Montag, 14. November 2016

Emotionale Intelligenz - heute dazu ein besonderes Beispiel


Einen schönen Montag liebe Freunde und Leser(innen)!

Grade in derart emotional wieder aufgeladenen Zeiten, wie der der kürzlichen US-Präsidentenwahl, möchte ich mich da auch zu einem Thema einbringen, dass ... nun wie drücke ich es am Besten aus... mit Politik mitunter auch zu tun hat...

Wobei Politik im Grunde nur ein Teil dieses gesamten System ist!

Wer nun glaubt, ich lasse mich zu irgendwelchen Statements zur Präsidentenwahl hinreißen... der irrt!
Das geht mir dort vorbei, wo die Sonne nie scheint!

Das Einzige, was ich am Rande - als vielmehr meinen Wunsch - darlegen würde:
Ich würde mit dem Mann, dem Menschen namens Barack Obama, gerne mal reden. Mich mit diesem Mann sehr gerne mal unterhalten. Auge in Auge.
Denn sosehr man ihn mögen vermag... oder auch nicht...
Mich würde es als Mensch interessieren, wie man mit einem solchen System umgeht. Wie man sich fühlt. Wie man für sich Mensch-Sein bewahrt...
Denn letztlich sind das schon sehr große Schuhe, die man sich mit so einem Amt anzieht. Freiwillig oder nicht...

So.
Nun aber zum eigentlichen Thema!

Es geht heute um die 

EMOTIONALE INTELLIGENZ

Oder besser gesagt, einen um einen kleinen Ausschnitt daraus, da dieses Thema gesamt viel zu breit gefächert wäre...



Dank des lieben Roman habe ich da eine Aussage von jemandem aufgeschnappt, der es offenbar bevorzugt, anonym zu bleiben.
Der jedoch aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit gute Einblicke in das System haben dürfte, um eine solche Aussage zu formulieren:

Zitat:
"Ich bin es überdrüssig mit Menschen umgehen zu müssen, für die Wertschätzung und Dankbarkeit ein Fremdwort ist. Die rein aus Angst getrieben, ihren Job, ihre Existenz zu verlieren, bereit sind andere zu übervorteilen, Menschen gegeneinander auszuspielen oder sogar deren Existenz aufs Spiel zu setzen. Ich gebe ihnen nicht die Schuld dafür. Schuld dafür ist das Neoliberale-System, dass es zulässt, Menschen zu zwingen so zu denken und zu handeln. Seit ich vor über 30 Jahren in der Wirtschaft begonnen habe, hat sich das um 180° gedreht. Der Neoliberale Raubtierkapitalismus nutzt den Selbsterhaltungstrieb der Menschen auf perfide Art und Weise aus, sie gegeneinander so auszuspielen, dass sie gar nicht merken, dass sie letztendlich mit ihrem Verhalten die Situation verschlimmern, statt verbessern und die Geldströme in stetig stärker ansteigender Geschwindigkeit weiter nur in eine Richtung fließen lassen. Mit sozialer Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun, in keinem wirtschaftsorientierten Land der Welt. Das Schlaue daran ist also die Menschen meinen zu lassen, dass sie sich mit ihrem Verhalten etwas Gutes tun, damit sie gar nicht spüren können, dass sie selbst die Pumpe betreiben, die ihnen das Blut aus den Adern saugt." - (Anonym)


Jetzt wird sich vielleicht so mancher Fragen, was hätte dies mit dem heutigen Blog-Titel, "Emotionale Intelligenz" zu tun...?

Sollten wir uns vorher mal mit der Defintion auseinander setzen, um vielleicht einen besseren Zugang zu erlangen?

Emotionale Intelligenz ist ein von John D. Mayer (University of New Hampshire) und Peter Salovey (Yale University) im Jahr 1990 eingeführter Terminus. Er beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen.
(Quelle: Wikipedia)


Sieh also einer an!

Nun...
...im Sinne meines Verständnisses würde ich da ein bisschen "nachbessern" wollen...

Denn... was zum Beispiel ist "korrekt"...?

Ich sage nur einen einfachen Satz:  Du bist nicht Ich - Ich bin nicht Du!

Verschiedene Sichtweisen, Prägungen, Grundsatzgedanken, Auslegungen, subjektive Wahrheiten, "Korrektheiten"!


Ein einfaches Beispiel aber zum "Anwärmen" ... bevor wir uns auf das obige Zitat stürzen...

