Sonntag, 19. Juni 2016

Das Aufmerksamkeits-Experiment: Wer sich die Mühe macht, zu lesen... vor allem ALLES...


Halli hallo und Guten Morgen an diesem Montag liebe Freunde und Leser!

Heute widme ich einen Blog einmal einem einerseits lustigen "Erlebnis"...
...andererseits... nun es gibt wieder, was vielerorts in der heutigen Zeit offenbar schier "üblich"... oder vielmehr "nicht mehr üblich" ist:

AUFMERKSAMKEIT 

Meine Frau hat - völlig unabhängig von mir bzw. ohne mein Zutun oder Wissen - ein kleines "Experiment" auf bekannter Plattform gestartet.

Sie hat einen Post als Experiment auf dieser Plattform eingestellt.
Noch dazu: Es war ein Post, der zuvor schon von anderen verwendet wurde...

Wie es der Zufall so will ... bzw. es nach diversen Algorythmen zum Posten auf dieser Plattform also ergab, sah dieser Post so aus:
An sich also mitunter ein sehr erfreulicher Post!

Ihr könnt Euch vielleicht nun aber nicht vorstellen, wieviele Posts, Kommentare, Glückwünsche da eintrudelten!
Schier unglaublich!

Denn ein kleines "Detail" haben die Allermeisten in diesem Post definitiv übersehen:

Ein bisschen unscheinbar vielleicht...
...aber doch offensichtlich ließen sich die Leser(innen) definitiv vom vorigen Text ablenken. Lasen erst gar nicht mehr zu Ende.

Zum Ende, welches sich so gestaltete:


Nun liebe Leser, liebe Leserinnen...!

Freilich... dies ist ein verhältnismäßig unbedeutendes Ding, über welches ich berichte.

Und doch...
...wie oft begegnet es mir im Leben, dass Texte nicht in ihrer Gesamtheit erfasst werden!?

Dass Dinge oberflächlich überflogen werden!?  Dass Menschen sich ablenken lassen!?

Dass Dinge nicht in ihrer Gesamtheit Aufmerksamkeit erfahren, obwohl man womöglich aber grade erst durch die Gesamtheit dann ein Bild darzustellen vermag...


Ein Paradebeispiel: Bewerbungen für bzw. an Firmen!

Da fliegt man drüber, liest nur, was "man" lesen will! Der Rest? Ausgeblendet. Nicht wahrgenommen!
Kein Interesse.
Und somit schon vorweg die Chance dem Bewerber entzogen, sich wirklich darzustellen.
Und doch wird aufgrund solcher Vorgehensweisen oftmals schon entschieden.
Eine mögliche Nachfrage, ein persönliches Vorstellungsgespräch?
Fehlanzeige!
Auf welcher Basis denn? Wenn vorher schon nur überflogen wird...? Teile nicht wahrgenommen werden?
Nur gehört, gelesen wird, was gehört und gelesen werden will...?


Wie oft geht es mit den Aufmerksamkeiten in Gesprächen ebenso nicht weit her?!
Angefangen von scheinbar belanglosem "Smalltalk" ... bis hin zu tiefgründigen Gesprächen...!

Da wird überhört... oder nur gehört, was "man" hören will! Der Rest? Ebenso ausgeblendet. Nicht wahrgenommen. Oder mitunter vielmehr schon "überblendet" vom vermeintlich Nächsten, was "man" selbst einwerfen..., dazwischen werfen will... mitunter was das Ego befiehlt...

Mangelndes wirklich Interesse am Gegenüber also...


Selbstverständlich räume ich ein, dass zum Beispiel ich nicht alles genauso auffasse, wie  meine Frau. Und umgekehrt.
Allerdings - wie angeführt - hat die Art und Weise von etwas auffassen nichts damit zu tun - wenn etwas erst gar nicht wahrgenommen wird! Wenn womöglich eine Meinung ohnehin schon vorgefasst ist..., wenn mitunter auf sogenannte "Erfahrung" zurück gegriffen wird...
...anstelle sich jede Situation im JETZT anzusehen...


Jetzt also kleiner Anstoß... bzw. eine eminent wichtige Frage...
...vor allem immer im Bezug auf die Bewegungsrichtung des Lebens - von Innen nach Außen...:




Schenke ich mir selbst eigentlich ausreichend Aufmerksamkeit...???

Lasse ich mir diese in meinem Denken, Fühlen und Handeln ausführlich angedeihen...???

Und setze ich diese Aufmerksamkeit für mich / zu mir auch um...???



Und als "Ergänzung" dazu, um sehr einfach auf die Ursache des "Überhörens", des "Übersehens" zu stoßen:
Wie sehr hat man Dir als Kind zugehört, "gelesen"...??? So richtig wirklich...
Oder war das auch nur schnell so ein "nebenbei"... ein "wischi-waschi"...  ja zur Kenntnis genommen und passt schon...?


Denn ich denke und fühle hier dann in dem Sinne weiter:
Wie soll ich entsprechende Aufmerksamkeit an Andere weitergeben können, wenn ich mir diese selbst nicht schenken kann?
Wie soll ich mit einer leeren Kanne Blumen gießen?


Könnte man abschließend also durchaus dem Gedanken Raum verleihen, dass Aufmerksamkeit für ein möglichst Ganzes durchaus ein Teil von Bewusstheit, Verantwortung und Respekt ist...?
Zu sich selbst...!?  Und zu meinen Mitmenschen...!?

Dies also mal als kleiner Anstoß zum Wochenbeginn...!

Als kleiner Feldversuch Nr. 1...:  versucht mal zuerst Euch selbst achtsam wahrzunehmen!
Als kleiner Feldversuch Nr. 2...:  versucht im Anschluß Euren Mitmenschen achtsam, aufmerksam zu begegnen! Stellt mal Eure Absichten, etwas zu erzählen, zu tun... einen Moment hintan und seid bewusst Eurem Gegenüber gegenüber...


In diesem Sinne...
...habt einen guten Wochenstart...
...mit viel Aufmerksamkeit für Euch... und Eure Mitmenschen...!

Habt eine schöne bewusste Zeit!

Euer Prinzerl

Bildquelle: Eigen (c), Pixabay