Montag, 27. Juni 2016

Grund-(satz)-gedanken - die wahren "Lebenskiller"


Ein weiteres "Herzlich Willkommen" bei einem Beitrag, in dem ich versuchen will, einmal etwas tiefer unter die Oberfläche zu gehen.
Ja teils richtig reinbohren!

Weshalb?

Aus aktuellem Anlass!

In gewissem Maße darf und wird dieser Blog schon eine Art "Vorspiel" sein auf mein neues Buch. In diesem Sinne jedoch nun explizit ein Thema heraus gegriffen.

Ein Thema, dass - wie zumeist alles im Leben - auf eine vorherige Anpassung, Konditionierung zurück zu führen ist.

Ein Thema, in dem auf mitunter sehr abstrakte Weise klar werden vermag, dass wir schon seit langer Zeit eher nur mehr gedankliche Wiederkäuer, Kopierer sind...
...jedoch schon weitab entfernt, selbst zu erfahren, zu erleben!

Es geht heute um - meines Erachtens - die mächtigsten Killer, die größten Brocken auf unseren persönlichen Wegen...

... um unsere...



Wie komme ich nun eben drauf?

Es ist ja nicht so, dass ich mich selbst schon seit geraumer Zeit mit mir, meiner Vergangenheit auseinander setze, um dort immer wieder aufs Neue solche Brocken, Killer... Gedanken zu entdecken, die mich an einer Entwicklung, einer Freiheit... und ganz zuvor einem würdevollen, liebevollen, respektvollen Umgang mit mir selbst hindern!

Dieser Tage nun... auf der Heimfahrt... da lauschte ich im Radio einer Sendung, in der Menschen "ein Problem" ... ein "Dilemma"... der Nation schildern können... und dann sozusagen um Meinung für ihre Entscheidung fragen.

Eines der Themen gestern war, dass eine 21-jährige junge Dame inhaltlich die Frage aufwarf, ob sich ihre Mutter noch derart in ihr Leben einmischen dürfe, sodass sie selbst keine Entscheidungen zu treffen hätte.

An sich nun kein "unübliches"Thema...
...schaut und hört man sich so um im täglichen Geschehen.

Vielmehr aber war die inhaltliche Antwort einer kommentierenden Anruferin dann für mich einerseits beinah eine "schallende Ohrfeige"..., andererseits ein gedanklicher Sprung in meine Vergangenheit. Eine Parallele 1:1.

Sie sagte aus, dass sie auch ihrem Kind bestimmen und vorgeben muss, da dieses mit ebenfalls 21 Lebensjahren absolut lebensunfähig sei. Das Kind würde in seinem Leben so gar nichts richtig zuwege bringen! Sie müsse eingreifen, damit aus ihrem Kind einmal etwas Richtiges wird!

Lieber Leser, liebe Leserin...
...lass Dir das doch mal "so auf der Zunge zergehen"!

DU bekommst jetzt gesagt, dass Du lebensunfähig seist!
Selbst mit 21 Du Dich bemaßregeln und anpassen lassen musst, damit aus Dir etwas WIRD!

Hörst das mal eben - noch dazu - so über´s Radio. Hörbar, für jeden, der will.... im ganzen Land.

Was löst DAS in Dir aus...?

Bleibst Du dabei wirklich absolut, völlig... zu 1000% ... gelassen?

Oder kitzelt da doch etwas ... ganz tief in Dir und zieht nach oben...?

Oder... explodiert da ohnehin auf den Augenblick eine imaginäre gedankliche und emotionale Bombe...???

Weshalb ist das aber nun so?

Weshalb hat es mitunter meine Aufmerksamkeit so frappant in Anspruch genommen?  
Grade vom heftigen Unwetter ausgelöst, dass über mir niederging?

Weit gefehlt!

Ich spreche bitte jetzt nur von mir!
Dir wiederum obliegt es völlig, ob und was in Dir da grade abgeht. Was Du vor allem zulässt...!

Ich kenne diese Aussage.
Diese... und noch viele andere mehr!

Und ich habe somit diese und andere Aussagen nicht zum ersten Mal gehört!
Auch wenn ich mich explizit nicht mehr dran erinnern kann, wann es zum Beispiel das "erste Mal" gewesen war...