Ein Mensch ist traurig.
Der Mensch selbst nimmt dies genau als dieses an, wahr... 
Versteht den Grund dazu, weshalb er traurig ist (und ich gehe hier bereits den Schritt weiter, dass ich "als Grund" nicht nur ein Geschehnis im Außen sähe, sondern bereits einen viel tiefer sitzenden Mangel oder eine Angst).
Der Mensch ist in der Lage, dieses Gefühl zu beeinflussen (er kann annehmen, gewähren lassen anstelle zu verdrängen, sich auseinander setzen und den "Gesetzen des Lebens" seinen Lauf lassen. Wieder Freude in und an sich finden.

Gleiches Beispiel ... in der "Upgrade-Version":
Ein anderer Mensch nimmt diesen traurigen Menschen wahr.
Besitzt soviel Gespür, Feinfühligkeit, Talent... um mit diesem traurigen Menschen gemeinsam den Grund herauszufinden, wahrzunehmen, zu verstehen...  Der traurige Mensch wird dann für sich wiederum erkennen und möglicherweise beeinflussen... bzw. dem Fluss der Dinge, des Lebens seinen Lauf lassen!


Soweit noch verständlich..., erfühlbar...?

Jetzt zu dem angeführten Zitat!

Dieser Mensch nimmt sein Gefühl wahr! Für sich selbst... korrekt. Er ist etwas überdrüssig, in gewisser Weise frustriert. Verärgert.
In der Tat - und da ist viel absolut nicht von der Hand zu weisen - beschreibt er die Veränderung des Systems.
Veränderung, die immer weiter weg vom Menschen, immer näher an Objektdenken, Kapitalismus rücken. 
Ob diese Darstellung nun für jeden "korrekt" ist, ist hier definitiv subjektive Wahrheit... oder auch nicht! Es wird auf die Position ankommen, in der der Betrachtende steckt!

Nicht zuletzt auf die emotionale Intelligenz, ob er/sie sich selbst und andere wahrnehmen kann. Wie tief, weit... er/sie andere wahrnehmen kann...oder auch nicht...
Wie sehr er/sie selbst diesem System verhaftet ist... also schön in diesem großen Hamsterrad mitläuft... oder auch nicht...


Und ... grade der letzte Teil des Statements bringt - für meine Sichtweise nun bitte - klar zutage, inwieweit hier Menschen zugange sind, die in gewisser Weise solche Intelligenz nutzen, um andere zu beeinflussen!
Tagtägliche Beispiele im realen Leben "untermauern" dies!


Im Groben und Ganzen schält sich für mich inhaltlich da nun aber ein markantes Wort aus dem gesamten Kontext:

SCHULD

Was ist Schuld?

Ich will hier weder irgendwelche Definitionen bemühen ... noch groß herumphilosophieren...

Zusammengefasst würde ich es so ausdrücken wollen:
Zum Funktionieren dieses Systems gehören zwei Dinge!

Diejenigen, die beeinflussen.
Und diejenigen, die sich beeinflussen lassen!

Gleich, wie in vielen anderen zwischen-menschlichen Bereichen, gilt der alte Spruch: 

"Ein Scheit alleine brennt nicht!"

Zumindest brennt es nicht lange. Oder nicht von alleine!


Was also ist "Schuld"...?

Jeder, der sich beeinflussen lässt, wohl zumindest genauso, wie der, der beeinflusst!



In einigen anderen meiner Blog-Beiträge hatte ich immer wieder die Thematik aufgegriffen, dass der Mensch - aus zugegeben immer schwieriger zu erklärenden Gründen ... in Anbetracht der sich immer mehr zuspitzenden Situationen - immer tiefer in (s)einer "Komfortzone" versinkt.

Wenn man also das Zitat inhaltlich betrachtet, dass sich die Menschen immer mehr von anderen beeinflussen lassen. Immer mehr diesem System einverleiben lassen, zuspielen.

Doch wohin soll das führen?

Erkennen wir denn nicht die Zeichen der Zeit?

Sehen wir noch immer zu wenige Auswirkungen?

Wird Angst selbst schon, mit noch mehr Angst geschürt, manipuliert, gesteuert, beeinflusst...?


Nun... es ist wohl keine Neuheit, dass es doppelter, gar vielfacher Anstrengung bedarf, einen Karren, der im Dreck steckt... gar versinkt, wieder da rauszuholen...

...schon gar nicht, ohne sich die finger, die Schühchen oder sonstiges dreckig zu machen!
Ein bisschen jammern, um Hilfe schreien, Schuld zuweisen... und das war´s...???



Nur... ist dies alleine dann Rechtfertigung genug, um den Karren eben stecken, versinken zu lassen...

Irgendwann, irgendwoher wird schon ein neuer kommen...!

UND WAS, WENN NICHT ???


