Montag, 16. Mai 2016

Leichtigkeit - nur ein Wort... oder Lebensinhalt und weisende Richtung?


Willkommen meine lieben Leser und Leserinnen!

Allzu schwere Themen umranden unser heutiges Dasein. Tagein - tagaus!

Auf einen flüchtigen Augenblick hin scheint es manchmal schwer, diesem Treiben zu entrinnen. Oftmals stellt sich eine Flucht aus diesem Geschehen im Außen nur in Form von kurzweiligen Unterbrechungen namens "Urlaub" dar...
...und selbst diese Urlaube scheinen bei manchen straff durchgeplant, vereinzelt gestresst... um nicht zuletzt in dieser kurzen Zeit möglichst viel zu erleben, nichts zu verpassen was das restliche Jahr schon ausbleibt... oder im totalen Gegensatz diese Seite nur mehr irgendwo nichts tuen schier zu "verrotten", um z.B. längst überfälligen Schlaf einmal scheinbar nachzuholen...


Wo also bleibt das heutige Thema ab...?

 Die  LEICHTIGKEIT


Ja. Der Mensch hat es wohl in den Jahrtausenden seiner sogenannten Entwicklung - ich bezeichne sich vielmehr Verwicklung - für alles Mögliche Ersatz zu finden, Hilfe zu finden. Vor allem im technischen Bereich.
Ja auch Ausreden, Vorwände zu finden, um dies oder jenes nicht mehr tun zu müssen... und sich damit ja angeblich doch mehr Freiraum zu schaffen. Das Leben leichter zu machen.

Doch...
...ich frage Dich:

IST ES DAS ?

Selbstverständlich. Es ist gewissen technischen Errungenschaften zu verdanken, dass große Entfernungen überwindbar wurden in kurzer Zeit. Dass es nahezu keinen Winkel der Erde mehr gibt, an dem man nicht erreichbar wäre...
...und doch...:
Hat dies die Menschen, das Leben in dem Sinne "leichter" gemacht?

Wenn man heute durch die Straßen geht... jeder Wievielte starrt während des Gehens, Sitzens ... egal wo ... zunehmend nur mehr in Handy, Tablets, PC´s?
Wieviel Unterhaltung - so richtig Kommunikation - findet noch statt?

Können Menschen aufgrund verschiedenster Vernetzungen noch ohne diese leben? Oder muss ständig Verbindung dazu bestehen. Ob in einer Arbeit, in einer vermeintlichen "Freizeit"...?

Können bzw. vielmehr oft noch... wollen sich Menschen miteinander beschäftigen, sich treffen, unterhalten, etwas unternehmen...
...oder ist auch hier ein regelrechter Schwund in Richtung Technik festzustellen?
Können Menschen sich noch begegnen... Auge in Auge... um eine Zweisamkeit zu begründen? Oder wieviel wird auch hier schon auf das "Versteck Technik" überantwortet...?

Gehen Leute heute noch einkaufen... oder wie modern ... immer mehr ... wird ein Online-Shopping?
Begründung?
Viel billiger, direkt nach Hause, kein Aufwand!
Billiger ist nur Scheinwelt, nach Hause...ja will ich denn nur mehr zuhause kleben. Und kein Aufwand...?  Was soll das denn?
Und irgendwann soll noch einer für uns das Atmen übernehmen...!?

Wo also ist die Leichtigkeit?  Die Leichtigkeit des Tuns?  Die Leichtigkeit des Lebens...?


Um nun aber nicht einzig auf die Technik abzuzielen, zu "spotten"...
...nehmen wir doch den neuen "Gott namens Geld" in Einbezug!

Wie sähe es denn so aus?

Wer hortet Geld? Wer läuft dem Geld nach? Nichtzuletzt aufgrund des Systems beides möglich!
Macht die Existenz des Geldes - ursprünglich als Ersatz des Warentausches gedacht - ein Leben letzten Endes wirklich "leichter"...?
Für die, die es horten ... wohl möglich.
Für die, die es brauchen, um über die Runden zu kommen... wohl eher nicht!
Und ich will jetzt keine ohnehin bekannten Statistiken bemühen müssen, wie dieses Geld unter den Menschen dieses Planeten verteilt ist... wer also "kann"... und wer vielmehr "muss"...


Wie schon eingangs erwähnt... sehr Vieles wird nur mehr zur Last degradiert, zum Problem, zum Aufwand!
Nichts ist mehr mit Chance, etwas zu tun, zu schaffen, zu er-schaffen!

Nehmen wir ein sehr bekanntes Beispiel namens Arbeit!
Freilich - ich gebe zu: im Wandel dieses Systems namens "Leben" hat auch hier eine starke Veränderung stattgefunden. Als Arbeitender ist man zumeist nur mehr "Nutzvieh", Nummer auf einem Papier, dass einen Umsatz- oder Arbeitsauftrag zu erfüllen hat.
Wieviel alleine schon wurde durch die sogenannten technischen Entwicklungen an Arbeit weggenommen!?!? Weil Computer, Roboter ja weniger anfällig seien. Perfekter, länger und effizienter nutzbarer seien!?
Das Gut "Mensch" wurde und wird immer mehr ersetzt!