Das menschliche Gehirn nun ist ja ein Wunderwerk an und in sich.
Einerseits ist es uns Menschen nicht beschieden, seine volle Kapazität bewusst auszunützen. Andererseits steht diese Denkmurmel da oben auf den Schultern keinesfalls still!
Alles wird dort gespeichert!
Einzig einem Schutzmechanismus... und ja, teils auch einem Ego... ist es zu "verdanken", dass sich gewisse Dinge "ausblenden" lassen.

Erneut - wie schon in anderen Themenblogs - die Frage an Dich:

"Welchen Zeitrahmen umfasst Deine Kindheit, an die Du Dich NICHT erinnern kannst...?"

3-4 Jahre?  Oder doch womöglich eklatant länger...?
Ich spreche da auch nicht von einzelnen Erinnerungsblitzen..., sondern schon von zusammen-hängenden Erinnerungsabschnitten!


Was glaubst Du, weshalb das letztlich so ist... mit dem Nicht-Erinnern...?

Weils am Ende so lustig, erbauend, liebevoll war...?

Oder weil der kleine Mensch in diesen Situationen so gänzlich alleine war, ihm niemand Gelegenheit gab, unwahre Gedanken und Gefühle / Emotionen auszuräumen...
...und deshalb zu guter Letzt solche Dinge, Erlebnisse, "Erfahrungen", Geschehnisse oder Nicht-Geschehnisse am Besten nie mehr erleben wollte...!?


So.
Zurück aber zu dieser Art von Aussagen!

Ausgehend von dieser Situation also als Beispiel...
...ausgehend davon, dass diese - und andere Aussagen - sicher nicht nur einmal getroffen wurden... und somit von Deinem Gehirn gespeichert wurden...

...irgendwann - und das ist so ein schier fataler Mechanismus des Menschseins, des Gehirns - bildet sich aus diesen einzelnen punktuellen Erlebnissen, Hotspots... ein Geschehen, ein Zeitraum... ein Glaube!
Zudem das Gehirn - ebenso in seiner unbewussten, also nicht kontrollierbaren Tätigkeit - formell nun eine Art "Suchauftrag"... oder "Bestätigungsauftrag" erhält. Der Mensch, das vermeintliche Bewusstsein setzt nun eine Art Tunnelblick auf... sieht nur mehr ähnliche Situationen, Erlebnisse... steuert also unbewusst im gesamten Verhalten regelrecht in eine solche Situation, um eben die Bestätigung dessen zu erhalten...
...und schon schnappt die Falle zu!

Und DIES nun bezeichnet der Mensch als Erfahrung!

Dem dann noch nicht genug...!
Dieses Gedanken- und Verhaltensmuster festigt sich im voran schreitenden Leben. Immer wieder wird ja mehr oder minder bestätigt!
Der Mensch erkennt das "Hamsterrad" nicht, welches er da erschafft und fleißig bedient!

Und wiederum einer Art "Faulheit" des Gehirns, des Menschen nun zufolge ist es zu verdanken, dass jegliches weitere Geschehen ständig über diese Suchraster gescannt wird!
Der Mensch driftet also immer weiter und weiter aus seiner Bewusstheit, einer aktuellen geistigen und gefühlsmäßigen Präsenz..., überlässt immer mehr der "Automatik"... und verurteilt in gewissen Maße jegliche neue Situation zum "Untergang".
Würde der Mensch jede Situation zuerst einmal "neu erfassen und beurteilen"... also nicht in irgendeiner Vergangenheit hängen bleiben... prüfen, aktualisieren... dann würde sich doch weit mehr Chance... und vor allem seinem SEIN IM JETZT Tür und Chance eröffnen!

Der Mensch ist jedoch längst ein Gewohnheitstier.

Gab schon vor langer Zeit Eigenverantwortung, Bewusstheit ab!
Nahm bequem im Komfortsessel Platz. Lässt sich treiben...
Schimpft und jammert über dies und jenes... doch lässt letztlich ohne aktives Zutun einfach geschehen. Folgt seiner "Automatik".

Und diese Automatik wussten so manche zu erkennen, begannen zu "übernehmen" und zu steuern, kontrollieren.
Teibholz sozusagen einzusammeln... und Profit für sich draus zu schlagen!


Grund-(satz)-gedanken also mein Lieber Leser, liebe Leserin!