Eine Auswirkung dieses Systems ist offenbar, dass wir oft und gerne jammern. Schuld zuweisen.
Etwas TUN hingegen...?
Zumeist Fehlanzeige!

Mal als praktisches Beispiel aus meinem derzeitigen Leben.
Ich hatte erst noch eine eigene kleine Firma. Finanzkrise hat das ihre getan, dass es nicht mehr so ist.
Zudem noch Vorkommnisse seitens des Auftraggebers, die definitiv inhaltlich unter das benannte Zitat einzureihen sind (mehr möchte ich hier nun nicht darlegen). Ich war auch nicht der Einzige, den es in dem Fall erwischt hat.
So. Dann kam noch ein Jahr Anstellungsverhältnis. Auch hier wurde ich - gemäß erwähntem System - wieder "abgebaut".
Der Karren steckt im Dreck. Aber sowas von!

Was also nun tue ich?
Den Kopf in den Sand stecken?
Den Karren stecken lassen?
Auf irgend etwas warten, hoffen, beten...?

Nein.
Und glaub bloß nicht lieber Leser, liebe Leserin, dass ein bloßes Herumrödeln im Außen die einzige Lösung ist. Damit wäre ich inhaltlich wieder im Zitat! Aber mittendrin!

Das TUN selbst beginnt, begann IN MIR selbst!
Es bedarf, sich selbst zu erkennen.
Es bedarf eine gedanklichen und gefühlstechnischen Abkoppelung vom System!

Freilich würde ich jetzt lügen, behaupete ich, dass ich völlig autark, ohne den gerinsten Ansatz dieses Systems leben, überleben könnte.
Das nicht.
Aaaaaaaber... ich kann dennoch mit dem TUN in mir selbst beginnen.

Mich z.B. schon einmal der Frage stellen:
"Bin ich... rein aus Angst getrieben, meinen Job, meine Existenz zu verlieren, bereit, andere zu übervorteilen, Menschen gegeneinander auszuspielen oder sogar deren Existenz aufs Spiel zu setzen. Ihnen die Schuld dafür zu geben?"

Bin ich bereit, meine Gedanken, meine Gefühle, Emotionen zu erkennen?
Bin ich bereit, diese zu ergründen? Also zu allererst einmal Bewusstheit zu mir selbst zu erschaffen? Also zu verstehen?

Und in welcher Weise bin ich bereit, dies dann zu beeinflussen...?

Also - wiederum ich für mich - bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich deshalb genauso eine Beschäftigung, einen Job ausüben kann.
Allerdings innerlich gefestigt, nicht dem System dienend. Sondern in erster Linie mir selbst liebevoll dienend. Und alleine dadurch schon auch meinem Umfeld dienend!

Ich spiele nicht dem System in die Hände... sondern mir selbst... und damit dem Leben. Und umgekehrt!

Was mach(t)e ich jetzt - in meiner Situation?

Ich bin heruntergestiegen von meinem "hohen Ross". Bin am Boden angekommen!
Ich arbeite jetzt zwar nur auf kleiner Basis. Aber ich TUE es.
Ich steige jetzt in eine Ausbildung ein, zu der mir jetzt und in Zukunft kein Mensch hilft. Die mir später helfen soll, anderen Menschen in solchen Situationen zu helfen. Aber ich TUE es.

Das Leben selbst lehrt mich. Und ich nehme es an!
Ich weiß wieder, wo ich stehe. Wer ich bin!
Ich komme wieder in Fluss!


Emotionale Intelligenz. 
Eine wunderschöne Sache, die uns Menschen von Geburt an mitgegeben ist!

Erneut also letztlich eine Art "Beweis", dass das Wunder "Mensch" doch schon so viel wertvolles in sich trägt und sich nicht erst irgendwo teuer erkaufen muss...!

Er - der Mensch - darf nur seinen Arsch heben...
...raus aus der Komfortzone...
...und TUN!


In diesem Sinne liebe Freunde und Leser(innen)...

...ich lade Euch herzlich ein, mal den einen oder anderen Gedanken in jene Richtung zu lenken, wo Ihr Eure Gefühle, Emotionen findet!

Ob es stimmig ist, was Ihr dort findet...

...und wenn nicht: es liegt rein und einzig an Euch, genau DAS zu ändern, zu beeinflussen!


Habt noch eine bewusste, erfahrungsreiche Woche...
...und nutzt Eure emotionale Intelligenz...

...oder wie ich sie auch gerne nenne:

HERZ-INTELLIGENZ


Euer Prinzerl

Bildquellen: Eigen (C), Pixabay, lebensfreude-blog.de (Norbert Glaab)