Donnerstag, 25. Februar 2016

Treue: Basis... oder Scheinkonstrukt einer vermeintlichen Sicherheit, eines Angst- und Mangeldenkens?


Ein fröhliches "Hallo" an Dich lieber Leser, liebe Leserin!

Zum Einen eine lustige Begebenheit: ich erhielt - nebst anderen vielen Dingen und Ratschlägen - heute einen Leitfaden zur besseren, interessanteren Gestaltung von Blogs. Unter anderem auch zur Themenauswahl. Man kann allerhand Foren, andere Blogs, Seiten u.v.m. durchforsten, um einen ganzen Jahresvorrat an Thematik aufzureißen.
Ich musste gar nicht so weit gehen. Gleich ein einziger FB-Post erregte kürzlich meine Neugier. Und voilla: Schon haben wir ein perfektes Thema!



Ein verdammt heißes Eisen!

Der Post:  


Und so wie sich mir so manche Aussage zu diesem Post dann darstellt... noch immer ein "blinder Fleck" im großen Reigen der Unbewusstheit.
Ein gut oder lieb gemeinter Spruch... dahinter jedoch Unbewusstheit.

Und Degradierung zu einer Bewertung, Qualitätsmerkmal einer sogenannten Beziehung.

Ist Treue also eine wirkliche Ausgangsbasis für alles Mögliche im Leben... oder letztlich einzig nur Scheinkonstrukt eines Überlebens-Verstandes, eines Ego, früherer Konditionen eines Unterbewusstseins und somit nicht einmal meins, sondern das Anderer...
Ist Treue eine Erfingung eines Angst- und Mangeldenkes...?

So einige Aussagen und Meinungen die mir da begegneten, weisen ganz klar darauf hin!


In diesem Zuge also tauchten da mitunter dann Aussagen auf wie z.B. 
  • "Treue ist wichtig in einer Beziehung"
  • "Ich liebe meine Kinder. Ich liebe mich. Ich liebe auch meine Freunde und Familie. Aber...ich liebe meinen Partner auf eine andere Weise..."
  • "Ich kann, wenn ich liebe, nicht mit anderen Männern eine sexuelle Beziehung eingehen und ohne Liebe ist für mich keine sexuelle Beziehung möglich..."
  • "Treue ist eine Geisteshaltung. 
    Wer jemand sagt, ich liebe dich und heimlich was anderes treibt, ist Charakterlos, und ohne Ehre. Als Erwachsener Mensch achte ich meinen gegenüber."
  • "Abhängig? Liebe passiert oder auch nicht. Manche haben vielleicht noch nie geliebt. Einige denken vielleicht das sie lieben. Liebe wächst mit der Zeit. Viele verwechseln Verliebtheit mit der Liebe. Ich bin nicht blauäugig. Ich kenne den Unterschied denn ich habe Liebe leben dürfen"
  • "Treue ist altmodisch weil wahr ~ immer"

Nur mal so nun als Frage an Dich:

Wie geht es Dir mit diesen Aussagen...?

Zur meiner Herzens-Meinung zu diesen Fragen komme ich dann am Ende!


Wollen wir uns doch mal wieder vorab der herkömmlichen Definition widmen:


Treue (fest sein, sicher sein, vertrauen, hoffen, glauben, wagen" ) ist eine Tugend, welche die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen, einem Kollektiv oder einer Sache ausdrückt. Sie basiert auf gegenseitigem Vertrauen beziehungsweise Loyalität, ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist.
Rituell wird sie durch Gegenstände der materiellen Kultur symbolisiert, und ein Treueschwur besiegelt z. B. durch einen Ehering.

Treue ist relevant bei längerfristiger sozialer Nähe von Mitgliedern in hochpersönlichen Institutionen wie z. B. in der Freundschaft, Partnerschaft oder Ehe. Sie kann über den Tod hinaus reichen. Goethe hebt dies hervor, wenn er im Faust II (im 3. Akt) die Chorführerin sagen lässt: „Nicht nur Verdienst, auch Treue wahrt uns die Person.“ Eine besondere Form ist hier die „Treue zu sich selbst“, man steht dann zu seinen Grundsätzen, zu seinen Neigungen oder zu seiner Vergangenheit. Treue zwischen zwei Personen basiert auf Erfahrungen, in denen ein Individuum die Wahrheit seiner Aussagen durch Taten der anderen Person gegenüber beweist.
Der Begriff "Treue" wird umgangssprachlich häufig synonym mit sexueller Exklusivität beziehungsweise Monogamie in der Partnerbeziehung gebraucht. Treue soll in diesem Zusammenhang ausdrücken, dass der Partner außerhalb der Partnerbeziehung keine sexuellen Kontakte mit anderen Personen eingeht.
(Quelle: Wikipedia)

Donnerwetter...!

Da kommt jetzt gleich eine ganze Menge auf uns zu, was wir einmal näher beleuchten wollen...!

Und wenn Du vorab oder nachher noch Lust und Interesse hast, zum Thema "Vertrauen" und "Liebe" mal reinzulesen...
...da gibt es z.B. zwei ausführlichere Blogs dazu:

http://www.der-kreis-des-lebens.com/2015/06/wer-vertraut-verliert-blodsinn.html

http://www.der-kreis-des-lebens.com/2015/12/liebe-nur-kuhhandel-unter-deren_10.html


Also schon mal eine kleine Übersicht davon, was ich im Einzelnen aufzugreifen gedenke:

  • Treue = sicher sein, fest sein, vertrauen, hoffen...
  • Eine Tugend die gegenüber Anderen ausdrückt...
  • Basierend auf Vertrauen und Loyalität...
  • ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist...
  • Rituelle Demonstration ihrer Existenz durch materielle Gegenstände, schriftliche Schwüre, Besiegelung
  • Treue zu sich selbst, man steht dann zu seinen Grundästzen, zu seinen Neigungen oder zu seiner Vergangenheit.
  • Treue zwischen zwei Menschen basiert auf Erfahrungen, in denen ein Individuum die Wahrheit seiner Aussagen durch Taten der anderen Person gegenüber beweist.
  • ...wird der Begriff "Treue" umgangssprachlich häufig als Synonym mit sexueller Exklusivität beziehungsweise Monogamie in der Partnerbeziehung gebracht. Treue soll in diesem Zusammenhang ausdrücken, dass der Partner außerhalb der Parnerbeziehung keine sexuellen Kontakte mit anderen Personen eingeht.
  • Mit anderen "Personen" also... Ich lach mir ins Fäustchen! Grade zu diesem letzten Punkt aber auch noch später!