Eine wichtige Frage stellte sich in diesem Zusammenhang...:

WILLST DU ÜBERHAUPT SOLCHEN GEDANKEN / MUSTERN AUF DIE SPUR KOMMEN ?

Oder lässt Du lieber weiterhin schön gemütlich treiben? Denn wozu anstrengen?


Solchen Gedanken und folgenden Mustern ist mitunter nämlich in gewisser Weise schwer beizukommen! Oder diese überhaupt erst zu entdecken!
Denn viel zu lange schon sind diese Art von Gedanken in uns implementiert, überdecken sämtliches Denken, Fühlen und Handeln!
Und...
...selbst sieht man sich oft am Schlechtesten oder Wenigsten!

In diesem Zusammenhang nun:
Weshalb glaubst Du, begegnen Dir mitunter im täglichen Leben oft mehrfach "Arsch-Engel"? Menschen also, die Dich scheinbar reizen, aufregen, Finger in Wunden legen...?
Weil sie in der Tat solche Arschlöcher sind? Weil sie das aus purem Sadismus oder Spaß tun?

Fehlanzeige!

Selbst wenn es den Anschein erwecken sollte...
...diese Menschen... "Arsch-Engel"... sind einfach nur die, die sie sind:  BOTEN DES LEBENS!

Eines der großen Geheimnisse des Lebens ist es wohl, dass in diesem wohl gigantischen Energiefeld Dinge geschehen, die weit ab unserer kühnsten Vorstellungskraft liegen!
Und doch scheint das Leben auf ziemlich einfache Weise Wege gefunden zu haben, uns an uns selbst, an unsere unwahren Gedanken, Gefühle, Emotionen erinnern zu können!

Einzig obliegt es uns selbst, ob wir Willens sind, in gewissem Maße zu "erwachen" aus dieser "Bewusstlosigkeit", dieser "Ohnmacht"... und den Spiegel sehen. Sehen wollen!


Welche dieser Grund-(satz)-gedanken nun könnten Dir da so begegnet sein...?

Willst Du Dir - jetzt in diesem Moment - mal Stift und Papier zur Hand nehmen... die Frage stellen und wirken lassen... und dann einmal niederschreiben, was da so nach oben kommt...?

Ich stoße mal als Beispiele in Richtungen an...:
Wie kommt es zu Deinem möglichen Misstrauen... gegenüber Menschen, Dingen, Situationen etc...?
Wie kommt es zu Deiner möglichen "Schüchternheit", Zaghaftigkeit...? Oftmals auch Wut? Ablehnung...?

Wie kommt es zu Gedanken: "Das Leben ist kein Ponyhof"..."...kein Wunschkonzert"?
Wie kommt es zu Gedanken: "Das Leben ist nicht leicht..."?

Wie kommt es dazu, dass wir zu verschiedenen Themen so teils erschreckende "Einstellungen" - vielmehr auch "Vorurteile" genannt - haben? Egal, ob es uns selbst betrifft... oder Dinge der Gesellschaft...?

Wie kommt es zu Gedanken: "Ich weiß, ich bin nicht schön"... mit dem möglichen Nachsatz "Ich weiß, dass es Schönere als mich gibt..."?

Diese Satzstellung nun ließe sich mit vielen Attributen, Eigentschaften "spielen"...

Wie kommt es zu Gedanken: "Ich kann... schaffe... das nicht"?

Endlos ließe sich die Liste fortsetzen!

Eine Bitte dazu jedoch:  Wir alle kennen mittlerweile "man".  "Man" tut dies, "man" sollte jenes...
Bullshit!
"Man" ist nur eine künstlich geschaffene Distanz der Angst, sich persönlich damit zu befassen.

Versuche, jegliche Äußerung, jeglichen Gedanken der hochkommt zu beginnen mit:
"Ich bin... z.B. zu hässlich"
"Ich bin... z.B. zu feige"
"Ich bin... z.B. nicht liebenswürdig"

Es geht um DICH. Niemand sonst.
Und...: keiner kann Dich sehen oder hören. Du bist nur für Dich! Keiner kann Dich beeinflussen, niemand kann Dich kommandieren oder sonstiges!
Du bist also mitunter im Falle des Falles der/die Einzige, der Dir selbst jetzt im Wege stehen könnte!


Schenke Dir doch - genau jetzt einmal diese Möglichkeit, dem auf den Grund zu gehen!
Lasse zu!
Nicht gedanklich gleich verhaken, nicht nachhängen... einfach mal rauslassen, zulassen!

