Donnerstag, 29. September 2016

Schulden wir jemandem etwas? Wenn ja - was?


Halli hallo, liebe Leserin, lieber Leser!

Willkommen zu einem weiteren Blogbeitrag, der sich mit einer Fragestellung auseinander setzt, die meiner bescheidenen Meinung nach, extrem bestimmten Dogmen, Anpassungen unterliegt.
Die dadurch zu einem Krampf wird, mitunter auch zu einem Kampf... zumal hier ein oft sehr schmaler Grat zum Ego beschritten wird.

Da es unter anderem grade bei dieser Frage sehr tief, sehr emotionell zugehen kann... und das wird es...
...da lade ich Dich doch gleich einmal ein zu meinem "Klang-Test"!

Um die Frage noch weiter zu präzisieren, klarer, schärfer zu definieren, werde ich die Personen-Stellung ändern.

Lese dann jetzt einmal, zweimal, laut, langsam, bewusst... die Frage...
Höre hinein..., fühle hinein...
Lasse mal wirken... und beobachte dann was in Dir hochkommt!

Nur beobachten!
Nicht sofort einhaken, bewerten...!

Die Frage nun:

"Schulde ich Dir irgend etwas? Wenn Ja - was?"

Und?
Tut sich da was?
Halte es am Besten schriftlich kurz fest! So hast Du nachher einen wichtigen Anhaltspunkt!

Vielleicht jetzt mal als Einstieg:
Wir beide kennen uns ja nicht. Zumindest nicht persönlich. Vielleicht auch doch - dazu aber gleich noch...
Gehen wir davon aus, dass nicht...

Ich nehme nun einmal an, dass diese Frage nicht großartig etwas bewegen, hervorrufen wird. Vielleicht eher in die Richtung Irritation, Verwunderung...


So.
Jetzt drehen wir den Spieß gänzlich um.
Stell Dir vor, "dieses Ich", der ich nun die Frage an Dich richte, bin nicht ich, sondern eine Person, die Dir sogar extrem nahesteht!
Eltern, Partner, Freund...
Tauche richtig ein in diese Vorstellung!

Ich stelle Dir nun nochmals die Frage:

"Schulde ich Dir irgend etwas? Wenn Ja - was?"


Wie verhält es sich nun in dieser Situation?
Kommt da - trotz einzig nur der Vorstellung der Situation - durchaus emotionelle Bewegung rein?
Halte auch dies in Stichworten schriftlich fest!


Treten wir nun im Anschluss gedanklich mal ein oder zwei Schritte zurück, belassen diese Situation mal für sich.

Beleuchten wir inzwischen nun mal das tägliche Geschehen!

Es kommt vermutlich nicht wenig oft vor, dass wir uns in Situationen wiederfinden, in denen von uns erwartet wird. Gefordert, verlangt wird.
Sei es nun, ob privat oder beruflich.
Ich persönlich sähe mich da nun auch außerstande, in irgendeiner Weise zu trennen, Unterschiede zu definieren. Sowohl sachlich als auch emotionell betrachtet.
Es werden letztlich einzig Rollen verteilt ... zugewiesen.

Fangen wir diesmal von "außen" nach "innen" an...

Situation Arbeit.
Vielfach in Arbeitsverhältnissen die Grundsatzeinstellung zu beobachten: Der Arbeitnehmer schuldet dem Chef Arbeitseinsatz, Gehorsam, Loyalität, Erfüllung verschiedener betriebsinterner Anweisungen etc. etc. ... ja nennen wir´s letztlich auch seine Lebenszeit. Denn immerhin bezahlt der Chef ja.

Scheint logisch?

Tatsächlich?

Kann man hier in der Tat von dieser Konstellation ausgehen:  "Ich schulde dem Chef?" "Muss dankbar sein, dass ich bei ihm arbeiten darf...?"

Vielfach scheint mir dies in der Tat der heutige Status zu sein!

Woher kommts?
Nun ... oberflächlich mag man eine höchst angespannte Situation am Arbeitsmarkt vorschieben. Gewisse Verpflichtungen, die man zu erfüllen hat... und noch so einiges mehr. Dinge also im Außen!
Doch hielte ich dies für selbst geschaffene Abhängigkeiten in kleinen und großen Kreisen einer Systemanpassung!