Erleichterung... Leichtigkeit also...?

Mit der Arbeit Spaß und Leichtigkeit zu verbinden ist für heutige Verhältnisse oft schon ein schier unlösbares Anliegen.


Nicht, weil man etwa selbst eine zu schwache, schlechte Einstellung hätte.
Aber mit dem geltenden System wurde Druck erschaffen, der gemäß Hierarchie ganz einfach von oben nach unten weitergereicht, -getreten wird!

Und man ist - in Anbetracht des Austausches Mensch gegen Maschine und des Überhandnehmens an Menschen ohne Beschäftigung austauschbar.
Man ist in gewissen Rahmen "erpressbar" geworden, da ohne das System - allem voran das System "Kapitalismus / Geld" - ein Überleben nicht möglich ist.

Leichtigkeit also...   

DAS eben grade nun war und ist die harte Variante der Realität.


Deshalb nun die Frage an Dich:

Wie gestaltest Du Dir Leichtigkeit in Deinem Leben...?

Leben hat bekanntlich zwei Seiten!

Eine Äußere... und die viel Wichtigere - die Innere!


Wie es schon oft in meinen Blogs zutage gefördert wurde, ist unter den Menschen schon seit unzähligen Generationen ein Anpassungsprogramm maßgeblich daran beteiligt, dass sich im Heute jene Umstände so darstellen, wie sie es eben tun!

Der Mensch scheint in sich in seinem Streben schon vor langer Zeit "verrannt" zu haben. Er verwickelte sich wohl immer mehr in vermeintlichen Fortschritt im Außen. Jedoch gleichzeitig immer mehr in einem Ablegen von Bewusstheit, Eigenverantwortung. Sei es nun dass diese beiden wichtigen Dinge an Personen "übertragen" wurden oder technischen Errungenschaften. Beides lief und läuft daraus hinaus, dass man nicht mehr selbst tun, tragen, erledigen muss... möchte...! Zumindest nicht mehr, als im unbedingt notwendigen Ausmaß...


Nun mal so ein Herzgedanke, der sich hier bei mir einstellt...
...im Sinne einer nun mal herrschenden Polarität des Lebens...:

Wie in aller Welt soll Ausgleich, Leichtigkeit eintreten... wenn sich doch offenbar die gesamte Verwicklung nun sehr einseitig hin bewegt?

Es sich also zusehends verwickelt.... jedoch nicht entwickelt!

Keine Entwicklung, ein Lösen von Verwicklungen, Verstrickungen also, die nach herkömmlicher Bedeutung ja Freiheit, Leichtigkeit ermöglichen sollten...
Oder kommt die im Sinne eines universellen Lebens-Maßstabes vielleicht erst viel später...?

Lässt man also das Boot einfach mal weitertreiben..., weiterneigen auf die eine Seite...? Wenns kentert, absäuft... na dann isses halt so...
...oder hat der Mensch Dank seiner Schöpferkraft die Möglichkeit, schon beizeiten auszugleichen?

Hätte ... vielmehr!

Nur...: worauf wartet man? Auf einen bestimmten Moment?

Es gibt hier keine Zeit, keinen Moment, der geeigneter ist, als das JETZT!

Dass irgend jemand anderer anfangen soll? Wer anderer schon machen, richten wird? Nicht zuletzt Gott?
Doch in welchem Ausmaß?
Erwartung, Hoffnung, Wunschtraum?


Tja...
...und nun genau jene innere Entwicklung...
...zu dieser tun sich zwar leichte Anzeichen eines "Erwachens" auf.

Doch sehr tröstlich wirkt diese Entwicklung noch nicht...
...denn wielange nun schon wandelt der Mensch auf diesem Planeten? Wieviele Götter, Propheten und Weise wiesen schon lange und eindrucksvoll in die Richtung hin, in der der Mensch Leichtigkeit erfahren könnte...

Und doch: Die Übermacht scheint noch immer in der Unbewusstheit, der Verwicklung zu liegen.

Gewisse nutzen dieses Desinteressse, diese Unbewusstheit natürlich sehr zu ihrem Vorteil. Die Unbewussten jedoch jammern nur. Protestieren, schreien, machen sich mitunter mit Gewalt Luft...

Das Innen jedoch bleibt unbewusst. Weil zuviel Aufwand! Der Kreis schließt sich also wieder!
Ein Weg des geringeren oder geringsten Widerstandes.

Doch wie auch kürzlich in einem Film wieder verpackt, das inhaltliche Statement:
"Die Menschheit wurde gewarnt. Und doch fährt sie weiter auf den Eisberg zu. Will ihn scheinbar rammen und sehenden Auges untergehen!"


Leichtigkeit also...?


Für mich nun, der ich ja auch erst einmal "erwachen" durfte aus meiner Umnachtung...
...für mich stellt sich seit jenem Moment "Leichtigkeit" ein, seit dem ich begonnen habe, anzunehmen, was IST!
Nichts, was ist... oder nicht ist... soll gemäß Gesetzen des Lebens nicht sein... oder eben umgekehrt schon sein!
Alles, was IST, ist genau richtig!
Auch wenn unser vertrackter Verstand sich daran mitunter einige nicht vorhandene Zähne ausbeißt! Ein Ego zu revoltieren beginnt.