Also ich muss oder möchte vorausschicken:
Ich werde mich bei meiner gedanklichen Darstellung nicht scheuen, auch gröbere Ausdrucksweisen an
den Tag zu legen...   denn einiges muss schon zwangsläufig im Zuge einer erforderlichen Bewusstmachung und Darstellung desgleichen Systems mal klipp und klar angesprochen werden.

Und was bezwecke ich damit?

Endlich mal diesen Morast an vorgegebenen Mustern tierisch zu sprengen!
Denn alldies, was hier im Folgenden in den Aussagen oder Definitionen wiedergegeben wird, ist uraltes Gedankenkonstrukt. Muster. Muster die kräftig wirken und vorerst jegliche Veränderung ausklammern.


  • Treue = sicher sein, fest sein, vertrauen, hoffen...
Sorry... aber wollen wir nur für einen Moment zurücktreten, um ein wenig besser das ganze Bild zu betrachten.
Das Bild des Lebens!

Ist das Leben an sich... sicher? Ist es fest...?

Ist Sicherheit nicht vielmehr ebenso nur eine Illusion des Geisters, um sich an etwas klammern zu können?
Ist Leben nicht vielmehr ständig in Bewegung... auch wenn etwas für einen gewissen Moment starr erscheint...?  Leben ist letztlich Energie. Und die ist immer in Bewegung.

Ja und vertrauen... ich widmete dem schon einen ausführlichen Beitrag! Der Link dazu steht gleich vor den einzelnen Punkten zur Definition.

Hoffen reihe ich auch nur in eine gewisse Art der Abschiebung eigener Verantwortung. Man hofft, dass dies und jenes geschieht, unterbleibt. Das praktisch ein Anderer, etwas Anderes die Verantwortung für mich übernimmt. Und seien es "nur" meine Gedanken...

  • Eine Tugend die gegenüber Anderen ausdrückt...
Eine Tugend also, die wiederum so definiert wird:

Das Wort Tugend (lateinisch virtus, altgriechisch ἀρετή aretḗ) ist abgeleitet von taugen; die ursprüngliche Grundbedeutung ist die Tauglichkeit (Tüchtigkeit, Vorzüglichkeit) einer Person. Allgemein versteht man unter Tugend eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung. Im weitesten Sinne kann jede Fähigkeit, als wertvoll betrachtetes Handeln zu vollbringen, als Tugend bezeichnet werden. In der Ethik bezeichnet der Begriff eine als wichtig und erstrebenswert geltende Charaktereigenschaft, die eine Person befähigt, das sittlich Gute zu verwirklichen. Damit verbindet sich gewöhnlich die Auffassung, dass dieser Eigenschaft und der Person, die über sie verfügt, Lob und Bewunderung gebührt.
(Quelle: Wikipedia)

Die Tauglichkeit einer Person also...   eine hervorragende Eigenschaft oder vorbildliche Haltung...
Ähm... wer nochmal legt denn bitte fest, wer oder was als "tauglich" festzulegen ist?  Oder als "hervorragend" oder "vorbildlich"...?
Alleine dabei beginnt sich ein gewisser Brechreiz in meinem Magen auszubreiten.
Ich sehe dies einzig als Festlegung nach gewissem Gutdünken eines Ego Weniger. Als Bewertung, Be- und/oder Verurteilung.

Und es verbindet sich die Auffassung, dass dieser Eigenschaft und/oder Person, Lob und
Bewunderung gebührt...
Oooohhhhhh
Wessen Auffassung war DAS nochmal gleich...?
Und es gebührt Lob und Bewunderung also...? Belohnung also.
Und was, wenn nur diese Eigenschaft und/oder Person NICHT dieser vorgegebenen Auffassung entspricht, äähh...!?


Dann kommt Bewertung, Be- und Verurteilung. Man projeziert sein Gedankengut und Muster zwangsläufig auf den Anderen.
Aussagen wie "Lass ihn. Er hat den Sinn von Liebe nicht verstanden....." sind Ausdruck dessen, mit dem diese ach so tugendhaften Leute dann aburteilen.


Und ein weiterer Punkt, der hier schon in Augenschein tritt: Derjenige, der tugendhaft ist, verbindet damit, dafür mit Lob und Bewunderung überhäuft zu werden? Man tut also nicht, um des Tun´s, des Sein´s Willen... sondern um zu erhalten?
Hmmm.... wieso kommt mir diese Art "System" schon wieder bekannt vor...?  Dir auch?


  • Basierend auf Vertrauen und Loyalität...
Die Treue basiert also auf gegenseitigem Vertrauen und Loyalität...   hmmmm...

Treue IST also nicht, sondern sie basiert. Sie bedingt.
In meinem Herzen schon einmal eine völlig verkehrte Angehensweise.

Nochmal zum Thema "Vertrauen"...
Ich vertraue, dass etwas, geschieht oder unterbleibt, jemand etwas tut oder unterlässt ... und vieles mehr. Ich lege also die Verantwortung, meine Verantwortung zu etwas in jemandes anderen Hände.
Weil ich ja zumeist glaube, den Anderen soooo gut zu kennen. Dessen Leben gleich meinem sei.
Weil ich ja zumeist glaube, aufgrund meiner Erfahrungen eine Situation sooo gut beurteilen zu können, um einen weiteren Ausgang vorherzusehen.

Ich klammere an eine Hoffnung. Bitte erfülle mein Vertrauen, errette mich!
Dann bist Du auch mein Freund. Dann lieb ich Dich auch ganz doll dafür!

Man(n) / Frau hofft auf mehr oder minder direkte Bestätigung durch den Anderen...

DENKSTE!!!