Aus welchem Grunde nun spreche ich von Abhängigkeiten?
Was ist das denn sonst, als eine Abhängigkeitssituation, wenn man auf eine Arbeit angewiesen ist, um sein Leben bestreiten zu können?
Von der "anderen Seite", wo es im Zuge einer Tätigkeit einzig der Vermehrung des Vermögens dient, spreche ich noch gar nicht... und selbst hier brauche ich eine Quelle, um den Teich zu füllen.

Was ist das denn sonst, als eine Abhängigkeitssituation, wenn ich im Zuge meines Lebens zum Beispiel eine Finanzierung eines Eigenheims, eines Fahrzeuges laufen habe, dass ich mir mit eigenen Mitteln nicht leisten kann?

Nur jetzt mal als bekannteste Beispiele!

Und wie sehr sind wir im täglichen Leben noch verstrickt in Abhängigkeiten...?!


Zurück nun zu dem vorigen Beispiel mit dem Chef...

Lass uns auch diese Satz- und Bedeutungskonstellation mal einfach umdrehen!

Wie klänge das:
"Der Chef schuldet mir, darf mir dankbar sein, dass ich für ihn Arbeite, meine Zeit zur Verfügung stelle und so zu seinem Gelingen/Gewinn beitrage!"

Klingt zumindest mal nicht schlecht, oder...? Zumindest aus dem Blickwinkel einer Selbstbewusstheit dezent anders...

So.
Jetzt haben wir aber - im Sinne des heutigen Blog-Titels - noch immer diesen Schuld-Begriff irgendwie nebulos im Raum stehen...

Wer ist also wem etwas schuldig? 
Deutlicher könnten sich hier z.B. die Polaritäten nicht darstellen!
Die Anspannung in dieser Thematik ist durchaus klar zu bemerken!

Deshalb ... könnte man dem Gedanken einer Entspannung mal Raum verleihen, dass grundsätzlich keiner dem Anderen  etwas schuldig ist...???
Dass man diesen deutlichen Erwartungsgedanken "Schuld" einmal völlig außen vorlassen... und vielmehr darauf relativieren darf, dass man sich (Arbeitgeber mit Arbeitnehmer) auf einen "Deal" geeinigt hat, in welchem der Arbeitnehmer sozusagen seine Lebenszeit, seine Arbeitskraft dem Chef für einen gewissen Lohn verkauft. Und hiermit gewisse Dinge zu tun sind. Dinge, die zumeist ja vorher besprochen, festgehalten sind. Und wenn nicht, dann halt bei Anlassfall besprochen gehören... Punkt.
Vereinbarung - aber nicht Schuld.

Könnte man im Sinne einer Finanzierung, auch drauf relativieren, dass hierzu ja auch ein Vertrag geschlossen wurde. Die Bank verleiht Geld gegen Zinsen, der Kreditnehmer kann dafür kaufen ... und erstattet zurück.

An sich!
Wie gesagt... dieses Schuld-Thema, dass nicht zuletzt ein Emotionales ist, macht die Sache heiß!

Und... ich gebe zu...: ich bin sicherlich kein Verschwörungstheoretiker. Bei weitem nicht! Doch ist es unbestreitbar, dass es gewisse Gruppierungen gibt, die sehr wohl absichtlich gewisse Abhängigkeiten hervorrufen! Um Abhängigkeiten für Ihre Zwecke (meist Profit) auszunützen.

Nein?

Aber sicher doch! Erst kürzlich ein ganz banales Beispiel... abgedruckt auf einer Hochglanzseite in einem DIN A4-Magazin:  Ein Fahrzeug wurde zum Verkauf angeboten.
Bei Barzahlung knapp 32.000 Euro. Bei Finanzierung "nur" 29.000.
Erster Eindruck: ja dann ist finanzieren ja ein Schnäppchen!
Doch der Haken liegt wie immer im Kleingedruckten!
Hat man sich das seeeehr Kleingedruckte dann durchgelesen, ist die Freude sukzessive immer mehr geschrumpft. Denn dann kamen natürlich noch Zinsen dazu, Gebühren, Pflichtversicherung (Vollkasko) etc. etc.  Und so war man dann - noch kleiner gedruckt - nach 3 Jahren Finanzierungszeit auf insgesamt über 35.000 Euro.
Also keine "Bauernfängerei"...?


