Sonntag, 2. Oktober 2016

Ich bin der ich bin - und die Sicht der Welt


Hallo liebe Leser und Freunde!

Heute will mich einer Aussage nähern, die in einem der Testamente des christlichen Glaubens (2. Buch Mose, 3-14) überliefert wurde.

„Wie kann man den Bibelvers „Ich bin der ich bin!“ oder anders übersetzt „Ich werde sein, der ich sein werde!“ richtig verstehen?“
Der hebräische Satz, so wie Gott sich Mose am brennenden Busch vorstellt, lautet „eheje ascher eheje“ und wird allgemein mit „Ich bin, der ich bin!“ oder „Ich werde sein, der ich sein werde!“ übersetzt.
Der Ursprung wiederumn wird der griechischen Septuaginta-Übersetzung „ego eimi ho on“ zugeschrieben, woraus der lateinische Vulgatatext „ego sum qui sum“ stammt. Dies ist grundsätzlich nicht verkehrt, übersieht aber eine wichtige Nuance und bleibt somit eine unpersönlich griechische Philosophie, denn „Ich bin, der ich bin“ ist platonisch abstrakt.
Oder man könnte es anders ausdrücken: Der Inhalt führt augenscheinlich nirgendwo hin.


Grundlegend ist meine Absicht nun aber nicht, hier die einzelnen Definitionen zu hinterfragen, durchleuchten...
...sondern vielmehr ein kleines Experiment auf anderer Ebene starten.

Im heute, Menschen befragt "Wer bist Du denn?"... fangen oftmals aus innerem Reflex gleich von ihrer Geschichte an zu erzählen. Was sie gemacht haben, was ihnen wiederfahren ist u. dgl. Definieren sich eher über ein Außen...

Wenn man nun noch den Mut besitzt, unterbricht, und nochmals zum Ausdruck bringt, dass man nicht wissen möchte, WAS der Mensch gemacht hat, erlebt hat... sondern WER ER/SIE ist...

...spätestens dann kommen die Menschen ins Trudeln.


Zugegeben, als ich das erste Mal diese Frage auf mich zukommen sah, war ich auch selbiger "Automatik" verfallen! Grundkonditionierung.


Nicht zuletzt mein neues Buch beschäftigt sich sehr eindringlich mit der Vergangenheit der Menschen, mit deren - zumeist unbewussten - Konditionierungen.

Konditionierungen, Prägungen, die sich dann ebenso unbemerkt weiterhin ins Leben fortpflanzen und dort teils massive Auswirkungen zeigen.

Vielfach kleben wir an dieser Vergangenheit. Definieren uns über sie. Versuchen über Dinge im Außen... wie Jobs, Positionen, Gehälter, Reichtümer, Titel und noch so einiges mehr darüber unbewusst hinweg zu täuschen! Wir spielen täglich Theater, wir übernehmen Rollen.

Und / oder wir jammern gern. Machen jene Vergangenheit und Anpassung für unser jetziges Leid - "Das Leben ist kein Ponyhof", "Das Leben ist schwer" - verantwortlich.


Grade aus aktuellem Anlass, in dem mir das Leben mal wieder Lehrstunde erteilt, ich diesmal im Gegensatz aber bereit und offen bin, die Lektionen zu empfangen und umzusetzen, da erreichte mich das ganz deutliche Gefühl, dass die Vergangenheit sicherlich nicht toll war. Dennoch lehrreich.

Doch dass mein Leben grundsätzlich nicht mehr daran hängen darf. Ich die Vergangenheit nicht mehr verantwortlich machen kann.

Gründe herauszufinden, warum etwas so ist: JA klar! Grundmuster, Grundsatzgedanken zu erkennen, um sie zu überprüfen, zu korrigieren: JA klar!

Ein inneres Kind endlich dort abholen, wo Verletzungen durch eigene unwahre Gedanken entstanden: JA KLAR! Unbedingt!

Aber nicht mehr - nicht weniger.


Jetzt aber zum Inhalt des Titels...
...und meinem Experiment!

"Ich bin der ich bin!"

