Sonntag, 16. Oktober 2016

Wie weit ist es her mit unserer Akzeptanz? Wie geht es uns mit dem inneren Widerstand?


Hallo liebe Freunde und Leser!

Ein immer tieferes Eintauchen in die menschliche Entwicklung, Grundkonditionierungen und ihre
Auswirkungen, Annahmen des IST... oder doch vielmehr getarnte Vorstellungen, Vorgaben, Erwartungen eines Ego, auftretende Widerstände...

...führten mich erst kürzlich zu einem interessanten Post.

Inhaltlich wurde dieser in jene Richtung ausgeführt...:  Wer mich nicht gänzlich so nimmt, wie ich bin... der darf gerne am Besten dort bleiben, wo er ist oder bleiben möchte.

Da ich in dem Ausdruck eine Art Widerspruch, eine Bedingung oder Erwartung ortete, fühlte, hinterfragte ich genau in diese Richtung. Es wird in gewissem Sinne auch in des anderen Verantwortung indirekt eingegriffen, indem diesem vorgeschrieben wird ("Nimm mich so... oder bleib wo der Pfeffer wächst" ... überzogen dargestellt).

Als erste Antwort kam dazu, dass dies im Kontext einer Akzeptanz zu verstehen sei, dass man die Postende entweder ganzheitlich akzeptieren solle... oder es eben bleiben lassen möge. Ein allfälliges Gegenüber müsse sie einfach erkennen, sehen, akzeptieren.

So stellte ich mein persönliches (und auch klar deklariertes) Fühlen in den Raum, dass ich in einer gänzlichen Akzeptanz keine dieser "Bedingungen" oder "Erwartungen" stellte...
...sondern für mich die Akzeptanz alles annähme... und vielmehr noch ich mich nicht von der Annahme oder Nicht-Annahme anderer abhängig machen würde...

Es kam, was wohl kommen musste - in dieser Wirkung der Energien.

Ich hatte da wohl Angst- und Wutknöpfe damit gedrückt. Denn umgehend kamen dann Äußerungen, warum ich das (wohl die ursprüngliche Aussage vermutet) jetzt so "zerlegen" und nicht einfach stehenlassen müsste... und und und. Bishin, dass ich mir im Grunde meine "Belehrungen" sparen könne. Was ich dazu zu sagen hätte, interessiere die Dame nicht...

Ganz klarer Widerstand also.

Ich hatte dann wohl plaziert, dass es in meiner Verantwortung stünde, etwas anders zu fühlen, denken, reden, schreiben.
Aber die Dame könne meine Gedanken dazu ja auch gerne löschen, wenn sie selbst sich dann wohler fühle. Ich hätte damit kein Problem. Ich nähme sie deshalb auch genauso an, wie und wer sie sei!
Keine Bewertung. Keine Be- oder Verurteilung.
Einen kleinen Teil aus einer möglichen "Vorgeschichte" zu diesem Verhalten kannte ich ja.
Sie sei mit all ihren Dingen und als Mensch weiterhin ein wertvoller Mensch für mich.

Nach einem längeren Spaziergang dann fand ich tatsächlich so gut wie alles gelöscht vor.


Grundsätzlich belehre ich niemanden.
Wenn sich jemand belehrt fühlt, nur weil ich einen Gedanken oder ein Gefühl zu etwas darlege...
...nun...
...ich würde empfinden, dies ist nicht meine Angelegenheit!

Wenn sich jemand belehrt fühlt, im Falle ich mittels eines anderen Gedankens nur einen anderen möglichen Blickwinkel darstelle...
...nun...
...ich würde empfinden, dies ist nicht meine Angelegenheit!

Ich trage nicht die Verantwortung für das Denken, Fühlen, Handeln oder Unterlassen meiner Mitmenschen!


Zum Thema der "Akzeptanz" aber nun...

Wie siehst, denkst, fühlst Du zu jener Aussage zum Beispiel...?

Ich komme eben nicht umhin, um aus dieser Urpsrungsaussage und folgendem ein Wirken des Ego zu orten. Aus einer Verletztheit, einer Opferrolle heraus. Einer kindlichen Wut und Ohnmacht.

Ich wäre versucht, hier auch das Beispiel mit der "Liebe" einzuflechten, welche ja sehr mannigfaltig interpretiert wird.
Was wäre Liebe?
Im Gegensatz zum Verliebtsein!

Ein kleines Paradoxon des Lebens...:
Verliebtsein und z.B. Prüfungsangst ist wirtschaftlich erwiesen, von den chemischen Abläufen im menschlichen Körper das Selbe!
Verliebtsein ist also ein Gefühl.

Liebe hingegen...?
Nicht vielmehr ein schier endlos umfassender Seins-Zustand...?


Knüpfen wir also hier zwei Enden eines Fadens zusammen...

Könnte man nun so interpretieren... "Wer mich nicht gänzlich so annimmt, wie ich bin - liebte nicht? Der könne bleiben wo er möchte!"
Liebe bedingte, erwartete also?