Pure Überschreitung eigener Verantwortung! Selbstüberschätzung!

Solange es gut geht, ist ja noch nichts einzuwenden.
Heikel aber wird es erst, wenn es nicht so geht, wie ich mir das vorstelle!
Und die Betonung liegt auf "Wie ich mir das vorstelle"!!!
Nicht etwa, wie der Andere sich die Umsetzung dessen vorstellt!
OOOOHAAAAAA!

Und dann kommen da solche Aussagen wie "Es ist für mich keine Bedingung sondern selbstverständlich. Natürlich kann es sein das mein Partner es anders sieht. Dann war er für meine Gedanken und Gefühle nicht der Richtige."

Halleluja! Soviel also zur bedingungslosen und unabhängigen Liebe!

"Es kann sein, dass er es anders sieht - dann war er für mich aber nicht der Richtige". Wenn es also nicht nach meinen Regeln läuft - geh scheißen! Spurt mein Gegenüber nicht nach meinen Regeln - dann Schluss mit lustig, schluss mit Liebe!
"Keine Bedingung"?  - Was ist dies dann? Wenn der Andere es anders sieht - also nicht wie ich...  Das ist keine Bedingung?
"Selbstverständlich"? - Ja wohl aus dem Ego heraus. Verständlich für sich selbst?  Der Andere ist aber nicht ich. Niemals!

Kommt Dir lieber Leser JETZT endlich dieses Muster bekannt vor?

(Wenn das Thema mit dem Vertrauen noch nicht so ganz klar ist... vielleicht doch mal meinen ausführlichen Beitrag "Wer vertraut, verliert?" dazu lesen. Siehe Link am Anfang...)


Und noch mal eben zur Loyalität die Definition...

Loyalität (ˌlo̯ajaliˈtɛːt, von franz.: legal „dem Gesetz entsprechend“) bezeichnet (in Abgrenzung zu Treue, Unterwerfung oder Gehorsam) die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende und somit von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.

Vernunftinteresse also. Der Bewahrung eines gemeinsamen "höheren" Zieles ... auch wenn man mitunter selbst nicht diese nicht vollumfänglich teilt. Man also gegen sich selbst arbeitet... uns wenn´s nur um des lieben Friedens willen ist...  oder man sonst sofort abgesägt wird. Siehe Firmen!
Sehr "persönlich" und Herz berührend also! Toooollll!
Passend zur Definition "Person". Dazu komm´ich aber noch später...


  • ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist...
Oiiii..... Treue ist aber nicht der Beweis dafür, dass der Gegenstand der Treue ihrer auch würdig ist?

Der Gegenstand der Treue???   Wasn´n dat jetzt?
Reden wir von der Treue selbst...?  Oder haben wir hier etwas, das unter dem Deckmantel der vermeintlichen Treue "verschachert" wird...?
Mir fiele dazu jetzt gleich ein höchst treffendes Beispiel ein! Oh ja!
Dazu komme ich aber noch in einem folgenden Punkt!

Grundsätzlich ist Treue also ein Beweis... oder oftmals auch kein Beweis, dass der Gegenstand der
Treue würdig ist...
Weißt Du, wie das für mich klingt, ja sich regelrecht anfühlt...?`

Als wär ich auf´m Basar und würd´ hier um irgendwas feilschen!
Ob ein Gegenstand meiner Treue Wert ist...
Wie schmerzt dies mein Herz!

Der Mensch hat also in all seiner ach so großen Weisheit selbst aus einer Treue ein Geschäft gemacht!
Beziehungsweise sich selbst in gewisser Weise die Möglichkeit sogar von vornherein schon abgesprochen, dass Treue einfach Treue ist.
Nein... sie mag zwar Beweis für den Gegenstand der Treue (also Handel) sein, muss aber nicht...

Bähhh.... wie eklig!


  • Rituelle Demonstration ihrer Existenz durch materielle Gegenstände, schriftliche Schwüre, Besiegelung
Ahhhh..... und jetzt also... nach dem Beweis, der doch keiner sein muss... JEEEETZT kommen wir zum "Gegenstand" der Treue....

Also hätt´ ich eine Kuh im Stall... die würd´ jetzt brüllen vor lachen!

Ich mein... nun... gegen ein gewisses Zeremoniell ist ja grundsätzlich nichts einzuwenden. Ganz sicher nicht.
Doch wie bei allem kommt es dabei wohl auf den Hintergrund an!

Auch wenn´s jetzt hart klingt...
... aber mein Herz sieht hinter all diesem Demonstrieren, beschwören, besiegeln nichts Anderes als Angst. Oder Maximal noch Zweck - meist um Kohle damit zu machen.
Man(n) / Frau könnte ja verlieren... Und durch diese Besiegelung, diesen Beweis ist mein Gewissen - so meine Angst, mein Mangel - beruhigt.
Wie einfach das geht..., wie einfach ein Mangel zu bereinigen scheint!


Schon mal dran gedacht, dass man alles Mögliche anstellen könnte... ja auch im Kopfstand tanzen...
...und es würde jene unbewusste Kommunikation nicht im Geringsten beeinflussen, mitzuteilen, was längst IST...? Mitzuteilen im Außen, was das Herz im Innen nicht schon längst wüsste...?

Wie wichtig also könnte es diesem Gedanken folgend sein, genau das zu tun:  Zu Sein! Das, was und wer man IST!
Kein Kaspertheater, kein Ritual, kein "Beweis", kein irriges Gerödel im Außen!


Zu mir sagte man (indirekt) im Zuge dieses anfangs erwähnten Posts letztlich:  "Lass ihn. Er hat den Sinn von Liebe nicht verstanden...."
Habe ich tatsächlich nicht?
Wer stellt mir eine solche Frage, die sich an einen "Sinn der Liebe" klammert ... und spricht gleichzeitig vom grenzenlosesten und mächtigsten Sein einer Schöpfung...?


Jetzt mal wieder einige Fragen an Dich liebe Leserin, lieber Leser - und ich bitte Dich, diese einmal richtig mit ein paar Minuten Deiner Zeit wirken zu lassen:

Mein Herz sagt: "Bräuchte" ich auch nur für eines dieser "Dinge" tatsächlich einen Beweis...
...wie sähe dieser aus?"
Wie bewiese man "Unsichtbares"...?