Zurück aber zum Thema: "Schulden wir jemandem etwas?"

Und jetzt kommt die private Seite. Am deutlichsten hier zu sehen in den ganzen Beziehungskisten!
Angefangen nun in Bekanntsschaften. Und der Grad der "Schuld-Frage" scheint zusehends zu steigen, je intimer die Beziehungen werden!

Wiederum kommt bei nüchterner Betrachtung eine Erwartungshaltung deutlich hervor. Daraus ein Fordern, ein regelrechter Besitzanspruch. Mitunter noch in verschiedenster Art rechtlich "untermauert".

Lass uns doch gleich mal reinstechen... ins "Wespennest 1 und 2"!
Denn dort schaukelt sich der emotionale Level am höchsten auf!

"Wespennest 1" - familiäre "Verschuldungen".
Eine der wohl bekanntesten Aussagen: "...und das ist der Dank, dass ich Dich jahrelang großgezogen und Dir alles ermöglicht habe...!"

Naaaa????

Schon mal irgendwo, irgendwann gehört? Zuckt da innerlich alleine in diese Richtung schon merklich was zusammen?

Und weil es so schön als "Überleitung" zu "Wespennest 2" passt...

Wie sieht es da mit so diversen Einwänden, Einmischungen eines Umfeldes (Bekannte, Freunde, Eltern etc.) in Dein eigenes Beziehungsleben aus...?
Wo musst Du Dich rechtfertigen für Deine Entscheidungen, Handlungen... oder auch Nicht-Handlungen...?

Und dann sind wir mitten in den Beziehungen!

WIEVIELE "Schuldigkeiten" werden hier oft erhoben???


Eines der "Paradebeispiele": Der Partner / die Partnerin "schuldet" mir Treue!

Häh...?  Wat...?

Wo sind wir denn grade?
Abgesehen davon, dass hier das innere Kind in seinem noch bestehenden Mangel aber sowas von am Werken ist, Ausdruck nach Außen verschafft...

Aber sind wir im Handelsrecht?
Ich bin mit einem Menschen verbunden, und er/sie "SCHULDET" mir etwas???

Oder jetzt noch mal einen Schritt zurück, um gleich noch andere Beispiele vermeintlicher "Schuld ", Erwartung, Vorschrift, Regel aufzuzeigen. Diese... und noch viele andere, die tagtäglich teils extreme Spannung ins Leben bringen. Diese, unter denen Menschen jeden Tag ihre Nummer abziehen:
  • Lebenssituation!  Wem sind wir bitte Auskunft, gar Rechtfertigung, Erklärung schuldig, was unsere Lebenssituation betrifft? Wen geht es etwas an? Hat das Gegenüber nicht genug mit sich selbst zu tun?
  • Lebensprioritäten! Gleiches! Wer bestimmt über unsere Lebensprioritäten? Der Andere - egal welche "Position" er einnimmt?
  • Entschuldigung!  Schulde ich jemandem eine Entschuldigung? Wenn ja - wofür? Wenn nun z.B. ein Missgeschick passiert ist - was ja mal sein kann...  Schulde ich dann? Oder ist es eher Zeichen meines Bedauerns, Mitgefühls, Respekts, dass ich mich von mir aus entschuldige?
  • Alleinsein! Schuldet man eine Erklärung, Rechtfertigung, wenn man z.B. mal alleine sein will? Aus welchem Grund wird schier automatisch auf sich bezogen (hab ich vielleicht was falsch gemacht. Erkläre, rechtfertige!)?  Dies ist ebenfalls ein hier sehr deutlich zutage tretender kindlicher "Reflex". Auch ein Kind schon bezieht alles Geschehen, jegliche Reaktion um sich zu allererst einmal auf sich!
  • Persönliche Überzeugungen! Schulde ich jemandem Bestätigung für seine Überzeugungen... und umgekehrt? Bin ich genötigt - insbesondere falls ich nicht zustimme oder nicht zustimmen oder ablehnen will - hier irgendein Rollenspiel, ein Kasperltheater abzuhalten, nur um diese Erwartung doch zu erfüllen?
  • Ein Ja! Schulde ich irgend jemandem ein "JA"... zu allem was er/sie sagt? Habe ich kein Recht "Nein" zu sagen? Muss ich meine Prioritäten am Ende verleugnen?
  • Eine körperliche Erscheinung!  Schulde ich jemandem Rechtfertigung über mein persönliches Erscheinen? Innerlich - wie äußerlich? Warum ich so aussehe, wie ich aussehe? Wer bestimmt darüber? Gar ein "Recht", eine "Vorschrift", eine "Regel"...?  Wer gibt das Recht, mit zum Objekt zu machen und bewerten? Was sagte ein Aussehen über den Menschen aus?
  • Essen! Bin ich irgendjemandem Rechenschaft schuldig, was ich esse? Ist mir jemand diese schuldig?
  • Sexleben! Sexuelle Orientierung! Entscheidungen über Einstellung/Meinung zur Ehe! Und dies ist jetzt eins der heißesten - wenn nicht schlechthin DAS heißeste Thema! Wer ist wem Rechtfertigung schuldig? Aufgrund welcher Grundlage?
  • Entscheidungen über Privatleben oder Berufsleben! Wem ist man in dieser Sache irgendjemandem etwas schuldig?
  • Religiöse oder politische Ansicht! Detto!
Die Liste ließe sich vermutllich noch ewig fortsetzen...