Ginge bei näherem bewussten Hinsehen, Hinfühlen... diese Aussage wirklich ins Leere?

Das mit der Erweiterung: "Ich werde sein der ich sein werde" ... hielte ich nur für eine "Verlagerung in einer möglichen Zukunft. Und ja klar... wer sonst sollte ich sein, außer dem, der ich sein werde?

Bei einem tiefen Hineinfühlen also in dem Satz erkenne ich - jetzt rein für mich - eine eindeutige Bekenntnis, ganz genau zu dem, der ich eben bin.
Sei es nun angefangen, von einem Aussehen, zu einem Ausdruck, meinen Eigenschaften, einem Charakter, meinen Handlungen oder Unterlassungen. Alles eben, was ich insgesamt bin... im Hier und Jetzt.

Ich entspreche - für mich - keinem Bild, keiner Vorstellung, keiner Erwartung, keinem Ideal. Ich sehe keinen Bedarf, mich zu verstellen oder verbiegen, eben zuvor genanntes erfüllen zu müssen. Ich bin nicht schön - nicht hässlich, nicht gut - nicht schlecht, weder gläubig - noch ungläubig, weder böse noch gut.
Ich bin alles - und nichts.

Ich bin der ich bin!

Egal was ich noch zu beschreiben versuchte...
...letztlich beginnt und endet für mich alles in einer allumfassenden, liebevollen Annahme meines Seins!
Und damit wohl erst, einer wahren Identität, Authentizität.

Diese Aussage also "Ich bin der ich bin"... mag oberflächlich ein wenig leer wirken...
...doch bei bewusstem "Hinsehen" führt er unmittelbar zum Kern.
Und zu einer Fülle.
Zum IST!


Und jetzt mein "Experiment"!

Ich für meinen Teil, kann letztlich nur mir selbst wirklich auf die Spur kommen. Meinen Kern für mich freilegen.
Beim Gegenüber endet dies früher oder später.
Vor allem ist meine Sicht des Anderen nie eine wirklich sachlich, objektive Sicht. Denn bei allem Bemühen wird meine Sicht und Auffassung des Anderen immer aufgrund meiner Gedanken, Einstellungen, Grundsatzgedanken/Konditionierungen "eingefärbt" sein.

Jeder hat also SEIN Weltbild!

Am Anfang dieses Blogs habe ich ein Bild von mir gepostet. Es zeigt eben mich. Äußerlich.

Und jetzt, hier gleich im Anschluss...
...ein weiteres Bild.

Du wirst überrascht sein!

Doch jetzt meine Bitte an Dich:
Ob Du mich nun kennst oder nicht - ganz egal!!!

Zur "Hilfe...: wenn Du von mir noch nie gehört/gelesen hast... ich habe schon einige Blogs verfasst, in die Du bei Lust und Laune mal reinlesen kannst.
Oder... lass Dich einfach nur von dem Eingangsbild "inspirieren".

Beschreibe mir Dein Bild - Dein Weltbild von mir!

Lass Dich mal von Deinen Gefühlen, Deinem Gespür, Deiner Sicht leiten...!

Und bitte: kein Blatt vor den Mund nehmen!
Es geht hier nicht um eine Beurteilung oder Bewertung des Geschriebenen. Sondern einzig um die Verdeutlichung, wie Dein "Weltbild", Dein Bild von mir aussieht - es sich für Dich präsentiert, eröffnet!

Du kannst Deinen Kommentar, Deine Beschreibung im Facebook schreiben, gerne aber auch hier gleich im Anschluss ins Kommentarfeld. Oder gerne auch per Mail über den Kontakt-Link auf meiner Seite.

Ich möchte Dich lieber Leser, liebe Leserin wirklich ermutigen, mit mir dieses Experiment zu machen!

In diesem Sinne also...
...viel Spaß bei Deiner Beschreibung über Dein Bild von mir...

Hier das Bild:

Irritiert?

Darin soll ja jetzt DEIN Bild von mir entstehen...! Kein schon Vorgegebenes! 


Dein Prinzerl


Bildquelle: Eigen(C), Pixabay