Prüfen kannst Du das bei Lust und Laune später!

Um dies jetzt ein wenig zu fördern...
...den Textfluß zu unterbrechen und Dich rein zu dieser "Auflistung" zu motivieren... hier eine kleine musikalische Untermalung dazu.

Danach ... lass einfach noch ein bisschen nachwirken... doch lege das Blatt einfach beiseite. Drehe es um. Lies es nicht!

Jetzt aber...:
...wenn möglich... Kopfhöhrer auf...
...Musik an...
...ein paar Mal tief und bewusst ein-.... und ausatmen...

...fließen lassen...




Wie erging es Dir?

Hat sich da auf diesem Papier etwas ausgedrückt, manifestiert?
Was und wie hast Du Dich gefühlt dabei?

Ist Dir beim Niederschreiben ein "Gedanke"... eine "Aussage" ... besonders aufgefallen...? Verbindet sich diese besonders stark mit Emotionen...?

Nimm Dir ruhig die Zeit...
...nichts eilt oder läuft davon...!

----------

Ein kürzliches "Querbeispiel" zu diversen Aussagen von Menschen ...
...und schon Andeutung, was als "nächste Aufgabe" auf Dich zukommen kann... so Du Dich drauf einlassen willst...:

Ich hatte kürzlich ein doch sehr nettes Gespräch mit einer Dame mittleren Alters. Im Gespräch ging es um "Gott und die Welt". Sie erzählte mir auch von gescheiterter Beziehung. Ihrer Liebe, die sie zum Sport und einer Unabhängigkeit gefunden hätte...
Doch mir augenscheinlich auffällig tauchte in ihren Aussagen immer wieder die inhaltliche Aussage auf:
       "Ich weiß dass ich nicht schön bin. Bzw. dass es weit Schönere gibt als mich".  

Und im Pendant dann noch gleich dazu 
      "Männer gehen bei Frauen doch immer nur nach der Optik. Schöne Frauen haben doch 
       definitiv die besseren Chancen!"

Es schien mir teils schon als regelrechte Abwehr eines menschlichen Geistes. Rechtfertigung zu unausgesprochenen Dingen! Dingen, die letztlich aber damit zusammenhängen, dass man sich mit sich selbst... und eben u.a. Grund-(satz)-gedanken befassen "müsste"...  Man "müsste" über (s)einen "Tellerrand" hinausblicken.
Und es mutete beinahe "abartig" an, dass grade davor - auch aus bezeichnetem Bestehen von Grund-(satz)-gedanken teils große Hemmungen, Ängste bestehen!
Wie´s so schön heißt: "Die Katze beißt sich sozusagen in den eigenen Schwanz!"

Leichte Versuche von mir, hier ein bisschen tiefer zu gehen und mögliche Ansätze dazu zu erkunden, wurden zumeist gleich mit Themenwechsel oder Gesprächsunterbrechung ihrerseits quittiert.
Es war für mich also ein sehr tiefes Verhaften, Anhaften an diesen "Meinungen", Grund-(satz)-gedanken zu bemerken.
Da nun ein Anstoß in die Gegenrichtung dieser ihrer Gedanken nicht gelang, ließ ich jedoch diese Meinung - mit beinahe schon gefühlter Sichtbarkeit des Versuches, von mir eine Bestätigung zu ihrer Einstellung zu bekommen - sanft ins Leere laufen...
Leichte Mimik ... nun wie soll ich sagen ... des Erstaunens, des Nicht-Verstehens, des Nicht-Zurückkommens einer Bestätigung meinerseits... war in ihrem Gesicht zu beobachten.


Somit also nun zu meiner weiteren "Aufgabe":

Jener Satz, jener Gedanke  (deshalb auch meine Formulierung Grund-(satz)-Gedanke...), der Dir am Meisten in Erinnerung ist... (als Beispiel. Du kannst das natürlich dann mit allen Gedanken machen!)...
...wo und in welcher Weise begegnet Dir selbst dann dieser Gedanke, diese Einstellung wieder?
Immer und immer wieder?
In Deinem Denken, Handeln und Tun...?
In dem, der Dich umgebenden Menschen?