Wie kommt es also..., auf welcher Grundlage basiert es...
...dass sich im Laufe der Menschheitsgeschichte hier Menschen das "Recht" herausgenommen haben, anderer Menschen Verantwortung zu übernehmen... und über diese zu bestimmen...???

Somit also aufgrund von damit einhergehenden Erwartungen, Forderungen... gewisse "Schulden" einzufordern...???


Mal eine wichtige Frage nun an Dich als Leser, als Leserin:

Wenn Du Dir die zuvor aufgelisteten Punkte / Fragen so durchliest...
...welches Gefühl kommt da in Dir hoch...?


Aber...!? Überhaupt...!? ... und sowieso...!?

Wenn da also Protest auftaucht, dann darf ich Dich auf diese sehr trockene Weise mit Deinen Grundsatzgedanken, Deinen Grundkonditionierungen bekannt machen!
Willkommen in Deinem "Schuhkarton" namens Leben!
DEINEM !!!

Willst Du, dass dieser respektiert wird?

Ja?

Absolut o.k.!

Respektierst Du auch die Anderen?

Wirklich?

Weshalb steigt vielleicht dann in Dir so ein Protest hoch?


Siehst Du... und SCHNAPPPP... schon klappt die Falle zu!
Denn so wie auch nur ein Fizzel an Protest hochkommt, ist man schon beim Anderen. In dessen Zuständigkeit, in dessen Verantwortung! Der einem letztlich im Sinne von Spiegel und Resonanz eigentlich das eigene Selbst zeigt... oder zumindest, was ich zutiefst ablehne.

Ich durfte vor kurzem in meine eigene Falle tappen! Eine mitunter sehr bewegende Erfahrung machen! Und sie ist noch nicht vorbei, ob der - für mich - noch nicht einmal ganz zu erfassenden Tragweite...

Man hat mir im Weiteren schon Gedanken an den Kopf geworfen, dass diese Aufzählung, Gedanken dahinter Frevel an allen gültigen Regeln wären. Ein reiner Ego-Trip wären. Und noch so Einiges mehr...
Klar. Alles was aus dem System ausbricht, von der "Norm" abweicht, erregt Aufmerksamkeit. Wird mitunter zum "Fremdkörper"...

Doch...

...IST ES DAS ???

Wer hat die Regeln erstellt?
Konnte dieser "Wer" wirklich für mich entscheiden?
Wer gab "ihm" das Recht dazu?

Wie würdest Du Dich fühlen, wenn ich über Dein Leben bestimmte. In so gut wie allen Belangen!
Gut etwa???

Ist es Dir eigentlich scheißegal, dass über und für Dich auch bereits sehr vieles einfach entschieden ist? Dass Du nichts mitzureden hast? Mitunter mit Sanktionen zu rechnen hast, wenn Du´s doch tust?


Wäre Leben OHNE Regeln für Dich heilloses Chaos? Fürchtest Du Dich davor? Hast Du Angst? Davor, Deinen Weg zu gehen, Dein Leben zu leben...?

Wagst Du den Sprung...?



Dann frage ich Dich weiters:  Ist Leben an sich Chaos? Ist uns umgebende Natur Chaos?