Und vielmehr...: "Bräuchte" ich diesen Beweis, so zeugte es von einer tiefen Unsicherheit zu alledem. Zum Leben an und in sich.
Doch ließe sich dann auch sagen: "Beweise mir die Existenz Gottes, eines Schöpfers".
Könnte ich dies jemals?
Oder dürfte ich letztlich - für mich - schließen, dass es bei all dieser Pracht und Einzigartigkeit jemanden, etwas geben muss, dass hierfür "verantwortlich zeichnet". Glaube also. Doch kein Beweis!
Ich kann an alles Glauben. An Gott, eine Schöpfung, eine Liebe, eine Treue... bishin zum Hasen aus "Alice im Wunderland".
Inneren BEWEIS jedoch werde ich keinen Bekommen. Das was im Außen geschieht, ist nur plakativ, demonstrativ.


Im Weiteren nun fügen sich die nächsten zwei Punkte nahezu nahtlos an diese Thematik:


  • Treue zu sich selbst, man steht dann zu seinen Grundästzen, zu seinen Neigungen oder zu seiner Vergangenheit.
Und hier nun an dieser Stelle kommen gehen wir zurück an jenen Ausgangspunkt alles Seins im täglichen Leben:  Zu UNS SELBST !

Große Worte werden in den Mund genommen...
...doch wie sieht es aus mit der Anwendung?

Mit dem Leben dieser Worte? Zuerst - und vor allem einmal bei uns selbst? Mit uns? Zu uns?


Egoismus pur?
Sind diese Ausdrücke im Bild z.B. Ausdruck eines Egoismus...?

Wer dies glaubt, den lade ich herzlichst einmal dazu ein, sich mit dem auseinander zu setzen!
Denn Egoismus hat so ganz und gar nichts mit Selbstliebe zu tun und umgekehrt. Auch wenn der Grat dazwischen manchmal sehr schmal scheint!

Bevor ich also Treue bedinge...  und ich verweise nun einmal auf das bisher Dargelegte - da darf ich doch erst einmal Treue zu mir selbst finden und leben!

Und in jene Richtung: "...man steht zu seinen Grundsätzen, Neigungen und/oder zur Vergangenheit..."

Also mal für mich dazu 3 Dinge...:
1) Kein Grundsatz vermag bei offenem Herzen so fest stehen, als er nicht doch änderbar wäre. Grundsatz erschaffe ich auf der sich mir darstellenden Realität. Woher kommt die? Rein aus mir selbst? Oder wurde mir eine solche wörtlich "in die Wiege gelegt" und darüber hinaus...? Steht also jeglicher Weg zur Veränderung offen... so ich dies WILL...?
2) Neigungen...   genauso wie sich damals Gedanken formten, Gefühle hervor riefen, Taten oder Unterlassungen folgen ließen, letztlich meinen Charakter ausformten... genauso sind hier "Neigungen" einzureihen. Wobei hier dieses Wort "Neigung" wohl mit Vorsicht zu betrachten ist, zumal es vielschichtige Auslegungen gäbe...
3) Meine Vergangenheit. Hat zur Vergangenheit mit Treue zu tun? Erwarte ich - gleich der Tugend - Lob und Bewunderung? Vielfach aus einem Mangeldenken heraus - JA.
Vergangenheit ist Vergangenheit. Sie mag uns lehren, erkennen lassen, Basis für Veränderung ermöglichen...   aber hinlänglich einer Vergangenheit "TREU" sein...?  Das wirkte für mich eher wie festhalten an der Vergangenheit...
Was ist dann mit dem vielzitierten JETZT...?

Nur jetzt kommt die Frage aller Fragen, Preisfrage! Jene, mit der möglichen Nachwirkung stärker als eine Bombe:

WER BIN ICH ???

Glaubst Du schon wirklich zu wissen, WER Du bist...?

Also ganz ehrlich lieber Leser, liebe Leserin:  ICH - aus tiefstem Herzen - getraue mich dies noch nicht gänzlich zu bestätigen!
Ich bin dabei es herauszufinden! Oh ja. Beinah jeden Tag!
Aber so ganz freigelegt habe ich noch nicht, was unter Jahrzehnte altem Schutthaufen begraben wurde!

Ich möchte nun hier nicht schon wieder umfangreich ausholen wollen, zu dem Thema, welcher Anpassung wir unterzogen wurden. An welcher Schaffung von unwahren Gedanken, Mustern wir alle sogar mit beigetragen haben.
Dazu wird es in Kürze noch einen gesonderten Beitrag geben, der mich - ob meiner schon intensiven Bewegung zu einer Selbstfindung - nochmals tief im Herzen berührt hat.


Jedoch kurz gefasst: wir wurden konditioniert. Das, was wir heute denken, stammt zumeist nicht einmal von uns selbst.
Viele von uns glauben das... Es entspricht aber nicht den Tatsachen. Unser Umfeld hat uns geprägt nach allen Regeln der Kunst. Sogar eine zunehmend detaillierter werdende Forschung erkennt, dass wir alle eine Art "Energiefeld bilden" bzw. uns darin befinden.

Und nun lieber Leser, liebe Leserin... erkennst Du spätestens jetzt, in welches System Du optiert bist?

Gab es da Eindrücke wie "sei brav, sei sauber, sei ruhig, sei lieb, .... später sei fleißig...!"  Und wehe nicht...!  Dann gab es Liebesentzug! Liebe gegen Leistung! Liebe gegen Bedingung! Liebe gegen Abhängigkeit!
DAS ist jene Liebe, die Du kennen lerntest!

Kürzlich erhaltene Aussage:  "...und wenn ich liebe - dann mit Ehrlichkeit"...  oder  "...Ich kann, wenn ich liebe, nicht mit anderen..."

Was bedingt das Wörtchen "wenn"...?
Maske einer Bedingung! Selbstlüge! Nichts Anderes!

Wäre DAS ... heute ... in Deinen Augen wirklich Liebe?