Hier ist es nun durchaus erlaubt, mal ganz konzentriert und bewusst so die bisherigen Erlebnisse durchzutasten!
Immer weiter zurück zu gehen in der zeitlichen Abfolge...

Man kann... und wird letztlich feststellen, dass man diverse Aussagen von seinem engsten Umfeld immer und immer wieder hört... und gehört hat.
Dass diverse Aussagen teils von den eigenen Großeltern... ja... und die meisten mitunter von den eigenen Eltern kamen!

Wohl zumeist nicht absichtlich! Wie denn auch!?
Sie waren im Grunde gleichem Anpassungssystem unterzogen wie auch wir selbst!

Grund-(satz)-gedanken!

Ein Rückblick in die Vergangenheit vermag oftmals aufzuklären! Ursache von Entstehung zu zeigen.

Dort... im Damals.... dort wurde der Grundstein gelegt... für jegliche weitere Gedanken, Gefühle / Emotionen, Handlungen...  für das Heute!

Und genau jene Grund-(satz)-gedanken, die im Damals manifestiert wurden, bestimmen heute - in ungeminderter... oft ja sogar verstärkter Intensität - über unser aller Leben! Bestimmen nicht nur... sondern behindert oftmals auch! Sind regelrechte Killer!
Für jeden Einzelnen... wie auch in der Gruppe, der Gesellschaft... ja sogar der gesamten Bevölkerung!

Von Innen nach Außen!

Nur als Beispiel wiederum:
Was wäre wenn...
...wenn Du als Kind wiederholt und in verschiedenster Weise immer wieder gehört und gefühlt hast, dass Du "minderwertig" bist. Du nichts gut machst, Man mit Dir nichts anfangen kann!
Dass Du erst einmal etwas WERDEN sollst oder musst!

HALLLOOOOOOOOO !?!?!?!?
Gehts noch...!?

Was alleine sagt dieser Satz bereits aus über Anpassung? Über vorgefasste Meinung, Vorstellung, Glaube?!

Ich behaupte jetzt ganz provokant, dass jeglicher Unsinn von vermeintlicher Sicherheit durch Gesetz, jedes Klammern an Glaube, jede Begründung von Mangel und Angst im menschlichen Leben/Universum genau darin begründet!

Jetzt ganz ehrlich:
Manche Dinge in einer sogenannten "Erziehung" sind mitunter nötig, um eben gewisse Dinge zu erlernen. Beziehungsweise stelle ich dem gegenüber, dass es ansonsten mitunter erheblich länger dauern könnte, bis ein Kind ... rein uns selbst für sich alleine ... gewisse Dinge erlernt. Aus absolut eigenem Erfahren, Tun, Erleben.

Beispiel:  Essen
Freilich wird sich ein Kleinkind nicht an eine voll gedeckte 5*-Tafel setzen und dort dinnieren, als hätte es nie etwas anderes gemacht.
Bei allem Lernen von Bewegungsabläufen darf das Kind auch das Essen lernen. Den Gebrauch von Besteck.

Obwohl - als "Quergedanke" dazwischen gehalten: Man betrachte vermeintlich "primitive" Völker. Oder noch nicht einmal das. Ich habe es zum Beispiel selbst auf den Philippinen erlebt... und selbst praktiziert! Man kann im Grund auch ohne nur mit minimalem Equiptment essen.
Die Bezeichnung, Be- oder mitunter Verurteilung, Klassifizierung dessen als "primitiv" halte ich nur für einen Auswuchs eines Narzismus bis Egoismus im Glauben, durch Bestecknutzung etwas "Besseres" darzustellen, darzustellen wollen oder gar müssen...

Gut.
So nun ein Kind also dann doch der Anpassung einer Besteckbenutzung unterzogen wird - und nicht selbst etwaige Vorteile, Nutzen daraus erkennen darf und dann selbst umsetzen kann/darf...
...so kommt es nun auf die Art und Weise an, wie dies dem Kinde übermittelt wird!

Und in einer hektischen, schnelllebigen Welt von heute würde ich nun mal getrost behaupten getrauen, dass der Begriff "GEDULD" schon vielfach zu einer aussterbenden Bezeichnung gehört! In jeglicher Richtung!