Oder gehörte zur Liebe, die auch Akzeptanz einbindet, ebenso dazu, nicht zu bedingen! Nicht zu erwarten!
Egal ob mich jemand nimmt... oder nicht...  Liebe IST!
Und ich schriebe dem Anderen nicht vor, ob er irgendwo zu bleiben hätte oder anderes!
Was der Andere tut oder nicht tut - ist rein seine Sache, seine Verantwortung.

Wenn ich keine Lust habe, mich mit diesem Menschen abzugeben, nun... dann ist das mein Ding. Und selbst hier könnte sich die Frage Raum verschaffen:  Aus welchem Grund begegne ich diesem Menschen? Was geht hier in Resonanz?
Der Andere ist also auf die Art und Weise des Lebens wieder mal ein "Arsch-Engel"...


Gut.
Jetzt habe ich im Titel noch eine weitere Frage aufgeworfen...!

Wie geht es uns mit unserem inneren Widerstand zu Dingen?

Eine äußerst spannende Frage würde ich empfinden...!

Denn nicht zuletzt diese Steuerzentrale das oben auf den Schultern, ein darin eingebundenes Ego... die beide im Zusammenwirken aufgrund Grundkonditionierungen, in erster Linie einmal reagieren, wie sie reagieren...

...da liegt viiiiieeeeelllll Konfliktpotential vor.... gleich einem Feld voller Tretminen!


Binden wir doch dieses heutige Beispiel ein...!

Meine Darstellung meines Empfindens löste also erheblichen Widerstand aus.
Sofort ging die Dame in die Opferrolle ("Ich zerlegte ihren Post").
Weiters schaltete sich sehr schnell ein Ego dazwischen, welches klar deutlich machte...: Das sei ihre Meinung und alles Andere interessiere sie nicht.
Dann das Thema mit Belehrung etc. etc.
Letztlich Löschung der Konversation.

Nun... vom Bildschirm ist es gelöscht. Doch innerlich wird dieser "Konflikt" weiter gären!
Er wird sich an anderer Stelle erneut in Erinnerung rufen!

Es wurde via Verstand / Ego also ein simples, konditioniertes Objektdenken (Werte, Beurteilungsdenken) in Kraft gesetzt.
Letztlich mit dem Abblocken, mit dem Löschen wurde von der Seite der Posterin die Vorgehensweise festgelegt, wie sie bis auf Weiteres mit dem "Problem" umzugehen beabsichtigt, sich mit ihm in jener Weise "arrangiert".
Gelöst ist das Problem an und in sich aber bei weitem noch nicht.


Nun wirst Du Dich vielleicht fragen - nachdem ich ja das Thema aufgeworfen habe...
...wie gehe ich mit diesem Widerstand um...?

Ich nehme in an! Ich nehme die Posterin an. Genau als die, die sie ist. Wie und wer sie ist!
Sie kann aus ihrer Haut nicht raus... genauso wenig wie Du oder ich!
Es ist jetzt so... und Punkt.
Und es liegt in ihrer Verantwortung, ob überhaupt... und wenn doch... was sie auch dieser Sache für sich erkennt. Oder eben nicht.

Ich weiß aus dem Herzen, dass sie ein "liebenswürdiger" Mensch ist (bitte dieses Wort zu entschuldigen, zumal es ein Bewertungsbegriff ist. Würdig zu lieben. Also abhängig von etwas. Aber unsere Sprache gibt halt nichts wirklich Besseres her...   *grins*)

Und genau aus diesem Grund nehme ich sie auch mit all diesem Blocken und Abwehren liebevoll an!

Auch ich durfte... und darf noch vom Leben lernen!

Das Leben ist der "Lehrmeister"! Ganz sicherlich nicht ich!


Wir sind alle Menschen!  Keine Roboter!

Wir wissen oftmals - rein schon aufgrund biologischer Vorgabe / menschlicher Entwicklung - und zudem generationenübergreifender Konditionierungen gar nicht - wo Widerstände in uns liegen.

Bis zu dem Moment, wo wir mit ihnen konfrontiert werden!

Es obliegt jedem, damit umzugehen, wie er / sie es für richtig hält. Für sich!



So wie es den Anschein macht, sind unter uns aber auch Menschen, die schon ein bisschen Erfahrung haben mit dem Umgang an ihren Widerständen.
Deshalb wollen sie nicht belehren. Deshalb werden sie nicht in Anderer Verantwortung eingreifen wollen.

Ich selbst möchte und werde aller Voraussicht nach hier auch noch tiefer in dieses Energiefeld eintauchen...
...um Menschen im Weiteren zur Seite stehen zu können und zu dürfen.

Ich werde nur Ansätze, andere Blickwinkel, Ideen, Möglichkeiten ansprechen...
...ob und inwieweit sie für mein Gegenüber wirken dürfen, Sinn ergeben...

...das vermag nur mein Gegenüber entscheiden!

Manches jedoch wird nicht immer angenehm sein. Denn die Lösung vieler Dinge steckt hinter dem Schmerz, den sie erzeugen.

Alles kann...
...nichts muss!


In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag Nachmittag und Wochen-start für morgen!


Bildquelle: Pixabay