  • Treue zwischen zwei Menschen basiert auf Erfahrungen, in denen ein Individuum die Wahrheit seiner Aussagen durch Taten der anderen Person gegenüber beweist.
So.
Nächster "Streich":

Treue basiert auf etwas, was sich der Mensch gegenseitig beweist!

KOOOOOTTTZZZZ!

Sind wir in einem Gerichtsprozess... oder auf einer Kasperlbühne...?

Was ist diese Notwendigkeit eines "Beweises" für mich?

Angst, Mangel!

Unfähigkeit Leben, Liebe, Vertrauen, Treue, Loyalität und vieles mehr zu SEIN!


Fühlst Du Dich nun gar angegriffen...?  Brodelt da innerlich etwas hoch...?  Verdunkeln sich die Wolken am Horizont...?

Ich lade Dich ein, mit mir kurz einen Blick dorthin zu werfen, wo diese möglichen Wunden noch ungeliebt und ungesehen liegen...
...IN DICH !


Gehen wir doch mal zurück schon in graue Vorzeit...
Irgendwie scheint sich aus Mangel, Unsicherheit, wenig Selbstvertrauen, Unliebe, Hass, Eifersucht, Neid ... und vieles mehr... eingeschlichen zu haben, dass man für alles und jeden Scheiß einen Beweis benötigt!

Nun... in gewisser Weise verständlich - nach Ego- oder Ratiodenken. Denn ob dieses Zustandes eines Vertrauens, einer Loyalität, einer Treue haben sich wohl die Ersten aufgemacht, um die Anderen als blöd und "blauäugig" hinzustellen....
....also letztlich in die Leben und Verantwortungen Anderer einzugreifen, sie gar zu manipulieren sodass diese freilwillig ihre Verantwortung und Macht abgaben...
... und um dies dann schamlos / respektlos auszunutzen!
Blick mal offenen Auges hinaus in Deinen Tag! WAS zur Hölle haben wir denn da... wenn nicht genau DAS?

Gleich wie bei einem Mobbing: es gehören zwei dazu - so blöd dies auch klingen mag (jedoch wissenschaftlich - und auch aus eigener Erfahrung - mittlerweile bewiesen ist)!
Einer der seine Macht abgibt, in die "Ohnmacht" geht... und der Andere, der dies ausnutzt!

Die "Notwendigkeit" eines Beweises ward geboren.
Erst versucht sich immer ein Ratio, ein Ego aus dem Nächstbesten einen Beweis zu ziehen. Gelang das nicht, griff man zur umfassenderen "Keule".
Und dazu geschaffen wurden dann noch aus einem Irrglauben diverse Regeln, Gesetze. In der Hoffnung, Erwartung, dass man sich dann dran halten würde.

Hat das funktioniert?

Ähm... wieviele überfüllte Gefängnisse gibt es, wieviele Länder gar mit Todesstrafe, wieviele unzählige Gerichte, Behörden, Ämter... allesamt zur Überwachung, Durchsetzung von Regel und Gesetz...?

Nochmal also:  HAT  ES  FUNKTIONIERT ???


Und gleich als Zusatzfrage:  Wie sehr hältst DU DICH denn an die Regeln, Gesetze...?  Und aus welchem Grund...?
Weil es am Ende bei Nichteinhaltung Sanktion, Strafe gibt?

Paradebeispiel - hier bei uns hat man vor wenigen Monaten auf der Autobahn ein Tempolimit eingeführt! Lassen wir nun die Debatte über allfällige Gründe völlig beiseite. Dies wäre nur Ausrede.
Nun betrachte man mal...  aus welchem Grund hält man sich an diesen 80-er (auf der Autobahn!)... oder auch nicht...?
So wirklich wirklich .... gaaaaaaanz wirklich... aufgrund des Einsehens einer möglichen Umweltschonung? Vielleicht weniger Gefahr eines Unfalles? Rücksichtsvolleres Fahren und Verhalten untereinander...?

Jaaaaaaaa....?

Bullshit!
Und keiner braucht jetzt glauben, dass ich mich hier gänzlich aus der Verantwortung nehme! Ich bin Mensch! 
Ja - mir als bewusster Mensch leuchtet vieles ein - auch wenn es umstritten und bis heute nicht wirklich beweisbar ist. Aber die Regel besteht nun mal. Eine Reife, eine Erkenntnis hat sich in mir ausgebreitet. Noch nicht überall zu 100%... aber es wird, ist nicht mehr aufzuhalten.

AAAAABER...
...am Meisten nun doch geht in Wirklichkeit jedem der Arsch auf Grundeis, da hier - in diesem speziellen Fall - eine Geldstrafe bis zu 1500 Euro + bei krassen Übertretungen Führerscheinentzug verhängt werden kann!!!
DAS ist der Hauptgrund!

Treue also?
Wozu?
Zur Einhaltung, bis ich am Radar vorbei bin und dann yiehaaa...?
Zur allgemeinen Verantwortung im Straßenverkehr?
Letztlich zu mir selbst...?


Ich lade Dich mal einen Moment mit mir auf einen gedanklichen, seelischen Freiflug ein...!

Stell Dir mal vor...
...jeder... und ich meine nun JEDER ... würde sich respektvoll einzig um seine eigene Verantwortung bemühen. In Respekt zu sich, den Anderen, das Leben!
So auch z.B. an eine Geschwindigkeitsbeschränkung...    *grins*
...im Bewusstsein, dass diese Regel (wenn es denn schon ihrer bedarf) etwas für das Leben, das Allgemeinwohl vorsieht...

Dem Anderen helfen... ja gerne, so er darum bittet. 
Ansonsten nur mal zusehen, dass sozusagen vor der eigenen Türe gekehrt ist... und bleibt...

Bräuchte es dann noch Gerichte, Behörden, Strafen...  Bräuchte es noch Regeln, wenn man selbst in Respekt sich, den Anderen, das Leben erkennt, lebt... und nicht in anderer Verantwortung eingreift / seine eigene überschreitet? 
Nach dem Motto: "Was Du nicht willst, dass Dir man tu...!"
Benötigte es dann auch noch BEWEISE ???