Natürlich würde ich jetzt lügen, wollte ich behaupten, dass alles, was mir nun so in meinem Leben begegnet, "leicht" wäre. "Angenehm" wäre.
Es hat aber auch nie jemand behauptet oder gar notariell beglaubigt, dass etwas im Leben ständig "leicht" oder "angenehm" sein müsse!

Doch...
...einzig die Art und Weise, wie ich mit etwas umgehe, kann die Sache nun schwer machen... oder leicht(er)!
Wenn ich nun beginne, mit irgend etwas zu hadern, die "Ungerechtigkeit der Welt" ins Spiel bringe, mich zum Opfer mache... in der Tat dann selbst zur Marionette von Anderen, Anderem mache...  was wohl wird dann sein? Ich mache es mir selbst schwer!

Wenn ich aber nun annehme, was grade IST...!

Das heißt 1. schon mal nicht, weil es jetzt grade ist, muss es auch noch morgen, übermorgen oder in 5 Jahren sein!
Und das heißt 2. auch schon mal nicht, dass ich mich deshalb nicht genauso ernst damit auseinander setzen könnte!

Nur...: brächte es mir etwas, wenn ich mich zum Opfer machte...?
Ja! Mehr Ärger, mehr Opfer.
Denn das Leben sagt Dir dann: "Deinem Willen nach geschehe Dir. Was Du ausstrahlst... sollst Du natürlich bekommen!"


Leichtigkeit also...?!

So bekommt - jetzt mal das gesamte Außen vorlassend - dieser Begriff "Leichtigkeit" doch eine fassbare, "erklärbare" Seite ... nicht wahr!?


Ein Beispiel nun aus meinem Leben, vielmehr dem meiner Frau:
Sie hat - nach langer Suche - Arbeit gefunden.
Nun.
Oftmals ist diese Arbeit anstrengend, Kräfte raubend. Länger tun, ohne Pause tun, Arbeit von anderen mittun... usw.
Und doch HAT sie diese Arbeit!
Und... wenn jetzt freilich nicht alles ... aber sie LIEBT diese Arbeit. Bringt sich ein. Möchte sich da weiterbilden.
Sie lebt es in gewisser Weise, wo andere schon längst davongelaufen und hingeschmissen hätten.
Allerdings: wo ergibt sich dann mitunter die Grenze, wo man noch liebt und möchte... und aber womöglich nicht mehr kann, weil genau diese Liebe und das Möchten von der "Gegenseite" schamlos ausgenutzt wird...?

Nun also frage ich: Kann ich mit Liebe zum Tun an sich Leichtigkeit IN mir schaffen..., auch wenn es im Außen oftmals weit nicht so aussieht...?

JA.
Ich kann!


Kann ich im Umgang mit mir selbst Leichtigkeit schaffen, indem ich zuerst einmal herausfinde, wer ich wirklich bin? Masken und Theater ablege und meinem Herz folge...?
JA.
Ich kann!

Kann ich dadurch dann auch im Umgang mit anderen Leichtigkeit schaffen, indem ich aus Bewusstheit, Eigenverantwortung, Respekt und Liebe zu mir selbst heraus... diese auch anderen Menschen schenken kann...?
JA.
Ich kann alles, wenn ich es möchte!

Der Weg beginnt von innen nach außen!

Ich kann nicht von Anderen erwarten, fordern etc., was ich nicht selbst mir gegenüber zu vertreten, zu denken, zu handeln bereit bin! So funktioniert das nicht!

Kann ich dies jedoch mir selbst schenken und zugleich abverlangen... dann werden plötzlich Türen aufgehen, von denen man nie zu träumen wagte.


Leichtigkeit ist in meinen Augen also kein spritueller Hokuspokus, irgend ein stumpes affimieren von Sprüchen, kein Anwenden von irgendwelchem Zeugs...
...Leichtigkeit entsteht einfach nur in der bewussten und verantwortlichen Annahme dessen, was IST.

Ein entsprechender Umgang damit, einzig nur schon aus der Frage heraus:
Will ich mich jetzt runterziehen... will ich Opfer sein...
...oder will ich einen Sinn und Nutzen für mich erkennen und MEIN Leben weiterleben?


Wenn Du lieber Leser, liebe Leserin... nun Lust hast...
...Lust Dich auch mal auf die Frage nach der Leichtigkeit Deines Seins einzulassen...

...ich hab da zum Ausklang noch eine angenehme Musik, in der sich die Künstler wohl kaum getroffen haben, um Schwere zu produzieren...
...sondern in der Leichtigkeit des Zusammenseins ein gemeinsames Stück, Werk zu schaffen.

Es trägt den bezeichnenden Titel:  "The Song of the Butterfly"

Und welchen Eindruck wohl vermittelt alleine schon ein Schmetterling...?



Hab noch viel Spaß, Entspannung... und Leichtigkeit...

Dein Prinzerl

Quellen:
Video - Youtube
Bild - Pixabay, Eigen (c)