Samstag, 9. Juli 2016

Midlife Chances: Worum gehts denn eigentlich wirklich? - Teil 1


Hallo liebe Freunde und Leser... möglicherweise "Betroffene", liebe Interessierte!

Da ich ja nun diese Gruppe in gewisser Absicht begründet habe, darf ich also nun einmal mit dem ersten Beitrag ein bisschen tiefer in die "Materie" einsteigen!

Diese hinlänglich bekannte Midlife Crisis wird ja nun der namentlichen Bedeutung dahingehend zugeschrieben, das diese vermeintliche Krise zumeist zur geschätzten Lebensmitte, also so rund um den 40-er auftritt.

Da sich just in diesem Zeitbereich nun - zumeist wie vieles andere unbewusst, unbemerkt - aber nun alleine schon körperliche Befinden, Zustände zu ändern beginnen...
...diese Auswirkungen in gewissen Dingen dann auch Auswirkungen auf die Psychen haben, schreibt man diesem Entwicklung- oder Änderungsstadium die schon abwertend anmutende Bezeichnung "Krise" zu.


Was nun definiert man herkömmlich als "Krise"?

„Krise“ ist ein aus dem Griechischen stammendes Substantiv zum altgriechischen Verb krínein, welches „trennen“ und „(unter-)scheiden“ bedeutet (auf das gleiche Verb geht auch das Substantiv „Kritik“ zurück). Es bezeichnet „(Ent-)Scheidung“, „entscheidende Wendung“ (Duden) und bedeutet eine „schwierige Situation, Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt“ (Duden). Dass es sich hierbei um einen Wendepunkt handelt, kann jedoch oft erst konstatiert werden, nachdem die Krise abgewendet oder beendet wurde. Nimmt die Entwicklung einen dauerhaft negativen Verlauf, so spricht man von einer Katastrophe (wörtlich in etwa „Niedergang“)
(Quelle: Wikipedia)


Na BUUUUUUMMMM!

Wollen wir diese Definition nun noch für einen Moment mal so stehen lassen und uns später damit auseinander setzen!


Vielmehr möchte ich hier an dieser Stelle nun mal ganz klar mit dem Vorurteil aufräumen, dass von dieser sogenannten "Krise" ausschließlich Männer betroffen wären!

Falsch gedacht!

Es ist in dem Sinne ... oder in dieser kurzen Zeit nun augenscheinlich nicht so ganz nachvollziehbar, aus welchem Grund nun diese Krise nur dem Mann angelastet wird!
Vielleicht einzig aus dem möglichen "Ausdruck" dieser Krise, dass der Mann deutlichere Veränderungen in Form von materiellen Dingen an den Tag legt, als die Frau...? Ich würds fast schon sagen, dass der Mann hier "kindlicheren Dingen und Wünschen" mehr ausdruck verleiht, wie zum Beispiel das plötzliche Cabrio...
Wir kommen aber noch drauf!


Der Begriff „Midlife-Crisis“ an sich wurde erstmals 1974 von der amerikanischen Autorin Gail Sheehy in ihrem Buch "In der Mitte des Lebens" geschaffen.

Und 1974 nun ist ja im Vergleich zur menschlichen Entwicklung grade mal einen Wimpernschlag her. Es ist also im Verhältnis eine sehr neumoderne "Zusammenfassung" - um es jetzt mal sehr moderat auszudrücken!


Gut.
Wir können also festmachen, dass Männer wie Frauen in ihrem "Mittelalter" von diversen Krisen betroffen sind.

Freilich lässt sich dieses - wie viele Dinge - nicht verallgemeinern.
Der / die Eine ist mehr "betroffen", der / die Andere weniger.

Ein persönlicher "Verdacht" von mir geht jedoch dahin, dass ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster lehne und behaupte, es gibt KEINEN Menschen, der nicht zumindest ein Mini-Krischen mit sich auszutragen hat! KEINEN!


Wie komme ich drauf?


"Man" gehe hinaus ins Tagesgeschehen... und beobachte.

Nicht nur mit den Augen..., sondern auch mit dem Herzen!

Es ist nun - und x-fache medizinische Studien und dergleichen belegen mittlerweile ausführlich - dass der Mensch im "Mittelalter" seines Lebens einer hormonellen Umstellung ausgesetzt ist, einem Wechsel!

Bei den Frauen nennt man es "Menopause" oder Wechseljahre.
Bei den Männern werden da eher unbekanntere Begriffe wie "Andropause"  oder gar "Klimakterium virile" ins Gespräch gebracht.


