!


Schält sich da nun endlich langsam Licht aus dem Dunkel?
Beginnt Erkenntnis Platz zu greifen?

Falsch also? Fehler...?
WAS genau ist das also...?


---

Also ich kenne Deine Gedanken nicht.

Ich kann Dir zum Vergleich nur meine schildern:
Für mich hat dieses Gesetz keine Hilfe, keine Sicherheit... oder sonstige Vorgauklerei von irgendwas!
Das "Warum" will ich Dir auch gerne erklären!
Dieses Gesetz sind für mich Buchstaben auf einem Papier. Geschrieben von jenen, die Macht ausüben, die sich erkoren haben zu den vermeintlichen "Hütern dieses Gesetzes". Von jenen, die damit drohen, dich in den Knast, in die Hölle, die gesellschaftliche Verdammnis zu schicken, wenn du tötest!
Gibt mir dieses Papier, dieses Gesetz in irgendeiner Form Sicherheit?
Nein.
Hält es im "Ernstfall" irgendjemanden wirklich davon ab, mich zu töten, Leben zu missachten, "Fehler" zu machen?
Nein. (Man sehe in die Gefängnisse u. dgl.)
Hilft es mir als Getöteten wieder lebendig zu werden?
Nein.
Wo also ist nun die Sicherheit? Die Hilfe dieser Dinge?
Das ist Illusion! Sonst nichts!

Worin könnte für mich - ohne Gesetz, Religion, Regel usw. - Sinn bestehen, grade in diesem sehr markanten Beispiel keinen "Fehler" zu machen...?
Indem ich selbst für mich das Leben liebe, anerkenne, respektiere, schätze... nur zum Beispiel...?
Könnte ich - aus diesem Sein heraus - nun auf die Idee, den "Fehler" kommen, jemandes anderen Leben bewusst zu zerstören?
Bräuchte ich für dies Anerkennen, Respektieren, Schätzen  ein Gesetz? Eine Religion? Eine gesellschaftliche Regel...? Und/oder sonstigen Unsinn?


Zurück kommend also nochmal auf den "Fehler" - "Fremdgehen"...

Ich habe mich zu diesem Thema schon ausführlich geäußert...
...und wer möchte, kann bzw. sollte sich meinen Blog hierzu unbedingt durchlesen, reinfühlen!



Schließend also nun zum "Fehler"... dem Ausgangspunkt und Inhalt des heutigen Blogs...

Liegt nicht in all diesen Gesetzen, Regeln, Geboten ... bzw. in diesem Sinne in einer Verletzung, einem Fehler auch ein „Merkmalswert, der die vorgegebenen Forderungen nicht erfüllt“ und als „Nichterfüllung einer Anforderung“; dabei wird die Anforderung definiert als „Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“.

Das Gesetz und deren Konstrukteure schreiben vor, erwarten... Die Erwartung, Erfordernis der Einhaltung ist festlegt und verpflichtend.
Wenn nicht - dann gibts tierisch Unfrieden. Sanktion.
Eine Religion und deren Konstrukteure schreiben vor, erwarten...
Ja auch die sogenannte Gesellschaft legt fest, erwartet, verpflichtet...!

Die Gesellschaft zum Beispiel legt fest, was für mich, für Dich... für irgendwen am Besten ist.
Ist es das wirklich?
Oder ist es genau umgekehrt... grade fürchterlich unpassend, wie´s nur sein kann!?
Der Bezug von Richtig / Falsch - Fehler... ist also sehr subjektiv!

Liegt also in gewisser Weise nicht in diesem System, dieser Verstrickung selbst in gewisser Weise ein... oder DER Fehler...?


Letztlich zu Dir lieber Leser, liebe Leserin...
...wo und in welcher Form gibst Du vor, erwartest Du von allem Möglichen, von allen Möglichen...?
Wie lauten Deine Verpflichtungen, die Du von Dir aus an Andere voraussetzt, erwartest...?
Worin besteht für Dich selbst, zu Dir selbst der Begriff "Fehler"?
Hälst Du selbst die an Dich gerichteten Verpflichtungen, Erwartungen überhaupt erst mal ein...
...oder projezierst du lieber auf die Anderen...?



Wie heißt Dein Programm Deiner Konditionierung?
Wer schuf die Anforderungen an Dich (brav, lieb, nett, sauber, fleißig...u.v.m.)? Setzt Du sie um?
Oder hast du eine mögliche Ursache zum "Fehler-Denken" erkannt...?


Schon einmal dran gedacht, hineingefühlt, dass jeder Andere ein ebensolches Programm haben könnte?
Schon einmal dran gedacht, dass jeder Andere SEIN Programm lebt, sogar mitunter höchst idente Ziele haben mag... aber eben SEINEN Weg, SEINE Art und Weise der Umsetzung seines Lebens hat...
...vielleicht ebenso zu erkennen beginnt, der alten Programmierung abzusagen, sich im wahrsten Sinne des Wortes zu ent-wickeln...

Ob nun bewusst... oder unbewusst ... seine Verantwortung zu tragen hat, wie Du die Deine...?

Denn nur, weil es meiner Programmierung, meinem Lebensbild nicht entspricht, muss dies nicht für den Anderen ebenso gelten...!
Was immer für den Anderen gilt... es ist dessen Verantwortung!


Was also ... im großen Reigen des Lebens... immerwährend fließender Energien... ständiger Bewegungund Veränderung...

... was also sind   FEHLER... ???


Bewertungen, Be- und Verurteilungen meines.. Deines Geistes...
...weil es meiner... Deiner Programmierung widerspricht...?

Weil der "Fehler" letztlich (und dies rührte dann auch aus einem tiefen Mangel heraus)...
... meine / Deine Authorität oder was auch immer in Frage stellte...? Deine Integrität...? Dein Ego...?

...der Fehler mich / Dich verletzte... ?


Ein Thema der Bewusstheit, der Eigenverantwortung erhält auch hier seinen wichtigen Aspekt.

Die Einladung ist ausgesprochen, sich auch diesem Thema bewusst zu nähern.
Einmal forschen zu gehen IN uns, wo der "Fehler" liegt...

Denn was ist wirklich "Falsch", "Fehler"...?
Etwas, dass nicht einer herkömmlichen Definition, Erwartung entspricht.

Und was schält sich auf dieser Suche nach Fehlern wiederum heraus?
Angst und Mangel.
Angst nicht perfekt, nicht gut genug etc. etc. zu sein.

"Falsch", "Fehler"... eine Bewertung, Be- und Verurteilung. Die Aberkennung der Tatsache, dass es genau zum jetzigen Moment nicht in mein / Dein Leben gepasst hat? Daß "Jetzt nicht passend" nicht automatisch auch später Gültigkeit hat/haben muss...?
Es hier einen weit größeren Spielplan des Lebens gibt, der in der Tat nach seiner Richtigkeit wirkt... und nicht nach menschlichem Maßstab "richtig / falsch"...?


In diesem Sinne wünsche ich Dir ein "richtig" schönes Wochenende!
Einen schönen Valentinstag!

Eine schöne und liebevolle Zeit der Erfahrung und Erkenntnis!



Dein Prinzerl

Bildquellen:  Eigen (c), Pixabay


Dem Begriff "Fehler" wurde auch bereits früher ein Blog gewidmet. Nachzulesen unter http://www.der-kreis-des-lebens.com/2015/06/fehler-anklage-oder-nur-ein-drama-der.html