Leider liegt es gradezu auf der Hand, dass in Zuge dieser nun Un-Geduld, Hektik... dem Kind mitunter durch diverse markige Ansagen versucht wird, Tempo zu machen. Seinem eigenen Unmut, seiner Un-Geduld Luft zu machen!
Aussagen dann zum Beispiel wie "Du bist ja zu allem zu blöd!". "Du bist so ungeschickt"... um jetzt
mal eher noch die "freundlichen Versionen" herauszupicken. Von den Anderen spreche ich noch gar nicht!  Oder mitunter dann von den diversen Ohrfeigen/Schlägen, die bei Nicht-Entsprechung der elterlichen Vorstellungen dann ergingen...
Auch als Eltern, Umgeld oftmals wieder unbewusst! Zutiefst unbewusst! Zutiefst so angepasst. Also eigentlich als normal findend... da selbst so "gelernt", kopiert. Selbst nie eine "andere Variante", Gelegenheit zum "Andermachen" erhalten...
Zugriff auf die sogenannte Erfahrung. Zugriff und Umsetzung vom "Festplattenspeicher Gehirn".

Kennst du den Film "Matrix"?
Vielleicht ein wenig ins Science-Fiction gezogen. Doch im Grunde genommen, tun und nicht-tun wird doch den ganzen lieben langen Tag, auf das man uns "erzogen" hat.
Oder soll man dann vielleicht doch zu sagen getrauen: "programmiert hat"...?



Und damit haben wir nun nur mal ein einziges kleines Ding, Tun ... aus dem gesamten Spektrum eines menschlichen Tuns herausgenommen.
Ein Ding aus den Unzähligen, die uns im Zuge einer Anpassung aufgezwungen werden.
Ein Ding aus den Unzähligen, die uns im Zuge einer Anpassung kein Erwach(s)en, sondern einzig ein Kopieren und maximal Reagieren erlaubten.
Und von diesen "Dingen" nun schleppen wir unbewusst Unmengen davon mit uns durchs Leben!


Ich nehme nun wiederum mich als Beispiel... und meine kleine Tochter nun.
Eine 8-Jährige, die mir mitunter mehr als oft "lebender Spiegel" meiner selbst ist. Die Gelegenheit und Chance ist, uralte vergessene oder verdrängte Dinge ans Tageslicht zu befördern!
uralte Wunden unwahrer Gedanken und Gefühle zu erkennen!

Die mir jedoch jetzt endlich Chance und Möglichkeit schafft, diesen Teufelskreis zu durchbrechen!

Die mir mitunter eigentlich teils wesentlich mehr "Arbeit" verschafft, mich selbst zu "erziehen". Mich selbst zu erkennen. Mich selbst und meine Gedanken zu erkennen, zu klären, zu ändern... folglich nicht mehr automatisch zu handeln... sondern neues Handeln zu ermöglichen.
Im Gegenzug zu ihr sogar mehr loszulassen. Den Dingen ihren Lauf zu lassen.
Meiner kleinen nicht meine "Erfahrung" einfach vorzugeben, in (m)eine Schablone zu pressen und eine Kopie zu erwarten. Sondern nach Möglichkeit tatsächlich ausprobieren zu lassen!

Freilich... wenn man sieht, es hakt... dann kann man mal einen Vorschlag machen, vorzeigen, vorlegen... wie es für mich z.B. leichter geht... aber unverzüglich dann zugleich in Aussicht zu stellen bzw. anzuregen, es mal selbst auszuprobieren... und wenn es für sie anders besser geht, es dann genau so anzunehmen!

Also tatsächlich ERFAHREN, ERLEBEN zu lassen.

Wie beim Lernen von Fahrradfahren.

Stützend, sichernd dabei sein... aber das Kind selbst das Gleichgewicht, das Tempo finden lassen! DAS ist Erfahrung!
Nicht Anpassung!

Es braucht keine blöden Ansagen!
Es braucht kein Niedermachen!
Es braucht schon gar keine Schläge!

Es braucht Geduld, Respekt, Verantwortlichkeit, Bewusstheit.... LIEBE!

Und ganz ehrlich: Es macht in gewissen Sinne sogar tierisch Spaß, ganz intensiv zu beobachten, wie Kinder etwas angehen. Wie Kinder für sich entdecken, lernen.  Also als Erwachsener von den Kindern (wieder) zu lernen!


Grund-(satz)-gedanken!

Um die Sache nun abzurunden zu einem Ende, das neue Wege ermöglicht...

