Mittwoch, 24. Februar 2016

Schatten seiner selbst...


Einen herrlichen......   liebe Leserin, lieber Leser!

Kürzlich inspiriert durch eine Aussage des lieben Richard...
...oder besser gesagt durch 3 Worte...

...möchte ich mich heute diesem Bereich widmen.


"Schatten seiner selbst" also...

Wenn ich so die erstbeste Assoziation aufsteigen lasse, klingt da noch ein Satz... oder mehr eine
Beschreibung nach, die zumeist schon einen todkranken Menschen beschrieb:  "Er/sie gleicht nur mehr einem Schatten seiner selbst".
(übrigens auch ein sensationeller Hinweis, wie sehr ich von meinem Umfeld geprägt wurde, was an Muster bis heute erhalten ist...)

Doch alleine schon diese Aussage mal ein wenig gedanklich betrachtend...
...woher kommt dies?

Nun... freilich könnte man nun auslegen, dass todkranke Menschen zumeist auch substanziell ... also körperlich unweigerlich abbauen. Dahingehend war es wohl eher als Metapher gemeint, dass jemand nur mehr seinem Schatten gleicht.
Doch komme ich nicht umhin da so ein begleitendes Gefühl zu sehen, dass das energetische Ich bereits so wie ein Schatten den Körper umgibt. Also mitunter schon am "Absprung" ist... sich vorbereitet... auch hier schon einen Schatten voraus wirft...


Wie aber könnte man selbst noch interpretieren, was den Schatten eines Menschen betrifft?

Ich würde gleich dort ansetzen, wo der Mensch nicht das ist, was er ist!
Er oftmals unbewusst lebt.
Mitunter sein Licht unter den Scheffel stellt.
Und dies findet man sehr oft!
Er im Außen nur seine Hülle durch das tägliche Geschehen "schleift", im Innen jedoch so wie betäubt, ausgehölt, leer, unerfüllt, klein oder gar winzig, unsichtbar etc etc. scheint.

Steht mancher womöglich im eigenen Schatten... wie auch im Schatten eines/einer Anderen...?

Man gehe hinaus ins tägliche Leben..., betrachte die Menschen, die einem begegnen...!  Sehen da viele aus, als wären sie bei sich? Wären sie Licht... oder vielmehr nur Schatten von etwas...?


Mein letzter Beitrag lautete da ja "Wofür lebe ich - wofür brenne ich?"


Gut.
Ich könnte mir vorstellen, wir wären uns da eins, wenn wir mal festlegen, dass wenn da richtiges gleißendes Feuer ist... so richtig richtig... dann ist da kaum bis gar kein Platz mehr für Schatten!
Oder lieg´ ich da falsch...?

Brennen wir, brennst Du für das Leben an sich? Bist Du schon Feuer, Licht?

Jetzt habe ich aber ja grade zuvor einige Eigenschaften aufgezählt, die mitunter sogar gewaltigen Schatten erzeugen können. Die absolut in der Lage sind, das Licht, das innere Leuchten eines Menschen ganz gehörig zu verdecken, abzudunkeln, zu vertreiben.
Im schlimmsten Fall fast gleich einem schwarzen Loch so gar kein Licht mehr nach außen dringen lassen!
Ängste. Mängel.

Doch woher kommt also dies...?  Diese Schatten...?  Letztlich diese Ängste und Mängel...?

Und da wären wir erneut schon wieder in der Kindheit angelangt. Bei der Geburt.
Wie es nun wieder ein sehr berührendes Gespräch "bewiesen" hat... sogar schon aus der Zeit vor der Geburt.
Und je nach Heftigkeit der Erlebnisse, Erfahrungen, entstehen am Kind schon hier Traumatas, sogenannte "pränatale" (vorgeburtliche) Traumatas. 
Was aus einer großen Unbewusstheit vielfach unterschätzt wird. Dann in gewisser Weise am Kind unbewusst ausgelassen, ausgelebt wird.

Wenn Du noch detaillierter eintauchen möchtest...   hier eine gut aufbereitete Seite:  http://schwangerschaftskonfliktberatung.info/infos/ueber-verschiedene-themen/dein-kind-im-mutterleib/index.html

Das war vor der Geburt.
Nachher wird es im Prinzip nicht besser. Die Maschinerie "Anpassung Erziehung" läuft an. Bringt dem Kind sozusagen bei, was es zu tun oder zu lassen, am Besten zu denken und zu fühlen hat.

Ein Kind - einst tatsächlich leuchtend und strahlend... und liebend...  wird sozusagen eingesaut! Versaut!
Kinder erlernten Unliebe, Angst, Mangel in all seinen verschiedensten Ausführungen und Möglichkeiten.
Licht wurde gedämpft, gelöscht. Zu Schatten gemacht.