Wie weit sind wir - wohl durch ein unbewusstes Zulassen - tatsächlich abgeglitten... 
... von einer Bewusstheit, von einer Eigenverantwortung, von einem Respekt, von einer allumfassenden Liebe...?
Sind wir überhaupt je dort gewesen...?

Oder eröffnet sich erst durch die Erfahrung der einen, bisherigen Polarität, die Fähigkeit, diese zu erkennen... und sich dadurch der anderen Seite, Polarität zuzuwenden...?

Bewusst leben wir wohl kaum! Denn was alles geschieht alleine schon in unserem täglichen Treiben! Aktionen rufen Reaktionen hervor. Und wir wundern uns höchstens. Jammern vielleicht...
Eigenverantwortung. Wer übernimmt denn gerne die volle Verantwortung für sich? Sein Denken, sein Tun... für all das, was er ausstrahlt?  Wie gerne wird denn dem Anderen die Schuld für dies oder jenes zugeschoben?!
Respektvoll leben. Tun wir das? Ist DAS im Heute, im Außen zu beobachtende Verhalten "Respekt"? Lassen wir den Anderen leben, wie er will... oder vielmehr, wie wir es gerne hätten?  Leben wir selbst zu uns in Respekt, zu dem, der wir selbst zuerst einmal sind...?
Und Liebe...?  Was alles wird unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Liebe verhökert, verraten, verkauft? Einschließlich uns selbst...

Zusammengefasst haben wir Menschen uns auch in einem tagtäglichen Kasperltheater, Rollenspiel verstrickt. 
Aus mangelndem Selbstbewusstsein, aus mangelndem Selbstvertrauen, aus Angst der Andere könnte ja dies oder jenes... als spielen wir Rolle. Versuchen zu entsprechen!
Jeder spielt Rolle, IST aber nicht er selbst!
Weiß womöglich - aufgrund Konditionierung seit Anbeginn - nicht einmal, wer er ist! Will es nicht wissen, weil im System mitschwimmen einfacher ist. Erkennt mitunter diese "Matrix" gar nicht. Ist glücklich.

Keine Angst!  Ich schließe mich da hinsichtlich Rollenspiel keinesfalls aus! Hab´s ja nicht anders erlernt!

Und wer Spaß dran hat, darf es natürlich gerne weiter tun! Es obliegt mir nicht zu entscheiden, zu fordern!

Doch habe ICH keine Lust mehr dazu!!!

Weshalb sollte ich nicht einem Menschen als "Ich" begegnen können?

Weil der dann schlecht über mich denkt, mich be- und noch mehr verurteilt, ausgrenzt... und noch so einiges mehr...? Weil er/sie mit mir nicht klarkommt? Weil seine/ihre Vorstellungen von mir anders sind?
Das ist aber dann nicht mein Problem, sondern SEINES / IHRES!

Ja von meiner Seite aus... soll er / sie!  Aber nicht mit mir!  Ich schulde nicht!

Weshalb sollte ich jemandem etwas schulden?  Ich schulde niemandem etwas! Nicht einmal mir selbst! Es gibt keine Schuld! Schuld ist einzig Mangeldenken, Bewertung, Objektdenken.

Es gibt nur, was IST!


Jetzt aber liebe Leserin, liebe Leser ... stelle Dir doch abschließend bitte einmal vor...

Du bist gänzlich Du (auch wenn Du Dir dessen noch nicht vollständig gewahr bist, WAS ALLES Du bist...)...
Frei von Erwartung, Vorstellung, Forderung, frei von "Schuld"...
...jedoch erfüllt von Bewusstheit, Eigenverantwortung, Respekt, Liebe...

...und Du begegnest nun einem ebensolchen Menschen...!

WELCHE ART VON BEGEGNUNG WÄRE DIES !?!?!?

Schuldest Du dann  Deinem Gegenüber noch etwas? Schuldet es Dir noch immer etwas? Wenn Ja - was?

Oder wäre dies eine gänzlich neue Ebene der Begegnung! Eine Begegnung der Freiheit, der
Wertschätzung..., der Liebe...?!?

In diesem Sinne lieber Leser, liebe Leserin...

Ich wünsche Dir aufschlussreiche Erkenntnisse!

Dein Prinzerl


Bildquelle: Pixabay