Wir Menschen betreiben schon seit Jahrtausenden dieses schier morbide Spiel einer Anpassung. Alle möglichen Ausreden, Vorwände wurden gefunden, um dies zu begründen.
Mitunter, da ja eine klar Linie vorgegeben sein müsse!

Als was würde die Menschheit denn sonst dastehen? Was würde sie darstellen?

Dieses ganze Gerödel im Außen... ist es denn wirklich notwendig für unser (Über-)Leben?

Dringt da nicht schon wieder unterschwellig die Angst hoch, dass wir dann ja eine minderwertige Spezies seien?
Gilt als Maßsstab der Entwicklung ... jene Entwicklung im Außen? 
Sei es, dass Arbeit nur mehr durch Maschinen erledigt würde?  Doch was tun die Menschen dann?
Sei es, dass der Mensch diesen Planeten - zumindest theoretisch - verlassen kann? Und dann?
Sei es, dass der Mensch die Natur nach allen Regeln der Kunst bezwingen kann?  Doch greift der Mensch dadurch nicht ins Leben selbst ein...?



Gewisse Dinge in einer technischen Entwicklung freilich haben uns mehr Möglichkeit beschert. Könnten uns sogar mehr Möglichkeit und Zeit für eine Entwicklung geben!

Was aber passiert oftmals - als schieres Gegenteil?
Wir machen uns selbst zum Sklaven dieser "Entwicklung"...




Doch man halte sich einzig vor Augen: wieviele Hochkulturen (also nach dem vermeintlich höchsten
Entwicklungsstand der jeweiligen Zeitepoche) gab es bereits...?
Und weshalb sind ausnahmslos alle wieder verschwunden???

Bereitet das niemandem zumindest ansatzweise Gedanken?

Ist also ein Grund-(satz)-gedanke im Sinne einer Entwicklung des Lebens womöglich ganz anders anzusetzen?
Entwicklung des Lebens wohlgemerkt!
Nicht des Komforts, der Faulheit, der Unbewusstheit...
Leben ist nicht Komfort. Leben ist nicht Faulheit. Nicht Unbewusstheit. Sondern vielmehr das Gegenteil!


Und selbst...
...setzte ich zum Beispiel als Grund-(satz)-gedanke an:

"Leben IST"

Mein Herz sagt mir: haftete ich selbst einzig an diesem Gedanken fest, so flösse das Leben im Grunde genommen doch an mir vorbei.
Ich bliebe maximal Beobachter.

Tauchte ich jedoch ein in diesen Gedanken...

...dann würde ich selbst zum Leben. Zum IST.

Dadurch allerdings verliefen sich Grundsätze. Dadurch entstünde SEIN. Und ein sich-selbst-verstehendes Handeln, Respektieren von sich und seinen Mitmenschen. Von Leben.


Jetzt könnte man mir vorhalten, ja man kann doch im herkömmlichen System nicht einfach abkoppeln von den diversen Grundsätzen...

Dann fragte ich zurück: weshalb nicht?

Könnte ich im Sein nicht dennoch arbeiten?
Dennoch meine Rechnungen bezahlen? Usw. usw. usw.?

Doch!
Ich könnte... ich kann!

Allerdings aus gänzlich anderem Hintergrund.

Einem Hintergrund namens "LEBEN"!

Eines allerdings tritt für mich immer mehr in Augenschein:
Einige Menschen fühlen sich offenbar plötzlich befremdet von mir. Sehen mich "schief an"... ungläubig an...  gehen auf Distanz. Da wohl mitunter z.B. nicht das zurückkommt, was sie ERWARTEN...

Schwer verständlich?
Alles kommt zu seiner Zeit!

So wie mich auch ein kleines Büchlein wohl zur richtigen Zeit "ereilte"!
An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank an Dich lieber Markus Robinigg!
Du weist, wovon ich spreche!
Und Ihr liebe Leser, Ihr werdet es noch in Kürze erfahren!



Somit liebe Leser und Leserinnen!

Ich wünsche Euch noch einen wunderbaren Sonntag.
Ich wünsche Euch noch die Zeit, um mal Euren Grundsätzen auf die Spur zu gehen!

Meine Empfehlung:
Geht das Wagnis ein!
Es vermag ein bedeutender Schritt zur Freiheit sein...!

Euer Prinzerl



Bildquelle: Eigen (c), Pixabay
Videoquelle: YouTube