Nur hat die Sache sozusagen "zwei Schneiden"...!
Die Eine ist die Unliebe, Unbewusstheit, die uns vom Außen präsentiert wird. Die Anlass und Auslöser ist...
Die Andere jedoch die, dass man als kleines Kind ja keine Hilfe, keine Aufklärung bekommt, was da geschieht. Und so schafft man sich selbst unwahre Gedanken. Es gibt ja keine Referenz, keine "andere" Erfahrung. Und aus diesen Gefühlen eines Empfindens entwickeln sich Gedanken. Aus den Gedanken Glauben... und schließlich Taten. Charaktäre entstehen.
Dazu folgt jedoch noch mal ein gesonderter Beitrag.


Kennst Du diese bescheuerte Waschmittelwerbung, die grade im TV gespielt wird? Wo man ein
großes Laken - zuvor reinstes weiß - so richtig einsaut mit Straßenfußball und sonstiger Kleckerei... dann wirds in zwei Hälften geschnitten und mit Persil gewaschen...  Und ALLE tun mit.
Eine Hälfte - die mit Persil - ist dann wieder blüüüütenweiß - schon fast kitschig. Die Andere hingegen bleibt vollgekleckert.

Bei Kindern nun also kommt ja dann zumeist kein Wundermittel zum Einsatz, keine Reinwäsche von der ganzen Versauerei. Es gibt nach diesem Theater der Erziehung und vermeintlichen Bildung keine Zeit einer Selbstfindung!  Es bleibt einfach so. Man bleibt bekleckert. Man wird aber doch dann vermeintlich gebildet aufs Leben losgelassen. Sieh an!
Ist zumeist hier schon frustriert... wundert und ärgert sich dann noch zusehends immer mehr, weil es ständig irgendwo aneckt.
Es dann teils den ganzen Mist förmlich noch anzieht, wie Scheiße die Fliegen. Wie sollt´s auch anders?

Sind diese Kinder dann noch sie selbst?

Tatsächlich?

Oder wurden sie ihres ureigensten Lichtes beraubt und zu Schatten ihrer selbst gemacht...? Unter mehr oder minder Mitwirkung ihrer selbst...


Bitte... an dieser Stelle erneut keine Elternanklage!  Sie wussten es zu jedem Zeitpunkt nicht besser und taten ihr Bestes. Sie konnten aus ihrer Haut auch nicht raus!
Genau so wenig wie ich es kann, wie Du es kannst!


Wie geht es Dir liebe Leserin, lieber Leser?

Ganz ehrlich...!?

Da ich Deinen einzelnen Weg ja nicht kenne... kannst Du Dich aber noch erinnern? Wie es bei Dir war?
Hast Du diese Reise zu Deinem inneren Kind schon beschritten, zugelassen...? Hast Du Dich schon auf den Schattenweg begeben..., ...um wahrlich Licht ins Dunkel zu bringen...?


Ich sprach doch vorhin von dieser Werbung, dem auseinander geschnittenen Laken...
Ist es irgendwie Ironie des Lebens, dass bei einigen Menschen dann oft regelrechte Krisen aufbrechen...? Zumeist so um die Lebensmitte (im zeitlichen Sinne gesehen)...? Ein Leben wird also plötzlich irgendwie "geteilt"...
Bekannt auch unter der oft ins Lächerliche gezogenen "Midlife Crisis"...

Also ich finde so rein gar nichts lächerlich an dieser sogenannten Krise!
Vielfach wurden Vorurteile und Klischees in diese Materie gewoben... durch Überschreitung von Eigenverantwortung, durch Unbewusstheit, Tratsch...
Aber lächerlich... Nö!
(Wer gerne nachlesen möchte... es gibt auf meiner Seite auch hierzu bereits einen sehr ausführlichen Gedankenbeitrag "Midlife Crisis - Klischee oder Chance!?"...)


Wie definiert man nun hinlänglich Krise?
Die Krise (Alt- und gelehrtes Griechisch κρίσις krísis ursprünglich ‚Meinung‘, ‚Beurteilung‘, ‚Entscheidung‘, später mehr im Sinne von ‚Zuspitzung‘) bezeichnet eine problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation
(Quelle: Wikipedia)

... als eine mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation... !!!

Wendepunkt?
Welcher Wendepunkt?

Im Leben gar?

Ein Wendepunkt vom Schatten ins Licht...?


Doch was hindert uns schon seit langer Zeit zu diesem Schritt?


Ich fand da kürzlich einen nachhaltigen Text, den auch Nelson Mandela zu einer Eröffnungsrede einbrachte (ursprünglich stammt dieser Text aus dem Buch "Rückkehr zur Liebe" von Marianne Williamson)...
...und ich bitte Dich:  lies Dir den mal ganz langsam und bewusst durch... und fühle hinein!