Muss ich jetzt an sich überhaupt noch weiter reden, ...fragen...?


  • ...wird der Begriff "Treue" umgangssprachlich häufig als Synonym mit sexueller Exklusivität beziehungsweise Monogamie in der Partnerbeziehung gebracht. Treue soll in diesem Zusammenhang ausdrücken, dass der Partner außerhalb der Parnerbeziehung keine sexuellen Kontakte mit anderen Personen eingeht.

Jaaaaa...
...und jetzt kommen wir zu einem der größten Giftpfeile, Meilensteine / Stolpersteine im menschlichen Sein!

Es hat sich also irgendwann offensichtlich mal hinlänglich darauf reduziert, dass TREUE zumeist einer sogenannten sexuellen Exklusivität vorbehalten wurde.

Wie traurig ist alleine dies schon!
Neuerlich ein krampfhafter "Beweis" für krampfhaftes Festhalten, für Handel. Für Unbewusstheit, Prägung in ein ohnmächtiges System, für Überschreitung der eigenen Verantwortung! Für Bewertung. Be- und Verurteilung aus einem Ego heraus.
Von irrigem Glauben, unabhängig zu "lieben".

Man im Zuge der Schaffung von Gesetzen, Regeln, gesellschaftlichen Bestimmungen (die einzig einer Kontrolle dienen ... und nicht einem Sein in und an sich) wohl auch festgelegt, was zu sein hat.
Man hat die Bewertung, Be- und Verurteilung geschaffen, dass diese Regel über das Wohl und Leben aller bestimme.
Und man hat sich zu Gesetzgeber, Richter und zumeist auch gleich Vollzug aufgeschwungen, wenn es dann um die Umsetzung geht.
Doch wer letztlich gibt jedem Einzelnen das Recht, sich über andere aufzuschwingen und sie zu verurteilen? Wer gibt das Recht, von Anderen zu verlangen, zu erwarten?

Nehme ich jetzt mal ein bildliches Beispiel: Meine Frau und ich!
Hätte ich jemals auch nur ansatzweise das Recht, ihr vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat?
Hätte ich jemals ansatzweise das Recht, von ihr zu erwarten, zu erhoffen oder sonstige geistige Ausflucht eines Mangels?
Hätte ich das Recht, im Sinne irgendeines Vorschubes von Begriffen wie "Treue" oder ähnlichem Rechtfertigung zu erwarten?
Meine Liebe und Zuneigung zu ihr zu Bedingen?
Bräuchte ich ihrerseits einen "Beweis" ihrer Treue, ihrer Tugend, ihrer Loyalität?
Bin ich krank im Kopf...?

NEIN!  Alles ist mir einem klaren NEIN zu beantworten!

Ich habe eine Heiratsurkunde unterschrieben. Ja.
Ich habe ihr einen Ring an den Finger gesteckt. Ja.
Aber nicht um etwas zu beweisen, zu besiegeln, zu begründen, was in meinem Herzen IST!

Nähme ich diesen bitteren Geschmack des Wortes "Beweis" in diesem Zusammenhang überhaupt in den Mund...
...so erkenne ich diesen mit meinem Herzen. In ihrem liebevollen Tun und Bemühen. Auch wenn sich da manches Mal Ecken und Kanten abbilden. Oder grade deshalb. Das ist SIE.

Entweder ich liebe meine Frau... oder eben nicht! Tun... oder bleiben lassen!
Es gibt auch kein Halb-Schwanger!


Und ebenfalls nun ein Gedanke aus meinem tiefsten Herzen:
"Was kann in meinem Leben mehr "Beweis" sein, als das Leben selbst. Wie es geschieht, Wie es IST?
Denn wäre es nicht..., sollte es nicht so sein wie es IST ... dann wäre es ja anders!
Einzig der Mensch wieder schuf sich in seiner unglaublichen Schläue Bewertung wie "richtig und falsch", "gut und böse"... in seinen schillerndsten und vielfältigsten Darstellungen und Auslegungen.


Ein schlauer Mann namens Jesus hatte da doch angeblich einmal inhaltlich jene Aussage in den Raum gestellt mit dem Auftrag, diese zu befolgen:

"Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!"

Lass Dir das jetzt einmal so richtig auf der Zunge - vor allem am Herzen - zergehen!

Wie sehr also liebst Du Dich, um dann "behaupten" zu können, Du LIEBST den Anderen, Deinen Nächsten...?
Den Einen mehr, den Anderen Weniger. Den Dritten überhaupt anders....?
Häh...?
Ja....?


Ich lade Dich lieber Leser nun erneut zu ein paar Minuten Deiner Zeit ein, um Dich mal - von Deinem Herzen aus - auf folgende Fragen einzulassen:






  • Mit anderen "Personen" also... Ich lach mir ins Fäustchen! Grade zu diesem letzten Punkt aber auch noch später!
Dies "Später" ist nun hier und jetzt!

Wenn Du lieber Leser, liebe Leserin die jeweiligen Definitionen durchliest, wirst Du - spätestens jetzt nach meinem Hinweis - feststellen, dass dort immer von der "Person" gesprochen wird!
Sonst sieh gerne nochmal nach...!

Ich bin kein Revlutionär, kein Aufwiegler, kein Verschwörungstheoretiker und sonstiger Unsinn...
...doch es stimmt in letzter Zeit bedenklich, dass sich die Erkenntnisse häufen, dass zum Beispiel viele sogenannte staatliche "Authoritäten" zwar als solche bezeichnen. Jedoch letzten Endes vermeintlich nicht sind!
Man hat sich also selbst schon in diesem undurchblickbaren Gesetzes- und Regeldschungel verrannt.
Die Bevölkerung wird offensichtlich aufgrund bestehender Gesetze zu Handlungen, Duldungen oder Unterlassungen "genötigt", die einer gesetzlichen Grundlage entbehren. Ich will aber nicht weiter dazu ausführen - dazu gibts genug Foren und Blogs.
Jedoch tritt es zutage, dass man selbst bei Behörden, Gerichten schon völlig ins Leere fährt bzw. diese mit der Situation nicht zurande kommen, wenn man aus dem "Person-Sein" aussteigt und sich als Mensch deklariert!