Nun...
...Mutter Natur, eine Schöpfung hat die Frauen dazu auserkoren, dass diese den "Job" der Geburt innehaben. Grade bei Frauen tritt der Wechsel oftmals sehr deutlich, zeitlich knapp in Erscheinung.

Bei Männern hingegen nun ist dies vielmehr ein schleichender Prozess.

Seltsam klingend - nicht wahr!

So. Bei diesem bekannten "schleichenden Prozess" nun geht es - so Studien - vorrangig darum, dass ausgerechnet bei dem oft doch so vor Testosteron strotzenden Mann...
...genau dieses Hormon im Körper mehr und mehr zurückgeht!

Ein bildlicher Vergleich:
Es ist also nicht der plötzlich auftretende Reifenplatzer...  sondern so ein erstklassig schleichender "Patschen"!
Der mitunter - je nach Bewusstheit - erst auffällt, wenn man schon beinah oder gänzlich auf der Felge fährt!

Umgemünzt nun wieder auf den Menschen, den menschlichen Körper:

Man lebt halt so seinen Alltagstrott dahin, achtet nur in Maßen bis gar nicht auf seine "Reifen", seinen Körper...
...und wird dann mitunter womöglich relativ "unsanft" aus dem Leben gerissen, wenn man - um einen Spruch zu verwenden - schon "auf der Felge kaut".
Also von kleinen Beschwerden bishin zu mitunter wirklichen Hämmern eines gesundheitlichen Fallout!

Da ja nun im menschlichen Körper alles miteinander eine Einheit bildet...

...jaaaa... das eine sind körperliche Dinge, das andere geistige, pyschische... ich weiiiiiß...

...da aber unterm Strich alles miteinander kommuniziert, abgestimmt funktioniert...

...SOFERNE MAN BEWUSST DARÜBER WACHT...

...kann es im Zuge einer oft schier lebenslangen Unbewusstheit, eines einfachen Nutzens, vielfach eines Überstrapazierens von Ressourcen dann genau nicht nur das körperliche Gleichgewicht zusätzlich aus der Bahn werfen, sondern schier selbstverständlich auch das Psychische!


Es mutet ja dann doch oft schon beinahe seltsam an, dass wir allem Möglichen unsere stetige Aufmerksamkeit schenken!
Paradebeispiel Auto.
Soferne es jetzt nicht so ein "Liebhaber-Ding ist... Auto ist an sich längst Nutzgegenstand.
WAS wird nicht alles für diese Karre getan!?

Kaum machts die Karre Macken, oder leuchtet ein Lämpchen auf, funktioniert nur ansatzweise etwas nicht...
...und schon gehts ab in die Werkstatt.
Serviceintervalle werden peinlichst genau eingehalten... weil es könnte ja...

Was aber macht der Mensch mit seinem "Vehikel", seinem "Transportmittel", seiner "Ressource", seinem Körper...?
Ach... das passt schon!
Ach... das geht schon!

Blindlings hinein...
...bis es eben nicht mehr geht!

Das Leben schickt in der Zwischenzeit längst schon Boten... mal ein Zwickerchen hier, mal eins dort... oder andere Dinge.
Aber nööö!

Mitunter aber muss der Mensch erst mal voll auf die Fresse fallen...
...dann plötzlich beginnen die Alarmglocken zu schrillen!

Dann wird man aus seinem bisherigen Tun (vielfach oft Nicht-Tun) gerissen, plötzlich beginnt man mal nachzudenken..., zu relativieren...
...mitunter geht es dann noch gleich einen Schritt weiter...
...und der Mensch beginnt sich mal ... nach unzähligen Jahren... mit sich selbst zu befassen!

Dingen auf den Grund zu gehen.
Zu erkennen, was man da bisher getrieben hat.
Wie sehr man sich verbogen hat.
Welchen Irrtümern man mitunter aufgesessen ist...

...zuletzt - bei wirklichem Willen und Engagement - in die Richtung zu gehen, wer man eigentlich wirklich IST !


An dieser Stelle nun finde ich, ist es ein guter Zeitpunkt ... dies bisherige mal wirken zu lassen!

Wir sehen uns wieder zu Teil 2, in dem ich mal versuchen will, "Grundlagenforschung" in dem Sinne darzulegen, dass ich mal Gründe zu einer Entstehung einer Krise beleuchten will!

Wo wir sozusagen mal dieses tägliche Getriebe für einen Moment anhalten... bzw. mal für einen kurzen Rückblick "zurückdrehen" wollen...

...und dazu auch die eingängliche Definition dann mal näher beleuchten wollen!



In diesem Sinne...

...bis bald!

Euer Prinzerl

Bildquelle: Pixabay