Unsere tiefste Angst ist nicht,
daß wir unzulänglich sind,
unsere tiefste Angst ist,
daß wir unermeßlich machtvoll sind.
Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit.


Wir fragen uns:
„Wer bin ich eigentlich,
daß ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf ?“
Wer bist du denn, es nicht zu sein ?
Du bist ein Kind Gottes.
Wenn du dich klein machst,
dient das der Welt nicht.

Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun,
wenn du schrumpfst,
damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen.
Wir wurden geboren,
um die Herrlichkeit Gottes zu verwirklichen,
die in uns ist.


Sie ist nicht nur in einigen von uns:
Sie ist in jedem Menschen.
Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen wollen,
geben wir unbewußt anderen Menschen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.
Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben,
wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun
andere befreien.



Wie wirkt dies auf Dich...?     Wie fühlt es sich an...???

Regt sich da etwas ... tief in Dir...?


Habe ich damit womöglich grade einen Schatten berührt...?
Können wir mit unseren Schatten umgehen?
Gar mit jenen der Anderen...?

Einen Schatten, der wohl in jedem Menschen ruht, verbirgt...?
Oder scheust Du ihn gar, versuchend unentwegt im Licht zu sein...?


Könnte man nun so sehr behutsam diesen vielzitierten Ausdruck "Erleuchteter" mal mit einbeziehen...?
Bin ich als "Erleuchteter" dann jener welcher, der in sich nur mehr gleißendes Licht trägt und strahlt? Doch wer könnte gleichzeitig ermessen, die gleißend es sein darf, um keine Schatten zu ermöglichen...

Doch gleich die nächste Frage in diesem Kontext...:  WERDE ich dann erst erleuchtet... durch was weiß ich für Anwendungen, Konzepte, Hokuspokus... und Vieles mehr...?


Oder ... gleich diesem Text von Williamson... BIN ich doch vielmehr schon längst erleuchtet...? Hab nur irgendwann selbst den Schalter umgelegt, es zugelassen, dass verdunkelt wird...?

Und irgendwann erinnert man sich dessen..., wird sich von Herzen gewahr dass da einst Licht war... geht auf die "Suche"...



Es heißt doch nun, dass es niemals für etwas zu spät ist...

So auch für die Rückkehr dorthin, wo Du bist!

Zur Rückkehr zu dem, WER und WAS Du bist!

Nicht nur Funke eines Gottes...! 
Sondern sein Antlitz selbst! In all seiner Herrlichkeit!
Einzigartig, wertvoll. phantastisch, begnadet ... und vieles mehr!


Ist es also Zeit, um aus dem Schatten zu treten...?
Um selbst womöglich Schatten zu werfen...?

Große Ereignisse - so heißt es - werfen ihre Schatten voraus! Ist das auch nur so ein doofer Spruch?

Es mehren sich Anzeigen, dass bedeutende Veränderungen bevorstehen...! Es hat begonnen!
Willst und wirst Du selbst dieses Ereignis sein...?



Vielleicht immer noch unbewusst glauben viele... oder versuchen sich vorzustellen, dass diese Änderungen zuerst im Außen stattfinden werden...
Viele gehen schreiend und protestierend auf Straßen...

Doch SO wird es nicht sein.
Das, was viele tausend Jahre konstruiert und gehalten wurde, wird nicht vom einen Tag auf den Anderen wegzuwischen sein!

Aber im Innen!
Viel wird versucht über Anreiz von Außen. Doch egal was man behauptet, tut...  alldies ist maximal Anreiz. Du kannst nach allen möglichen "Regeln der Kunst" zündeln...
Der einzige wirkliche Zündfunke steht im Inneren bereit.
Wenn - bildlich gesehen - das Gestrüpp, das Holz noch feucht, noch grün (hinter den Ohren) ist... dann wird´s nicht so einfach sein mit dem Brennen, dem entzünden.... oder etwas nicht?!
Und dafür bedarf es also den richtigen Augenblick. Nicht nach menschlicher Logik, sondern Gesetzen des Lebens folgend...
Jener Augenblick, denn man mit keinem Tun im Außen erwirken kann. Wie man das auch dreht und wendet!

Er kommt ganz von selbst. Wenn er die Voraussetzungen für perfekt befindet.

Manchmal laut mit einem Knall...
...manchmal leise, sanft, geheimnisvoll...


Zum Abschluss heute ein Gedicht...


Ich bestätige voll Glück meinen Glauben daran, 
daß wir in uns einen Funken jenes ewigen Lichts tragen, 
das im Grunde des Seins leuchten muß 
und das unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können. 
Ich erkenne es als unsere höchste Pflicht, 
diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen 
und das Göttliche in uns zu verwirklichen.

Malvide Freiin von Meysenbug (1816 - 1903)


Dein Prinzerl

Bildquelle: Eigen (c), Pixabay