Und jetzt kommts eben:
In jedem dieser Gesetze wird der Mensch immer nur als Person bezeichnet.

Dir fällt noch nichts auf dabei?
Noch logisch...?

Nun. 
Wann wird man juristisch zur "Person" im Sinne des (zumindest vermeintlich gültigen) Rechtes?
Mit urkundlicher Verleihung eines Namens wird man als Mensch in den Stand einer sogenannten rechtsstaatlich verpflichteten Person "erhoben".

Grob überzogen: man wir vom Menschen zu einer "Sache". Einem "Ding", dass somit automatisch jeglichem Gesetz und jeder Regel und Pflicht unterliegt. Ja - in gewissem Ausmaß bedingt man auch Rechte zu... aber sind wir uns doch bitte ehrlich!
Gibt es mehr Rechte... oder mehr Pflichten für Dich...?
Und ist es in gewisser Weise nicht auch merkwürdig, dass die meisten Menschenrechte... nunja sagen wir mal so... immer eines gewissen Nachdrucks bedürfen... zumeist jedoch die auf Person bezogenen Pflichten sehr direkt und in kurzem Wege durchgedrückt werden?

Hast Du aber je einer solchen Verfügung, Erhebung in den Personen-Stand zugestimmt?
Oder ist dies ebenfalls im Sinne getroffener Gesetze und Regeln geschehen?
Hat man Dir aufgrund Geburt eine Geburtsurkunde, eine Taufurkunde angeboten...? Oder ist dies ja schon beinah automatisch geschehen? Weils so geregelt ist... Punkt.

Welche Gesetze und Regeln sind dies aber nun?
Vor allem: Wer gab diesen Personen Recht und Befugnis dazu, über das einzelne menschliche Sein zu verfügen?
Gott etwa? Der Weihnachtsmann?
Oder haben hier - wie schon erwähnt - schon früh wieder nur einige Wenige die Ohnmacht der Menschen ausgenutzt und Macht an sich gezogen. In der (ihrigen) Meinung, dass man Menschen ja kontrollieren müsse. Ihnen dadurch angebliche Sicherheit geben...?
Gelten diese Gesetze dann für mich als MENSCH...?  Oder nur für die rechtlich geschaffene Person?

Nehmen wir ein anderes brandaktuelles Beispiel:  TIPP
Wer verhandelt denn hinter verschlossenen Türen?  Noch dazu: zumeist nur ein Mann! Wurden hier weder Deiner Rechte als Person als auch als Mensch gefragt? Gar mit einbezogen? Oder wird vermutlich - wie schon so lange - einfach nur entschieden?

Und wenn ich dies nun alles so schreibe...:  Werde ich irgendwann zur "Persona non grata"? ... Also "unerwünschte PERSON"...?
Was geschieht z.B. mit dem Menschen Ernold Prinz?

In den Definitionen also wird ständig von "Personen" gesprochen. Von versachlichten "Dingen".


Wie geht es Dir als MENSCH damit...?

Siehst Du Dich nun als Person... oder BIST DU MENSCH...!?



Und jetzt schnüre ich den Sack aber schnell zu, bevor ich noch auf die anfangs angeführten Aussagen eingehe...:

Wie sieht es denn jetzt hier mit einer Treue aus...?

War irgend jemand einmal so dermaßen treu zu mir, zu Dir, zu uns allen...?  Oder wurde und wird nur im vorwiegenden Interesse Weniger bestimmt, kontrolliert und auch mitunter sehr rasch vollzogen uns sanktioniert...?

Wie sieht es mit der Treue zu uns selbst aus...?

Im vollen Bewusstsein (so es denn vorliegt) zu uns selbst...:  Sind wir UNS SELBST treu...?  Sind wir dem LEBEN treu...?

So richtig richtig?
In Anbetracht all der Dinge, Fragen, die ich hier nun aufgeworfen habe...?

Also ich bräucht mich jetzt nur mal eben ins nächste EKZ stellen, wo tagtäglich Unmengen an Menschen - nicht Personen - durchwälzen, als gäbs kein Morgen...
...ich weiß nicht...

...SICH TREUE Menschen sähen für mich irgendwie anders aus...


Ist das Außen denn nicht hinlänglich Spiegel des Innen...? War das nicht so bis jetzt?

Wenn es im Außen also DERMAßEN aussieht... 
... na wie wird´s dann wohl im Innen sein...???



Zu den Fragen also abschließend - und ich antworte (farblich markiert) der Einfachheit direkt dazu...

  • "Treue ist wichtig in einer Beziehung"   ---   Wertedenken! Indirekt Bedingung! Gibt es die Treue sozusagen nicht, ist es für mich zumindest keine "gute" Beziehung?  Treue ist also Maßstab, Bewertung...   
  • "Ich liebe meine Kinder. Ich liebe mich. Ich liebe auch meine Freunde und Familie. Aber...ich liebe meinen Partner auf eine andere Weise..."   ---   Unterschiede, Bewertung in der Liebe? Dein Einen so, den Anderen anders...?  Liebe ich nicht einfach?  Macht Liebe selbst Unterschiede...? Wenn ich mich einlasse auf die die Tiefe und Weite einer allumfassenden Liebe, sagt mein Herz klar "Nein". 
  • "Ich kann, wenn ich liebe, nicht mit anderen Männern eine sexuelle Beziehung eingehen und ohne Liebe ist für mich keine sexuelle Beziehung möglich..."   ---    selbstverständlich ist jedem alles selbst überlassen! Man sagt auch, dass es mitunter bei Sex zu einer Vermengung der Energien kommt. Mag durchaus sein!   Aber neuerlich:  "WENN ich liebe"... Einerseits  Bedingung! Andererseits also gibt es auch Nicht-Liebe. "Lieb-losen", "Liebe-freien" Bereich. Weshalb?   Und vor allem: Aus welchem Grunde wird ständig und überall sofort - ohne Ausnahme - Sex mit Liebe gleichgehalten?   Ja - Sex mag unter anderem ein Ausdruck von Liebe im Außen sein. Muss aber nicht unbedingt!   Vielleicht hinkt der Vergleich... aber nehmen wir doch mal unsere ehrenwerten Prostituierten: Lieben die bei jedem Sex???   Ja - die verdienen Kohle damit. Das ist aber völlig nebensächlich.  Manche machen sich auch ihren Spaß am Sex zum Beruf! Wieso also klammert man sich also herkömmlich nach wie vor an "Sex = Liebe"...? Mangeldenken, Angst!    Nur mal so als Anstoß...
  • "Treue ist eine Geisteshaltung. 
    Wer jemand sagt, ich liebe dich und heimlich was anderes treibt, ist Charakterlos, und ohne Ehre. Als Erwachsener Mensch achte ich meinen gegenüber."   ---   Pfeif auf Geisteshaltung! Reine "Geisteshaltung" ist nur ein Geltenwollen, ein nach Lob und Bewunderung hächelndes Ego! Das ist kein Leben, kein Sein! Wer spricht von Geisteshaltung und Liebe in einem Atemzug?     Und was diese "Konstellation" beträfe, von Liebe sprechen - doch Anderes tun... Hier genau käme es drauf an, zuerst einmal sich selbst zu kennen!  Und dann stelle ich jetzt mal ganz provokant in den Raum:  Wenn ich jetzt einem Menschen meine Liebe schenke...  wie könnte ich mir bedingen, dass diese Liebe in Form von sogenannter "Treue" belohnt wird? Wären wir da nicht schon wieder bei Erwartung und Handel... nicht aber Liebe?  Liebe ich um der Liebe Willen... oder weil ich "Treue"... oder sonst etwas ERWARTE...!?!?!? Ach ja... Lob und Bewunderung usw....   Vorsicht - große Falle!!!   Kann man nicht in Liebe sowohl das Eine UND das Andere tun? Nochmal - kann ich nur einen lieben?   Und/oder erneut: was hat Liebe damit zu tun, was der jeweils Andere macht, machen soll/darf, zu tun hat...?   Besitzdenken, Handel - nicht Liebe!
  • "Abhängig? Liebe passiert oder auch nicht. Manche haben vielleicht noch nie geliebt. Einige denken vielleicht das sie lieben. Liebe wächst mit der Zeit. Viele verwechseln Verliebtheit mit der Liebe. Ich bin nicht blauäugig. Ich kenne den Unterschied denn ich habe Liebe leben dürfen"   ---    gegen solche Denkensweise protestiert mein Herz. Liebe passiert oder auch nicht. Ein Gewitter passiert auch. Oder dass ich ab und an heftige Blähungen habe. Es passiert ... oder auch nicht.    Liebe "passiert" nicht, wächst nicht... Liebe IST.  Es ist kein Ding, dass man lernen kann!  Wie könnte man auch, wenn es schon in uns ist!  Wir es in großartiger Anstrengung einfach nur verlernt haben, zu leben. Dann dieses "verwechseln" von Verliebtheit und Liebe. Was für ein Schmarrn! Krampfhafter Versuch zu bewerten, zu begrenzen. Man unterscheidet also...   hmmm....
  • "Treue ist altmodisch weil wahr ~ immer"   ---   was ist altmodisch?  Eine Art der zeitliche Rechtfertigung für ein Nicht-Öffnen-Wollen für eine größere Weite? Eine Komfortsesseltaktik? Irgendwer hat´s behauptet, festgelegt... also sei es!?  Es war schon immer so. Es war schon immer wahr? Wie vermessen! Was ist wahr???   Prägung von Außen! Blindlings übernommen...


Das ist und war heute wieder ein dicker Brocken, indem ich wohl viele Fragen aufgeworfen habe... richtig?
Aber ist es nicht in der heutigen Zeit - angeblich einer Zeit großer Veränderung - geradezu notwendig, alte Strukturen einmal aufzubrechen...?

Sollte man es doch unterlassen, da die Eröffnung vieler Strukturen mitunter immer und immer wieder Bereiche in uns berühren, die mit Angst und Mangel zu tun haben...?
Also gleich einer Liebe, Treue ... diese zwar bereden... letztlich jedoch nicht leben...?

Ist in gewisser Weise Wachstum nicht meist mit auch unangenehmer Berührung, mit Schmerz verbunden? Sagte irgendjemand, dass es immer "leicht" oder "einfach" sei...?

Jeder mag es für sich halten wie er will! Nicht meine Baustelle letztlich!  *grins*

Keiner soll bitte mit dem Eindruck hintenbleiben, ich wäre zur "Klugscheißerei" geboren, hätte die Weisheit sozusagen mit dem Löffel gefressen!
Auch ich wandelte lange Wege einer Unbewusstheit. Zu lange!
Und jetzt...
...nun jetzt erfahre ich. Lebe ich. Tauche bewusst ein in die Dinge.  Und lebe immer noch!
Nur freier... jeden Tag ein bisschen.

Und ich nehme jeden gerne mit ein Stück des Weges - freue mich aus tiefstem Herzen, ein Stück gemeinsam zu gehen und leben.


In diesem Sinne...
..ich hielte Treue letztlich für keine Basis... sondern nur für ein Konstrukt des ängstlichen Geistes, was in der Freiheit des Lebens, einer Liebe Begrenzung, Greifbarkeit (Beweisbarkeit) zu schaffen sucht. Denn was nicht greifbar, nicht überschaubar ist, löst in vielen Menschen ängstliche Tendenzen aus (Angst-/Mangelzone) ... oder wirkt desinteressierend (kann´s eh nicht erfassen, also was soll ich damit abgeben, warum sich bemühen, gar anstrengen (Weg des geringeren/geringsten Widerstandes / Komfortsesselzone). Ist nun mal so...
Doch weder Leben noch Liebe ließe sich wirklich begrenzen. Beides IST!

Hier offenbart sich für mich wirkliches, leibhaftiges Trauen in das IST. Dem LEBEN selbst treu zu sein...


Hab noch einen schönen Tag, ein schönes Wochenende und viel Erfahrung, Erkenntnis, Erweiterung eines möglichen Horizonts...
...am Wege zu Deiner persönlichen Freiheit!

Dein Prinzerl